Die Kampagne für Dortmund, Kirchentag 2019, Pressemitteilung

Von Vertrauen getragen, Dortmund, 16. April 2018.

Es ist eine Kampagne, die ganz dicht dran ist an der Losung „Was für ein Vertrauen“ (2. Könige 18,19). Ein Mensch, der von Ballons getragen wird. Das Motiv ist beides: Vertrauen und Zupacken. Heute stellten Kirchentagspräsident Hans Leyendecker, Generalsekretärin Julia Helmke, sowie Präses Annette Kurschus und Andreas Kowarschik, Geschäftsführer der Agentur Part, die Kampagne vor. An der St. Petri-Kirche in der Dortmunder Innenstadt enthüllten sie das Motiv.

„Wir haben uns ein Kampagnenmotiv gewünscht, das eine positive und vertrauensvolle Sicht auf die Welt stärkt und trotzdem auch die Zerbrechlichkeit von Vertrauen symbolisiert“, sagt Generalsekretärin Julia Helmke. „Und natürlich muss es ein Plakat sein, das neugierig macht und zu uns passt. Aus unserer Sicht ist dies perfekt gelungen. Das Motiv erzählt eine Geschichte – und wir brauchen Vertrauensgeschichten. Ein Mensch greift beherzt zu und hat Vertrauen getragen zu werden. Wir sind getragen von vielem und vielen, das macht auch Kirchentag aus.“ „Die Kampagne für Dortmund, Kirchentag 2019, Pressemitteilung“ weiterlesen

Wozu waren die Juden da? Rezension, Christoph Fleischer, Welver 2018

Zu:

Annette von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche, Hörbuch, gelesen von Hans Sigl, Reclam, Stuttgart 2017, SONY Music, Gütersloh 2017, ungekürzte Fassung der Ausgabe Reclam Universal Bibliothek Nr. 1858, 2 CD, Gesamtdauer 2:07:14, Preis: 7,73 Euro (Amazon)

© Sony Music

Die Judenbuche: Warum ist das sechste oder siebte Hörbuch dieser bekannten Novelle der westfälischen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848) herausgekommen? Die Antwort ergibt sich erst, wenn wir diese Hörbuchausgabe des Reclam-Verlages anhören.

Subjektiv gesagt muss ich mich schämen, den Text bis zur Erfahrung dieses Hörbuchs nie richtig verstanden zu haben, obwohl ich das Buch schon als Schulkind gelesen habe (oder habe ich die Lektüre nicht ganz gelesen?). Vor einiger Zeit habe ich mir schon einmal eine Hörbuchausgabe der „Judenbuche“ angehört. Doch sind wieder Zweifel geblieben. „Wozu waren die Juden da? Rezension, Christoph Fleischer, Welver 2018“ weiterlesen

Endlich frei – Johann Westermann und die Reformation in Lippstadt – Pressemitteilung 30.01.2017

Theaterstück mit Musik

Lippstadt. Wenn in diesem Jahr weltweit das Reformationsjubiläum gefeiert wird, dürfen sich die Lippstädter auf ein ganz besonderes Projekt freuen. Pfarrerin Lilo Peters hat ein Theaterstück für diese Stadt geschrieben, das in Lippstadt spielt und diese Stadt als Schauplatz der Reformation entdecken lässt. Kurz vor dem Reformationstag, am 27. und 29. Oktober wird das Schauspiel „Endlich frei – Johann Westermann und die Reformation in Lippstadt“ an authentischen Orten zur Aufführung kommen – so in der Marienkirche, in der vor 500 Jahren die erste deutschsprachige Messe in Lippstadt stattfand.

 

Was am 31. Oktober 1517 in Wittenberg begann, hat Kirche und Gesellschaft verändert, weltweit und auch hier bei uns. Die Stadt „tor Lippe“ gilt als eine wesentliche Keimzelle der Reformation in Westfalen. Lilo Peters: „Ich hatte schon lange den Wunsch, ein historisches Stück zu schreiben. Bei den Vorbereitungen zum Jubiläum wurde mir klar, dass der Zeitpunkt jetzt gekommenist. Wir können die Reformation nur feiern, wenn wir selbst uns als Teil dieser Geschichte erleben. Auf dem, was unsere Vorfahren, gestärkt auch durch die evangelische „Lehre von der Freiheit eines Christenmenschen“ damals erkämpften und an Selbstbewusstsein gewannen, baut unser Gemeinwesen in Kirche und Staat bis heute auf. Es ist für mich eine große Freude, dass wir das Stück nun mit Lippstädtern auf die Bühne bringen werden, mit Schauspielern aus der evangelischen Kirchengemeinde und darüber hinaus. Ich bin glücklich, dass Dagmar C. Weinert die Inszenierung übernommen hat.“

Bereits seit November probt das Ensemble an der Umsetzung der Lippstädter Reformationsgeschichte. Das Wirken des hiesigen Reformators Johannes Westermann wird im Zusammenspiel mit dem Geschehen in Wittenberg auf die Bühnen bzw. in die Kirchen gebracht. Die Aufführung beginnt in der heutigen Brüderkirche, dem damaligen Augustinerkloster, Wirkungsort des Reformators Westermann und führt von dort weiter vor das Rathaus. Hier wird das Publikum  Zeuge weitreichender politischer Entwicklungen. In der Marienkirche findet die Geschichte wie vor 500 Jahren in der Realität ihren Höhepunkt.

