Das Schwere leicht nehmen, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2017

Zu: Joachim Wehrenbrecht: Die Schwere, Mein langer Weg mit Depressionen zu leben, Buchwerkstatt bei Frieling und Huffmann, Berlin 2017, Taschenbuch, 98 Seiten, ISBN: 9783946467342, Preis: 8,90 Euro

Der Titel „Die Schwere“ wird am Ende des Buches im Nachwort aufgegriffen: „Wenn ich nicht länger auf meine Schwere fixiert bin, sondern danach frage, womit ich in der Schwere verbunden bin, und was die Schwere mir schenkt und was ich trotz der Schwere noch alles kann, dann nehme ich mich anders wahr.“ (S. 95) Die Stärke des Buches besteht in seiner reflektierend erzählenden Qualität, die in der ersten Person, aber nicht ohne die nötige Distanz zum Geschehen geschrieben ist. Kurze, tröstliche Texte sind als kleine Gedichte eingeschoben. Während die Lyrik die Trostseite vertritt, ist die biografische Erzählung Darstellung des Problems und in der Leiderfahrung wie in divergierenden Therapieversuchen und -ergebnissen. „Das Schwere leicht nehmen, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen

Moderne Psalmen, eine Voranzeige

zu Georg Schwikart: Du hörst mich, Die Psalmen in neuen Worten, Vier-Türme-Verlag Münsterschwarzach 2015, ISBN 978-3-89680-3, Preis: 14,99 Euro, erscheint am 18.08.2015 (Christoph Fleischer, Welver 2015)

Georg Schwikart du hörst michDiese Sammlung der Psalmen ist sehr interessant, da es sich um Bearbeitungen in aktueller Sprache handelt. Zu jedem biblischen Psalm findet sich je ein Text. Der Benediktinerpater Pirmin Hugger und der herausgebende Autor Georg Schwikart sowie die Autorin Christel Kehl-Kochanek sind mit den meisten Texten vertreten. Meinen Text zu Psalm 25 hat der Autor im Internet gefunden. Dazu gibt es auch andere Beispiele, wo der Herausgeber im Quellennachweis schlicht vermerkt: „Rechte beim Autor.“ „Moderne Psalmen, eine Voranzeige“ weiterlesen

Christian Morgensterns Religion, Teil 1, Schloss der Phantasie, Christoph Fleischer, Werl 2014

Am 31.3.2014 jährte sich der 100. Todestag von Christian Morgenstern. Zu diesem Anlass hat der Urachhaus-Verlag die posthum erschienene Biografie von Michael Bauer neu herausgegeben.

Michael Bauer, Christian Morgenstern, Leben und Werk, erschienen im Verlag Urachhaus Stuttgart 1985, Neuausgabe 2014, ISBN 978-3-8251-7893-2

Diese Biografie besteht aus einem auf Michael Bauer zurückgehenden Kerntext und einer von Margareta Morgenstern 1933 hinzugefügten Bearbeitung.
Am 6. Mai 1871 ist Christian Morgenstern in München geboren und starb bereits mit 42 Jahren. Die Lebensdaten lassen sich leicht merken, da das Geburtsjahr 1871 und das Todesjahr 1914 die kriegsfreie Zeit in Deutschland umrahmen. Im Jahr 1892 nahm er in Breslau das Studium der Nationalökonomie auf. Aufgrund persönlicher Verwicklungen und der angegriffenen Gesundheit Morgensterns ließ sich das Studium nicht mit einem Abschluss beenden. Inzwischen hatte er bereits Gedichte und Prosatexte verfasst und begann 1894, in Berlin als Journalist zu arbeiten. „Christian Morgensterns Religion, Teil 1, Schloss der Phantasie, Christoph Fleischer, Werl 2014“ weiterlesen

Gott mit wirklichen Worten beschreiben. Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2012

Zu: Klaus Vellguth, Berthold Weckmann (Hg.): Welcher Engel leiht uns Flügel, In Erinnerung an Wilhelm Willms, Verlag Butzon & Bercker Kevelaer 2005, ISBN 978-3-7666-0485-9. Preis: 19,90 Euro.

„Der Himmel geht über allem auf, auf alle über…“ (S. 68) – kürzer kann man die säkulare Dimension des christlichen Glaubens nicht ausdrücken als Wilhelm Willms in seinen Gedichten, Gebeten und Liedtexten. Willms, geboren 1930, war katholischer Pfarrer in Aachen, Viersen, Krefeld und Heinsberg. Im Ruhestand war er nach einem Schlaganfall 1990 und starb mit 72 Jahren im Jahr 2002. Das neue geistliche Lied, angeregt durch Studentenrevolte und den Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils, präsentiert auf Kirchen- und Katholikentagen, ist nicht denkbar ohne die Zusammenarbeit von Autoren wie Wilhelm Willms mit den Musikern und Komponisten wie zum Beispiel Peter Janssens, Ludger Edelkötter, Reinhard Horn und anderen. „Gott mit wirklichen Worten beschreiben. Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2012“ weiterlesen

Denket, dass der Friede nährt – Friedensgedicht von Paul Fleming

Dieses Gedicht widme ich meiner Mutter (+2009), die wie Paul Fleming in Hartenstein geboren wurde. Ohne das Fleming-Denkmal auf dem dortigen Marktplatz hätte ich diesen Text wohl nie kennengelernt. Im Evangelischen Gesangbuch findet sich von ihm der Liedtext: „In allen meinen Taten“ (eg 368). „Denket, dass der Friede nährt – Friedensgedicht von Paul Fleming“ weiterlesen