‚Himmel ist mehr als Sonne, Mond und Sterne.‘ – Lernende Kirche will auch mit Distanzierten ins Gespräch kommen: www.wir-glauben-an-gott.de.

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Erzbischof Zollitsch erlebte bei Synode „eine hörende und lernende Kirche“

Freiburg / Rom (pef). Erzbischof Dr. Robert Zollitsch hat auf der Bischofssynode in Rom „dankbar die Weltweite unserer katholischen Kirche erlebt.“ Es sei deutlich geworden, wie sehr das Thema der Synode – die Frage der neuen Evangelisierung – ein gemeinsames Anliegen ist und alle Kontinente betrifft: „Die Frage, wie wir den Menschen nahe genug sind und auf sie hören; die Frage wie wir im Heute den Glauben leben und bezeugen, ist uns gemeinsam. Das Bemühen in einer säkularen und pluralen Welt den Glauben in neuer Weise, in einer verständlichen Sprache und mit neuen Bildern zu verkünden, verbindet uns.“

Wie aus einer am Freitag (26.) veröffentlichten Bilanz hervorgeht, hat der Erzbischof von Freiburg auf der dreiwöchigen Synode nach eigenen Worten „eine hörende und lernende Kirche erlebt, die sich den Fragen und Herausforderungen der Gegenwart verantwortlich und in froher Hoffnung stellt.“

Erzbistum Freiburg will auch mit Distanzierten über den Glauben sprechen

So will das Erzbistum Freiburg gezielt auch mit Suchenden und Fragenden ins Gespräch kommen, die dem christlichen Glauben bisher eher distanziert oder fremd gegenüber stehen. „Wir müssen unsere Pastoral so strukturieren und planen, dass wir Zeit haben, um zu schweigen, um zu beten, um das Evangelium zu hören und eine Sprachkultur zu pflegen und zu fördern, die suchenden, fragenden und auch trauernden Menschen wirklich eine Hilfe ist“, hatte Erzbischof Zollitsch in einem Redebeitrag bei der Synode gesagt, die sich drei Wochen lang mit Fragen der Neuevangelisierung beschäftigt hat. Benedikt XVI. hatte zum Auftakt der Synode das weltweite „Jahr des Glaubens“ eröffnet, das auch die Diözesen zu vielfältigen Aktivitäten motiviert. Um die Grundüberzeugungen des christlichen Glaubens auch außerhalb von Gottesdiensten und Kirchen verstärkt zum Gesprächsthema zu machen, hat das Erzbistum Freiburg am Freitag (26.) eine Internetseite präsentiert, die den Namen trägt: http://www.wir-glauben-an-gott.de.

Herausforderung: Leben mit Gott in Verbindung bringen

Die mit dem Internetportal des Erzbistums Freiburg (http://www.erzbistum-freiburg.de) vernetzten Seiten bieten Bilder und Anregungen für Gespräche über den Glauben – zum Beispiel ein Bild von Himmelsbeobachtern am Teleskop und der Aussage: „Himmel ist für mich mehr als Sonne, Mond und Sterne …“. Dieses Bildmotiv soll zum Nachdenken über die Schöpfung und das ewige Leben anregen – das Seelsorgeamt in Freiburg unterstützt Seelsorger und Religionslehrer der Erzdiözese mit Begleitmaterial. Nach Überzeugung von Erzbischof Zollitsch steht die Kirche in der sich verändernden Gesellschaft bei der Weitergabe des Glaubens vor großen Herausforderungen: „Denn wo es bisher um eine Vertiefung des Glaubens ging, der in der Familie grundgelegt wurde, geht es heute um eine Grundlegung des Glaubens, wo vielfach Eltern und Familien zu Analphabeten mit Blick auf christliches Grundwissen geworden sind.“ Dies Eltern und Familien zum Vorwurf zu machen, wäre aus Sicht des Freiburger Erzbischofs der falsche Weg. Es gebe eine „Sehnsucht nach Spiritualität, aber viele sind sprachlos geworden, wenn es um das Gebet geht und die Herausforderung, das eigene Leben mit Gott in Verbindung zu bringen.“ Glaubenswissen baue auf der Gotteserfahrung auf: „Glaubenswissen allein genügt nicht. Das Wissen muss einen Sitz im Leben des einzelnen Menschen haben, es muss ankommen und anknüpfen an dessen Alltag und so zur Erfahrung mit Gott werden.“ Dazu will auch der Internetauftritt http://www.wir-glauben-an-gott.de Ideen liefern.

Erzbistum Freiburg optimiert Onlineportal zum „Jahr des Glaubens“

Die Erzdiözese hat ihr Internetportal zum „Jahr des Glaubens“ optimiert und entschlackt, um Ladezeiten zu verringern, die Aufmerksamkeit stärker auf Glaubensthemen zu lenken und Besuchern einen besseren Überblick über Angebote der katholischen Kirche zu ermöglichen. So gibt es neben Tagesimpulsen und Gebeten mehr Hinweise auf Glaubenskurse und Besinnungstage sowie den Eucharistischen Kongress 2013 in Köln.

Projekte werden gefördert: „Glaube unter der Laube“

Im „Jahr des Glaubens“ sind Christen eingeladen, den eigenen Glauben zu vertiefen und mit anderen Menschen über die Botschaft des Evangeliums ins Gespräch zu kommen. Das Seelsorgeamt in Freiburg unterstützt dieses Anliegen durch Initiativen und Anregungen. Zugleich sollen die Katholiken im Erzbistum ermuntert werden, eigene Projekte zur Glaubensweitergabe auszuprobieren. Solche Projekte will das Erzbistum Freiburg gezielt finanziell fördern. Dabei sind ganz unterschiedliche Ideen umsetzbar – vom Glaubens-Stammtisch (wie es ihn bereits in einer Seelsorgeeinheit unter dem Namen „Glaube unter der Laube“ gibt) bis zu Glaubensgesprächen im Kino oder einer Credo-Wanderung. Projektanmeldungen nimmt das Erzbischöfliche Seelsorgeamt entgegen (mailto:albert.lampe@seelsorgeamt-freiburg.de)

Mit rund zwei Millionen Katholiken gehört das Erzbistum zu den großen der 27 Diözesen in Deutschland. Auch der Kurznachrichtendienst „Twitter“ bietet Informationen aus dem Erzbistum an – unter http://twitter.com/BistumFreiburg. Den Medien-Monitor des Erzbistums stellen wir unter http://twitter.com/MeMoEBFR bereit. Bei „Facebook“ können interessierte Internetnutzer sich ebenfalls informieren – unter http://www.facebook.com/erzdioezese-freiburg.

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Autor: christoph.fleischer

Christoph Fleischer, evangelischer Pfarrer in Westfalen, tätig in der Gemeindearbeit, Studierendenseelsorge und Altenheimseelsorge, Mitglied in der Gesellschaft für evangelische Theologie und in der Dietrich Bonhoeffer Gesellschaft.

Ein Gedanke zu „‚Himmel ist mehr als Sonne, Mond und Sterne.‘ – Lernende Kirche will auch mit Distanzierten ins Gespräch kommen: www.wir-glauben-an-gott.de.“

  1. Es ist unsinnig, alle Konfessionslose als „ungläubig“ zu bezeichnen. Es sind z. B. die orthodoxen Wissenschaftler ungläubig, die an einen Urknall glauben. Diese Wissenschaftler sind auch der Meinung, dass der Mensch heute (oder in der Zukunft) alles erklären kann. Aber es gibt auch Konfessionslose, die der Meinung sind, dass der Mensch die Natur nie ganz begreifen kann. Diese Konfessionslosen haben eine vollwertige Weltanschauung.

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