Das Spannende an dieser Inszenierung ist für die Lippstädter Regisseurin Dagmar C. Weinert zum einen das Eintauchen in die Geschichte und die Auseinandersetzung mit den, durch die Kirche stark beeinflussten gesellschaftspolitischen Umbrüchen. Zum anderen ist es die intensive Arbeit mit der neu gegründeten Theaterklasse an historischen Originalschauplätzen. „Ich habe das Gefühl, an diesen Orten bin ich nur einen Atemzug von der Vergangenheit entfernt und das lässt mich ganz neue Facetten einzelner Szenen begreifen!“

Von der ersten bis zur letzten Sekunde lässt Weinert das Publikum in die Atmosphäre des  Mittelalters eintauchen und entwickelt in Zusammenarbeit mit Pfarrerin Lilo Peters und Kantor Roger Bretthauer (musikalische Leitung) ein intensives und berührendes Theaterstück, das sowohl die dunklen als auch die lichten Momente dieser prägenden Zeit der Lippstädter Geschichte spiegelt.

Theaterstück von Pfarrerin Lilo Peters

Inszenierung von Dagmar C. Weinert

2 Termine:

Freitag; 27. Oktober 2017, 17 Uhr

Sonntag, 29. Oktober 2017, 17 Uhr

 

Orte: Brüderkirche, Rathausplatz und Marienkirche

 

Preise: € 12,- / ermäßigt: € 10,-

Kartenverkauf ab sofort!

Keine Reservierung möglich, nur direkter Kartenkauf.

Karten können bis 1 Woche vorher zurückgegeben werden.

 

Veranstalter: Evangelische Kirchengemeinde Lippstadt

www.evangelisch-in-lippstadt.de

 

Kartenverkauf: Kulturinformation Lippstadt im Rathaus, Lange Str. 14, 59555 Lippstadt, Tel. (0 29 41) 5 85 11, post@kulturinfo-lippstadt.de, Mo – Fr 10 – 18 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr

 

Westfalen bitte vormerken: Kirchentag in Dortmund 2019 über Fronleichnam

Der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag wird vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund zu Gast sein.
Foto: Deutscher Evangelischer Kirchentag

Das hat das Präsidium des Kirchentages am Samstag bei seiner Sitzung in Berlin beschlossen. Damit findet erneut ein Deutscher Evangelischer Kirchentag an einem Fronleichnamswochenende statt. Zuletzt war dies in Stuttgart 2015 der Fall.

Im vergangenen Oktober hatte der Kirchentag die Einladung der Evangelischen Landeskirche von Westfalen, der Stadt Dortmund und des Landes Nordrhein-Westfalen angenommen. Nach 1963 und dem Ruhrgebiets-Kirchentag 1991 wird das Christentreffen zum dritten Mal in Dortmund und in der Westfälischen Landeskirche zu Gast sein. Designierter Präsident des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages ist Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.

Schweigen nach Kriegsende, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2016

Zu: Carl Schmitt: Glossarium, Aufzeichnungen aus den Jahren 1947 – 1958, Erweiterte, berichtigte und kommentierte Neuausgabe, Hrsg. von Gerd Giesler und Martin Tielke, Duncker & Humblodt, Berlin 2. Auflage 2015, ISBN: 978-3-428-14486-0, gebunden, 557 Seiten, Preis: 69,90 Euro

9783428544868

Der Nachlass des Rechtsgelehrten Carl Schmitt (1888-1985) liegt im Landesarchiv NRW und konnte dort für die Neubearbeitung des Glossariums eingesehen werden. Diese Sammlung von Notizen ist aus fünf Kladden Carl Schmitts mit handschriftlichen Eintragungen zusammengestellt worden. Die erste Auflage aus dem Jahr 1991 ist noch einmal gründlich überarbeitet und ausführlicher kommentiert worden. Vermutlich hätte der Kommentar noch ausführlicher sein können, da doch manches Zitat aus der damaligen Zeitgeschichte heute nicht mehr bekannt sein mag. Trotzdem ist der Apparat hilfreich, da er Anspielungen von Carl Schmitt mit dem nötigen Kontext der gemeinten Literatur unterlegt und fremdsprachliche Texte übersetzt.

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