Münster zeigt Flagge für den Frieden

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Am Montag, 8. Juli, weht beim Stadthaus 1 erstmals die Fahne der „Bürgermeister für den Frieden“

Die Stadt Münster zeigt am Montag, 8. Juli, Flagge für den Frieden. Vor dem Stadthaus 1 an der Klemensstraße hisst sie erstmals die 3 mal 1,2 Meter große Flagge mit einer weißen Friedenstaube auf grünem Grund und der Aufschrift „Mayors for Peace / Bürgermeister für den Frieden“. An dem Flaggentag werden sich zahlreiche Kommunen des Städtenetzwerks „Bürgermeister für den Frieden“ beteiligen. Für Münster ist dem Friedensnetzwerk Oberbürgermeister Markus Lewe auf Empfehlung des „Arbeitskreises Friedenskultur“ beigetreten.
Das Netzwerk für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen geht auf eine Initiative der Städte Hiroshima und Nagasaki zurück. Es wurde 1982 gegründet. Aktuell sind darin 5645 Städte in 156 Ländern zusammengeschlossen, unter ihnen 400 deutsche Kommunen. Damit vertritt „Mayors for Peace“ mit seiner Vision von einer atomwaffenfreien und friedlichen Welt mehr als eine Milliarde Menschen. Derzeit gibt es etwa 19 500 Atomsprengköpfe. Neben den offiziellen Atommächten USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und China sind auch Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea im Besitz von Atomwaffen.

Mit dem Flaggentag erinnert das Städtenetzwerk an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes vom 8. Juli 1996, das im Auftrag der Generalversammlung der Vereinten Nationen zustande gekommen ist. Danach verstößt nicht nur der Einsatz von Atomwaffen, sondern bereits die Androhung von deren Einsatz gegen internationales Recht und gegen Vorschriften und Prinzipien des humanitären Völkerrechts.

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Flagge des Friedensnetzwerks

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Autor: christoph.fleischer

Christoph Fleischer, evangelischer Pfarrer in Westfalen, tätig in der Gemeindearbeit, Studierendenseelsorge und Altenheimseelsorge, Mitglied in der Gesellschaft für evangelische Theologie und in der Dietrich Bonhoeffer Gesellschaft.

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