Austausch über Derrida, Christoph Fleischer und Markus Chmielorz, Dortmund/Werl 2011

Austausch Teil 1 über Derrida C.F. und mc.

 

Der folgende Austausch ergab sich aus Anlass der Vorlesungen von Manfred Füllsack und Arno Böhler (Wien) [i]  sowie der Lektüre des Buches Limited Inc. von Jacques Derrida[ii].

 

C.F. Seit einer Woche habe ich meine Bonhoeffer-Biografie zur Seite gelegt, um Derrida zu lesen.

Es ist ein wahnsinnig anspruchsvoller Text, den ich nicht gut verstehe. Ich mag ihn nicht aus der Hand legen, aber oft fehlt mir der Kontext. Ich habe etwas vom Strukturalismus gehört, aber irgendwie scheint er (der Text oder Derrida) sich darauf wenig zu beziehen. Ich lese parallel abends am Reader etwas in der Dissertation von Ansgar Maria Hoff[iii], jetzt den Teil über Nietzsche. (Den habe ich jetzt irgendwie besser verstanden. Er kritisiert den philosophischen Wahrheitsbegriff, der in der Theologie unausgesprochen vorausgesetzt wird.)

 

mc. da sind sie wieder, die ungleichen schwestern, die ältere theologische, die jüngere philosophische. was wohl logos und sophia gemeinsam haben und was sie unterscheidet? ist es zufall, dass der eine männlich, die andere weiblich ist? ja, die wahrheit … sie leuchtet wie ein uneinholbarer stern über den beiden. und welche folgen sie erst hat! ich fürchte, stärker als ihr anspruch, befreien zu wollen, ist ihre furchtbare folge, andere in ihrem namen zu knechten.

 

C.F. So wird er zum Religionskritiker, was er gar nicht sein wollte. Nietzsche passt zum Konstruktivismus, als hätte er (mit Schopenhauer) 100 Jahre vorausgeahnt, was heute wissenschaftlich klar ist.

 

mc. dein und mein unterfangen erinnert mich ein wenig an ein „studium im alter“. ich gehe in meiner lebensgeschichte zurück und zum anfang: ich beginne wohl, philosophie zu studieren. wo begann unsere reise? bei vattimo, heidegger, habermas, kant, derrida, baecker, luhmann …

 

C.F. Im letzten Teil kommt er auch auf Derrida zu sprechen. (Ich vermute auch den Wahrheitsbegriff).

Die Vorlesungen sind zum Ende hin auch nicht mehr sehr erhellend. Es wird einfach zu wenig der Bezug zu konkreten Texten hergestellt. Nur: Derrida meint das so oder so. Von Luhmann ist mir mehr klar geworden, als von Derrida.

 

mc. und ich stecke in einer schleife und komme über die siebte vorlesung nicht hinaus …

 

C.F. Trotzdem habe ich das Gefühl, auch von Levinas her z.B. (vgl. „Die Spur des Anderen“[iv] mit „différance“) und von beider Bezug zum Judentum (der Name Gottes ist unaussprechbar – wofür hat er dann einen Namen?), eine recht wichtige Sache zu verfolgen. Auch der Aufsatz über Religion[v] kommt mir hin und wieder in den Sinn (Spur).

 

mc. ja, die wüste … das gelobte land … der gott dieses einen volkes … was für ein machtvolles bild des unbezeichneten bezeichnenden – das ist der versuch einer übersetzung DES unausprechlichen. doch erstaunlich: hat [ ] einen namen, um angerufen zu werden? dann jedoch würde es um etwas ganz anderes gehen, nämlich genau darum, um dieses anrufen, das zu etwas, mich zu mir selbst, zur welt, zum anderen, zum sinn, zum gesetz, zur verantwortung führt, auf einer eben nicht begreifenden, auf den begriff bringenden weise. mir wird schwindelig, denn es könnte einem dabei der gedanke kommen, jede theologie löschte [ ], das das heilige ist, aus!

 

C.F. Eine Hilfe ist vielleicht der beigefügte Aufsatz, dessen Autoren Derrida von Habermas her sehen, besonders die ironisch gemeinte Dekonstruktion des Textes von Derrida selbst (S.18ff).

 

mc. ich bin immer noch ganz hineingezogen in den text[vi], den du mir geschickt hast. ich versuche trotzdem einmal, dir ein wenig bruchstückhaft zu antworten. du findest meine gedanken … zwischen den zeilen.

 

C.F. Also ich sag es mal mit meinen Worten: Im Sprechakt geht man davon aus, dass Sprechen ein Tun ist, das einen Handelnden kennt, den Autor.

 

mc. ja! das wollen wir sein, ein autor, jemand, der gehör findet, wir sehnen uns nach einer eigenen auctoritas. religiös gesprochen, menschlich empfunden, verfehlen wir sie. vielleicht spricht derrida davon, dass wir uns niemals unserer eigenen autorenschaft sicher sein können? weil es immer DER andere ist, der uns lebendig macht? weil wir uns nicht aus uns selbst heraus erschaffen können?

 

C.F. Dessen Intention wird durch Zeichen dargestellt. Derrida meint zu beweisen, dass die Schrift ohne Bezug zum Autor auskommt, ja sogar vom Autor unabhängig existiert. Er meint, was für die Schrift gilt, muss für die Kommunikation im Ganzen gelten.

 

mc. das habe ich gestern versucht:

 

ein satz spricht mich! ich spreche.

die sprache spricht durch mich.

die sprache spricht mich.

es spricht mich.

es spricht.

 

das subjekt verschwindet … wie ein umgekehrtes polaroid-foto …

 

C.F. Beide Zugänge verabsolutieren jeweils ihren Erstzugang.

 

mc. haha! derridas dekonstruktion systemisch gesehen: das gegenteil ist nur mehr vom selben! und so würde die dekonstruktion schnurstracks der metaphysik die hintertür öffnen, um sie machtvoll wiedereinzusetzen?

 

C.F. Was ist ein Kompromiss? Kommt nicht der Strukturalismus der Wahrheit nahe?

 

mc. hm … dafür weiß ich zu wenig davon. von schopenhauer weiß ich auch nichts … und levi-strauss habe ich nur ein einziges mal gelesen …

 

C.F. Kein Text ohne Autor, aber der Autor ist im Sprechen und Denken ein Repräsentant seines Kontextes, der sich in den Codes niederschlägt.

 

mc. bis hierher gehe ich mit. systemisch gesehen, konstruiert sich der autor in einem rahmen mit anderen elementen eines systems. da ist es unerheblich, darüber zu spekulieren, ob eine autorenschaft machtvoll ist, ein ICH oder ohnmächtig ein ich, das zum spielball wird.

 

C.F. Warum verwirft Derrida dann aber den Begriff „Code“?

 

mc. wo hast du das her?

 

C.F. Ist Dekonstruktion überhaupt möglich, ohne die Codes zu analysieren? Hast Du mich verstanden?

 

mc. ich weiß es nicht! mir bleibt im augenblick nur, genau das geschrieben zu haben, was ich geschrieben habe. (vergesst den körper nicht und das, was vorsprachlich in ihn eingeschrieben ist!)

 

C.F. Noch ein Hinweis: Ich lese das Buch Limited Inc. ohne Bleistift und leihe es Dir hernach aus.

 

mc. das gefällt mir, dein „hernach“, diese worte, die mach zeit klingen und sich so mit bedeutung aufladen. ach, streich soviel an, wie du willst, das stört mich nicht, du legst doch eine spur damit für mich.

 

C.F. Du kannst den Aufsatz „Signatur Ereignis Kontext“ aber auch unabhängig davon bekommen. Er ist enthalten in dem Reclam Bändchen: Jacques Derrida: Die différance, Ausgewählte Texte, Reclam Nr. 18338, 9,90 Euro.

 

mc. und bin mir nicht mal sicher, ob ichs nicht schon hab!

 

C.F. Übrigens im Gegensatz zur Vorlesung ist différance kein Kunstwort. Derrida beschreibt an einer Stelle, dass das Verb den Sinn von „Verschieben“ hat. Also im Unterschied zur difference (Unterschied) meint es „Verschiebung“.

 

mc. ha! verschieben … verrücken … entrücken … verschoben werden … verrückt sein … und dann fehlt doch noch die ekstase!

 

C.F. Sind Deine Sätze über die Sprache, die Du im Kopf hast und in unserem letzten Austausch geschrieben hast, ein Zitat?

 

mc. ich weiß nicht, ob sie ein zitat sind. nicht bewusst. ich habe sie geschrieben, ja! es ist verrückt. der satz heißt: es spricht mich. kann ich der autor eine satzes sein, der die autorenschaft nicht nur verleugnet, sondern mit haut und haaren spürt, dass es etwas in ihm gibt, dass das fremde im eigenen ist?

 

 

C.F. Bist Du der Autor? Hast Du damit eine Intention und wenn ja welche? Oder gleich mehrere? Meinst Du es ernst oder ironisch?

 

mc. ernst! so ernst, wie etwas existentiell erlebtes sein kann. diese sätze sind mehr ein ausdruck meines empfindens, denn meines denkens.

 

 

C.F. (Derrida beginnt einen Abschnitt mit den Worten „seien wir ernst“, und geht damit sehr genau auf Searle ein, was aber erst im Verlauf der Lektüre deutlich wird).

Ich sehe das Subjekt nicht verschwinden. Aber ich finde mich darin wieder, weil ich oft nicht genau weiß, was meine Intention ist. Ich muss beim Lesen Derridas (der Jude war) oft an die Bibel denken und an das Bemühen der historisch kritischen Exegese, hinter jedem Text einen Autor zu finden. Hier ist Derrida befreiend. Die Bibel hat so viele Autoren, dass die Suche nach einem Autor den Text jedes Mal ins falsche Licht rückt. Im Scherz gesagt: Nennen wir den Autor „Gott“!

 

mc. offenbar: ein besseres will es einfach nicht geben.

 

C.F. Ich danke Dir noch einmal. Und dass Du die auch emotional nicht einfach E-Mail akzeptiert hast. Ich glaube jetzt, ich musste sie schreiben, damit ich beginne etwas zu klären.

 

mc. lass mich teilhaben! unbedingt! bitte! und wieder etwas dazu gelernt, das mit dem kriegsgott IHVH wußte ich gar nicht, dazu würde ich gerne auch einen, hoffentlich kurzen, aufsatz lesen wollen.

 

um noch einmal auf den artikel zurückzukommen, den du mir geschickt hast: besonders bedeutsam scheint mir der einwand auf seite 19 oben zu sein, in dem derrida zuerst als autorsubjekt (!) rekonstruiert wird.

 

von der von dir angesprochenen negativen theologie weiß ich zu wenig und würde mal vermuten, dass sie nach dem nationalsozialismus in zuusammenhang vielleicht mit adorno und sölle (?) formuliert wurde?

 

C.F. Das geht schnell (Kriegsgott): Albrecht Alt. Zur Geschichte des Volkes Israel. Ein Standardwerk. Kann ich Dir leihen. (Ob das nicht wieder zum Teil überholt ist, weiß ich nicht). Man könnte auch in ein Lexikon schauen unter Gottesnamen.

Zum Hinweis auf S. 19 hast Du eine neue E-Mail erhalten, quod erat demonstrandum, aber nicht ironisch!

Negative Theologie ist älter. Barth setzt sie voraus und bringt sie dialektisch zur Blüte, um sie dann positivistisch verflachen zu lassen. Geht auf Kierkegaard zurück. (Meine subjektive Sicht). Ich habe gerade gelesen, dass auch Schlegel das schon benutzt: Nichterkennbarkeit Gottes. Kein Wunder, weil die Bibel das ja auch an einigen Stellen kennt. Heute musste ich mit einem Schmunzeln an den Artikel denken, und an Deine E-Mail. Vorab: Das Buch lese ich ohne Bleistift! Dabei bleibt es.

 

In Signatur Ereignis Kontext ist eine Kapitel-Überschrift:

„Die Parasiten. Iter, von der Schrift: daß sie vielleicht nicht existiert“ (kursiv, nichtkursiv vom Autor).

 

In „Limited Inc.“ erzählt Derrida den Lesern, natürlich vor allem dem „Klugscheißer“ Searle (Wort von mir), dass das ein Zitat ist. Damit geht er zugleich darauf ein, wie der Kontext einzubeziehen ist, was Searle schlank umgeht, indem er einfach nur mal ein paar Begriffe aus dem Zusammenhang reißt. Was normalerweise vielleicht ging, ist bei Derrida ein Verbrechen. Jedes Wort ist so wichtig, dass es nicht weggelassen werden kann. Trotzdem ist ein Zitat immer aus dem Kontext genommen. Es soll den Kontext widerspiegeln.

 

„Es gibt keine Anführungszeichen. Und dennoch, wenn das Wort ‚iter‘ hier selbst eine Iteration ohne Anführungszeichen ist, ist es schwierig – das der gesamte Text den Kontext darstellt und sich an eine Zuhörerschaft eminenter Spezialisten der ‚Philosophie französischer Sprache‘ (Kongress von Montreal) richtet -, hier nicht von Zitat zu sprechen. … Ich zitiere den Titel von Descartes: De essentia rerum materialium; & iterum de Deo, quod existat, was übersetzt wird mit: Vom Wesen der materiellen Dinge, und nochmals von Gott, daß er existiert.“

 

Jetzt lasse ich einen Teil aus, um dann fortzusetzten:

 

„Wie steht es mit use oder mention im (einmaligen oder nicht?) Fall des Namens Gottes? (Hervorhebung von mir, C.F.) Wie mit der Referenz und wie mit dem Zitat? Was ist von der Möglichkeit, ja sogar der Notwendigkeit zu halten, mehrmals dieselbe Demonstration zu wiederholen, oder vielmehr die Demonstrationen zu vervielfachen im Hinblick auf dieselbe Konklusion, dasselbe Objekt betreffend? Und dies selbst in dem Fall, in dem man annimmt, dass dieses Objekt (Gott) nicht mehr den geringsten Zweifel zuläßt und vor allem, daß es der Letztgarant (einmalig, unersetzbar, jeder Substitution entzogen, gleichzeitig absolut und in keiner Weise wiederholbar) jeder Gewissheit, jedes Beweises, jeder Wahrheit ist? Was ist die Wiederholung – oder die Iteration des ‚iterum‘ – in diesem beispielhaften Fall, dessen Beispielhaftigkeit jedoch ebenso diejenige des Einmaligen wie die des Wiederholbaren ist? Was impliziert seine Möglichkeit oder seine Notwendigkeit, im Besonderen was das Ereignis von Sprache [langage] und, im engen Sinn oder nicht, von Schrift betrifft? Indem es ‚über die Schrift‘ an die Stelle von ‚Gott‘ gesetzt hat, hat Sec (d.i. Signatur…) nicht nur ein Wort durch ein anderes, einen Sinn oder ein Seiendes in ihrer jeweiligen Endlichkeit durch ein anderes ersetzt, das ihm entsprechen würde (oder nicht): Sec benennt die Schrift an diesem Ort, wo die Iterierbarkeit des Beweises (der Existenz Gottes) Schrift macht, schreiben macht und den Namen Gottes (des unendlich Seienden) in einer graphematischen Abschweifung [dérive] nach sich zieht, die (zum Beispiel) zu entscheiden untersagt, ob Gott mehr ist als der Name Gottes, ob sich der ‚Name Gottes‘ auf Gott oder den Namen Gottes bezieht, ob er ‚auf normale Weise‘ bedeutet oder ob er ‚zitiert‘ und so weiter, indem Gott hier, wie/als die Schrift, das ist, was gleichzeitig die Reinheit der Opposition von dem Ernsten oder Nicht-Ernsten, dem Strikten oder dem Nicht-Strikten möglich und unmöglich, wahrscheinlich und unwahrscheinlich macht (was letztlich mit einer unterschiedlichen Striktur zu tun hat, mit der ich mich andernorts beschäftigt habe). Aber lassen wir das. Das ‚vielleicht‘ des ‚daß sie vielleicht nicht existiert‘ setzt nicht die Stellung der Schrift der Gottes entgegen, der Seinerseits mit Sicherheit existieren würde. Es zieht die Konsequenzen aus dem, was soeben gesagt wurde, was Gott selbst betrifft und was die Existenz im Allgemeinen betrifft, in ihrer Beziehung zum Namen und der Referenz. Indem es die Existenz der Schrift im Unentscheidbaren beläßt, markiert das ‚vielleicht‘, daß die ‚Möglichkeit‘ des Graphematischen die Schrift (und den Rest) der Autorität des ontologischen Diskurses, der Alternative von Existenz und Nicht-Existenz entzieht, die immer einen einfachen und entscheidenden Diskurs über die Anwesenheit und/oder Abwesenheit voraussetzt. … Sie entgeht der Vereinnahmung jedes onto-theologischen Diskurses, selbst, wenn sie ihn zuweilen ermöglicht.“ (S. 133f.)

 

Austausch zu Derrida, Teil 2

 

Es folgt der Versuch, das angeführte Zitat von Jacques Derrida quasi zwischen den Zeilen zu verstehen. Dabei handelt es sich um einen subjektiven Zugang, der vom Vorwissen des Autors mc. ausgeht und nicht vom sprachphilosophischen Diskurs, in den z. B. Searle und Derrida einzuordnen wären.

 

mc. es ist sehr, sehr lange her, dass ich einen für mich so schwierigen text gelesen habe. ich brauche zeit dafür, um überhaupt zu verstehen. ich werde es jetzt mal so versuchen: ich nehme dein derrida-zitat aus deiner e-mail heraus und versuche eine lektüre schritt für schritt, vielleicht erhellt es sich dann für mich.

 

Derrida: „Wie steht es mit use oder mention im (einmaligen oder nicht?) Fall des Namens Gottes?“

 

mc. dem also will sich derrida zuwenden, dem fundament des jüdisch-christlichen abendlandes. verweist der gebrauch des namens gottes auf ein objekt? da beginnen meine schwierigkeiten. denn der gebrauch (der erwähnung, möchte ich hier fast sagen) des namens gottes öffnet für die einen die büchse der pandora, für die anderen eine fülle von assoziationen, die der gläubigen erfahrung, die der religion, die der theologie, die der politik.

 

Derrida: „Wie mit der Referenz und wie mit dem Zitat?“

 

mc. fragt er das tatsächlich so: worauf referiert der gebrauch des namens gottes? das zumindest wäre meine frage!

 

Derrida: „Was ist von der Möglichkeit, ja sogar der Notwendigkeit zu halten, mehrmals dieselbe Demonstration zu wiederholen, oder vielmehr die Demonstrationen zu vervielfachen im Hinblick auf dieselbe Konklusion, dasselbe Objekt betreffend?“

 

mc. also doch! nun sind wir vom gebrauch des namens gottes zum objekt gekommen. ist das nicht eine folgenschwere, eben menschliche, subjektive konstruktion, gott als objekt zu benennen? andererseits: „gott“ ist ein eigenname, ein einsilbiges substantiv, das subjekt und objekt eines satzes sein kann.

