So führt der Weg ins neue Morgen. Gedichtzyklus zu Deuterojesaja. Christoph Fleischer, Dortmund 2003

Ankunft der Rettung (Jesaja 42, 1 – 43,
Ankunft der Rettung (Jesaja 42,1 – 43,4)

Gott wird einmal den Retter schicken,
Der das geknickte Rohr nicht bricht.
Er wird auf unsere Sorgen blicken.
Das kleine Feuer löscht er nicht.

Du sollst den Völkern Frieden bringen,
Du bringst die Dunklen an das Licht.
Wir werden neue Lieder singen,
Denn Gottes Geist vergisst uns nicht.

Sein Lob wird laut herausgesungen,
Vom Wüstenland bis auf den Berg.
Voll Freudenklang der Menschen Zungen:
Gerettet ist der David – Zwerg.

Gott lässt den heißen Atem kommen,
Dann führt er sicher unser Land.
Das Dunkel ist zum Licht erglommen.
Wir bleiben stets in Gottes Hand.

Im Volk sind alle Gottes Kinder
Auch wenn es hungrig ist und weint.
Verschlossen waren unsre Münder,
Als Gottes Zorn uns hat gemeint.

Doch neu erklingen Gottes Worte.
Sie sagen: Fürchte dich doch nicht!
Sein Name gilt an jedem Orte;
Und über uns sein Angesicht!

Der Bote geht durchs Leiden (Jesaja 52, 13 – 53, 12)

Doch wer in Gottes Vollmacht stehet,
Er ist in Ost und West bekannt.
Sein Weg zunächst ins Leiden gehet.
Gesicht entstellt, wird nicht erkannt.

Die Völker werden heute staunen,
Dass aus der Not wächst Kraft und Mut.
Er war nicht stattlich, hatte Launen,
Gab Gott ihm trotzdem seine Glut?

Die Menschen ihn sogar belachten.
Die Krankheit prägte sein Gesicht.
Und andre sollten ihn verachten.
Wir glaubten seinen Worten nicht.

Doch hat er alle Not getragen
Und lud sich unsre Krankheit auf.
Er war die Antwort, wir die Fragen,
Sein Leid beschwört´ das Glück herauf.

Er ward an unsrer Statt geschlagen
Und gab uns durch das Leid das Heil.
Er trug´s geduldig, ohne Klagen.
Es traf ihn unsrer Strafe Pfeil.

Er gab sein Leben für die andern,
Und so kam Zukunft neu herauf.
Vollendet wir nun weiter wandern.
Gerechtigkeit der Völker Lauf.

Bereitet einen Weg (Jesaja 40, 1 – 11)

Kommt, tröstet wieder alle Leute,
Denn ihre Schuld ist abgebüßt.
Gönnt ihnen wieder Freiheit heute,
Die ihnen ihre Zeit versüßt.

Bahnt durch die Wüste eine Straße,
Den guten und den sich´ren Weg,
Dass Herrlichkeit ohn´ alle Maße
Gott über seine Leute leg´.

So spricht das Gras: du wirst vergehen!
Die Zeit ist kurz, das Leben auch.
Gott lässt uns jetzt die Gnade sehen.
Von böser Zeit bleibt kalter Rauch.

Komm Zion – Freudenbotin singe:
Gott kommt und herrscht mit seiner Hand.
Das Volk er in die Heimat bringe,
Führt seine Kinder in das Land.

Gott ist groß (Jesaja 40, 12 – 31)

Mit wem kannst Gott du noch vergleichen?
So weit wie der Äquator misst?
Kannst Gott du hier das Wasser reichen?
Das Leben kurz und endlich ist.

Für Gott gibt´s keine echten Bilder.
Die Götzen sind nur Menschenwerk.
Die Wolken sind wie Gottes Schilder.
Vor´m Himmel ist der Mensch ein Zwerg.

Und weißt du wie viel Sterne stehen?
Ja, jeder Mensch ist Gott bekannt.
Die Zeit des Unheils wird vergehen.
Gott gibt uns Kraft und neues Land.

Machtlose Götzen (Jesaja 41, 1 – 29)

Von Osten her zieh´n Reiterheere.
Der stärkste König wird besiegt.
Sich Babylon dadurch verzehre,
Und Israel die Freiheit kriegt.

