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… ist im Einleitungstext „Der schwache Glaube“ alles gesagt. Die Homepage www.der-schwache-glaube.de ist auf die Blog-Seite umgezogen.
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Predigt über Markus 1, 32 – 39, Christoph Fleischer, Welver 2017

Am 19. Sonntag nach Trinitatis 2017.

Die Predigt wird gehalten am Vorabend, den 21.10.2017, in Lohne und am Sonntagmorgen, den 22.10.2017, in Bad Sassendorf

 

Markus 1, 32 – 39 (Lutherbibel)

32 Am Abend aber, da die Sonne untergegangen war,

brachten sie zu ihm alle Kranken und Besessenen.

33 Und die ganze Stadt war versammelt vor der Tür.

34 Und er heilte viele, die an mancherlei Krankheiten litten,

und trieb viele Dämonen aus

und ließ die Dämonen nicht reden; denn sie kannten ihn.

35 Und am Morgen, noch vor Tage, stand er auf und ging hinaus.

Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort.

36 Und Simon und die bei ihm waren, eilten ihm nach.

37 Und da sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm:

Jedermann sucht dich.

38 Und er sprach zu ihnen:

Lasst uns anderswohin gehen, in die nächsten Orte,

dass ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen.

39 Und er kam und predigte in ihren Synagogen

in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus.

Liebe Gemeinde,

 

Wie in einem Film, so möchte man meinen, werden in den Evangelien die einzelnen Erzählungen aneinandergereiht. Aus den einzelnen Episoden ergibt sich das Bild, das wir dadurch von Jesus von Nazareth bekommen können. Dabei gibt es Geschichten, die eher eine einzelne Person in den Mittelpunkt rücken, wie bei einer Heilung oder Austreibung von bösen Geistern oder es gibt Textabschnitte, die eher den Erzählfaden im Ganzen im Blick haben. „Predigt über Markus 1, 32 – 39, Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen

Endlich frei – Johann Westermann und die Reformation, Presseinformation

Eine Eigeninszenierung zur Reformation in Lippstadt

Beide Vorstellungen sind ausverkauft.-

Lippstadt: Was am 31. Oktober 1517 in Wittenberg begann, hat Kirche und Gesellschaft verändert, weltweit und auch hier bei uns. Die Stadt „tor Lippe“ gilt als eine wesentliche Keimzelle der Reformation in Westfalen.

Wenn in diesem Jahr weltweit das Reformationsjubiläum gefeiert wird, dürfen sich die Lippstädter auf ein ganz besonderes Projekt freuen. Pfarrerin Lilo Peters hat ein Theaterstück für diese Stadt geschrieben, das in Lippstadt spielt und diese Stadt als Schauplatz der Reformation entdecken lässt.

Gespielt wird an authentischen Orten, in der Marienkirche, in der vor 500 Jahren die erste deutschsprachige Messe in Lippstadt stattfand, in der Brüderkirche und auf dem Rathausplatz.

Das Wirken des hiesigen Reformators Johannes Westermann wird im Zusammenspiel mit dem Geschehen in Wittenberg auf die Bühnen bzw. in die Kirchen gebracht. Die Aufführung beginnt in der heutigen Brüderkirche, dem damaligen Augustinerkloster, Wirkungsort des Reformators Westermann und führt von dort weiter vor das Rathaus. Hier wird das Publikum  Zeuge weitreichender politischer Entwicklungen. In der Marienkirche findet die Geschichte wie vor 500 Jahren in der Realität ihren Höhepunkt. „Endlich frei – Johann Westermann und die Reformation, Presseinformation“ weiterlesen

Predigt über Markus 10, 17 – 27, Christoph Fleischer, Welver 2017

 

Die Predigt wird gehalten in Soest-Meiningsen, St. Matthias am 18. Sonntag nach Trinitatis

 

Übersetzung: Lutherbibel 2017:

17 Und als er hinausging auf den Weg, lief einer herbei, kniete vor ihm nieder und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?

18 Aber Jesus sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als der eine Gott.

19 Du kennst die Gebote: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst niemanden berauben; du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.«

20 Er aber sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf.

21 Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach!

22 Er aber wurde betrübt über das Wort und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter.

23 Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!

24 Die Jünger aber entsetzten sich über seine Worte. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwer ist’s, ins Reich Gottes zu kommen! 25 Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.

26 Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann dann selig werden?

27 Jesus sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist’s unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott.

Foto: Niklas Fleischer (c) Am Phönixsee, Dortmund

Liebe Gemeinde,

 

die Jesuserzählungen der Evangelien sind keine biographischen Bausteine einer Lebensgeschichte Jesu, sondern sollen und können ganz für sich stehen. Sie zeigen als Episoden des Wirkens Jesu ganz praktisch die Beantwortung religiöser und lebenspraktischer Fragen. Dies gilt besonders dann, wenn ein Lehrgespräch durch eine Frage eines Schülers ausgelöst wird.

Die Ausgangsfrage ist dabei im Blick zu behalten. Auch wenn man dann im Folge auf einzelne Aspekte des Textes eingeht, sollte man es tun mit dem Rückblick auf diese Frage.

Diese Frage lautet: „Guter Meister, was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe.“ „Predigt über Markus 10, 17 – 27, Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen

Garten-Mystik, Rezension, Christoph Fleischer, Welver 2017

Zu:

Marion Küstenmacher: Der Seele einen Garten schenken, Vom Zauber der Blumen und einfachen Dinge, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2017, gebunden, 221 Seiten, ISBN 978-3-579-08658-3, Preis: 17,99 Euro (print)

Die kurzen Artikel zu den Themen des Gartens sind alphabetisch geordnet. Der Bezugsort ist für die Autorin Marion Küstenmacher zunächst der eigene Garten und nicht ein fiktiver. Marion Küstenmacher stellt immer wieder Bezüge zur eigenen Gartenarbeit her. Dazu einige Beispiele:

„Aber ich liebe es auch, einfach auf der Bank zu sitzen und eine schöpferische Pause einzulegen.“ (S. 25)

„Fünf große Birken im Garten zu haben, noch dazu so nahe am Haus wie bei uns, das ist nicht einfach.“ (S. 31)

„Die Nordseite unseres Hauses wird von einer vielstämmigen Esche beschirmt.“ (S. 46)

Das Ziel des Buches besteht darin, diese einfachen Beobachtungen zu Blumen und Pflanzen, zu Gartenarbeit und Muße in einen Lebensbezug zu bringen wie in den folgenden Sätzen:

„Die Scherben der Vergangenheit braucht man weder zu verachten noch zu verleugnen.“ (S. 35)

„Vielleicht lieben wir die hässliche Brennnessel so wenig, weil sie uns an unsere eigenen hässlichen und feindseligen Anteile erinnert.“ (S. 38)

Von solchen lebensbezogenen Gedanken gehen die Beobachtungen und Gefühle weiter über zu Gedanken der Lyrik, der Mystik, der Weisheit und der Theologie. Es heißt etwa:

„Was eben noch so schmerzlich brannte, schützt jetzt und lässt die guten Seelenkräfte der Liebe und Verbundenheit wachsen.“ (S.39/40)

Ich musste bei der Lektüre an das Wort des Angelus Silesius denken: „Die Ros’ ist ohn’ Warum. Sie blühet, weil sie blühet.“ Nein, Marion Küstenmacher zitiert diesen Satz nicht. Bei ihr geht es bei der Rose um eine Tradition des Schweigens. „Mystiker nennen diese von der Rose geübte Kunst das Zwiegespräch des Schweigens.“ (S. 154)

Das Buch ist ein kundiger Weg durch den Garten und zugleich eine Einführung in den Denkweg der Mystik.

Revolutionär Luther, Rezension, Christoph Fleischer, Welver 2017

Zu:

Heimo Schwilk: Luther, Der Zorn Gottes, Karl Blessing Verlag, München 2017, gebunden, 464 Seiten, ISBN: 978-3-89667-522-4, Preis: 24,99 Euro (print)

Heimo Schwilk hat sich mit der Herausgabe von Biografien einen Namen gemacht. Er war lange Zeit leitender Redakteur der Welt am Sonntag, hat sich aber auch im Jahr 2006 zum Doktor der Philosophie promovieren lassen.

Die Biografie zu Martin Luther ist mit einem ausführlichen Inhaltsverzeichnis versehen, das man sie auch als Kurzbiografie Martin Luthers lesen kann. Ein deutlicher Schwerpunkt liegt auf den Jahren vor 1520. Die Geschichte der reformatorischen Grundentscheidung und Auseinandersetzung hat Krimiqualität, weil ja das Leben des späteren „Ketzers“ Luther immer schon auf dem Spiel steht. „Revolutionär Luther, Rezension, Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen