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… ist im Einleitungstext „Der schwache Glaube“ alles gesagt. Die Homepage www.der-schwache-glaube.de ist auf die Blog-Seite umgezogen.
Zur Internet-Präsenz gehören Twitter und Facebook. Wenn ich auf interessante Links stoße, dann twittere ich sie meistens. Auf der Seite von Facebook reagiere ich auf das, was andere schreiben oder ich poste mal ein Bild, manchmal auch ein Hinweis auf neu eingestellte Beiträge.

Bildschirmfoto 2015-01-18 um 10.28.29

Hinweis: http://wirsindcharlie.de

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Existenzialisten mit/ohne Heidegger? Christoph Fleischer, Welver 2017

Notiz zur Sonderausgabe des Philosophie Magazins „Die Existenzialisten“, erschienen am 9.11.2017

Ich verzichte auf den Blick das Inhaltsverzeichnis, da dieses auch schnell über die Internetseite des Philosophie Magazins zu erhalten ist (http://philomag.de/die-existenzialisten-lebe-deine-freiheit/), und werde ich Folgenden meine Notizen zu den Artikeln von Hannah Arendt und Peter Trawny veröffentlichen.

Der hier abgedruckte Aufsatz von Hannah Arendt (1906 – 1975) „Französischer Existenzialismus“ ist bereits 1946 erschienen und bietet so ein zeitnahes Bild des Existenzialismus. Der Aufsatz befasst sich besonders mit Jean-Paul Sartre und Albert Camus. Dieser Aufsatz erscheint in diesem Heft erstmals in deutscher Sprache. Interessant ist, dass eine philosophische Richtung in Gestalt von Literatur erscheint, indem beide als Schriftsteller bzw. Schauspielautoren hervortraten und nicht als wissenschaftliche Philosophen. „Existenzialisten mit/ohne Heidegger? Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen

Predigt 1. Weihnachtstag, Christoph Fleischer, Welver 2017

Die Predigt über den vorgeschlagenen Predigttext am 1. Weihnachtstag halte ich in der reformierten Kirche Soest (Schiefer Turm) am 25.12.2017 um 10.30 Uhr.

1. Johannes 3, 1-6

1 Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. 2 Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden.
Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

3 Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist. 4 Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist das Unrecht. 5 Und ihr wisst, dass er erschienen ist, damit er die Sünden wegnehme, und in ihm ist keine Sünde. 6 Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt.

Forum der Völker, Werl, Krippenausstellung

Liebe Gemeinde,

Der Text fängt euphorisch an. Er nimmt uns in unserer Weihnachtsstimmung ernst. Wir finden uns hier zusammen unter dem Weihnachtsbaum und haben Weihnachtslieder gesungen. Heute ist ja ein Weihnachts-Feiertag, das Christfest und das Weihnachtsfest.

Die Nacht der Nächte liegt schon hinter uns. Und wir haben diese Nacht gefühlsmäßig alle mitgemacht. Doch damit heißt es auch für das heutige Weihnachtsfest: Wir feiern ein Ereignis, das hinter uns liegt. In der Heiligen Nacht gebiert Maria das göttliche Kind. Es ist der Erlöser, er ist erschienen, damit er die Sünden der Welt wegnehme. „Predigt 1. Weihnachtstag, Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen

Predigt Jesaja 63, Joachim Wehrenbrecht, Herzogenrath 2017

Predigt am 2. Advent 2017 zu Jesaja 63,15.16 u. 19b, IV. Predigtreihe (Lutherbibel 2017)

Zerreiß den Himmel und fahre herab

So schau nun vom Himmel und sieh herab von deiner heiligen, herrlichen Wohnung! Wo ist nun dein Eifer und deine Macht?

Deine große, herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich.

Bist du doch unser Vater; denn Abraham weiß von uns nichts, und Israel kennt uns nicht.

Du, Herr, bist unser Vater; »Unser Erlöser«, das ist von alters her dein Name.

Ach dass du den Himmel zerrissest und führest herab, dass die Berge vor dir zerflössen,…

Werl, Forum der Völker, Krippe aus Brasilien

Liebe Gemeinde,

da kehrt jemand nach Jahren im Exil zurück in seine Heimatstadt und ist entsetzt, wie sie sich verändert hat. Viele Häuser sind zerstört und nicht wieder aufgebaut. Unbekannte Menschen wohnen in den Straßen, die früher vertraut waren und jetzt fremd anmuten. Das wuselige Leben von früher herrscht nicht mehr auf den Plätzen und Straßen. Das Heiligtum – auf einer Anhöhe gelegen – ist zerstört. Wie soll ich die Gemeinde sammeln in dieser Steinwüste? Wie viele habe ich überredet mitzukommen aus dem Exil, um hier wieder ein geordnetes Leben zu führen und was finden wir vor? Wir werden nicht empfangen mit offenem Armen, im Gegenteil, wir werden kritisch beäugt. Manche sehen uns als Verräter an, die ihre Heimat verlassen haben und ins Exil geflohen sind. Haben sie vergessen, dass ein großer Teil von uns deportiert wurde, wir nicht freiwillig gegangen sind? So lange habe ich auf Rückkehr gewartet und jetzt ist alles anders als ich es mir ausgemalt habe. „Predigt Jesaja 63, Joachim Wehrenbrecht, Herzogenrath 2017“ weiterlesen

Predigt über Römer 15, 4-13, Christoph Fleischer, Welver 2017

Die Predigt aus 2014 wird überarbeitet in diesem Jahr gehalten in Lohne und Bad Sassendorf am 3. Advent

Predigttext Römer 15, 4-13 (Gute Nachricht Bibel)

4 Was in den Heiligen Schriften steht, wurde im Voraus aufgeschrieben, damit wir den Nutzen davon haben. Es soll uns zum geduldigen Ertragen anleiten und uns Mut machen, an der gewissen Hoffnung auf die endgültige Erlösung festzuhalten. 5 Gott, der Geduld und Mut schenkt, gebe euch, dass ihr alle in der gleichen Gesinnung miteinander verbunden seid, so wie es Jesus Christus gemäß ist. 6 Dann werdet ihr alle einmütig und wie aus einem Mund den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus preisen.

7 Lasst einander also gelten und nehmt euch gegenseitig an, so wie Christus euch angenommen hat. Das dient zum Ruhm und zur Ehre Gottes. 8 Denn das sage ich: Christus ist ein Diener der Juden geworden, um Gottes Treue zu bezeugen. Durch ihn hat Gott die Zusagen eingelöst, die er ihren Vorfahren gegeben hatte. 9 Die anderen Völker aber haben Grund, Gott für sein Erbarmen zu rühmen, wie es schon in den Heiligen Schriften heißt: »Dafür will ich dich, Herr, preisen unter den Völkern und deinen Ruhm besingen.«(zitiert Psalm 18,50)

10 Es heißt dort auch: »Jubelt, ihr Völker, zusammen mit Gottes erwähltem Volk!« (nach 5. Mose 32,43) 11 Und weiter: »Preist den Herrn, alle Völker; alle Nationen sollen ihn rühmen!«(zitiert Psalm 117,1) 12 Und der Prophet Jesaja sagt: »Es kommt der Spross aus der Wurzel Isais, er steht auf, um über die Völker zu herrschen. Auf ihn werden Menschen aller Völker ihre Hoffnung setzen.« (nach Jesaja 11,10,vgl. 11,1)

13 Ich bitte Gott, auf den sich unsere Hoffnung gründet, dass er euch in eurem Glauben mit aller Freude und allem Frieden erfüllt, damit eure Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes immer stärker und unerschütterlicher wird.

Krippenausstellung in Werl, Forum der Völker, Bethlehem damals und heute

Liebe Gemeinde,

Ich hörte einmal einen Satz, den ich dann man nach der ursprünglichen Quelle hin verfolgte und fand heraus, das er als äthiopisches Sprichwort verbreitet wird. Der Satz lautet:

Das Wort, das dir weiterhilft, kannst du dir nicht selber sagen.„Predigt über Römer 15, 4-13, Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen

Der „letzte Gott“? – kritische Notizen zu Heideggers Gottesgedanken, Christoph Fleischer und Konrad Schrieder, Welver, Hamm 2017

Die folgenden Notizen gehen auf einen Aufsatz von Ingeborg Schüßler zurück (Literatur siehe unten), der sich mit der Schrift Martin Heideggers „Beiträge zur Philosophie (Zum Ereignis) befasst.

Foto: Niklas Fleischer (c)

Peter Trawny geht in seinem kleinen Buch über die „Beiträge“ Heideggers (Adyton) nur kurz auf die Sätze Heideggers zur Gottesfrage ein. Der Abschnitt ist überschrieben mit „Herrschaft III, Der Gott und sein Volk“ (Adyton, S. 91-94).

Die Rede vom „letzten Gott“ bezeichnet demnach die Abkehr von der „Verchristlichung“ als Möglichkeit philosophischen Denkens (ebd., S.90). Trawny stellt fest, dass dem entsprechend die christlichen Kernbegriffe wie „Seele“ und „Erlösung“ fast gänzlich fehlen. Ebenso vermisst er die sonst übliche Rationalisierung des Göttlichen (genannt Metaphysik). Stattdessen überwiegen Figuren des Entzuges oder der „Verborgenheit“, einem bei Hölderlin entlehnten Begriff (ebd., S. 92). Die Rede ist von der Grenze, vom „Letzten“, von einer „Eschatologie des Seins“ (ebd., S. 92). Vom christlichen Gottesbegriff bleiben lediglich die Modelle der Einheit Gottes und die Rede von seinem Volk. „Der „letzte Gott“? – kritische Notizen zu Heideggers Gottesgedanken, Christoph Fleischer und Konrad Schrieder, Welver, Hamm 2017“ weiterlesen