Die Quellen der Kraft, Andacht drei, Psalm 139 und das Universum, Christoph Fleischer, Werl 2013

Mein Schöpfer kennt mich durch und durch
Psalm 139
1 Ein Lied Davids. HERR, du durchschaust mich, du kennst mich bis auf den Grund.
2 Ob ich sitze oder stehe, du weißt es, du kennst meine Pläne von ferne.
3 Ob ich tätig bin oder ausruhe, du siehst mich;
jeder Schritt, den ich mache, ist dir bekannt.
4 Noch ehe ein Wort auf meine Zunge kommt, hast du, HERR, es schon gehört.
5 Von allen Seiten umgibst du mich, ich bin ganz in deiner Hand.
6 Dass du mich so durch und durch kennst, das übersteigt meinen Verstand;
es ist mir zu hoch, ich kann es nicht fassen.
7 Wohin kann ich gehen, um dir zu entrinnen,
wohin fliehen, damit du mich nicht siehst?
8 Steige ich hinauf in den Himmel – du bist da.
Verstecke ich mich in der Totenwelt – dort bist du auch.
9 Fliege ich dorthin, wo die Sonne aufgeht, oder zum Ende des Meeres, wo sie versinkt:
10 auch dort wird deine Hand nach mir greifen, auch dort lässt du mich nicht los.
11 Sage ich: »Finsternis soll mich bedecken, rings um mich werde es Nacht«,
12 so hilft mir das nichts;
denn auch die Finsternis ist für dich nicht dunkel und die Nacht ist so hell wie der Tag.
13 Du hast mich geschaffen mit Leib und Geist, mich zusammengefügt im Schoß meiner Mutter. 14 Dafür danke ich dir, es erfüllt mich mit Ehrfurcht.
An mir selber erkenne ich: Alle deine Taten sind Wunder!
15 Ich war dir nicht verborgen, als ich im Dunkeln Gestalt annahm, tief unten im Mutterschoß der Erde.
16 Du sahst mich schon fertig, als ich noch ungeformt war.
Im Voraus hast du alles aufgeschrieben;
jeder meiner Tage war schon vorgezeichnet, noch ehe der erste begann.
17 Wie rätselhaft sind mir deine Gedanken, Gott, und wie unermesslich ist ihre Fülle!
18 Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer.
Nächtelang denke ich über dich nach und komme an kein Ende.
19 Gott, bring sie doch alle um, die dich und deine Gebote missachten!
Halte mir diese Mörder vom Leib!
20 Sie reden Lästerworte gegen dich;
HERR, deine Feinde missbrauchen deinen Namen!
21 Wie ich sie hasse, die dich hassen, HERR!
Wie ich sie verabscheue, die gegen dich aufstehen!
22 Deine Feinde sind auch meine Feinde, ich hasse sie glühend.
23 Durchforsche mich, Gott, sieh mir ins Herz, prüfe meine Wünsche und Gedanken!
24 Und wenn ich in Gefahr bin, mich von dir zu entfernen,
dann bring mich zurück auf den Weg zu dir!

