Foucaultsches Pendel von Gerhard Richter, Pressemeldung, Münster 2017

Arbeit von Gerhard Richter schafft in Münster neuen Ort der Begegnung mit Gegenwartskunst

Die Stadt Münster installiert in barocker Dominikanerkirche ein Foucaultsches Pendel.

Die Stadt Münster realisiert in der barocken Dominikanerkirche ein eigens für dieses Gebäude entworfenes Werk von Gerhard Richter. Es besteht aus einem Foucaultschen Pendel, das in der 29 Meter hohen Vierungskuppel der Kirche installiert wird, und vier großen hochrechteckigen Glastafeln. Diese werden paarweise an den der Vierung gegenüberliegenden Wänden angebracht. Bis zum Frühsommer 2018 werden die Arbeiten am Gebäude sowie die Herstellung und Installation des Kunstwerkes abgeschlossen sein. „Dann wird das Baudenkmal als neuer Kunstraum im Zentrum der Stadt dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich sein“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe. Er dankte dem Künstler, der die Arbeit der Stadt schenken wird. „Foucaultsches Pendel von Gerhard Richter, Pressemeldung, Münster 2017“ weiterlesen

Islamischen Feiertag einführen? Dokumentation PhiloMag 1/2018

Soll ein islamischer Feiertag eingeführt werden?

Das Philosophie Magazin dokumentiert zwei Aussagen eine zu Pro und eine zu Contra. Beide Aussagen argumentieren m. E. streng gesellschaftlich. Die Frage wäre aber doch auch unter Beteiligung der Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften zu klären. Hilfreich finde ich die Aussage, dass auch beispielsweise das Judentum einen Feiertag bekommen könnte, sinnvollerweise einen, der nicht hin und wieder im christlichen Festkalender vorkäme, wie Chanukka oder das Laubhüttenfest. Interessant fände ich auch die Einführung des kurdischen Neujahrsfestes.

Das Argument es gehe nicht um „Den Islam“, sondern um die Religionsausübung einzelner Menschen, finde ich begründet. Die gesellschaftliche Diskussion beginnt erst dann, wenn feststeht, welche christlichen oder staatlichen Feiertage dafür im Tausch entfallen, vielleicht der inzwischen völlig wertlose 1.5. (Maifeiertag, eingeführt von Hitler am 1.5.1933) oder der kaum noch kirchlich begangene Pfingstmontag?

Dass sich Feiertage etwa dem Mondkalender anpassen und daher kein festes Datum haben, ist kein Argument, da das im Christentum auch für den Ostertermin und danach sich orientierende Feiertage gilt. Die Diskussion ist eröffnet!

 

Ein islamischer Feiertag für Deutschland? (Philosophie Magazin Dezember 2017 / Januar 2018/ Zeitgeist Pro & Contra, Seiten 22/23)

Mit seiner Offenheit gegenüber der Einführung eines muslimischen Feiertags provozierte Thomas de Maizière (CDU) eine Kontroverse. Grüne wie auch das Zentralkomitee der deutschen Katholiken begrüßten den Vorstoß, während es aus den eigenen Reihen Kritik hagelte. Bleibt die Frage: feiern oder nicht feiern?

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Adventskalender, Pressemeldung Landeskirche, Bielefeld

Wieder da: Der WhatsApp-Adventskalender der Evangelischen Kirche von Westfalen

Mit »Macht hoch die Tür« durch den Advent

Auch in diesem Jahr gibt es ihn wieder – den Adventskalender der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Und zwar – wie schon im vergangenen Jahr – per WhatsApp. Vom 1. Advent bis 24. Dezember verschickt die westfälische Landeskirche per WhatsApp täglich eine Nachricht mit einem adventlichen Gruß.

Das Thema im ausgehenden Reformationsjubiläumsjahr heißt »Macht hoch die Tür«. Drei Wochen lang laden kurze Texte und Bilder dazu ein, sich zu öffnen für die beste Botschaft der Welt. Jede Woche nimmt dabei einen besonderen Aspekt in den Blick: In der ersten Woche heißt es »Öffne deinen Geist«, in der zweiten »Öffne deine Tür« und schließlich »Öffne dein Herz«.

Das virtuelle »Türchen« können WhatsApp-Nutzerinnen und -Nutzer einfach da öffnen, wo sie gerade sind. Die Nachrichten werden täglich im Laufe des Vormittags versandt. Wer kein WhatsApp benutzt, kann die Einträge auch online ansehen. (Pressemitteilung 95/2017)

 

Anleitung hier: http://www.evangelisch-in-westfalen.de/adventskalender-2017/?L=0

 

 

Keine Studiengebühren für Ausländer aus Nicht-EU Ländern, Presseerklärung ESG

Die folgende Erklärung wurde auf der Versammlung in Wittenberg beschlossen und am 16.9.2017 veröffentlicht. Angesichts der aktuellen Entwicklung in NRW soll daran erinnert werden: Keine Studiengebühren für Ausländer aus Nicht-EU Ländern

Die Evangelischen Studierendengemeinden (ESG), die an fast jedem Hochschulstandort in Deutschland vertreten sind, haben allesamt eine lange Erfahrung in der Begleitung, Beratung und Unterstützung von Student*innen aus dem globalen Süden. Diese bereichern das Gemeindeleben und befördern den weltweiten Austausch unter den Studierenden.

