Entscheidung zum Leben, Rezension von Emanuel Behnert, Lippetal 2018

Rezension zu: Sandra Schulz: Das ganze Kind hat so viele Fehler – Die Geschichte einer Entscheidung aus Liebe, Rowohlt Verlag Hamburg, 2. Auflage 2017, ISBN 978-3-499-63221-1, Preis: 14,99€

„Sandra Schulz ist in der 13. Woche schwanger, als sie nach einer Blutuntersuchung einen gefürchteten Satz hört: ‚Ich habe leider kein komplett unauffälliges Ergebnis für Sie‘, sagt die Ärztin. ‚Ein Schicksalsschlag‘, sagt ihre Familie. Sandra Schulz denkt: ‚Redet nicht so über mein Kind!‘ Sie kämpft um ihre ungeborene Tochter, doch heimlich nennt sie das Wunschkind, das plötzlich keins mehr ist, eine halbe Sache und fragt sich, ob sie ein behindertes Kind liebe können wird.“ (Umschlagaußenseite).                                                                                  „’Ich hätte ihr so gerne den Himmel gezeigt‘, habe ich zu Christoph gesagt, gestern am Heilig Abend. Am 23. Dezember, in der 18. Woche ist der Ultraschallkopf zwei Stunden auf Marja auf und abgefahren, ein neuer Experte, ein Professor, hat mein Kind vermessen, jedes Organ. Marja hat gezuckt. Vielleicht war es nur, weil der Stab auf meinen Bauch gedrückt hat….“ (Umschlaginnenseite) „Entscheidung zum Leben, Rezension von Emanuel Behnert, Lippetal 2018“ weiterlesen

Eine Kriegspredigt? Christoph Fleischer, Welver 2017

Die Predigt wird am kommenden Sonntag, den 21. Sonntag nach Trinitatis in Bad Sassendorf gehalten. Aber wer mag, kann sie auch als eher nachdenkliche Reformationspredigt lesen.

Matthäus 10, 34 – 39 (Lutherbibel)

34 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.

36 Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.

37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.

38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert.

39 Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.

Foto: Niklas Fleischer (c)

Liebe Gemeinde,

dieser Predigttext klingt zunächst unsympathisch, sodass ich mich schon frage, ob er überhaupt gepredigt werden sollte.

Trotzdem halte ich ihn für wichtig, ja sogar bedeutsam, und möchte daher die Gelegenheit nutzen, um auf einige Beobachtungen hinzuweisen.

Dazu möchte ich zunächst den ersten Satz herausgreifen und besonders thematisieren. Klipp und klar: dieser Satz Jesu enthält eine Aufforderung zur Gewalt. „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ „Eine Kriegspredigt? Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen

Predigt zur Jahreslosung 2016, Christoph Fleischer, Welver 2016

Predigt zur Jahreslosung 2016

gehalten wurde diese Predigt am 03.01.2016 in Günne und Meiningsen

Liebe Gemeinde,

Gott spricht: Ich will dich tröstet, wie einen seine Mutter tröstet. Jesaja 66,13

Werler Madonna Kopie
Werler Madonna

Der ganze biblische Abschnitt ist von Vergleichen der Beziehung Gottes zu seinem Volk mit einer Mutter geprägt. Zuerst ist von den Wehen der Geburt die Rede, dann von der Geburt selbst und vom Trinken an der Mutterbrust. Dann davon, dass die Kinder auf dem Arm getragen werden, und nun ist vom Trost die Rede, der einem Kind zuteilwird. Es ist deutlich, dass dies alles zu einem einzigen Vergleich gehört: Gott ist wie eine Mutter zu seinem Volk. Zuerst zu Israel, dann zu uns allen. Wir sagen in Christus: Gott ist wie eine Mutter zu uns. „Predigt zur Jahreslosung 2016, Christoph Fleischer, Welver 2016“ weiterlesen

Mütterlicher Trost Gottes, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2015

Zu: Burkhard Weber (Hg.): Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet, Die Jahreslosung 2016, ein Arbeitsbuch mit Auslegungen und Impulsen für die Praxis, Neukirchener Verlagsgesellschaft, Neukirchen-Vluyn 2015, ISBN 978-3-7615-6227-7, Preis: 9,99 Euro

978-3-7615-6227-7-2

Noch rechtzeitig zur Jahreswende ist ein kleines Vorbereitungsbuch für die Auslegung der Jahreslosung im Aussaat-Verlag Neukirchen-Vluyn erschienen. Das Team der Auslegerinnen und Ausleger hat Berührungspunkte durch die Arbeit des Herausgebers und Autors Burkhard Weber an der „Evangelistenschule Johanneum“ in Wuppertal, „einem theologischen Seminar für Jugend- und Gemeindearbeit“ (Umschlag, Rückseite). „Mütterlicher Trost Gottes, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2015“ weiterlesen

Mord mit religiösem Hintergrund, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2015

Zu: Marianne Bunes: Mutterwut, Kriminalroman, Ulrike-Helmer-Verlag Sulzbach/ Taunus 2015, ISBM: 978-3-89741-370-2, Preis: 12,95 Euro

Sicherlich ist dieses Buch der Autorin und Lektorin Marianne Bunes eine Millieustudie in Gestalt eines „Kriminalromans“. Die Täterin sitzt in der Bunes MutterwutForensik ein und wartet auf ihren Prozess. Sie schreibt auf, was in den letzten Wochen und Monaten geschehen ist, nicht ohne in Rückblenden die familiäre Vorgeschichte zu beleuchten. Sie lebte vorher in der Wohnung ihrer Großmutter im Obergeschoss, wobei sie praktischerweise deren Möbel behalten hat. Ihre Eltern wohnen im gleichen Haus im Erdgeschoss, wobei interessanterweise Haus und Grundstück mit dem Teich am Rande des Waldes der Tochter gehören. Würde sie im Haus der Eltern wohnen, wäre sie sicher längst ausgezogen. Immerhin passen die Eltern hin und wieder auf die zwei Katzen auf, doch dabei bleibt es nicht. Die Mutter bringt oft unaufgefordert etwas zu essen, räumt in der Abwesenheit die Wohnung der Tochter auf, legt eine besser passende Tischdecke auf und sortiert Kleidung aus, die nicht ihrer Vorstellung entspricht.  „Mord mit religiösem Hintergrund, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2015“ weiterlesen