Weihnachten – Im Advent. Christoph Fleischer, Werl 2011

(Der Text soll auf einer adventlichen Weihnachtsfeier vorgetragen werden.)

Der Advent hat bereits begonnen. Es ist die Vorbereitungszeit auf Weihnachten, auf das Christfest.

Je älter ich werde, um so stärker spüre ich, wie kurz die Tage sind und wie lang und dunkel die Nächte. Da ist es doch eine schöne Sitte, Kerzen und Lichter anzuzünden und in die Dunkelheit zu stellen.

Ein Licht leuchtet in der Dunkelheit, nimmt den Menschen das Leid und vertreibt dabei Angst und Streit.

Es sollen nur einzelne Lichter sein, wie an einem Adventkranz, denn das große Licht ist dem Weihnachtsfest vorbehalten. Dabei sagt schon das Wort „Weihnachten“, dass es dabei um die heilige Nacht geht. Es geht um die längste Nacht des Jahres. Doch in dieser Nacht wird auch die Geburt Jesu gefeiert. Woran liegt das? Ist es ein Doppelfest, die Sonnenwende und das Christfest oder gehören beide zusammen?

Der Heilige Abend geht über in die Heilige Nacht, die Christnacht. Wir Christen leben nach dem Sonnenjahr. Im Sonnenjahr wird in der heiligen Nacht das Licht der Sonne neu geboren. Warum aber ist es dann das Christfest? Niemand kennt den Geburtstag Jesu. Als Licht der Welt ist Jesus der Sonne gleich. Daher feiert man in der Heiligen Nacht das Fest der Geburt Jesu Christi und liest aus der Bibel Teile der Weihnachtsgeschichte vor.

Als Reisende waren Josef und Maria in Bethlehem, der Stadt Davids, des Gründerkönigs Israels angekommen. Josef war ein Teil der Familie Davids und musste sich in Bethlehem in die Steuerlisten eintragen lassen. Jesus, Marias Kind wurde in der Herberge geboren, in der die Reisenden untergekommen waren. Da sie keinen anderen Platz hatten, legten sie das Kind in eine Futterkrippe. Die Hirten, die vom Feld kamen, gratulierten den Eltern zur Geburt. Doch da war noch mehr: Die Hirten brachte eine Botschaft mit, die sie von einem himmlischen Boten bekommen hatten, einem Engel. Sie hatten den Auftrag, Maria und Josef diese Botschaft weiterzusagen. Sie lautete kurz gesagt: „Der Messias, der Retter Israels und der ganzen Welt ist geboren, ist damit auf die Erde gekommen. In diesem neugeborenen Kind beginnt Gottes Reich. Das Zeichen bestätigt die Wahrheit der Worte: ‚Das Kind liegt in einer Krippe und ist in Windeln gewickelt.‘“ Die Botschaft verbreitet Gewissheit, die nur im Glauben wahr wird. Die Gegenwart Gottes ist nah, in diesem kleinen Kind.

Und so hören wir auch zu Weihnachten diese Botschaft vom Kommen Gottes in die Welt. Wir bereiten uns darauf vor. Wir erzählen, was wir gehört haben und was wir mit dem Glauben erfahren. Wir nehmen Gottes Nähe ernst und geben sie als Zeichen der Liebe weiter. Jesu Licht ist das Licht der Liebe. Wer Liebe weitergibt, macht die Welt ein wenig heller, so dunkel sie auch sein mag.

Predigt über Klagelieder 3, 22 – 32 (Auswahl), Christoph Fleischer, Werl 2011

Überarbeitet gehalten am 08.10.2011

Klagelieder 3,22-32 (Luther-Bibel)

22 Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,
23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.
24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.
25 Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt.
26 Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen.
31 Denn der HERR verstößt nicht ewig;
32 sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte.

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Predigt über Matthäus 21, 28-32 , Christoph Fleischer, Werl 2011

am 11. Sonntag nach Trinitatis

Von den ungleichen Söhnen

28 Was meint ihr aber? Es hatte ein Mann zwei Söhne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, geh hin und arbeite heute im Weinberg. 29 Er antwortete aber und sprach: Nein, ich will nicht. Danach reute es ihn und er ging hin. 30 Und der Vater ging zum zweiten Sohn und sagte dasselbe. Der aber antwortete und sprach: Ja, Herr!, und ging nicht hin. 31 Wer von den beiden hat des Vaters Willen getan? „Predigt über Matthäus 21, 28-32 , Christoph Fleischer, Werl 2011“ weiterlesen

Predigt über Markus 3,31-35, Christoph Fleischer, Werl 2011

Am 13. Sonntag nach Trinitatis

Menschheitsfamilie

Liebe Gemeinde!

Unter den Opfern des 11. September waren 12% Nicht-Amerikaner, insgesamt 373 ausländische Staatsangehörige aus 58 Ländern. „Predigt über Markus 3,31-35, Christoph Fleischer, Werl 2011“ weiterlesen

Predigt über 1. Korinther 13, Christoph Fleischer, Meschede 2004

[1] Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. [2] Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. „Predigt über 1. Korinther 13, Christoph Fleischer, Meschede 2004“ weiterlesen