Ohne Wasser kein Leben, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2018

Zu: Maja Lunde: Die Geschichte des Wassers, Roman, Aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein, btb in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München 2018, gebunden, 480 Seiten, ISBN 978-3-442-75774-9, Preis: 20,00 Euro

Die Autorin Maja Lunde hat im letzten Jahr einen Welterfolg veröffentlicht: „Die Geschichte der Bienen“. Insofern klingt „Die Geschichte des Wassers“ wie eine Doublette. Die Antwort auf diese Frage habe ich nicht, da ich den Bienenroman nicht kenne.

Im Anhang des Romans mit dem sachlichen Titel von der „Geschichte des Wassers“ werden Sachbücher zum Thema „Wasser“ und „Klima“ genannt. Der Roman ist dennoch kein narratives Sachbuch, sondern ein Roman, der menschliche Schicksale schildert. „Ohne Wasser kein Leben, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2018“ weiterlesen

Diskussionen um und mit Heidegger, Rezension, Christoph Fleischer, Welver 2017

Zu:

Harald Seubert, Klaus Neugebauer (Hg.): Auslegungen, von Parmenides bis zu den Schwarzen Heften, Martin-Heidegger-Gesellschaft, Schriftenreihe, hg. von Harald Seubert und Klaus Neugebauer, Band 11, Verlag Karl Alber in der Herder Verlag GmbH, Freiburg/München 2017, ISBN: 978-3-495-48940-6, Preis: 39,00 Euro (print)

Die 16 Beiträge dieses Bandes dokumentieren die Tagung der Martin-Heidegger-Gesellschaft in Wien im Jahr 2016. Der Vorsitz dieser Gesellschaft hat inzwischen gewechselt und ist von Helmuth Vetter auf Harald Seubert übergegangen. Der alte Vorsitzende hatte die Tagung noch vorbereitet, war aber inzwischen erkrankt und ist von seinem Amt zurückgetreten.

Das Inhaltsverzeichnis ordnet die Aufsätze alphabetisch und nicht nach dem Tagungsablauf oder der Programmstruktur (Link: https://www.heidegger-gesellschaft.de/wordpress/wp-content/uploads/tagungsprogramm_2016_hermeneia_perspektiven_der_heidegger-interpretation.pdf ). „Diskussionen um und mit Heidegger, Rezension, Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen

Aufsatz von Gerd Theissen zur Sozialgeschichte des Urchristentums

Da mich in letzter Zeit die Parallele zwischen Judentum und frühem Christentum im ersten Jahrhundert interessiert und in der Predigtvorbereitung ein Text dazu eine Rolle spielte, habe ich den hier dokumentierten Aufsatz von Gerd Theissen gelesen.

Der Aufsatz dazu von Gerd Theissen ist überschrieben: „Wir haben alles verlassen.“

Link dazu: Theißen – Wir haben alles verlassen (Mc. X. 28) (Studien zur Soziologie des Urchristentums)

Der Bibeltext dazu kommt gar nicht direkt im Aufsatz vor, aber wer ihn aufmerksam liest, wird schon einige Fakten dazu finden. Der erste Vers lautet: „Ich bin nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ (Matthäus 10, 34)

 

 

 

 

Im weiteren Kontext geht es dabei hauptsächlich um Auseinandersetzungen mit Verwandten. Die Entscheidung für Christus führt also evtl. zu Konflikten. Aber eine andere Frage ist, ob nicht der Vers auch der Rest einer Verkündigung Jesu sein könnte, die gar nicht so pazifistisch war, wie wir es uns immer denken. Zu Jesu Jüngern gehörten sogar Zeloten und ein Sikarier, ein Dolchträger, wenn man den Beinamen von Judas Iskariot so deuten kann.

Der Aufsatz ist erschienen in: Gerd Theißen: Studien zur Soziologie des Urchristentums, J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1979, 1989 (3. erweiterte Auflage) ISBN: 3-16-145449-9 (Gewebe), Erstveröffentlichung in: Novum Testamentum 19, 1977, S. 161 – 196

Mit freundlicher Genehmigung des Autors und des Verlags Mohr Siebeck Tübingen. Vielen Dank!

 

Revolutionär Luther, Rezension, Christoph Fleischer, Welver 2017

Zu:

Heimo Schwilk: Luther, Der Zorn Gottes, Karl Blessing Verlag, München 2017, gebunden, 464 Seiten, ISBN: 978-3-89667-522-4, Preis: 24,99 Euro (print)

Heimo Schwilk hat sich mit der Herausgabe von Biografien einen Namen gemacht. Er war lange Zeit leitender Redakteur der Welt am Sonntag, hat sich aber auch im Jahr 2006 zum Doktor der Philosophie promovieren lassen.

Die Biografie zu Martin Luther ist mit einem ausführlichen Inhaltsverzeichnis versehen, das man sie auch als Kurzbiografie Martin Luthers lesen kann. Ein deutlicher Schwerpunkt liegt auf den Jahren vor 1520. Die Geschichte der reformatorischen Grundentscheidung und Auseinandersetzung hat Krimiqualität, weil ja das Leben des späteren „Ketzers“ Luther immer schon auf dem Spiel steht. „Revolutionär Luther, Rezension, Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen

Jesus von Nazareth als Mensch der Antike, Rezension, Christoph Fleischer, Welver 2017

Zu: Cay Rademacher: Jesus und seine Welt, Eine historische Spurensuche, Ellert & Richter Verlag, Hamburg 2013, Paperback, 159 Seiten, zwei Karten, Orts- und Personenregister, ISBN: 978-3-8319-0513-3, Preis: 9,95 Euro

Ein kurzer Artikel im Heft G-Geschichte 1/2017 – laut Titelbild der Geschichte des frühen Christentums gewidmet – ist überschrieben: „Freitag in Jerusalem, Tod eines Unruhestifters“. Das Magazin weist am Schluss im Literaturtipp auf das Buch von Cay Rademacher hin. Dem Urteil, dass die dort zusammengetragenen Fakten nach wie vor aktuell sind, schließe ich mich an.

Das hier besprochene Buch ist eigentlich im Jahr 2005 als GEO-Buch unter dem Titel „Wer war Jesus? Der Mensch und der Mythos“ erschienen. „Jesus von Nazareth als Mensch der Antike, Rezension, Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen