Mit Weihrauch einfach Räuchern, Christoph Fleischer, Werl 2013

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Gedanken zu Räucherkegeln des Sortiments www.heiliger-duft.de.

IMG_0052Weihrauch ist in der christlichen Tradition zu Hause und wird in der Bibel mehrfach erwähnt. Besondere Räuchertechniken kennt man aus der katholischen Tradition, wo zur Heiligen Messe die Messdiener ein Räucherfass schwingen. Die Kohle wird schon zu Beginn des Gottesdienstes angezündet und muss durch ständigen Schwenken der Räucherfässer angefacht werden. Es ist die Frage, ob es auch in der eigenen Frömmigkeit oder Spiritualität üblich ist, zu räuchern. Räuchermischungen begegnen nicht nur in Klosterläden, sondern auch in christlichen Buchgeschäften. Vielleicht haben sich auch schon evangelischen Christinnen und Christen dazu animieren lassen, besonders, wenn sie durch die Medien darauf hingewiesen werden, dass Weihrauch möchte nur spirituell funktioniert, sondern auch gesundheitlich sehr vorteilhaft sein soll (Anmerkung: Einige Informationen enthält das Buch „Gesund und fit durch Weihrauch“ von Alexandra Strasser, Moewig Verlag Rastatt 1999). Aber der Umgang mit Holzkohle ist sicher nicht jedermanns Sache, so ist es vielleicht gar nicht schlecht, dass inzwischen z. B. beim Onlineversand www.heiliger-duft.de Räucherkegel zu bekommen sind, die einfach auf einer feuerfesten Unterlage stehen, z. b. auf einem Teller. Da sie nicht industriell gefertigt sind, steht das Abbrennen eines Räucherkegels für eine Räucherung. Der Rauch ist dabei genauso intensiv wie bei der Verwendung einer Holzkohle, die dann, wenn sie glüht, gut drei bis vier mal mit Räuchergut gefüllt werden kann. Die spirituellen Räucherrituale sind nichts anderes als ein Hilfsmittel zu Meditation und Gebet, wobei man schon aus praktischen Gründen bei der Benutzung von Holzkohle nicht gleichzeitig räuchern und meditieren kann, sondern erst räuchert und danach in dem so spirituell angereichert Raum meditiert. Räucherkegel dagegen sind sozusagen Instant, so wie indische Räucherstäbchen. Ich beschreibe im Folgenden einige Räucherkegel, die an verschiedene Weihrauchsorten und -Mischungen orientieren.

Biblischer Weihrauch (Räucherkegel)

„In der Kabbala repräsentiert er die vier Elemente, während er im Christentum für die vier Formen des Gebets steht: Lobpreisung, Fürbitte, Bitte und Dank. Schafft eine lichtvolle Atmosphäre… Mit verschiedenen Harzen und Gewürzen, basierend auf der biblischen Originalrezeptur aus dem Buch Mose.“ (Daniel Krone)

Die Bibelstelle dieser Weihrauchmischung (2. Mose 30, 34, s. u.) ist sicher auch schon in den Traditionen des Erzgebirges das Vorbild für den traditionellen erzgebirgischen Kegel gewesen. Man sollte es mir verzeihen, dass mich dieser Duft an die so geprägte Kindheit erinnert, in der es nur drei Sorten Kegel gab: Weihrauch (rot), Tannenduft (grün) und Sandelholz (gelb). Doch eins ist klar: Diese Gaben erinnern die Nutzer von Räuchermännchen an die Gaben der Weisen aus dem IMG_0051Morgenland. Der Sitz im Leben des biblischen Weihrauchs ist und bleibt für mich die Weihnachtsgeschichte, ja das gesamte Weihnachtsfest, mit Familienmusik und den gemütlichen Zeiten mit Kerzenlicht und Weihrauchduft. Ist das nicht auch spirituell? Leider wird es heute überlagert von Glühwein und den kreischenden Rädern der Kinderkarussells. Doch vielleicht sollten wir auch nicht vergessen, dass es darum geht, spirituell das Leben zu feiern und damit auch zu würdigen. Die Beziehung zu Gott vollzieht sich im hier und jetzt. Auch das ist gleichzeitig auch ein wenig Rückbindung an eine alte Tradition und aktuelles und spirituelles Gefühl. Die Bibelstelle bezeugt den Gebrauch des Weihrauchs auch in einer Mischung: „Nimm dir feine Duftstoffe, zu gleichen Teilen Stakteharz, Räucherklaue und Galbanum, andere Riechkräuter und einen Weihrauch, füge etwas Salz hinzu und bereite daraus nach Salbenmischerart das reine und heilige Weihrauchopfer.“ 2. Mose 30, 34+35, Bibel in gerechter Sprache).

