Kierkegaard lesen. Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2012

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Zu: Sören Kierkegaard: Der Begriff Angst, Die Krankheit zum Tode, Herausgegeben sowie mit einem Nachwort und Sacherläuterungen versehen von Thomas Sören Hoffmann, marixverlag, Wiesbaden, 2. Auflage 2011, Preis 7,95 Euro

 

Auf der Suche nach einer der beiden Schriften fand ich dieses Buch bei Amazon, preiswert für 7,95 €. Umso mehr war ich überrascht, als ich es in Händen hielt. Der Herausgeber dieses Buches hat aus wissenschaftlichen Gründen die Übersetzung von Christoph Schrempf (1911) und Hermann Gottsched (1912) kritisch durchgesehen und in „marixverlag“ neu veröffentlicht. Thomas Sören Hoffman, Professor Für Philosophie an der Fernuniversität Hagen, weist darauf hin, dass gerade diese Übersetzungen der Hauptschrift und Ethik als eine nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Kierkegaard Rezeption von Martin Heidegger bis Karl Barth gehabt haben. Das Nachwort des Herausgebers, immerhin 23 Seiten, bietet einen kurzen und trotzdem präzisen Einstieg in die Person Sören Kierkegaards und seiner Werke, die im dänischen Original immerhin 55 Werke umfassen. Das Buch „Der Begriff Angst“ bietet eine kritische Lektüre der sogenannten Erbsündenlehre. Viele moderne Argumentationslinie N sind hier angelegt. Das Buch „Die Krankheit zum Tode“ behandelt das menschliche Selbstverständnis. Es ist selbst reflektiv. Dass ich kann sich selbst objektivierend reflektieren. Damit hat jeder Mensch ein Verhältnis zu sich selbst. Hier beginnt ein wenig, der bis zur heutigen Hirnforschung erreicht und darüber hinaus: „Das Selbst ist ein Verhältnis dass ich zu sich selbst verhält…“ (S. 191). Keine Frage: Dieses Buch ist ein preisgünstiger und dazu kompetenter Einstieg in die Lektüre Sören Kierkegaards.

Autor: christoph.fleischer

Christoph Fleischer, evangelischer Pfarrer in Westfalen, tätig in der Gemeindearbeit, Studierendenseelsorge und Altenheimseelsorge, Mitglied in der Gesellschaft für evangelische Theologie und in der Dietrich Bonhoeffer Gesellschaft.

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