Bachüberquerung im Lägertal, Pressenotiz Stadt Iserlohn

Foto: Stadt Iserlohn / Pressestelle

Es wirkt regelrecht idyllisch im Lägerbachtal: Unter dem grünen Blätterdach des Mischwalds bahnt sich das klare Wasser seinen Weg. Es ist ein Kleinod zum Durchatmen für die Erwachsenen und ein Ort zum Entdecken und Spielen für die Kinder. Um diesen Naturraum aufzuwerten, hatte die Abteilung Stadtentwässerung der Stadt Iserlohn gemeinsam mit der Unteren Wasserbehörde des Märkischen Kreises veranlasst, die schadhafte Verrohrung des Lägerbachs im Bereich der städtischen Forstfläche „Kühler Grund“ zu entfernen und die Gewässerquerung zu einer Furt (einer seichten Flachstelle, an der das Gewässer durchquert werden kann) umzubauen. Die Baumaßnahme fand Mitte Mai statt und ist nun erfolgreich abgeschlossen.

Innerhalb von nur einer Woche entstand hier zwischen Eichen, Buchen, Erlen und Ahorn eine Gewässerquerung, die nicht nur ihre zweckmäßige Aufgabe erfüllt, sondern sich auch harmonisch in die Umgebung einfügt – zugleich den natürlichen Lebensraum von Flusskrebsen, Eintagsfliegen-Larven und Fischen begünstigt und für Klein und Groß ein naturnahes Wasser-Wald-Erlebnis schafft.  

Mitarbeitende des Stadtbetriebs Iserlohn/Hemer (SIH) hatten dazu mit einem 9-Tonnen-Bagger das vom Hochwasser 2021 beschädigte Rohr entfernt und die Erde des seit Jahren immer schmaler gewordenen Wegs abgetragen. Danach wurden rund vierzehn große, jeweils fast eine Tonne schwere Bruchsteine in das Bachbett eingesetzt, an denen sich nun das Wasser des Lägerbachs plätschernd entlangschlängelt. Ziel war es, durch das Setzen dieser flachen „Trittsteine“ die bestehende Wegeverbindung für Fußgängerinnen und Fußgänger zu erhalten und gleichzeitig eine Aufweitung des Gewässerprofils zu erreichen. Deshalb wurden breite und flache Wasserbausteine genutzt, die dafür aber nicht extra gekauft werden mussten, sondern aus anderen städtischen Baumaßnahmen stammen und hier einfach weiterverwendet werden konnten.

Eine Gestaltung der Furt mit Nutzung als gesicherte und barrierefreie Verbindung, die auch mit dem Fahrrad zu durchfahren ist, war nicht möglich. Da es sich bei dieser Wegeverbindung nicht um einen ausgewiesenen Radweg handelt, müssen Radfahrende im Bereich der Furt ihr Fahrrad oder Mountainbike schieben. Ein ausgewiesener Radweg befindet sich auf der angrenzenden „Lägerbachstraße“.