Gold – Weihrauch – Myrrhe (Räucherkegel)

„Dieser Kegel steht für den Vater (Weihrauch), die Mutter (Myrrhe) und den Sohn (Gold) als Vereinigung des männlichen und des weiblichen Prinzips…“ (Daniel Krone)

„…und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.“ Matthäus 2, 11. Die bekannte Linie des Matthäusevangeliums sieht im Christusereignis eine Bestätigung alttestamentlicher Worte. Wenn Staktus auch Myrrhe genannt wird, wäre eine Entsprechung zum Wort des Mose nur gegeben, wenn dem Begriff Gold auch einer der Mischungsteile des Weihrauchs entspräche, kämen Balsam oder Galbanum in Frage. Ich hörte, Balsam sei das Gold des Morgenlands. Somit entspräche die Mischung Gold, Weihrauch und Myrrhe dem biblischen Weihrauch unter Verzicht auf Galbanum, vielleicht in einem besonderen Verhältnis. Der Duft ist, so meine ich, noch ein wenig intensiver, hat aber auch das dem biblischen Weihrauch verwandte Aroma, das weniger an Kirchenweihrauch erinnert als an das Weihnachtsfest.

Das Prinzip der Reinigung mag auch so gemeint sein, dass man sich religiös moralisch auf die Begegnung mit dem Heiland einzustellen hat. Heute ist es eher eine feierlich, andächtige Stimmung, die dieser Weihrauch assoziieren lässt. Kann man nicht auch in einem Gottesdienst, so wie man eine Kerze anzündet, auch einfach einen Kegel davon entzünden, nicht um massiv zu räuchern sondern um das Aroma des Duftes sich verbreiten zu lassen?

Griechischer Kirchenweihrauch (Räucherkegel)

„Schafft eine zutiefst weihevolle und andächtige Atmosphäre… mit wertvollen Ingredienzien nach traditioneller Rezeptur der griechisch-orthodoxen Kirche.“ (Daniel Krone)

Der griechische Kirchenweihrauch ist zunächst stark und intensiv. Der Kegel steht auf dem Sieb und der Duft steigt senkrecht in die Höhe. Dieses Aufsteigen von Rauch ist in der Bibel ein Zeichen der göttlichen Annahme und der menschlichen Dankbarkeit.

Auf der Internetseite orthodoxes-forum.de gibt es einige Beispiele für die Nutzung von Weihrauch zur Unterstützung der Gebete in einer eigenen häuslichen Kapelle, mit Beigaben für ein Gebet für Kranke oder auch das Einräuchern des Treppenhauses zur Verbesserung der Hausgemeinschaft. Der Weihrauch wird meist aus Griechenland eingeführt, wo er anscheinend sehr verbreitet ist. Ich spüre ganz im Gegenteil nicht eine so starke Duftnote, staune aber andererseits über das Aufsteigen des Rauches. Der Rauch des griechischen Weihrauch steigt in der Wohnung leichter auf als der anderer Mischungen. Es gibt zwei Bilder für die Begegnung mit dem Göttlichen. Einerseits das Oben als der Gegenwart Gottes im Himmel, andererseits aber auch das Überall in der menschlichen Gemeinschaft, da sich der Rauch ja zuletzt allgemein aromatisch verbreitet. Das Aroma des Räucherns ist ein Symbol für die Gegenwart Gottes. Das ist keine esoterische Erfindung, sondern orthodox-christliche Tradition.

Incensum odoratis (Räucherkegel)

„Ein ganz besonderer Weihrauchduft für eine feierlich-erhebende und zugleich andachtsvolle Atmosphäre… mit einer Mischung verschiedener Harze, basierend auf einem traditionellen Kirchenweihrauch.“ Daniel Krone

Während im Lateinischen das Wort Feuer mit incendium wiedergegeben wird, ist incensum eine Verbform von incenso, anzünden, erleuchten, meint also sowohl Licht als auch Räucherwerk. Odoratis von odor, Duft, weist auf wohlriechende Spezereien, deren Geruch sich durch Anzünden entfaltet, wohlriechendes Räucherwerk. Incensum und odoratis kommen aber auch unabhängig voneinander im Kult vor, zum einen um das Anzündes des Lichtes zu bezeichnen, zum anderen um auf einen Wohlgeruch hinzuweisen. Daniel Krone schreibt allgemein ergänzend zur oben angeführten Beschreibung, passend zur Bezeichnung des Kirchenweihrauchs: „Das Incensum basiert auf einer traditionellen Kirchenweihrauchmischung, welche neben Weihrauch u. a. Lavendel und Styrax enthält. Das Incensum dient zur Andacht, zum Gebet und zur Meditation.“ Der Geruch des Kegels ist recht intensiv und weicht doch symptomatisch vom Kirchenweihrauch etwas ab, was wohl dem Lavendel geschuldet ist. Er dürfte tatsächlich auch einen beruhigenden und entspannenden Effekt haben, der der Meditation zugute kommt. Vielleicht sollte man beim aufsteigenden Rauch an das aufgehende Licht der Sonne am Ostermorgen denken.

Myrrhe (Räucherkegel)

„Für seelisches Gleichgewicht und mehr innere Standfestigkeit.“ Daniel Krone

Ganz ähnlich wie Weihrauch ist Myrrhe ein Harz, das für die liturgische und spirituelle Verwendung vorgesehen ist. So schreibt Gabriela Stark: „Ihr Duft zentriert und beruhigt die Gedanken. Myrrhe verwurzelt uns in unserer Tiefe, verlangsamt das Zeitgefühl und hilft uns, uns aus verfahrenen Situationen zu lösen. In unserer hektischen und stressigen Zeit gibt sie einen Ort der Ruhe und Geborgenheit. Hier können wir zu unseren Wurzeln zurück finden, Sorgen und Ängste loslassen, Ruhe und inneren Frieden finden. Stress und Hektik lösen sich auf und wir können gelassen in die Zukunft blicken.“ (Gabriela Stark: biblische Düfte-Wohlgerüche aus dem ältesten Buch der Menschheit.“ www.satureja.de).

Der Duft dieser Räucherkegel ist bei weitem nicht so stark wie Weihrauch. Vielleicht kann man sagen, dass Myrrhe eine etwas weichere Intensität besitzt. Die Beschreibung ihrer Wirkung von Gabriela Stark umschreibt wohl, abgesehen von den jeweiligen konkreten Inhalten und Traditionen, die Hauptbedeutung von Religion überhaupt, die hier in diesem Räucherduft fokussiert ist. Die Religion stellt einen immer wieder nötigen Abstand zum Alltag her, richtet die Gedanken auf das Ganze des Lebens und auf die Transzendenz Umso nach der Rückkehr in den Alltag das Getriebe des Lebens aus einer anderen gelasseneren und ganzheitlicheren Perspektive sehen zu können. Vielleicht sollte man diesen Duft ganz anders noch als Weihrauch als Begleitung zur Meditation empfehlen.

Im übrigen scheint mir der Räucherkegel auch etwas ruhiger und langsamer abzubrennen als diejenigen, die mit Weihrauch an gemischt sind.

Rosenweihrauch (Räucherkegel)

