Vor 75 Jahren: Brandstiftung in Münsters Synagoge

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9. November 1938 in Münster: Jüdische Bürgerinnen und Bürger werden schikaniert, misshandelt, verhaftet, ermordet. Ihre Wohnungen und Häuser verwüstet. Auch die historische Synagoge an der Klosterstraße im Herzen Münsters wird Zielscheibe antisemitischer Ausschreitungen und steht in Flammen.131436PErbaut wurde sie zwischen 1870 und 1880 im byzantinischen Stil. Erst am 12. März 1961 kann die jüdische Gemeinde in Münster ihren ersten Gottesdienst in der neu gebauten Synagoge am alten Standort feiern. Geblieben ist die Inschrift über dem Eingang: „Mein Haus ist ein Bethaus für alle Völker“.

Das Stadtmuseum Münster erinnert in seiner Schausammlung an die Verfolgung und Vernichtung jüdischer Bürgerinnen und Bürger durch die Nationalsozialisten. Modelle, Exponate und Fotografien geben in zwei weiteren Kabinetten einen Überblick über das religiöse Leben in Münster. Der Eintritt ins Museum ist frei.

Foto:

Diese Postkarte zeigt die Synagoge in Münster vor ihrer Zerstörung in der Pogromnacht am 9./10. November 1938. Foto: Stadtmuseum Münster / Louis Koch, Halberstadt.

Autor: christoph.fleischer

Christoph Fleischer, evangelischer Pfarrer in Westfalen, tätig in der Gemeindearbeit, Studierendenseelsorge und Altenheimseelsorge, Mitglied in der Gesellschaft für evangelische Theologie und in der Dietrich Bonhoeffer Gesellschaft.

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