Wer jetzt noch fragt die Götzenbilder,
Ist wahrlich auf dem falschen Weg.
Gott ist zu Abraham jetzt milder.
Das Volk ist nicht der letzte Dreck.

Gott wird dir helfen alle Tage.
Er stärkt dich auch im Widerstand.
Er hält die Hand, dass nicht verzage
Sein eig´nes Kind im fremden Land.

Gott wird die Hilfeschreie hören.
Die Hilfe kommt von Osten schon.
In seinem Namen wird er stören
Die Macht im reichen Babylon.

Die Götzen müssen dann verzagen.
Hier sind sie machtlos, können nicht.
Die Götzen wird man nicht mehr fragen.
Sie sind im Dunkel, Gott im Licht.
(Jesaja 42, 1 – 43, 4 findet sich vorn.)

Ein Gott – ein Retter (Jesaja 43, 5 – 13)

Vor aller Welt und ihren Göttern
Wird Gottes Volk stets Zeuge sein.
Damit bewiesen sei den Spöttern,
Gott kann ja nicht gestorben sein.

Ich glaube Gott, der ganz alleine
Die einzig gute Gottheit ist.
Gott ist von Anfang an der Eine,
Ganz gleich was jetzt und morgen ist.

Es gibt ja keinen andern Retter
Als unsern Gott, nur Gott allein.
Wie unbeständig auch das Wetter,
Gott wird derselbe immer sein.

Gott hat die Rettung uns versprochen
Aus Not und aus Gefangenschaft:
Auf seinen Namen lasst uns hoffen!
Die Macht der Welt ist abgeschafft.

Befreiung (Jesaja 43, 14 – 28)

Es war dereinst so stark und mächtig
Das große reiche Babylon,
Und nun ist´s nicht mehr groß und prächtig,
Erobert wird’s mit Spott und Hohn.

Befreiung aus der Sklaverei,
Gleichwie zuvor in Moses Zeit,
Die Nacht der Fremde geht vorbei.
Die Rettung kommt und steht bereit.

Und niemand wird nach hinten sehen,
Denn Zukunft, sie liegt immer vorn.
Man wird der Hoffnung Lied verstehen,
Und es ist aus mit Gottes Zorn.

Gott hatte Grund für viele Strafen,
Er zeigt sich letztlich mild und gut.
Vorbei der Sturm, es geht zum Hafen.
Die Wunde schließt und stoppt das Blut.

Lebendiger Gott – blühendes Land (Jesaja 44, 1 – 8)

Nach vielen langen Hitzetagen
Der Boden ist ganz ausgebrannt.
Kommt dann der Regen, wirst du sagen:
Es blüht und grünt das ganze Land.

So wird es Israel ergehen
Nach Zeiten der Gefangenschaft.
Das Volk wird leben, du wirst sehen,
Der Boden steht in vollem Saft.

Gott ist lebendig, du wirst sehen.
In Zukunft bist du nicht allein.
Von Anfang an, du wirst verstehen,
War Gott und wird zuletzt noch sein.

Drum lasst euch bitte nicht verwirren,
Denn war`s nicht alles schon gesagt?
Seid seine Zeugen ohne Irren,
Glaubt Gottes Worten ungefragt.

Gott wohnt nicht in Gottesbildern (Jesaja 44, 9 – 28)

Was können denn die Gottesbilder?
Sie sind doch nur von Hand gemacht.
Sind sie mal zornig und mal milder?
Was haben Götzen uns gebracht?

Sind Gottes Worte nun aus Eisen?
Ist Gottes Güte Eichenholz?
Geschnitztes Holz kann ich nicht preisen?
Bin ich auf Holzfiguren stolz?

Der Wert der Götzen ist die Asche,
Die übrig bleibt, wenn Holz verbrennt.
Belügt man dich, so ist die Masche,
Glaubst du nur das, was jeder kennt.

Doch Gottes Wirken hat begonnen,
Er zeigt sich hier im Weltenlauf.
Sogar die Berge sind gekommen.
Steigt noch ihr Lied zum Himmel auf?

Gott hat den Himmel uns geschaffen.
Sein Wissen stets der Kosmos ist.
Die Menschheit kann nur staunend gaffen,
Hier auch der Weise ratlos ist.