„Für Harmonie und Frieden. Mit echtem Rosenöl.“ Daniel Krone

Rosen-Weihrauch hat seinen Namen von besonders intensiven Duft. Dieser Weihrauch ist in der griechisch-orthodoxen Kirche zu Hause. Er wird von den Mönchen auf dem Berg Athos produziert. Da die Gebete und Segnungen der Mönche bei der Herstellung des Weihrauchs eine ebenso große Rolle spielen, wie das Rohprodukt selbst, geht es bei dem Verbrennen des Weihrauchs nicht nur darum, einen besonderen Geruch zu erzeugen, sondern vermittelt durch den Rauch einen Anteil an diesen Gebeten und Segnungen zu erhalten. Daraus kann man folgern, dass nicht nur in der Esoterik, sondern auch in der christlichen Kirche Weihrauch eine spirituelle und sakramentale Funktion hat, beziehungsweise, dass esoterisches Denken aus der christlichen Kirche heraus entstanden ist. Im Versandkatalog Kirchen-Weihrauch im Internet fehlt eigentlich nur die evangelische Konfession (Info: http://www.kirchen-weihrauch.de/shop/). Interessanterweise gilt das Abbrennen von Kerzen für evangelische Christen als unbedenklich, Räuchern dagegen ist nicht üblich. Andererseits ist die Frage, inwieweit auch im eigenen Haus und in der eigenen Wohnung etwa an einem kleinen Hausaltar eine Kerze angezündet oder eine Räucherkerze aufgestellt werden kann. Das gleiche gilt für Besuche auf dem Friedhof. Durch Weihrauch wird der unsichtbare Gott nicht gerade sichtbar, aber Menschen können Erfahrungen mit seiner Anbetung machen. Vielleicht ist es sogar denkbar durch mehr Respekt vor dem Göttlichen auch wieder mehr Respekt für das Leben insgesamt zu gewinnen. Der griechische Rosen Weihrauch ist dafür jedenfalls sehr gut geeignet. Der Räucherkegel duftet sehr geschmackvoll und verbrennt langsam.

Weihrauch (Räucherkegel)

„Universalduft zum Reinigen, Segnen, Meditieren etc.“ Daniel Krone

Dieser Universalweihrauch scheint etwas neutraler angelegt zu sein, um seine Vielseitigkeit unter Beweis zu stellen. Ein einziger Kegel genügt, um einen großen Raum mit seinem Duft zu füllen und zu bereichern. Der Rauch bildet zuerst eine gerade Säule nach oben, um dann nach etwa 20 cm kleine Wellen auszubilden. In der Höhe von ca. 50 cm verliert er sich im Raum. Der Duft scheint die Sinne jedoch weder zu benebeln noch zu beeinträchtigen. Dieser Weihrauch stärkt eher die Präsenz, als dass er sie beeinträchtigt. Lässt keine Kopfschmerzen aufkommen, stattdessen löst er eventuelle Verkrampfungen oder Blockaden. Er fördert die Meditation in die Tiefe oder die Konzentration der Gedanken auf das Gebet. Für uns säkulare Menschen ist nicht der Rauch selbst der Ort des Heiligen, sondern die Gottesidee, das Sein-selbst. Das personale Gegenüber zeigt sich in seiner universellen Gestalt und gibt dem Ganzen Grund und Sinn. Damit sind nicht alle Fragen beantwortet. Gott stellt auch Fragen und zeigt auf, dass jeder Moment erst der Anfang eines Weges ist. Weihrauch ist so gesehen auch ein Symbol für den Nebel des Ungewissen, dem wir uns dennoch anvertrauen dürfen. Glaube ist keine Antwort auf alle Fragen, weil der Zweifel ein Teil des Glaubens ist. Vielleicht empfiehlt es sich, beim Geruch dieses Weihrauchs in der Bibel oder in spirituellen Texten zu lesen, wozu sicher auch Gedichte zählen sollten.

Rosa Mystica (Räucherkegel)

„Sowohl bei den Sufis, als auch im Christentum steht das alte Symbol der Rosa Mystica (geheimnisvolle Rose) dafür, die eigene Spiritualität durch die Erlangung innerer Reife zur Blüte zur bringen. So unterstützt dieser Duft geistig-seelisches Wachstum durch (Selbst-) Erkenntnis, wirkt auf die feinstofflichen Energien des Herzens und fördert die mystische Vereinigung mit dem Göttlichen….mit einer Mischung verschiedener Harze, Rosenblüten, Iriswurzel (u.a.)“ Daniel Krone

