Denket, dass der Friede nährt – Friedensgedicht von Paul Fleming

Dieses Gedicht widme ich meiner Mutter (+2009), die wie Paul Fleming in Hartenstein geboren wurde. Ohne das Fleming-Denkmal auf dem dortigen Marktplatz hätte ich diesen Text wohl nie kennengelernt. Im Evangelischen Gesangbuch findet sich von ihm der Liedtext: „In allen meinen Taten“ (eg 368).

Denket, dass der Friede nährt
denket, dass der Krieg verzehrt,
denket, dass man doch nichts kriegt,
ob man schon lange siegt.

Stelle deine Schlachten ein,
Mars, und lerne milder sein,
tu die Waffen ab und sprich:
hin Schwert!
Was beschwerst Du mich.

Und der brachen Erden Bauch
braucht der Spieß und Degen auch,
nur seht friedlicher mir aus:
Pflug und Spaten werden draus.

Paul Fleming, geboren in Hartenstein am 5.10.1609 gestorben am 2. 4. 1640 in Hamburg.

Autor: christoph.fleischer

Christoph Fleischer, evangelischer Pfarrer in Westfalen, tätig in der Gemeindearbeit, Studierendenseelsorge und Altenheimseelsorge, Mitglied in der Gesellschaft für evangelische Theologie und in der Dietrich Bonhoeffer Gesellschaft.

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