Dass ausgerechnet Nicht-EU Ausländer*innen, von denen rund zwei Drittel aus Entwicklungsländern kommen, zur Finanzierung des Bildungssystems in einem der reichsten Industrieländer herangezogen werden sollen, ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. Wir fordern:

Bildung für alle – gebührenfrei
Richtungsweisend für die Bildungspolitik in den Bundesländern sollte der Grundsatz sein, der in den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen als SDG 4 „Chancengerechte und hochwertige Bildung“ formuliert wurde. Dort heißt es: „Die Investition in die Bildung und die Stärkung des Bildungssektors sind der Schlüssel zur Entwicklung eines Landes und seiner Menschen.“ Diese Bildung sollte gebührenfrei sein. Dass Deutschland keine Studiengebühren erhebt, sehen wir als eine wichtige soziale Errungenschaft an.

Internationalisierung der Hochschulen nicht schwächen

Das Gesetz zur Einführung von Studiengebühren konterkariert die Bemühungen der Hochschulen um eine Internationalisierung. Dadurch wird sich die Internationalisierung in Zukunft auf Bilaterale Austauschprogramme mit wenigen reichen Ländern beschränken.
Alle Student*innen profitieren von der Offenheit der Universitäten und dem gemeinsamen Lernen und Forschen an den Hochschulen. Durch die internationalen Kontakte zwischen den Studierenden weiten sich der Blick auf und das Verständnis für die gesellschaftsübergreifenden Zusammenhänge der ganzen Welt. Wir brauchen auch in Zukunft eine Politik für mehr Bildungschancen, für die Internationalisierung unseres Hochschulwesens und für Weltoffenheit.

Entwicklungspolitische Ziele der Bundesrepublik Deutschland nicht durch Studiengebühren konterkarieren Studierende aus dem globalen Süden stärken die Entwicklungszusammenarbeit. Studienabsolvent*innen aus Entwicklungs- und Schwellenländern sind unsere natürlichen Brückenbauer in der Entwicklungszusammenarbeit. Sie besetzen oft Schlüsselpositionen in der öffentlichen Verwaltung, in Universitäten oder auch im Privatsektor ihrer Heimatländer und können maßgeblich dazu beitragen, Entwicklungsprobleme zu lösen, Armut zu lindern und Fluchtursachen zu bekämpfen.

Link zur Erklärung: 17_09_15_ESG-VV_Statement gegen Studiengebühren

PampaStories 17, Premiere im Dortmunder U, Pressemeldung vom Kreis Unna 2017

Trilogie über das Aufwachsen im Kreis Unna

Kreis Unna. Bönen, Fröndenberg, Holzwickede – drei Orte mit tausend Geschichten für ein Filmprojekt: 40 Jugendliche haben gemeinsam eine Filmtrilogie über das Leben und Aufwachsen im Kreis Unna produziert. Am 15. November haben sie im Kreishaus den Trailer zum Projekt vorgestellt.

Der Trailer zum Film ist auf YouTube unter https://youtu.be/B9F9vTCBkX0 zu sehen.

Das Poster zum Filmstart am 13. Dezember im Dortmunder U. Foto: LAG Kunst & Medien NRW

Landrat Michael Makiolla begrüßte die Filmteams aus den kreiseigenen Jugendeinrichtungen Treffpunkt Go In Bönen, Treffpunkt Windmühle Fröndenberg und Treffpunkt Villa Holzwickede. Sie haben das Filmprojekt mit dem Titel „PampaStories – Eine Filmtrilogie aus dem Umland“ gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Kunst & Medien NRW e.V. und der UZWEI kulturelle Bildung realisiert.

 

Der Trailer gibt einen Vorgeschmack auf das, was die Zuschauer am 13. Dezember um 18.30 Uhr auf der Premiere im Dortmunder U zu sehen bekommen: Einen Film mit drei Geschichten über das Aufwachsen in Bönen, Fröndenberg und Holzwickede.

 

Und darum geht es: Vier klischeebehaftete Jugendliche aus Bönen zeigen einen Tag aus ihrem Leben. Inspiriert von dem humoristischen Stil der Serie „Little Britain“ werden so manche Dorf-Klischees überzeichnet, gebrochen und sogar über den Haufen geworfen.

 

In Fröndenberg findet Timo ein mysteriöses Buch, mit einem dunklen Geheimnis. Nach und nach verschwinden seine Freunde spurlos und niemand scheint sich an sie zu erinnern. Kann Timo das Rätsel lösen und seine Freunde retten?

 

In Holzwickede wird es blutig aber auch ernst: Die jungen Filmemacher setzen sich in ihrem Kurz-Thriller mit Shock-Fotos in Sozialen Netzwerken auseinander. Sie möchten damit zeigen, was passiert, wenn jemand in seiner Gier nach Klicks über Leichen geht.