Eine spannende Frage ist vielleicht, ob der Duft einer Pflanze mit dem Duft verglichen werden kann, der bei der Verbrennung eines Harzes entsteht. Genauer gefragt: Kann der Duft einer blühenden Rose in einem Räucherkegel Wirklichkeit werden? Sicherlich geht es nicht um den Duft des Rauches selbst, sondern um den Duft, der sich im Raum verbreitet hat, wenn der Rauch nicht mehr sichtbar ist. Um ein Experiment zu machen, verlasse ich den Raum, in dem sich der Glühende Räucherkegel befindet, und komme danach wieder hinein. Der Duft, der sich mir eröffnet ist erstaunlich intensiv und riecht ein wenig nach altem Holz, die in einem Fachwerkhaus oder einem sehr alt möblierten Raum. Der Geruch des Rosenholzes steht im Raum und befördert die Vorstellung. Rosenstöcke können sehr alt werden und sogar Brände überstehen. Diese Räuchermischung ist wirklich sehr inspirierend und, es sei erlaubt, vielleicht sogar auch für erotische Stunden geeignet. sie belebt und beruhigt gleichermaßen, indem sie an den Ursprung allen Lebens erinnert. Der sich in der Liebe immer wieder erneuert.

Tibetan Bsang (Räucherkegel)

„Reinigung – Heilung – Opfergabe, Ein kraftvoller Duft zur Unterstützung von religiösem und spirituellem Wirken… mit einer Mischung edler tibetischer Räucherkräuter, -harze, -hölzer und -wurzeln.“ Daniel Krone

 

Diese Mischung zeigt, dass der Weihrauch im Buddhismus genauso lebendig ist, wie in europäischen Religionen. Ganz bekannt ist ja auch der indische Weihrauch, dr in der traditionellen indischen Medizin eine Rolle spielt. Den Ausdruck „Bsang“ habe ich im Internet nicht gefunden, wohl aber „Sang“ für Räuchern. Es gibt also nicht nur die bekannten Raucherstäbchen, sondern auch Räuchermischungen. Tibetanischen Weihrauch in verschiedenen Duftsorten gibt es etwa bei www.traumwache24.de. Der tibetanische Weihrauch z. B. „Buddha“ ist sehr fein gerieben und erinnert in der Farbe an Curry. Ganz ähnlich wie bei der christlich-orthodoxen Tradition spielt es auch hier eine Rolle, dass tibetanische Mönche diese Sorten persönlich bearbeitet haben. Der Geruch des tibetischen Bsang vom Heiligen-Duft liegt im Gründe auf der bekannten Weihrauchlinie, bringt aber durch eine traditionell sehr feine Mischung verschiedener Zutaten eine besondere Note zur Geltung. Er passt sich gut ein und ist daher bestimmten eher für Meditationen und spirituelle Gedanken geeignet.

Fazit: So wie die eigentliche Gestalt von Frömmigkeit und Spiritualität jedem und jeder selbst überlassen bleibt, so ist es auch mit der Anwendung des Weihrauchs. Während die Einen sich die Räucherung im Zusammenhang bestimmter Rituale vorstellen, lassen andere die Ruhe des Räucherns als Vorbereitung für Gebet und Meditation gelten. Der Geruch erinnert an die Schöpfung, in der wir als Menschen leben, der aufsteigende Rauch erinnert an das Göttliche und die Verbreitung des Duftes an die universelle Verbindung der Liebe und des Lebens. ein Problem ist sicherlich heute, dass Rauchmeldeanlagen zur Pflicht geworden sind, doch müssen sie ja nich in jedem Raum installieret sein. Das Räuchern ist ein äußeres Zeichen der Verbundenheit von Religionen und dem Bedürfnis nach Anbetung und spirituellen Lebens. Dies wird in Zukunft sicher noch stärker betont werden. Von daher ist mit einer weiteren Verbreitung des Räucherns zu rechnen.

Autor: christoph.fleischer

Christoph Fleischer, evangelischer Pfarrer in Westfalen, tätig in der Gemeindearbeit, Studierendenseelsorge und Altenheimseelsorge, Mitglied in der Gesellschaft für evangelische Theologie und in der Dietrich Bonhoeffer Gesellschaft.

2 Gedanken zu „Mit Weihrauch einfach Räuchern, Christoph Fleischer, Werl 2013“

  1. Ich finde den Beitrag wirklich toll. Man braucht zwar Zeit um sich das ganze durch zu lesen, aber es lohnt sich. Ich selber bin ein richtiger Fan von Räuchern. Kaufe ab und zu Räuchermischungen für die Entspannung zu Hause, aber mache mir selber auch diese Räuchermischungen aus Salbei und anderen Kräutern.

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