Wirst auferstehen aus Ruinen,
Du heilig, hohe Gottesstadt!
Der neue König spricht zu ihnen:
Baut auf, was Gott geschaffen hat.

Gott schickt einen fremden König zur Rettung seines Volkes (Jesaja 45, 1 – 25)

Der fremde König an der Pforte
Des alten Gottesreiches steht.
Er gibt zurück die alten Orte
Dem Volk, das in die Heimat geht.

Gott hat sogar den Mensch´ gerufen,
Der nicht mal Gottes Namen kennt.
Ein solcher König ist berufen
Von einem Gott, der ihn bekennt.

Wie einst die Dunkelheit gekommen,
So gibt der Schöpfer nun das Licht.
Das Glück wird neu, du wirst bekommen,
Das, was du bisher kanntest nicht.

So wie der Himmel gibt den Regen,
Gibt Gott die Rettung seinem Reich.
Der Schöpfer selbst ist hier zugegen,
Bringt Frieden und das Glück zugleich.

Der Mensch dagegen ist geschaffen;
Er ist nicht Töpfer, sondern Ton.
Es stammt von einem kleinen Affen.
Der Menschen Kunst, was ist das schon?

Gott gibt den Sieg nun durch den andern,
Der nicht zu deinem Volk gehört.
Gott kennt die Länder. Er kann wandern.
Sein Wort die andre Sprache hört.

Die Leute noch die Götzen feiern.
Sie sind enttäuscht in ihrer Schmach.
Sie werden bald nur Klagen leiern.
Gott wirkt die Heilung und hilft nach.

Ich glaube Gott, der mich entworfen,
Sowie auch dich, die ganze Welt.
Ein andrer Gott, für mich verworfen,
Erschafft dasselbe nicht für Geld.

Hört hin ihr Menschen auf der Erde:
Es gibt nur einen Gott allein!
Ja zu ihm sprecht: Der Frieden werde!
Denn Streit und Krieg, das soll nicht sein.

Das Ende Babylons naht (Jesaja 46, 1 – 13)

Die Götter werden aufgeladen
Wie aus dem Wald das lange Holz.
Und nicht geringer ist der Schaden
Für Babyloniens ganzen Stolz.

Denn unser Volk noch ist geblieben
Hat überlebt nach langer Haft,
Nach Hause wird es jetzt getrieben,
Denn Schluss ist mit Gefangenschaft.

So wird nun unser ganzes Leben
Getragen nur von Gottes Geist.
Ein Gott aus Gold kann hier nicht leben.
Und niemand tote Götzen preist.

Gott ruft den Adler aus dem Osten,
Der wirklich scharfe Krallen hat.
Das wird in Babylon was kosten.
Doch heimwärts nun, was Füße hat!

Der Untergang Babylons (Jesaja 47, 1 – 15)

Ach, Babel, du verwöhnte Dame
Nun liegst du da in Dreck und Staub.
Geknechtet bis die Kraft erlahme,
Dein Reichtum wird der Völker Raub.

Einst warst du Heer der Königreiche.
Mein Volk ging vor dir auf die Knie.
Nun bist du selber eine Leiche.
Wir gehen weg, so stolz wie nie.

Dir helfen keine Zaubersprüche,
Verlieren wirst du Kind und Mann.
Nun stehst du schutzlos in der Küche.
Mit Zauberei fängst du nichts an.

Nun stürzst du plötzlich ins Verderben.
Dein Unglück kommt, ich seh´ es schon.
Wer nun nicht flieht, wird qualvoll sterben.
Das Unheil ist des Hochmuts Lohn.

Was sagen dazu wohl die Sterne?
Geh schnell und frage sie um Rat!
Sie drehen ihre Kurven gerne.
Doch Zeichen sind wie Silberdraht.

Gottes Namen (Jesaja 48, 1 – 11)

Nun seht, ihr schwört bei Gottes Namen,
Bekennt euch stets zu Gott, dem Herrn.
Ihr zählt euch noch zu Jakobs Samen,
Und habt ihn dennoch weiter gern?

Was kam, das hat er angekündigt,
Propheten taten es euch kund.
Ihr wart ja nicht total entmündigt,
Geschehen war´s aus Gottes Mund.

Doch Gott heimlich schuf neue Pläne,
Ihr habt davon noch nichts gewusst.
Es krähen nicht heraus die Hähne.
Es ist ganz still und unbewusst.

Obwohl du treulos bist geblieben,
Bekennt Gott dennoch sich zu dir
Und hat der Völker Spott vertrieben.
Sein Name gilt für immer hier.

Gott handelt und befreit. (Jesaja 48, 12 – 22)

Gott ist der Erste und der Letzte.
Gemacht ist alles durch sein Wort.
Er bringt aus Not heraus Verletzte
Und hilft dem Volk an jedem Ort.

Er hat den Menschen sich berufen;
Denn Gott besiegt die Tyrannei.
Bedrücktes Volk zu sich gerufen,
So spricht der Bote: Ihr seid frei!

Ihr habt vergessen die Gebote,
Auf euch geladen ist die Schuld.
Doch Freiheit kündet euch der Bote,
Und zeigt euch dadurch Gottes Huld.

So macht euch auf, verlasst die Gegend,
In der ihr noch gefangen seid.
Das Wüstenland durchquert ihr lebend.
Zu neuem Frieden seid bereit.

Die Gegenwart Gottes (Jesaja 49, 1 – 7)

Gott spricht zum Volk durch Propheten,
Die er in seine Dienste nimmt.
Mit Macht sein Wort hier zu vertreten:
Zur Vollmacht hat er es bestimmt.

Kannst du es auch nicht immer spüren,
Gott hält die Hände über dich.
Schon vorgeburtlich zu berühren,
Dich zu begleiten, müht er sich.

Gott ruft die Menschen aller Länder,
Nicht nur das Volk, den alten Bund.
Sein Einfluss geht bis an die Ränder,
Die ganze Menschheit wird gesund.

Heimkehr (Jesaja 49, 8 – 26)

Ich hör´ von Gott jetzt neue Worte:
Die Zeit der Rettung, sie ist da!
Macht ödes Land zu seinem Orte.
Gerechtigkeit ist nun ganz nah.

Durch diese Heimkehr Gott schafft Frieden,
Bewahrt uns vor dem Untergang.
Der Dunkelheit ist Licht beschieden.
Nun fängt ein neues Leben an.

Der Weg wird eine gute Reise.
Hier gibt es Rast, und dort gibt´s Ruh,
Verpflegung auch auf jede Weise.
Auf Straßen geht’s der Heimat zu.

Nun freut euch Himmel, freu dich Erde:
Gott hat noch an sein Volk gedacht:
„Die feste Stadt ich bauen werde
So groß und schön mit meiner Macht“.

Auch wenn nur wenige geblieben,
Es wird ein neuer Anfang sein.
Das Volk, das vormals war vertrieben,
Es kommt ins alte Land hinein.

Kraft zum Widerstand (Jesaja 50, 1 – 11)

Wann hat Gott seine Frau verlassen,
Die Israel sich Mutter nennt?
Hat er die Schuld berechnen lassen,
Zu der Gott selber sich bekennt?

Die Sklaverei hat selbst verschuldet
Das Volk, das oftmals treulos war.
Gott hat dies nur nicht mehr geduldet.
So kam das Unheil ganz und gar.

Doch jetzt spricht Gott durch seinen Boten,
Dem täglich öffnet er das Ohr.
Er trug das Leid so wie´s geboten,
Das Volk vor ihm Respekt verlor.

Doch Gott, er steht auf seiner Seite,
Das gibt ihm Kraft zu Widerstand.
Was auch das Schicksal ihm bereite,
Er weiß sich stark in Gottes Hand.

Neubeginn mit Gottes Wort (Jesaja 51, 1 – 8)

Wir zählen heut´ zu Sarahs Kindern,
Zum großen Stamm von Abraham.
Gott hat vergeben allen Sündern,
Nun fließt hier wieder Milch und Rahm.

Für Gott nun Dank- und Freudenlieder
Erklingen in Jerusalem.
Aus Trümmern wächst die Stadt nun wieder,
Die Häuser bald aus Stein und Lehm.

Nun wird das Volk die Ordnung halten.
Ein Licht erleuchtet in der Welt
Den fernen Ländern und Gewalten.
Gott will, dass man Gebote hält.

Die Treu und Güt´ im Herzen hütet,
Und steht euch bei in Not und Leid!
Und wenn mit Spott sie euch beschüttet
Seid stolz zum Glauben heut´ bereit.

Gebete erhört (Jesaja 51, 9 – 52, 3)

Das Volk hat Gott schon lang gerufen
Voll Hoffnung auf Befreiungstat.
Nun ist´s soweit, schwingt eure Hufen
Und kehrt zurück nach Gottes Rat.

Gott macht dem Leiden nun ein Ende.
Die Furcht auf immer auch vergesst.
An jedem Ort reicht seine Hände
Gott, der euch heute leben lässt.

Es grüßt euch bald mit seinen Toren
Die alte Stadt Jerusalem.
Das Land, das damals wir verloren
Zur Heimat wird wie ehedem.

Ja, auf den Straßen lebten Kinder.
Zum Unglück traf dazu das Schwert.
Die anderen trifft´s nun nicht minder.
Sie röstet nun der Unheil Herd.

Gott beweist seine Macht (Jesaja 52, 4 – 11)

Gott selbst besiegt die Unterdrücker.
Die Sklaven werden nun zu Herr´n.
Nun ist er wieder selbst am Drücker.
Die Rettung schickt er ihnen gern.

Denn Gott ist König aller Welten.
Vom Wachtturm schallt das Freudenlied.
Verlasst das Land und lasset gelten
Den Ruf, der in die Freiheit zieht.
(Jesaja 52, 13 – 53, 12 findet sich vorne)

Neues Leben (Jesaja 54, 1- 10)

In Gottes Stadt kommt neues Leben,
Da niemand mit gerechnet hat,
Zu neuer Blüte zu erheben.
Die Zukunft neu begonnen hat.

Was Krieg und Not dereinst zerstörte
Ersteht dann neu in vollem Glanz.
Auch, was dir da noch nicht gehörte,
zählt neu dazu, nun voll und ganz.

Was du im Jugendwahn zerschlagen,
Wird nicht von Schuld belastet sein.
Gott hat die Last mit dir getragen
Und wird nun dein Befreier sein.

Er hat dich eine Zeit verlassen,
Kommt nun jedoch erneut zurück.
Das Unrecht brachte ihn zum Hassen,
Es ist vorbei, wird neu das Glück,

Jetzt wollen wir erneut dran denken,
An das, was er versprochen hat:
Nie wird er ins Verderben lenken,
Was er zuvor geschaffen hat.

Neue Stadt (Jesaja 54, 11 – 17)

Die Stadt, die auf dem Berge stehet,
Sie war zerstört, dem Acker gleich.
Doch nun die Zeit schon weitergehet.
Wird neu gebaut, wird schön und reich.

Die Mauer steht auf Edelsteinen,
Aus blauem Lapislazuli.
Darauf Rubinen rot vereinen
Karfunkelsteine, schön wie nie.

Die Bürger geh´n auf Gottes Wegen,
So bauen sie aus Frieden Glück.
Sie haben keine Angst, deswegen.
Die Sicherheit kehrt dann zurück.

Wer immer eine Waffe bauet,
Und meint er auch, sie sei geschenkt,
Er niemals wieder damit hauet;
Für immer er die Lanze senkt.

Der neue Bund (Jesaja 55, 1 – 13)

Kommt her zu mir; ich braucht nicht zahlen.
Und nehmt euch, was ihr brauchen könnt.
Hier gibt’s Getreide, lasst uns mahlen.
Das Beste sei euch stets vergönnt.

Der Bund wird neu mit Gott begründet.
Was David wusste, gilt nun neu.
Da jedes Volk von ihm gegründet,
Ist nun manch eines neu dabei.

Nun ist es Zeit zu Gott zu wenden.
Drum lasst von eig´nen Werken ab.
Der Himmel Gottes kann nicht enden.
Sein Wort gibt euch den Lebensstab.

So führt der Weg ins neue Morgen.
Der Jubel füllt das ganze Land.
Der Boden wird uns nun versorgen.
Das Heil wird aller Welt bekannt.

Autor: christoph.fleischer

Christoph Fleischer, evangelischer Pfarrer in Westfalen, tätig in der Gemeindearbeit, Studierendenseelsorge und Altenheimseelsorge, Mitglied in der Gesellschaft für evangelische Theologie und in der Dietrich Bonhoeffer Gesellschaft.

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