Der Psalm 139 ist ein einzigartiger Text antiker Literatur. Wie ein Gedicht ist er in Strophen eingeteilt. Der Kommentar unterscheidet vier Strophen: „Der Psalm beschreibt einen Reflexionsprozess des Beters von der Erfahrung seiner umfassenden Erforschung durch den allgegenwärtigen Gott (1. Strophe) über die Erwägungen zu den nicht realisierbaren Fluchtbewegungen des Beters vor Gott (2. Strophe) hin zur Bejahung der Verbindung des Schöpfers mit seinem Geschöpf (3. Strophe) und zu den sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Wahrung der Gemeinschaft zwischen dem Beter und dem Weltgott (4. Beter).“ (Frank Lothar Hossfeld, Erich Zenger (+): Die Psalmen III, Psalm 101 – 150, Echter Verlag Würzburg 2012, S. 839, das Kürzel JHWH habe ich durch das Wort Gott ersetzt.) Die Worte, die der Psalm für Gott, Erde und Mensch gebraucht, werde ich in dieser Predigt dem Erfahrungsraum des Universums zuordnen, weil ich meine, dass einige Aussagen des Psalms in unserer heutigen Sprache die Erfahrungsebene meinen, die wir allgemein das Universum nennen. Manche Menschen, die heute von Universum anstelle von Gott reden, meinen damit allerdings etwas anderes, eher eine kosmische Macht, eben wie ein Gottesbegriff. Ich meine mit Universum einen umfassenden Begriff der Erfahrung von Schöpfung und Natur. Das Universum, das ich meine, lässt sich beobachten und wahrnehmen. Ich nenne dazu ein paar Bilder vom Möhnesee: Das Wasser kräuselt sich vom Wind. Es nimmt die Farbe des Himmels an, heute grau von den Wolken und morgen blau. Die Wälder am Ufer, aber auch die rot untergehende Sonne spiegeln sich darin. Nebel steigt aus den Wäldern hinauf in die
Wolken, die sehr tief hängen. Ein anderes Mal schient das Sonnenlicht durch die Wolken hindurch und zeichnet regelrechte Strahlen. Im Universum sind die Elemente der Landschaft immer in einer Verbindung miteinander.
In der ersten Strophe des Psalms wird dies schon vorausgesetzt:

1 Ein Lied Davids. HERR, du durchschaust mich, du kennst mich bis auf den Grund. 2 Ob ich sitze oder stehe, du weißt es, du kennst meine Pläne von ferne. 3 Ob ich tätig bin oder ausruhe, du siehst mich; jeder Schritt, den ich mache, ist dir bekannt. 4 Noch ehe ein Wort auf meine Zunge kommt, hast du, HERR, es schon gehört. 5 Von allen Seiten umgibst du mich, ich bin ganz in deiner Hand. 6 Dass du mich so durch und durch kennst, das übersteigt meinen Verstand;
es ist mir zu hoch, ich kann es nicht fassen.

Wenn in dieser Psalmenbetrachtung die Frage nach dem Universum bedacht werden soll, so ist es klar, dass diese Frage in religiöser Hinsicht mit dem einzelnen Menschen und seinen Gedanken beginnt. Es geht nicht um eine wissenschaftliche Betrachtung der Umgebung, sondern eine, die konsequent aus der menschlichen Perspektive erfolgt. Es ist dabei für die Bibel völlig selbstverständlich, die Gedanken an Gott mit der Natur zu verbinden. Gott ist vom Menschen nicht zu trennen. Der Gott, an den wir glauben und über den wir nachdenken wollen, ist ein auf den Menschen bezogener Gott. Gott ist in seiner Nähe so universal, dass kein Mensch aus der Beziehung ausgeschlossen ist. Das „Ich“ dieser Psalmworte kann von jedem Beter und jeder Beterin mitgesprochen werden.
Der menschliche Körper und die menschliche Person sind der Mikrokosmos. Die Vielfalt und universelle Gestaltung des Universums findet sich im einzelnen Menschen wieder. Das äußere Verhalten ist im Stillstand das Sitzen und Niederlegen, und in der Bewegung das Stehen und Gehen. Gottes Nähe ist hier in keiner Weise schon moralisch bezeichnet. Der Mensch ist Teil des Universums. Die Gotteserkenntnis ist Teil der Welterfahrung. Beides kann nicht voneinander getrennt werden. Dieses wird als ein Wissen bezeichnet.
„Von allen Seiten umgibst du mich“ – die Himmelsrichtungen sind Gegenwart Gottes. „Ich bin ganz in deiner Hand.“ Die Hand Gottes ist das Oben, der Himmel. Gott ist allgegenwärtig, womit aber nicht ausgedrückt wird, dass darin ein Gelenktsein dargestellt wird. Der freie Wille wird nicht in Frage gestellt. Es ist vielmehr ein Gefühl der Verbundenheit. Gott ist die Erfahrung der universellen Verbundenheit, die bis in das Wissen und Fühlen der einzelnen Person übergeht. Die Frage, ob Gott den einzelnen Menschen etwa durch sein Gewissen lenkt, würde erst durch ein rigides Gottesbild entstehen, etwa in einer Art Kontrolle oder strenger Beobachtung. So wie es hier ausgedrückt ist, kommt ein Durchdrungensein zu Tage. Das Sein selbst als der Grund allen Seins ist zugleich in allem gegenwärtig und begegnet mir in allem meinen Tun. Gottes Wesen ist aktive Nähe, ist Hören, Sehen und Wissen. Diese Nähe soll nicht bedrohlich sein, sondern das Gefühl der Geborgenheit im weiten Raum des Universums vermitteln.

7 Wohin kann ich gehen, um dir zu entrinnen, wohin fliehen, damit du mich nicht siehst? 8 Steige ich hinauf in den Himmel – du bist da. Verstecke ich mich in der Totenwelt – dort bist du auch. 9 Fliege ich dorthin, wo die Sonne aufgeht, oder zum Ende des Meeres, wo sie versinkt: 10 auch dort wird deine Hand nach mir greifen, auch dort lässt du mich nicht los. 11 Sage ich: »Finsternis soll mich bedecken, rings um mich werde es Nacht«, 12 so hilft mir das nichts;
denn auch die Finsternis ist für dich nicht dunkel und die Nacht ist so hell wie der Tag.

Bevor ich auf diesen Abschnitt im Einzelnen eingehe, möchte ich an die Erfahrungen des Universums eingehen, die wir selbst machen können. Als ich die Andachtsreihe „Quellen der Kraft“ konzipierte, wollte ich Orte, Erfahrungen und Gelegenheiten zeigen, die man von einem bestimmten Ort wie einer Klinik aus machen kann. Einen Spaziergang am Wasser, der Besuch eines Friedhofs oder einer Kapelle. Die Erfahrung des Universums lässt sich dagegen nicht so genau festlegen. Orte und Zeiten können verschieden sein, sind aber immer konkret. Eine sicherlich nicht vollständige Aufzählung möchte ich geben: Wolkenbewegung und Wolkenformationen, Sonnenlicht, Licht überhaupt, Nebel, Regenbogen, Regen, Blitze, Sonnenstrahlen, Horizont, Meer, Sand, Wellen, Weite, Wasser, Flut, Nacht, Sternenhimmel, Mond, Sonne, Sonnenuntergang und Sonnenaufgang, Mond- und Sonnenfinsternis, der Morgenstern, die blaue Stunde zwischen Tag und Nacht, Mondphasen, Sternzeichen, die Weite des Universums, Lichter, Sternschnuppen, Biologie, Vielfalt der Völker, Rassen und Arten, Tiere und Pflanzen, hohe Berge, Gletscher.
Die Gottesvorstellung in diesem Psalm bildet sich an diesen genannten Phänomenen des Universums. Sie werden in Beziehung gesetzt zum begrenzten Ich des Beters und der Beterin: Wohin kann ich gehen, um dir zu entrinnen, wohin fliehen, damit du mich nicht siehst? Dadurch, dass die Erfahrungen in Beziehung gesetzt werden, entsteht eigentlich erst das Gefühl des Religiösen. Tillich nannte Gott das, was uns „unbedingt angeht“ und Schleiermacher sprach von einer „schlechthinnigen Abhängigkeit“ (Paul Tillich: Systematische Theologie, Band 1, Stuttgart 1956, S. 19/ Friedrich Schleiermacher: Der Christliche Glaube, Erster Band, Nachdruck der siebenten Auflage, Berlin 1960).
Der Psalm deutet die Phänomene des Universums vor den Gedanken einer menschlichen Person. Die Phänomene werden in Wortpaaren beschrieben, dem Himmel, oben, entspricht die Unterwelt. Das sich in den Wolken ausbreitende Morgenrot der Sonne wird als nah empfunden, während die grenzenlose Weite des Meeres die Ferne verkörpert. Die Gegenwart Gottes ist dies alles durchdringend, ist sogar Licht in der Dunkelheit. Dieser Vers kann im Zusammenhang mit der Nennung des Totenreichs auf den Tod gedeutet werden, doch das ist hier nicht gemeint. Es geht nur darum, dass die grenzenlose Weite des Universums keinen Gegensatz zur Gegenwart Gottes bildet, sondern dass Gott in all dem wirkt und lebt. Der Paulus der Apostelgeschichte nennt es in Anspielung auf die Philosophie: In dem universellen Gott „leben, weben und sind wir“ (Apostelgeschichte 17,28). Und Albert Schweitzer sagte: „ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ (Albert Schweitzer, Kultur und Ethik, 5. Auflage München 1923, S. 239).

13 Du hast mich geschaffen mit Leib und Geist, mich zusammengefügt im Schoß meiner Mutter. 14 Dafür danke ich dir, es erfüllt mich mit Ehrfurcht. An mir selber erkenne ich: Alle deine Taten sind Wunder! 15 Ich war dir nicht verborgen, als ich im Dunkeln Gestalt annahm, tief unten im Mutterschoß der Erde. 16 Du sahst mich schon fertig, als ich noch ungeformt war. Im Voraus hast du alles aufgeschrieben; jeder meiner Tage war schon vorgezeichnet, noch ehe der erste begann.

Dieser Abschnitt wendet das für die Natur und Umwelt erfahrene und Gedachte auf den eigenen Körper und die eigene Person an. Die Mitte dieses Denkens und den Kern dieser Einstellung bildet die Dankbarkeit: „Dafür danke ich dir. Es erfüllt mich mit Ehrfurcht.“ Die wunderbare Gestalt der Vielfalt allen Lebens und des harmonischen Wachstum und seiner oft so phantastischen Funktionalität lässt sich an der Gestalt-Werdung des Menschen selbst beobachten. Erstaunlicherweise geht der Beter gar nicht auf die Schöpfung Gottes am Anfang der Erde ein, sondern auf das Wachsen eine Fötus im Mutterleib. Wer schon eine Geburt erlebt hat, weiß, was das für ein Wunder ist, wenn die menschliche Person auf einmal da ist und lebt. Das Baby lacht oder schreit oder beides. Geist und Leib sind von Anfang an ineinander gefügt. Das Leben selbst ist das Wunder Gottes. Die Gestalt des Lebendigen folgt einen festgelegten Plan. Dieses Wissen, das sich hier im Psalm ausdrückt, macht sich heute die Naturwissenschaft zu eigen bis hin zur Genetik. Was in der Natur geschieht, das planvolle Wachsen und Werden, ist eben auch das Wunder des Lebens im Menschen selbst. Daraus, dass sich aus Ungeformtem die Form entwickelt, folgt der Beter die Vorherbestimmung des Lebens. Das Buch des Lebens ist der Plan, der jedem lebendigen Wachstum innewohnt. Über dies hinaus gibt es hier keine Erkenntnis. Das Gottesbild der Vorherbestimmung stammt vielleicht aus solchen Formulierungen, ist aber hier nicht gemeint.

17 Wie rätselhaft sind mir deine Gedanken, Gott, und wie unermesslich ist ihre Fülle!
18 Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer. Nächtelang denke ich über dich nach und komme an kein Ende.

Diese beiden Sätze gehören noch zur dritten Strophe. Ich habe sie abgetrennt, da sie die vorgesagten Gedanken in der Betrachtung der Natur und des Menschen auf das Gottesbild anwenden. Auch hier tauchen Bilder des Universums auf. Die Fülle der biologischen Formen, die nach dem zuvor gesagten Gestalten der göttlichen Gedanken sind und die Fülle des Meeres und der Sand. Auch die menschlichen Gedanken können das Bild einer solchen Fülle darstellen, kommen aber immer wieder in der Betrachtung der Natur an Grenzen. Diese Grenzen gilt es sorgfältig abzuwägen. Hier ist nicht davon die Rede, dass in der Befolgung des Auftrags, sich die Erde untertan zu machen, die Grenzen des göttlichen Wirkens missachtet werden sollen. Das wäre dem alttestamentlichen Beter niemals eingefallen.

