Hinweis: Martin Luthers Hexenpredigten aufgelegt, Hartmut Hegeler, Unna 2016

Erstmalig hat Hartmut Hegeler zum Reformationsjubiläum ein Lesebuch zu Predigten, Vorlesungen, Tischreden von Martin Luther zum Thema Hexen aufgelegt.

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Von Luther sind mehr als 30 Hexenpredigten überliefert. Martin Luther glaubte an die Existenz von Hexen und forderte entschieden deren Verfolgung und Hinrichtung, wenn auch mit Einschränkungen. Z.B. hatte Luther Zweifel an einer Unzucht mit dem Teufel oder eines Fluges zum Hexensabbat. Die Sünde der Zauberei, d.h. sich auf Hexerei einzulassen, hielt er hauptsächlich als Verstoß gegen das 1. Gebot. Die Aussage des Alten Testament ́Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen` (2. Mose 22, 17) hatte für ihn Gültigkeit. 1526 hielt Luther eine eindeutige Hexenpredigt über diesen Bibeltext.  „Hinweis: Martin Luthers Hexenpredigten aufgelegt, Hartmut Hegeler, Unna 2016“ weiterlesen

Predigt über Epheser 6, 10-17, Christoph Fleischer, Welver 2016

Predigt für den 21. Sonntag nach Trinitatis 2016, gehalten in der reformierten Kirche Soest

Wir hören den heutigen Predigttext aus dem Epheserbrief:

Epheser 6, 10-17:
Fortan werdet stark durch den, zu dem wir gehören, und in der Kraft seiner Stärke. Zieht die Waffenrüstung Gottes an, damit ihr bestehen könnt gegen die Methoden des Teufels. Denn wir kämpfen nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Mächte, gegen die Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die Geistkräfte der Bosheit in den Himmelsräumen. Deshalb ergreift die Rüstung Gottes, damit ihr widerstehen könnt am bösen Tag und, weil ihr alles überwunden habt, standhalten könnt. Steht also fest und habt eure Hüfte mit Wahrheit umgürtet und seid bekleidet mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit und an den Füßen tragt als Schuhe die Bereitschaft zur Freudenbotschaft des Friedens. Bei allem ergreift den Langschild des Glaubens, mit dem ihr alle brennenden Pfeile des Bösen werdet löschen können. Und empfangt den Helm der Rettung und das Schwert der Geistkraft, das ist die Rede Gottes.

Niklas Fleischer (c)

Liebe Gemeinde!

Auch in der Bibel ist der Gebrauch von Worten und Bildern aus dem Kriegswesen verbreitet, vielleicht auch, weil die Menschen gar nicht zu denken wagten, dass Krieg etwas sein könnte, das nach Gottes Willen nicht sein darf. Für sie war Krieg Alltag und Katastrophe zugleich. Die Gewalt, mit der der Kaiser in Rom Ordnung schuf, war normal. Dass Menschen gekreuzigt wurden, Völker ausradiert, Grenzen neu gezogen und Sklaven hin und her verkauft wurden, das war Alltag, galt als normal. Darum gibt es auch für den unbekannten Verfasser des Epheserbriefes keine Hemmungen ein Bild aus dem Kriegshandwerk zu benutzen, um Hinweise auf christliches Leben zu geben. „Predigt über Epheser 6, 10-17, Christoph Fleischer, Welver 2016“ weiterlesen

Luther – Bedeutung und Widerspruch, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2016

Zu: Hans-Martin Barth: Die Theologie Martin Luthers, Eine kritische Würdigung, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2009, ISBN 978-3-579-08045-1, gebunden, 586 Seiten, Preis: 29,95 Euro

Die Theologie Martin Luthers von Hans-Martin Barth
Die Theologie Martin Luthers von Hans-Martin Barth

Nicht umsonst nennt Hans-Martin Barth (geboren 1939) seine Homepage „Luthertheologie.de“. Er hat als Professor für systematische Theologie in Marburg immer wieder Vorlesungen zu Martins Luthers Theologie gehalten und diese nun im vorliegenden Buch gebündelt. Die deutsche Ausgabe ist bereits 2009 erschienen. Das Buch ist dann 2013 in den U.S.A bei Fortress Press herausgekommen und wurde im letzten Jahr ins Koreanische übersetzt. Das Buch Barths zur Theologie Martin Luthers ist ein wertvolles Vorbereitungsmaterial zum Reformationsjubiläum 2017, da Barth nicht nur die Theologie Luthers darstellt, sondern auch in den Kontext der Gegenwart zur Sprache bringt, wobei er die Kritik nicht ausspart. „Luther – Bedeutung und Widerspruch, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2016“ weiterlesen

Macbeth – keine Willensfreiheit, oder doch? Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2016

Zu: Macbeth nach William Shakespeare, Illustrationen: Anna Severynovska, Textbearbeitung: Barbara Kindermann, Reihe: Weltliteratur für Kinder, Kindermann Verlag, Berlin 2016, www.kindermannverlag.de, ISBN: 978-3-934029-68-2, Preis: 15,50 Euro, erscheint am 1.2.2016

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Macbeth ist ein Verwandter des schottischen Königs und wird nach einer Intrige zum Thronfolger, wenn dessen Söhne nicht zum Zuge kommen sollten. Er ermordet den König und lässt den Verdacht auf die Söhne fallen, so dass diese fliehen, um sich danach selbst zu krönen. Er hält sich selbst mehr schlecht als recht an der Macht, bis er vom englischen Heer besiegt wird, das den ältesten Sohn des alten Königs unterstützte, der nach England geflohen war. Nach dem Tod von Macbeth auf dem Schlachtfeld wird der rechtmäßige König eingesetzt. Diese Machtintrige wird von der Erscheinung der drei Hexen prophezeit und insofern gesteuert, als dass die Lady Macbeth und er selbst diese Prophezeiung als eine Handlungsanweisung deuten. Die Lady heckte auch den Mordplan aus. Zum Schluss zeigt sich, dass Macbeth die Weissagungen der Hexen zum Teil missverstanden und im Sinn seiner eigenen Machtgier ausgelegt hat, wodurch er auch letztlich den Entscheidungskampf verliert. „Macbeth – keine Willensfreiheit, oder doch? Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2016“ weiterlesen

Hexenverfolgung und Hexenprozesse in Werl. Notizen zu einem Vortrag von Hartmut Hegeler in Werl, Christoph Fleischer, Werl 2013

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Im Rahmen der Veranstaltungs- und Ausstellungsreihe zu den Hexenprozessen in Lippstadt, Soest und Werl referierte der pensionierte Berufsschulpfarrer Hartmut Hegeler aus Unna auf Einladung des Evangelischen Kirchenkreises Soest am 18. November in der VHS Werl. Im zweiten Teil des Vortrags widmete er sich einem protestantischen Vertreter des im 17. Jahrhundert langsam aufkommenden Widerstandes gegen die Hexenprozesse, des in Lippstadt geborenen Pfarrers Anton Praetorius, gestorben am 6. Dezember vor 400 Jahren im Jahr 1613. Es hing sehr stark von der jeweiligen Obrigkeit ab, ob es zu Hexenprozessen kam, oder nicht. Praetorius wirkte zuletzt in der Nähe von Heidelberg, wo laut Hegeler nicht ein Mensch als Hexe oder Hexer verurteilt worden ist. Trotzdem musste er sein in vier Auflagen gedrucktes Buch über Folter und die unmenschlichen Hexenprozesse zunächst anonym verfassen. Die vierte Auflage des Buches erschien posthum und wirkte weiter und rief weitere Kritiker auf den Plan. Doch erst im 18. Jahrhundert endete der Hexenwahn.

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