 

Derrida: „Und dies selbst in dem Fall, in dem man annimmt, dass dieses Objekt (Gott) nicht mehr den geringsten Zweifel zuläßt und vor allem, daß es der Letztgarant (einmalig, unersetzbar, jeder Substitution entzogen, gleichzeitig absolut und in keiner Weise wiederholbar) jeder Gewissheit, jedes Beweises, jeder Wahrheit ist?“

 

mc. ein objekt im vollbesitz aller subjektivität. bleibt auch da die frage: wer setzt es ein? wer bezeichnet die referenz? in einem metaphysischen sinn, so habe ich es bisher immer verstanden, würde sich (ich wiederhole nicht den namen gottes, sondern meine begriffliche prothese) [ ] jeder verobjektivierung entziehen und sich selbst als subjekt aus sich selbst heraus einsetzen, was eben menschen nie können, weil sie immer, religiös oder nicht, einen überschießendem anteil haben „bloß“ geschöpf zu sein.

 

Derrida: „Was ist die Wiederholung – oder die Iteration des „iterum“ – in diesem beispielhaften Fall, dessen Beispielhaftigkeit jedoch ebenso diejenige des Einmaligen wie die des Wiederholbaren ist? Was impliziert seine Möglichkeit oder seine Notwendigkeit, im Besonderen was das Ereignis von Sprache [langage] und, im engen Sinn oder nicht, von Schrift betrifft?“

 

mc. das scheint mir eine wichtige unterscheidung zu sein, die von sprache und schrift, wie eine unterscheidung von mystisch-magischem und rationalem. ich weiß allerdings nicht, ob derrida diese unterscheidung für bedeutsam hält. baecker[vii] übrigens hält sie für bedeutsam was seine analyse einer abfolge von gesellschaften angeht, die erfindung der schrift ist für sprache bedeutungsvoll.

 

Derrida: „Indem es „über die Schrift“ an die Stelle von „Gott“ gesetzt hat, hat Sec (d.i. Signatur…)…“

 

mc. in bezug auf den namen gottes, in bezug auf jede religion ist offentsichtlich, dass schrift bedeutungsvoll ist. so offensichtlich, wie die offenbarungsreligionen sind, die sich eben in (der, der einen) schrift widerspiegeln, die den einen, [ ], bezeugen.

 

Derrida: „…nicht nur ein Wort durch ein anderes, einen Sinn oder ein Seiendes in ihrer jeweiligen Endlichkeit durch ein anderes ersetzt, das ihm entsprechen würde (oder nicht): Sec benennt die Schrift an diesem Ort, wo die Iterierbarkeit des Beweises (der Existenz Gottes)…“

 

mc. die (durch/mit/in der wiederholung) gesagte, bezeugte (!?) existenz schon als beweis?

 

Derrida: „…Schrift macht, schreiben macht und den Namen Gottes (des unendlich Seienden) in einer graphematischen Abschweifung [dérive]

nach sich zieht, die (zum Beispiel) zu entscheiden untersagt, ob Gott mehr ist als der Name Gottes, ob sich der „Name Gottes“ auf Gott oder den Namen Gottes bezieht, ob er „auf normale Weise“ bedeutet oder ob er „zitiert“ und so weiter, indem Gott hier, wie/als die Schrift,…“

 

mc. das ist toll… und träfe womöglich die negative dialektik adornos: in der schrift wird das bezeugte, unendlich seiende subjekt [ ], das mit dem namen gottes benannt wird, zum objekt und verkehrt sich so in sein gegenteil.

 

Derrida: „…das ist, was gleichzeitig die Reinheit der Opposition von dem Ernsten oder Nicht-Ernsten, dem Strikten oder dem Nicht-Strikten möglich und unmöglich, wahrscheinlich und unwahrscheinlich macht (was letztlich mit einer unterschiedlichen Struktur zu tun hat, mit der ich mich andernorts beschäftigt habe). Aber lassen wir das.“

 

mc. ja,warum lassen wir das eigentlich? die schrift wäre dann, weil sie auf den begriff bringt, weil sie verobjektiviert, weil sie damit den ernst bezeugen will, das strikte … sie wäre dann sowohl der garant dafür, als auch seine subversion. und dann? müßte das unendlich seiende subjekt [ ] nun nach derrida, das durch schrift verobjektiviert wird, nun einer metaphysikkritik unterzogen, also dekonstruiert werden oder wieder eingesetzt werden? könnte auch sein, dass ich einem trugschluss aufsitze, und es ginge gar nicht um [ ] selbst, sondern eben „nur“, im sinne von ausschließlich, um schrift, um den „namen“?