19 Gott, bring sie doch alle um, die dich und deine Gebote missachten! Halte mir diese Mörder vom Leib! 20 Sie reden Lästerworte gegen dich; HERR, deine Feinde missbrauchen deinen Namen ! 21 Wie ich sie hasse, die dich hassen, HERR! Wie ich sie verabscheue, die gegen dich aufstehen! 22 Deine Feinde sind auch meine Feinde, ich hasse sie glühend.

Auch die letzte Strophe habe ich in zwei Teile geteilt. Dieser Text in diesem wunderschönen Psalm ist absolut beschämend. Es haut mich immer wieder um, dass solche schlimmen Worte in der Bibel stehen. Der Beter wünscht, dass Gott die Feinde umbringt und spricht von Hass und Abscheu. Warum lehrt die Religion andere Menschen zu hassen? Es gibt gottseidank auch andere Worte, die für uns Christen mehr Gültigkeit haben: „Liebet eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen“ in der Bergpredigt (Matthäus 5, 44). Vom Anfang her sollte man im Auge behalten, dass hier der König spricht. Es geht eher um politische Feinde als um menschliche Feindschaft. In einer Hinsicht liegt hier schon ein Fortschritt vor, denn die Umsetzung des Tötungswunsches bleibt dem Menschen verwehrt und legt es Gott anheim. Die Tötung der Feinde taucht hier nur als Projektion auf. Es ist keine Aufforderung zum Kampf, es geht eher um eine Art Widerständigkeit in einer Situation der Feindschaft. Und das kennt dann doch auch wieder jeder von uns. Wer hat sich nicht einmal auch über andere Menschen geärgert. Wir sind nicht allein auf dieser Welt und andere Menschen wollen auch leben, essen und wohnen. Das beschwört Konflikte herauf, Konflikte, die die Welt bis heute zerreißt. Der Wunsch, die Feinde mögen verschwinden, ist ein naives Missverständnis. Das ist natürlich Quatsch. Es geht darum, gemeinsam auf diesem Planeten zu leben. Alle Menschen sind wunderbar gemacht und sollten Gott für die Güte des Lebendigen danken, so wie es noch zuvor ausgesprochen worden ist. Doch den Gedanken der Widerstandskraft haben wir hier auch entnommen. Auch andere Psalmen freuen sich über einen gedeckten Tisch im Angesicht der Feinde. Wir werden die Feinde nicht los, indem wir Feindschaft einfach ignorieren oder wegdiskutieren. Nur der Hass, der uns hier entgegenschlägt, ist so meine ich, doch kein guter Ratgeber.

23 Durchforsche mich, Gott, sieh mir ins Herz, prüfe meine Wünsche und Gedanken! 24 Und wenn ich in Gefahr bin, mich von dir zu entfernen, dann bring mich zurück auf den Weg zu dir!

Konsequenterweise findet der Psalm in den Schlussversen zum eigenen Ich zurück. Es geht eben gerade nicht darum, blindwütigen Hass auszuleben, sondern sich selbst zu erforschen und auf die eigenen Wünsche und Gedanken zu achten. Jeder und jede sind ist immer in der Gefahr, sich vom Gott und von der grenzenlose Güte des Lebens zu entfernen. Das Universum ist so weit und wunderbar. Da sollten wir uns nicht in kleinlichen Hassgedanken verlieren, sondern unser Leben von Liebe und Dankbarkeit leiten lassen. Das ist die wahre Religion. Liebe und Dankbarkeit für das eigene Leben. Jeder Tag ist ein Geschenk des lebendigen Gottes und Schöpfers. Gott wirkt in allem, was lebt.
Amen.

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Autor: christoph.fleischer

Christoph Fleischer, evangelischer Pfarrer in Westfalen, tätig in der Gemeindearbeit, Studierendenseelsorge und Altenheimseelsorge, Mitglied in der Gesellschaft für evangelische Theologie und in der Dietrich Bonhoeffer Gesellschaft.

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