Predigt 1. Korinther 6, Christoph Fleischer, Welver 2018

Predigt über 1.Kor 6,9-14;18-20 (Lutherbibel 2017)

Diese Predigt halte ich in Möhnesee- Günne und – Völlinghausen am 8. Sonntag nach Trinitatis.

9 Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder 10 noch Diebe noch Habgierige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes ererben.

11 Und solche sind einige von euch gewesen.

Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.

12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich.

13 Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichtemachen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe. 14 Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft.

18 Flieht die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, sind außerhalb seines Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe.

19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?

20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

Liebe Gemeinde,

stammt das Wort Moralapostel etwa von Menschen, die den Paulus im Blick haben? In der heutigen Zeit kommen die Empfehlungen des Paulus so an, als würden sie nicht in die Zeit passen. Ist es nicht gerade eine solche Moral, die indirekt sogar dazu geführt hat, den Skandal um sexuellen Missbrauch in der Kirche so lange unter dem Tisch zu halten?

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Was ersetzt den Theismus? Notizen und Anfragen von Markus Chmielorz, Dortmund und Christoph Fleischer, Welver 2018

Zu:

Bernhard Nitsche, Klaus von Stosch, Muna Tatari (Hg.): Gott – jenseits von Monismus und Theismus? Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2017, ISBN 978-3-506-78260-1. Preis: 39,90 Euro

Die Einleitung des Aufsatzbandes weist einerseits auf die Erosion des Gottesbegriffs in der Bevölkerung hin und andererseits auf aktuelle Diskussionen um den Theismus in Theologie, Philosophie und interreligiösem Dialog. Die zusammenfassende Vorstellung aller Artikel in der Einleitung soll hier nicht wiederholt werden (siehe Leseprobe mit Inhaltsverzeichnis und Einführung:  https://www.schoeningh.de/uploads/tx_mbooks/9783506782601_leseprobe.pdf, hier. S. 20). Die Aufsätze dokumentieren eine Tagung in der katholischen Akademie Schwerte im Jahr 2014, auf deren Fortsetzungsdiskussion kürzlich das Magazin Publik Forum hingewiesen hat (http://www.der-schwache-glaube.de/2018/02/06/gott-neu-denken-hinweis-und-rezension-christoph-fleischer-welver-2018/).

Unsere Notizen sollen Beobachtungen und Fragen zu einzelnen Beiträgen formulieren und auf die religionswissenschaftliche Diskussion eingehen. Der im Buch ebenfalls angesprochene interreligiöse Dialog bleibt bis auf eine Bemerkung zu Franz Rosenzweig außen vor. „Was ersetzt den Theismus? Notizen und Anfragen von Markus Chmielorz, Dortmund und Christoph Fleischer, Welver 2018“ weiterlesen

Osterpredigt 2018, Christoph Fleischer, Welver 2018

Die Osterpredigt halte ich um 9 Uhr in Günne und um 10.30 Uhr in der reformierten Kirche in Soest (Schiefer Turm) am 01.04.2018

Predigt über 1. Samuel 2, 1 – 2,6 – 8a

Verlesung des Textes: Lobgesang der Hanna

2, 1 Und Hanna betete und sprach: Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN, mein Haupt ist erhöht in dem HERRN. Mein Mund hat sich weit aufgetan wider meine Feinde, denn ich freue mich deines Heils.

2 Es ist niemand heilig wie der HERR, außer dir ist keiner, und ist kein Fels, wie unser Gott ist.

6 Der HERR tötet und macht lebendig, führt hinab zu den Toten und wieder herauf.

7 Der HERR macht arm und macht reich; er [a] erniedrigt und erhöht.

8 Er hebt auf den Dürftigen aus dem Staub und erhöht den Armen aus der Asche, dass er ihn setze unter die Fürsten und den Thron der Ehre erben lasse. Denn der Welt Grundfesten sind des HERRN, und er hat die Erde darauf gesetzt.

Foto: Niklas Fleischer (c), Kenotaph für Margot und Anne Frank

Liebe Gemeinde,

wir fragen uns, was denn der Lobgesang der Hanna mit Ostern zu tun hat. Mich erinnert dieser Psalm eher an den Lobgesang der Maria und so an das Weihnachtsfest.

Sicher ist natürlich, dass diese Verse zwei Wortpaare enthalten, die auf die Auferstehung zu beziehen wären, Vers 6: „Der HERR tötet und macht lebendig, führt hinab zu den Toten und wieder herauf.“

Wenn das Alte Testament der Denk- und Lebensrahmen des Judentums zur Zeit Jesu war, dann wird mit diesem Predigttext zu Ostern wieder daran erinnert, dass die Vorstellung von der Auferstehung im Judentum schon lange vor der Auferstehung Jesu entstanden und gewachsen ist. „Osterpredigt 2018, Christoph Fleischer, Welver 2018“ weiterlesen

Portrait Johannes Falk, Rezension von Emanuel Behnert, Lippetal 2018

zu: Gerhard Heufert: Johannes Daniel Falk – Poet und Pädagoge, Weimarer Verlagsgesellschaft im Verlag am Römerweg, Wiesbaden 2013, ISBN:978-3-86539-689-1, Preis: 9,90 Euro

In diesem Jahr am 28. Oktober jährt sich zum 250. mal der Geburtstag von Johannes Daniel Falk, der als 2. von 7 Kindern in Danzig geboren wird, allerdings im Lauf seines Lebens Weimar zu seiner Wahlheimat macht, in der er, der ursprünglich studierte Theologe sich in unterschiedlichen Positionen – vor allem als Pädagoge und Lehrer, aber auch als Diplomat und Schriftsteller / Poet in das gesellschaftliche Leben einbringt, in dem er aber über weite Teile trotz aller Bemühungen nur eine gesellschaftliche Randposition erreichen kann. Auch wenn er in der bereits 2013 erstmals erschienen, inzwischen in 2. Auflage vorliegenden Biographie von Gerhard Heufert als einer „der größten Wohltäter der Weimarer Geschichte“ (Umschlagtext) beschrieben wird, was sich laut dem Autor besonders an seinem unmittelbaren pädagogischen Wirken an und mit den Kindern und Jugendlichen in den Not- und Kriegszeiten der Kriege des frühen 19. Jahrhunderts in ihren speziellen Auswirkungen auf Weimar und dessen Umgebung zeigt.      „Portrait Johannes Falk, Rezension von Emanuel Behnert, Lippetal 2018“ weiterlesen

Bonhoeffer für Jugendliche, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2017

Zu:

Alois Prinz: Bonhoeffer, Wege zur Freiheit, Gabriel in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart 2017, gebunden, 272 Seiten, Preis: 16,99 (print)

Alois Prinz erzählt prominente Lebensgeschichten für Jugendliche (Hannah Arendt, Ulrike Meinhof, Hermann Hesse, u.a.). Er wird auf dem Klappentext als ausgezeichneter Biografieautor vorgestellt. Doch worin besteht nun der Hauptunterschied zwischen Jugend- und Erwachsenenroman? Wäre der Jugendroman nicht auch für Erwachsene ein Gewinn? Im Fall von Dietrich Bonhoeffer lässt sich diese Frage nur mit einem klaren Ja beantworten. „Bonhoeffer für Jugendliche, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen