Predigt über Römer 15, 4-13, Christoph Fleischer, Welver 2017

Die Predigt aus 2014 wird überarbeitet in diesem Jahr gehalten in Lohne und Bad Sassendorf am 3. Advent

Predigttext Römer 15, 4-13 (Gute Nachricht Bibel)

4 Was in den Heiligen Schriften steht, wurde im Voraus aufgeschrieben, damit wir den Nutzen davon haben. Es soll uns zum geduldigen Ertragen anleiten und uns Mut machen, an der gewissen Hoffnung auf die endgültige Erlösung festzuhalten. 5 Gott, der Geduld und Mut schenkt, gebe euch, dass ihr alle in der gleichen Gesinnung miteinander verbunden seid, so wie es Jesus Christus gemäß ist. 6 Dann werdet ihr alle einmütig und wie aus einem Mund den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus preisen.

7 Lasst einander also gelten und nehmt euch gegenseitig an, so wie Christus euch angenommen hat. Das dient zum Ruhm und zur Ehre Gottes. 8 Denn das sage ich: Christus ist ein Diener der Juden geworden, um Gottes Treue zu bezeugen. Durch ihn hat Gott die Zusagen eingelöst, die er ihren Vorfahren gegeben hatte. 9 Die anderen Völker aber haben Grund, Gott für sein Erbarmen zu rühmen, wie es schon in den Heiligen Schriften heißt: »Dafür will ich dich, Herr, preisen unter den Völkern und deinen Ruhm besingen.«(zitiert Psalm 18,50)

10 Es heißt dort auch: »Jubelt, ihr Völker, zusammen mit Gottes erwähltem Volk!« (nach 5. Mose 32,43) 11 Und weiter: »Preist den Herrn, alle Völker; alle Nationen sollen ihn rühmen!«(zitiert Psalm 117,1) 12 Und der Prophet Jesaja sagt: »Es kommt der Spross aus der Wurzel Isais, er steht auf, um über die Völker zu herrschen. Auf ihn werden Menschen aller Völker ihre Hoffnung setzen.« (nach Jesaja 11,10,vgl. 11,1)

13 Ich bitte Gott, auf den sich unsere Hoffnung gründet, dass er euch in eurem Glauben mit aller Freude und allem Frieden erfüllt, damit eure Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes immer stärker und unerschütterlicher wird.

Krippenausstellung in Werl, Forum der Völker, Bethlehem damals und heute

Liebe Gemeinde,

Ich hörte einmal einen Satz, den ich dann man nach der ursprünglichen Quelle hin verfolgte und fand heraus, das er als äthiopisches Sprichwort verbreitet wird. Der Satz lautet:

Das Wort, das dir weiterhilft, kannst du dir nicht selber sagen.„Predigt über Römer 15, 4-13, Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen

Seinsvergessenheit, Dialog, Christoph Fleischer, Konrad Schrieder, Welver, Hamm 2017

Von: Christoph Fleischer

An: Konrad Schrieder
Betreff: Eine Frage

Lieber Konrad,

ich habe auf einer Beerdigung den hier skizzierten Gedankengang entwickelt und natürlich mündlich weiter entfaltet. Vorlage dazu ist 1.Korinther 13, 13, Lesung der zweite Teil des Kapitels, in dem auch von Stückwerk usw., die Rede ist. Meine Frage an Dich ist, ob der hier versuchte Umgang mit Heideggers Begriff „Seinsvergessenheit“ sachgemäß ist:

Martin Heidegger, der Philosoph, der vielleicht doch mehr in die Mächte der Nazizeit verwickelt war, als man das früher glauben wollte, war doch auch insgesamt vom Verstummen der Sinnfrage angesichts der Leiden und Verletzung geprägt. 

Er nannte es „Seinsvergessenheit“. Die Frage ist, wie wir heute solcher Seinsvergessenheit begegnen können. 

Dazu ist der Bibeltext von Paulus ein guter Hinweis: Nun aber bleiben Glaube Hoffnung Liebe, diese drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Dieses Wort Liebe muss gar nicht romantisiert werden. 

Es meint nicht die erotische Anziehung der Liebe, sondern den Gemeinschaftsbezug, die Zusammengehörigkeit. 

In der Gemeinde geht diese über die einzelnen Familien hinein, denn sie ist in Christus begründet. 

Diese Verbindung gibt uns eine Hoffnung über den Tod hinaus, die trotzdem damit leben kann, dass das Ende des irdischen Lebens Realität ist. 

Unser Leben ist in Gott, in der Ewigkeit aufgehoben. 

Dort geht auch vieles von dem weiter, was hier angestoßen wurde und vielleicht auch nur Stückwerk geblieben ist. 

Die Vollendung steht immer noch aus.

Herzliche Grüße

Christoph

Foto: Niklas Fleischer (c): Haus der Stille, Bergen-Belsen

Lieber Christoph,

ich konnte erst jetzt auf Deine interessante Frage reagieren.

Meine Gedanken findest Du unten.

Liebe Grüße,

Konrad.

 

Seinsvergessenheit ist das Verbleiben im Seienden, ohne sich in der ontologischen Differenz, also in der Spannung zwischen Seiendem und Sein zu begreifen bzw. nicht das Sein im Seienden zu sehen. Heidegger spricht in seiner frühen Schrift „Was ist Metaphysik?“ vom Sein zum Tode, von der Angst oder in der späteren Einführung in die Metaphysik der Langeweile. Ich verstehe diese Überlegungen nicht als Nihilismus, sondern existenzialistisch als ein Ausloten von Grenzerfahrungen. Dazu kann man auch Leiden und Verletzungen rechnen. Heidegger ist Philosoph und setzt das Sein, dem wir uns immer nur annähern, als nicht automatisch mit Gott gleich. Das hat ihm Kritik von Edith Stein und Dietrich Bonhoeffer eingebracht. Heidegger postuliert, dass es das Nichts im Gegenüber zum Sein nicht geben kann, dass es immer eine Bewegung zum Sein geben muß. Positiv gewendet nimmt er die Frage der Scholastiker und der Metaphysik auf, warum etwas „ist“. Das bringt ihn, ohne dass er das so formuliert, in die Nähe des kausalen Denkens, das bei Thomas von Aquin die Grundlage der Gotteserkenntnis ist. Das Sein bleibt bei Heidegger unbestimmt, zeigt sich aber in den Seienden. Karl Rahner geht einen etwas anderen Weg, wenn er in „Hörer des Wortes“ sagt, dass jeder Mensch notwendig Metaphysik treibe, weil er, bewusst oder meistens unbewußt, in dieser ontologischen Differenz steht. Nach Heidegger bedeutet Dasein der Zustand, der sich zwischen Seinsvergessenheit und Lichtung des Seins um sein Sein kümmert. Es kann also kein Dasein geben, das nicht nach dem Sein fragt. Damit sagt Rahner eigentlich nichts Anderes als Heidegger.

Die Frage ist nur, wie wir Menschen das tun. Als endliche Wesen können wir nicht intuitiv das Sein im Seienden schauen, sondern nur diskursiv (Thomas: dividendo et componendo). Wir bringen nicht, wie Platon sagt, ideae innatae mit (angeborene Ideen), sondern wir erkennen nach Kant durch Analyse und vor allem durch Synthese. Diese Synthese spielt bei Kant eine zentrale Rolle, obwohl er den Akzent nicht auf die Sinnlichkeit, sondern auf den reinen Verstand und die reinen Begriffe legt. Die Begriffe zeigen, auch wenn sie kontingent sind, dass wir genera bilden, in denen wir die Einzeldinge zuordnen. Nicht die Begriffe sind dabei das Eigentliche, sondern die apriorischen Inhalte, die sich damit verbinden, letztlich das apriorische Vermögen, übergeordnete Denkmuster zu bilden. Nach Kant geschieht das durch die Einbildungskraft, nach Thomas wird die forma von der materia durch das suppositum abstrahiert. In der Erkenntnis vollzieht sich immer eine Bewegung zum Ziel, dem Sein. Die Begriffe bezeichnen also noch nicht das Sein, sondern stehen zwischen Seiendem und Sein.

Glaube, Liebe und Hoffnung bezeichnen also noch nicht Eigenschaften Gottes, sondern sie sind Schwellen, auf denen ich auf das in diesem Leben unerreichbare Sein transzendiere. Trotzdem ereignet sich darin Wahrheit, denn Wahrheit ist die Übereinstimmung zwischen sinnlich Erfahrenem und dem Begriff. Doch dieser Begriff ist objektiv, gegen-ständig, nicht subjektiv, wie im Idealismus, was Bonhoeffer ja auch in „Akt und Sein“ ablehnt.

In diesem Sinne sind die Begriffe eine subjektiv-objektive bzw. material-formale Realität, in der sich Sein ereignet. Ob man das nun transzendental versteht oder existential, wie in Deinen Überlegungen, darin sehe ich keinen grundsätzlichen Unterschied. Im Existenzialen ist die empirische Ebene stärker beteiligt, wohl auch das Empfinden des „Stückwerks“. Letztlich bleibt die Identifikation mit Gott Glaubenssache im Sinne einer Annäherung an das Sein, auch wenn Thomas sie über das Kausalprinzip zwingend gegeben sieht. Erst wenn wir dieses Sein intuitiv schauen, d.h. wenn wir nicht mehr in der ontologischen Differenz stehen, dann gelangen wir zu den reinen Begriffen des Seins. Nach Thomas steht unser Intellekt dann frei von der Verwiesenheit auf die Materie und das Hinnehmen (passio) von Sinnes-Eindrücken im Akt, ist also eigentlich kein intllectus possibilis mehr.

Ob nun Thomas, Kant oder Heidegger: es geht nicht um das reine Schauen, sondern um das Licht oder die Lichtung, die sich in der Tätigkeit unseres Intellektes ereignet. Die Begriffe Glaube, Liebe und Hoffnung sind Abstrakta. Sie zwingen uns zum einen, die Defizite unseres Glaubens, Liebens und Hoffens zu erkennen, und zum anderen den Seinshorizont zu überschreiten und zu transzendieren. Paulus mag durch die Begegnung mit der hellenistischen Kultur von platonischen (und stoischen) Einflüssen geprägt worden sein. Aber die Begriffe sind noch nicht das Sein selbst. Dennoch stehen wir im Sein, ob wir es begreifen oder nicht. Grenzerfahrungen mögen uns das besonders bewusstmachen, und da mag Heidegger recht haben. Für die Seelsorge ist das jedenfalls ein lohnender und interessanter Gedanke. Vielen Dank dafür.

 

Stalin und Lenin mit der Bibel – Pressemitteilung

 

Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen

Verlag DeGruyter, Eric Merkel-Sobotta, Director, Communications, Berlin, 16. August 2017

Quelle: Journal of the Bible, Band 4, Heft 1, April 2017

Offiziell war die Sowjetunion atheistisch und Religion wurde als „Opium für das Volk“ abgelehnt. Doch wie Roland Boer nun in seinem aktuellen Artikel deutlich macht, wurde die militant-atheistische politische Philosophie in der Sowjetunion durchaus von der christlichen Theologie beeinflusst. Unter dem Titel „Stalin’s Biblical Hermeneutics from 2nd Thessalonians to Acts 4“ zeigt der kritische Theologe Boer, wie es biblische Referenzen sogar bis in die sowjetische Verfassung von 1936 geschafft haben. Der Text ist im Journal of the Bible and its Reception erschienen und unter hier frei zugänglich.

