Möhneseeturm nimmt Formen an, Eine Pressemeldung

Fertigstellung bis Ende November könnte klappen

143384PKreis Soest. Der Möhneseeturm am Rennweg im Arnsberger Wald als weiteres Wahrzeichen der Sauerland-Waldroute nimmt Formen an. Das Stahlskelett hat die Höhe der Aussichtsplattform erreicht, nicht mehr viel fehlt bis zu den kompletten 42,5 Metern inklusive Dach. „Wenn das Wetter mitspielt, könnte die Fertigstellung bis Ende November klappen“, zeigt sich Michael Matysiak, Geschäftsführer des Naturparks Arnsberger Walds, mit dem Baufortschritt zufrieden und freut sich schon auf die Einweihung im Frühjahr 2015.

Bis zur Fertigstellung wird die Pressestelle des Kreises Soest die weitere Entwicklung der Baustelle jetzt wöchentlich mit Tweets auf Twitter dokumentieren. So kann jeder Interessierte nachvollziehen, wann der Treppenaufgang des Aussichtsturm fertig ist oder wie die abschließende Holzverkleidung aussieht. Das Interesse am neuen Bauwerk ist bereit jetzt enorm. Die Handwerker berichten von regelrechten Besucherströmen. So scheint ein Zweck bereits jetzt in Erfüllung zu gehen. Als Teil des Wald-Meer-Projekts, zu dem auch das „Waldschiff“ in Rüthen, die „Wald-Routen-Sagen“ und die „Blütenkelche“ gehören, soll der Aussichtsturm die Attraktivität der Sauerland-Waldroute steigern.

Nach dem Lörmecketurm, der 2008 auf dem höchsten Punkt des Arnsberger Waldes errichtet wurde, ergänzt der Möhneseeturm die touristische Infrastruktur. Die Kosten belaufen sich auf rund 500.000 Euro. 1.000 Quadratmeter umfasst die Baufläche einschließlich des dazugehörigen Vorbereichs. Die Grundform ist quadratisch, nach oben sich verjüngend: So misst der untere Querschnitt des Turmes 6 mal 6 Meter, der obere 5 mal 5 Meter. Die offene Konstruktion besteht aus einer Kombination aus Stahl und Holz, wobei der Stahl die statische Funktion übernimmt. Vier Stahlrundrohre, verbunden über horizontale Streben und gekreuzte Verbände, ergeben das System der Aussteifung. Im Innern des Turmes gibt es zwei Plattformen, die über eine Stahltreppe zu erreichen sind. Senkrecht, leicht versetzt angebrachte Douglasien-Kanthölzer erlauben Blicke durch die Fassade und bieten unterschiedliche Aussichtsmöglichkeiten. Die Konstruktion ist so angelegt, dass die Waldbewohner die aufsteigenden Besucher dennoch nicht sehen. Die Hauptblickrichtung nach Norden in das Möhnetal ist offener gehalten als die Südseite in Richtung Schutzgebiet.

Die Zufahrt zum Turm ist über bestehende, gut ausgebaute Forstwirtschaftswegenetze sichergestellt, so dass ein zusätzlicher Wegeausbau nicht erforderlich ist. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist der Aussichtsturm für Besucher erreichbar, da die Forstwege mit Pkw nicht genutzt werden dürfen. An dieser Situation soll sich auch nichts verändern. Neue Schranken an den Zufahrten sollen dazu beitragen, private Anfahrten mit Pkw zu verhindern. Als Ausgangspunkt für Besucher mit Privatfahrzeugen soll der bestehende Wanderparkplatz „Trimmpfad“ ausgewiesen werden, der sich 1,2 vom Turm entfernt befindet.

Autor: christoph.fleischer

Christoph Fleischer, evangelischer Pfarrer in Westfalen, tätig in der Gemeindearbeit, Studierendenseelsorge und Altenheimseelsorge, Mitglied in der Gesellschaft für evangelische Theologie und in der Dietrich Bonhoeffer Gesellschaft.

Kommentar verfassen