Die paar Kröten? Rutschgefahr? Pressemeldung

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Achtung, Kröten kreuzen! Im Kreisgebiet Soest hat die Amphibienwanderung begonnen (und woanders auch)

Kreis Soest. Auf die Beine, fertig, hüpf: Wenn es Frühling wird, begeben sich Kröten und andere Amphibien auf die Wanderschaft. Leider endet die Reise für viele Tiere unter einem Reifen. Damit dieses Schicksal möglichst wenigen blüht, hat der Kreis Soest an potentiellen Gefahrenstellen Krötenzäune und Warnschilder aufgestellt sowie eine Streckensperrung vorgenommen. Die Maßnahmen dienen schließlich auch der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer; sorgen doch viele überfahrene Tiere für eine erhöhte Rutschgefahr.

Beschilderung Krötenwanderung zw. Niederbergheim und Oberberghe„Wenn es draußen wärmer als fünf Grad wird, die Tage länger werden und es öfters regnet, dann kommen Amphibien, insbesondere Erdkröten, aus ihren Winterquartieren und machen sich auf den Weg zu Teichen und Weihern“, erklärt Marianne Rennebaum, Sachgebietsleiterin für Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz der Kreisverwaltung Soest. Das Ziel der Tiere ist das sogenannte Laichgewässer, was ein Teich, ein See oder aber auch ein Wiesengraben seien kann. 

Zur Sicherheit der Kröten und der Autofahrer hat der Kreis Soest vorsorglich Warnschilder an den Kreisstraßen 9 (Meiningsen), 74 (Oberbergheim), 30 (Lüttingen), 42 (Benninghausen/ Hellinghausen) und 3 (Schwefe/ Merklingsen) aufgestellt. Zudem wurde ab dem 1. März die Schulstraße in Mellrich zwischen der B55 und dem Abzweig Schloß Eggeringhausen für die Zeit der Amphibienwanderung gesperrt. „Auf diesem Streckenabschnitt wandern jedes Jahr tausende von Erdkröten und Molchen zu ihrem Laichgewässer“, weiß Rennebaum.

Weiterhin sind an zwölf Streckenabschnitten Krötenzäune mit einer Gesamtlänge von über 3 Kilometern aufgestellt worden. Unterstützung bekam der Kreis Soest dabei vom LIZ, Straßen NRW, verschiedenen Ortsvorstehern sowie die BUND-Ortsgruppe Kallenhardt.

Die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Soest bittet alle Kraftfahrer für diesen relativ kurzen Zeitraum der Amphibienwanderung, etwa sechs bis acht Wochen, besonders vorsichtig zu fahren und die Warnschilder zu beachten. Insbesondere in den späten Abend- und Morgenstunden, circa 19 bis 6 Uhr. Zu dieser Zeit werden die Tiere aktiv und sind für Verkehrsteilnehmer erst spät zu erkennen. Weitere Informationen gibt es bei Ulrich Kowatz, zuständiger Sachbearbeiter für Amphibienschutz, unter der Nummer 02921/302237.

 

Autor: christoph.fleischer

Christoph Fleischer, evangelischer Pfarrer in Westfalen, tätig in der Gemeindearbeit, Studierendenseelsorge und Altenheimseelsorge, Mitglied in der Gesellschaft für evangelische Theologie und in der Dietrich Bonhoeffer Gesellschaft.

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