Zunächst war es Lenin, der auf die Bibelstelle „Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen“ aus dem 2. Brief des Paulus an die Thessalonicher verwies. Mehrfach bezog er sich auf diesen Ausspruch, unter anderem in einer Rede, die er 1918 zurzeit des schweren Getreidemangels vor Arbeitern in Petrograd hielt. In der biblischen Passage, die Lenin aufgriff, ermahnte der Apostel Paulus die Thessalonicher für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen und nicht auf Kosten anderer zu leben. Häufig wurde die neutestamentliche Stelle als Kritik an Faulheit und Arbeitsunwilligkeit oder Schmarotzertum verstanden. Durch Lenin erfuhr diese Interpretation aber eine radikale Umdeutung: Diejenigen, die sich vor ehrlicher Arbeit drückten, seien die Reichen und Mächtigen der Oberschicht. Sie arbeiteten nicht selbst, sondern lebten von der Arbeit anderer. In den Zeiten von Lebensmittelknappheit war Lenins Auslegung nicht nur Kritik an der herrschenden Klasse, sondern auch Legitimation staatlicher Kontrolle des Getreidehandels und Eindämmung privater Geschäfte. „Stalin und Lenin mit der Bibel – Pressemitteilung“ weiterlesen

Emmanuel Carrère und das Reich Gottes, Notiz von Christoph Fleischer, Welver 2017

Bericht über ein Interview im Philosophie Magazin, August/September, Nr. 05/2017

Carrère schreibt im Kommentar über sein neues Buch: „Ein russischer Roman“: „Mir kommt es so vor, als würde ich, sosehr ich kann, zum ‚Guten‘ streben, wenn man darunter Empathie für den anderen versteht. Allerdings wird dieses Verlangen ständig von meiner Schwäche, meinem Egoismus, meiner Engstirnigkeit durchkreuzt.“ (Philomag, S. 69) Mit kommt bei dieser Formulierung Paulus in den Sinn, der eine ähnliche Erfahrung im Römerbrief benennt.

Einige Zeilen weiter erfahre ich, dass sich Emmanuel Carrère tatsächlich mit Paulus beschäftigt hat. Er sagt dazu im Interview: „Das ist exakt das, was Paulus erzählt: die Geschichte einer Besitzergreifung, einer Besessenheit. Wer da lebt, bin nicht mehr ich, es ist Christus, der in mir lebt.“ (S. 70) Worin liegt darin die besondere Botschaft das Paulus, so frage ich mich.

Paulus hat ein sehr besonderes Verhältnis zur Auferstehung Jesu, das ihn von den Evangelien unterscheidet. Er sieht die Auferstehung als „ein unglaubliches, nicht zu begreifendes Ereignis, […]das aber gleichwohl stattgefunden hat.“ (S. 71) Carrère verbindet diese Erzählung über Paulus mit dem eigenen Erleben. Er möchte nicht wieder gläubig werden, hat eher ein wenig Angst davor. Aber warum sagt er das? Ist es nicht inkonsequent, wenn man sich den Anfang des Interviews ins Gedächtnis ruft (s.o.)?

Deutlich wird das eher bei einem Ausflug in die Philosophie. Carrère findet an/mit Paulus gut, dass für ihn das gute nicht wie ein Rezept funktioniert, das man nur anzuwenden hat (vgl. Stoa). Vielmehr bekennt er sich zur Inkonsequenz nicht das zu tun, was ich will, sondern das, was ich nicht will, das böse.

Doch dazu gehört auch ein Wirklichkeitsverständnis, das die Gegenwart betont. So kommt er auf Nietzsche zu sprechen: Wenn dieser darin recht hat, „dass die Wirklichkeit das ist, was vor Augen steht und dass es dahinter nichts gibt“ (S. 72) Doch er gibt das Christentum nicht auf, auch wenn er keine Hinterwelt offenbart.