 

Derrida: „Das „vielleicht“ des „daß sie vielleicht nicht existiert“ setzt nicht die Stellung der Schrift der Gottes entgegen, der Seinerseits mit Sicherheit existieren würde.“

 

mc. konjunktiv! ja! ich bin da ganz pragmatisch: ich sehe nicht, dass es das vielleicht des vielleicht des nicht existierens der schrift länger geben könnte, zumindest nicht in der jüdisch-christlichen kultur, die eben eine kultur der schrift ist. die kultur der sprache ist uns zuvor vergangen, wenn auch rudimente des vor-schriftlichen bestehen bleiben, wie es auch die rudimente des vor-sprachlichen, körperlichen weiterhin gibt.

 

Derrida: „Es zieht die Konsequenzen aus dem, was soeben gesagt wurde, was Gott selbst betrifft und was die Existenz im Allgemeinen betrifft, in ihrer Beziehung zum Namen und der Referenz.“

 

mc. die kontingenz, das vielleicht, das ist die konsequenz? wie kann das nicht banal sein?

 

Derrida: „Indem es die Existenz der Schrift im Unentscheidbaren beläßt,…“

 

mc. vielleicht vs. existierend? möglich vs. unmöglich? ist das gemeint?

 

Derrida: „…markiert das „vielleicht“, daß die „Möglichkeit“ des Graphematischen die Schrift (und den Rest) der Autorität des ontologischen Diskurses, der Alternative von Existenz und Nicht-Existenz entzieht, die immer einen einfachen und entscheidenden Diskurs über die Anwesenheit und/oder Abwesenheit voraussetzt. Sie entgeht der Vereinnahmung jedes onto-theologischen Diskurses, selbst, wenn sie ihn zuweilen ermöglicht.“(S. 134)

 

mc. dieser schluss ist dann doch nicht allzu überraschend, überraschend daran ist, dass vielleicht nicht genau zu entscheiden ist, ob die nennung des namens gottes, des [ ], am ende nicht eben, entgegen eines jeden metaphysischen anspruchs, genau das entgehen der vereinnahmung sichert. dann wäre es so, dass derrida einen zwischenraum von möglich/unmöglich (im sinne von nicht-festgelegt) postuliert, der sich zwischen existenz/nicht-existenz, zwischen anwesenheit/abwesenheit konstituiert. dieser zwischenraum wäre vielleicht weniger ein raum zwischen zwei anderen räumen, als vielleicht mehr das verweilen auf der schwelle, dem limen, der dann auch das sublime, das erhabene bezeichnen würde? (dann wäre ich bei zwei anderen großen französischen denkern der sog. postmoderne, bei lyotard und foucault!). dann aber wäre das denken derridas fern unserer alltagserfahrung.

 

C.F. Ich danke Dir für diesen tollen Text. Ich habe ihn jetzt schon einmal ganz graphematisch in den Text „Austausch“ eingefügt, der ja ohnehin eine redaktionelle Bearbeitung erhalten müsste, falls wir ihn veröffentlichen wollten. In diesem Text ist Sprache, die aber auch schon schriftlich vollzogen wurde, aus den E-Mails zunächst rein graphematisch in Schriftform und wäre dann erst Schrift, wenn wir beide diesen „Text“ bearbeiten würden und per Signatur als unseren Text anerkennen würden. Dann würde sich quasi die Frage der Autorenschaft stellen, was ja formal klar ist: C.F. und mc. Aber ist nicht eigentlich Jaques Derrida der eigentliche Autor, da er uns ja in diesen Diskurs hineingeführt hat?

 

Entschuldige. Ich habe ein wenig mit Derridas Gedanken gespielt.

Manches ist zumindest vordergründig doch einfacher zu erklären, als Du es in deinem Text versuchst. Das ist zum Einen die Abkürzung „Sec“. Da Derrida hier seinen eigenen Aufsatz „Signatur Ereignis Kontext“ gegen Searle verteidigt, zitiert er sich selbst, indem er das Kürzel „Sec“ einfügt. Übrigens distanziert er auch Searle von seinem eigenen Aufsatz, indem er den Autor wohl beim vollen Namen nennt, wenn er den Autor meint. Meint er dagegen einfach nur den Text, dann nennt er ihn Sarl, was französisch dasselbe ist wie englisch Limited Inc. (dt. GmbH), was ja auch in einer Vorlesung erklärt worden ist. Das hängt ja auch damit zusammen, das Searle wiederum Austin aufgreift, seine Sprechakttheorie weiterführt und damit im Text also immer beide gemeint sind (Austin ist derjenige, auf den sich Derrida bereits mit „Signatur Ereignis Kontext“ bezieht). Formal gesehen würden sich damit zwei deiner Einwände erledigen.

 

Klar ist, dass sich Derrida auf die Kapitelüberschrift von „Signatur Ereignis Kontext“ bezieht: „Parasiten. Iter, von der Schrift: daß sie vielleicht nicht existiert“.

An einer anderen Stelle, die ich Dir noch nicht geschrieben habe, da ich sie erst heute gelesen habe, geht Derrida auf die Frage der Metaphysik ein, die hier auch eine Rolle spielt. Das ist nicht mit Religion zu verwechseln. Mit Metaphysik ist eine Ordnung gemeint, die alles in richtig oder falsch, in gut oder schlecht einteilt. (Religion: Gott ist das absolut Gute). Der Gebrauch des Wortes „Parasit„, schon bei Austin, hier von Searle gebetsmühlenartig wiederholt, stellt von der Definition der Sprechakttheorie (Definition ist auch Metaphysik) einen Gebrauch der Sprache dar, der eher als Imitation zu deuten ist, als parasitär und nicht originell. Sprache ist in der Sprechakttheorie klar Autor-bezogen. Das, was jemand sagt oder schreibt, entspricht dessen Intention. Die Schrift, die diesem nicht entspricht, ist ein Parasit. Ich lese Derrida hier so, dass er in dem Satz „von der Schrift, dass sie vielleicht nicht existiert“

  1. in der Form Descartes zitiert und
  2. ironisch ausdrückt, dass derjenige, der Teile der Schrift als parasitär ausgliedert, faktisch deren Existenz leugnet, was natürlich rein polemisch ist.

Aber schon das Spiel mit der Autorenschaft (ist es Searle, oder ist es nicht doch Austin, der zwar verstorben ist und von Searle vertreten wird), stellt die Argumentation der Sprechakttheorie in ein bestimmtes Licht, nämlich, dass der Satz vom Autor so einfach nicht funktioniert.

 

Soweit habe ich bislang Derrida verstanden. Und falls es von Deiner Seite jetzt Änderungen an Deinem Text gibt, solltest Du sie in der Korrektur vornehmen.

 

Nun zu Deinem Text. Du hast mir die Tür ganz weit auf gemacht, vielleicht sogar, ohne es selbst genau zu wissen. Du hast nämlich nichts anderes gemacht, als Dekonstruktion. Und jetzt ist mir auf einmal klar, wie diese funktioniert. Eigentlich ist alles ganz einfach und hat mit dem zu tun, was wir beide ohnehin oft zu tun haben, mit Fragen. Du fragst „Worauf referiert die Nennung des Namens Gottes?“ Gut, formal ist hier klar die Überschrift von Descartes gemeint, die Derrida parodiert.

 

Derrida: „Ich zitiere den Titel von Descartes: ‚De essentia rerum materialium; & iterum de Deo, quod existat‘, was übersetzt wird mit: ‚Vom Wesen der materiellen Dinge, und nochmals von Gott, daß er existiert.‘“

 

Du verstehst dieses Zitat nun aber vom Wort her und fragst korrekterweise nach den Referenzen. Und schon bin ich im Bilde. Dekonstruktion ist die Frage nach der Spur, oder nach der Spur der Spur, wie Derrida es ausdrückt. Das ist nicht poststrukturalistisch, sondern strukturalistisch, so wie ich es sehe. Nur, dass der Strukturalismus hier nach den gesellschaftlichen Referenzen fragt, nach indizierenden und referentiellen Codes. Religion wird wie eine Ideologie behandelt. Derrida geht über den Strukturalismus hinaus, indem er die Nennungen der Codes noch einmal hinterfragt: Woher hat er das? Wie kommt er jetzt gerade auf Descartes? Liegt es nur daran, dass er seine Zuhörerschaft mit einem stillen Zitat imponieren will, oder ist eben genau der Diskurs der Aufklärung hier eine Art Referenz? Gerade mit dem Wort Referenz hast Du bei mir die Tür geöffnet!

Mit der Unterscheidung Objekt und Subjekt ist es ganz ähnlich. Das geht auch ganz einfach sprachlich, wenn nicht die Frage der Objektivierung dahinter stehen würde. Was ist, wenn Du recht hast, dass Gott eben im Sinn Bultmanns („Welchen Sinn hat es von Gott zu reden?“) ausschließlich Subjekt und nicht Objekt ist. Warum will Bultmann nicht sehen, dass der Begriff „Gott“ in der Schrift als Objekt fungiert, auch wenn er dort noch Subjekt ist? Das lässt sich doch in der Interpretation der Schrift gar nicht vermeiden, eine Person, ein Subjekt auch als Objekt zu betrachten, oder? Das kann man doch nicht einfach per Definitionem ausschließen! Derrida macht also noch mehr, als nur Searle zu ärgern. Er spricht auch sein Publikum an, indem er hier die Begriffe „Schrift“ und „Gott“ auf eine Stufe stellt und miteinander vergleicht.

Und wenn schon Gott existiert, um so viel mehr die Schrift! Oder ist das etwa doch wieder ironisch! Ganz sicher ist es das, denn Ironie kann Austin/Searle gar nicht leiden. Wenn jemand gemäß der Sprechakttheorie etwas sagt oder schreibt, dann meint er es auch so. Dass hier Ironie im Spiel ist und dass man jemanden mit der Sprache oder Schrift aufs Glatteis führen will oder kann, das soll dort wohl außen vor bleiben.

Also wichtig für mich sind Deine Fragen: Worauf referiert …? Wer bezeichnet die Referenz? Warum lassen wir das eigentlich? Was ist gesagt, was ist gemeint? Ich setze fort: Wo hat er das her? Zitiert er das absichtlich, oder ist es ein stilles Zitat?

Der „Name Gottes“ im biblisch-jüdischen Sinn ist keinesfalls mit „Gott“ im metaphysisch-philosophischen Sinn zu verwechseln. Ich sage bewusst nicht theologisch, weil es dann nämlich darauf ankäme, mit dieser Unterscheidung genau ernst zu machen. Wenigstens als Frage: Wo ist der biblische Begriff von Gott mitgedacht, und wo ist der metaphysische Sinn des Wortes Gott gedacht? Die Grenze ist fließend, das weiß ich auch. Fundamentalismus z. B. ist zutiefst metaphysisch, obwohl er vordergründig biblisch argumentiert. Aber die Bibel-Referenz funktioniert dort nur nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten, womit man eine Metaphysik dabei hätte.

Und jetzt wird es spannend: Was ist mit der Frage, ob Derrida postmetaphysisch ist? Ich habe in Limited Inc. einen Abschnitt gefunden, indem er den Gebrauch des Wortes Metaphysik klar abwertend definiert (metaphysisch-ödipal). Oder meint das eben diese Art von Metaphysik, die noch ödipal in Autoritätskriterien denkt? Was wäre eine nicht-hierarchische, post-autoritäre Metaphysik? Eine Metaphysik, die zwar definiert, aber nicht, um mit dieser Definition etwas abzugrenzen? Wäre das überhaupt noch Metaphysik?

 

Lieber Markus, danke dass ich das Aufschreiben durfte. Ich glaube, dass ich anfange, etwas klarer zu sehen.

 

Ich bin mal ganz unbescheiden und füge dies wiederum dem Austausch hinzu, obwohl ich dies gerade erst zur Diskussion stellen wollte.

 

Zwei Zitate zum Schluss:

 

1. Zitat, das mir doch sehr geholfen hat, auch seine Aggressivität gegenüber Searle ein wenig zu verstehen:

 

„Gerade in Derridas frühem Werk finden sich Spuren für eine freilich fragmentarische Wahrnehmung des Judentums. Zunächst begegnet dem Leser eine Aufmerksamkeit für Autoren, die als explizit jüdische Denker benannt werden können, wie Edmond Jabés, Emmanuel Levinas und Paul Celan. Die Arbeit der genannten Autoren ist gekennzeichnet von der Einforderung einer schier unmöglichen Gerechtigkeit angesichts des anderen Menschen und von einem ausgeprägten Misstrauen gegenüber der mindestens von Platon bis Heidegger ungebrochenen Tradition abendländisch-metaphysischen Denkens. Als jüdische Autoren in Europa nach Auschwitz ist außerdem die Frage der Trennung zwischen Innen und Außen ein bestimmendes Thema. Eine Trennung, die immer wieder den Juden, die Jüdin als Fremde, als Außenseiter charakterisiert und exiliert hat.“[viii]

 

2. Zitat, deine eckigen Klammern betreffend:

 

„‚Wenn ich [kritisch] von einer Ontologie der Souveränität spreche, so beziehe ich mich unter dem Namen Gottes auf den einen Gott, auf die Bestimmung einer souveränen, also unteilbaren Allmacht. Wo freilich der Name Gottes an anderes denken ließe, etwa an eine verletzliche, leidende und teilbare, sogar sterbliche Nichtsouveränität, die imstande wäre, sich zu widersprechen oder zu bereuen (ein Gedanke, der weder unmöglich noch beispiellos ist), läge ein ganz anderer Fall vor, vielleicht der eines Gottes, der sich bis in seine Selbstheit hinein dekonstruiert.‘ Dieses einer der jüngsten deutschen Übersetzungen Derridas entnommene Zitat (Schurken, Zwei Essays über die Vernunft Frankfurt 2003, S. 213) macht in besonderer Weise deutlich, in welcher Weise er sich einer Theologie zu nähern bereit ist, die sein Denken doch immer nur als einen Anstoß (frz. coup) aufnehmen und in Kritik und Selbstkritik zurückgeben kann.“[ix]

Autor: christoph.fleischer

Christoph Fleischer, evangelischer Pfarrer in Westfalen, tätig in der Gemeindearbeit, Studierendenseelsorge und Altenheimseelsorge, Mitglied in der Gesellschaft für evangelische Theologie und in der Dietrich Bonhoeffer Gesellschaft.

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