Der Hochzeitswald feiert seinen 20. Geburtstag (Pressemeldung aus Hamm)

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Große Verlosung zur Jubiläums-Pflanzung

In diesem Jahr wird der Hochzeitswald im Lohauserholz 20 Jahre alt. Dieses besondere Ereignis soll im Rahmen einer Jubiläums-Pflanzaktion am 14. November, ab 14:00 Uhr auf dem Gelände des Vereinsheims der Vereinsgemeinschaft Lohauserholz e.V., Martinsstraße gefeiert werden.

155449PAlle Baumpaten, die in den vergangenen 20 Jahren einen Baum im Hochzeitswald gepflanzt haben, Freunde und Förderer des Hochzeitswaldes sind herzlich eingeladen mitzufeiern. Neben Aktionen für Kinder und musikalischer Unterhaltung, wird auch für das leibliche Wohl gesorgt sein. Beim anschließenden Martinsfeuer der Vereinsgemeinschaft Lohauserholz e.V. wird die Feier stimmungsvoll ausklingen. Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann ist Schirmherr dieser Jubiläums-Pflanzung.

Für die jüngsten Hochzeitswaldbesucher hat sich das Grünflächenamt zum Jubiläum etwas ganz besonderes ausgedacht: Die Kinder können sich mit einem Hubsteiger bis in die Baumkronen des Schnullerbaumes fahren lassen und dort hoch oben in den Zweigen ihren Schnuller aufhängen.

Auch für alle Verliebten gibt es etwas Neues: Pünktlich zur Jubiläumsfeier wird der „Liebesschloss-Zaun“ im Hochzeitswald eröffnet. Hier können Paare ihre ewige Liebe mit einem Schloss besiegeln. Als besondere Attraktion wird aus allen anwesenden Baumpaten der letzten 20 Jahre ein Baum im Hochzeitswald in Chattanooga (USA / Tennesse), inklusive Flug verlost.

Die Teilnahmekarten für die Verlosung werden am Tag der Jubiläums-Pflanzung von 14 Uhr bis 15 Uhr am Stand des Umweltamtes ausgegeben.

Der Hintergrund der ungewöhnlichen Verlosung: Im Jahr 2011 wurde die Idee des Hochzeitswaldes sogar bis nach Chattanooga, einer Partnerstadt von Hamm, getragen. Tobias Garske, Mitarbeiter der Stadt Hamm und langjähriger Verantwortlicher für den Hochzeitswald, stellte bei einem Kongress in Chattanooga den Hammer Hochzeitswald vor, mit der Idee ihn als Sister-City-Projekt auch in Chattanooga entstehen zu lassen. Nach längeren Planungen wird der Hochzeitswald in Chattanooga im Frühjahr 2016 nun endlich eröffnet. Vorgesehen ist die erste Pflanzung für den 04. März 2016, dem „Arbor Day“, der amerikanischen Variante vom deutschen „Tag des Baumes“. An diesem Tag wird auch der Gewinner der Jubiläums-Verlosung einen Baum im Hochzeitswald von Chattanooga pflanzen.

Der Hochzeitswald in Hamm kann nun schon auf eine zwanzigjährige Erfolgsgeschichte zurück blicken. Vor 20 Jahren, im Frühjahr 1995, fand die erste Pflanzung im Hochzeitswald statt. Die Idee dazu kam vom Westfälischen Anzeiger. Er hatte die Idee, die schöne alte Tradition zur Hochzeit einen Baum zu pflanzen wieder aufleben zu lassen. Bei der ersten Pflanzung im Frühjahr 1995 wurden zwölf Bäume gepflanzt. Heute pflanzen rund 70 Baumpaten jährlich ihren eigenen Baum. So ist der Hochzeitswald inzwischen auf rund 1.170 Bäume angewachsen. Die Baumpflanzungen haben inzwischen schon Tradition und sind fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders der Stadt Hamm. Neben der Freude an einem eigenen Baum, ist es auch immer wieder etwas besonderes, zu Anlässen wie Hochzeiten, Geburten und Geburtstagen, Jubiläen oder auch zu Taufen einen Baum zu verschenken.

Dies ist ein Geschenk von Dauer und, so ganz nebenbei, ein Beitrag zur Vergrößerung der Waldfläche in Hamm. Nach 20 Jahren ist das Interesse der Menschen zu besonderen Ereignissen einen Baum zu pflanzen so groß wie nie zu vor. Das zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger die jahrhunder-tealte, schöne Tradition, zu besonderen Ereignissen einen Baum zu pflanzen, auch in die Zukunft tragen möchten. Die Stadt Hamm und der Westfälische Anzeiger freuen sich darauf, viele der ehemaligen Baumpaten zur Jubiläums-Pflanzung wieder zu sehen. Für alle Baumpaten ist die Feier darüber hinaus auch eine schöne Gelegenheit, mal wieder ihren Baum zu besuchen.

 

Autor: christoph.fleischer

Christoph Fleischer, evangelischer Pfarrer in Westfalen, tätig in der Gemeindearbeit, Studierendenseelsorge und Altenheimseelsorge, Mitglied in der Gesellschaft für evangelische Theologie und in der Dietrich Bonhoeffer Gesellschaft.

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