Das Interview scheint nun etwas auf der Stelle zu stehen und Themen nur anzureißen. Er kommt aber dann doch erneut auf Paulus zurück. Mit Paulus zu denken bedeutet, visionär zu leben.

Dazu gehört nun aber ganz offensichtlich auch die immanente politische Vision vom bevorstehenden Ende der Welt. Emmanuel Carrère sagt: „Ich neige zu der Ansicht, dass wir uns in einer vorher nie da gewesenen Situation befinden, die relativ kurzfristig zu einer weltweiten Katastrophe führen wird.“ (S. 73) Doch ist diese Situation zumindest gedanklich nicht auch die des Paulus gewesen? Hat er nicht auch in einem apokalyptischen Zeitalter gelebt, das mit dem Ende der Welt gerechnet hat?

Ich frage mich, was Emmanuel Carrère will, wenn er vom Reich Gottes schreibt. Da ich das Buch nicht gelesen habe, kann ich nur konstatieren, dass er zumindest im Interview nicht auf das Messianische oder das Judentum zu sprechen kommt. Müsste man nicht diese Erwartungen zwischen Reich Gottes und Weltuntergang berücksichtigen, wenn man einen Roman über die Bibel schreibt? Vielleicht habe ich ja doch noch einmal Zeit diesen Roman von Emmanuel Carrère zu lesen.

Nr. 5 / 2017

Die Liebe aber ist die größte, Rezension von Joachim Wehrenbrecht

Zu: Richard Rohr: Paulus. Der unbekannte Mystiker, Aus dem Amerikanischen von Bruno Kern, Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2017, gebunden, 106 Seiten, ISBN: 978-3-460-50019-8, Preis: 12€

Das katholische Bibelwerk legt mit einem modern aufgemachten festen Bucheinband mit Lesebändchen und acht farbigen Paulusbildern aus der Kunstgeschichte ein attraktives und preisgünstiges Paulusbüchlein auf. Die aus dem Amerikanischen übersetzten Vorträge von Bruno Kern behalten ihren Redecharakter bei. Den 14.Kapiteln  auf 103 Seiten ist jeweils in kursiver Schrift eine Übertragung/Übersetzung paulinischer Grundtexte vorangestellt.

Ein schönes Büchlein, das einem breiteren Publikum eine kleine Einführung in paulinische Theologie gewährt und zum eigenen Nachdenken anregt. Richard Rohr liest Paulus von der Tradition der Mystik her und zeigt auf, dass die paulinische Dialektik von seiner Christusmystik verstanden werden will. Dieser Gedanke ist nicht neu, wird aber von Rohr zugespitzt. Schon länger versteht und vermittelt Rohr die biblischen Schriften spirituell. Dieser Zugang ist fruchtbar und zeigt auch hier wie lebensnah und radikal der paulinische Weg bis heute ist.

Mit seinem Ansatz leistet Rohr einen Beitrag zur Erneuerung der Theologie und der christlichen Praxis. Er ist im guten Sinn ein praktischer Theologe für den der Glaube in der Liebe seine tiefste Bestimmung erfährt. Rohrs Leidenschaft für den Glauben wird in jedem Kapitel deutlich. Das gefällt mir. An manchen Stellen hätte ich mir ein stärkeres Lektorat gewünscht, etwa wenn Rohr pathetisch sagt: „Paulus ich vergebe dir, dass du das Wort Fleisch benutzt hast, doch die Vergebung fällt mir nicht leicht.“ (S.52)

Die Stärke Rohrs, seine Zuspitzung, Leichtigkeit und die Fähigkeit gegen den Strich zu denken, enthält auch die Schwäche der Verkürzung, Vereinfachung und eine gewisse Laxheit. Alles in allem aber ein gutes Büchlein, das Lust auf den Begründer der christlichen Theologie macht.