Die Fotos sind von mir, soweit ich sie nicht von Verllagsprospekten oder Büchern eingescannt habe.
Am Stand des Passagen-Verlags sprach ich mit einem Mitarbeiter über Jacques Derrida, von dem ich kürzlich das Buch Préjugés, „Vor dem Gesetz“ gelesen habe. Wien 2017, 5. Durchgesehene Auflage. Die Dekonstruktion des Kafkatextes „Vor dem Gesetz“ ist ein Paradebespiel für diese von Derrida eingeführte Methode. Sie klingt wie eine Verallgemeinerung, stellt aber auch den Situationsbezug eines literarischen Textes heraus. Die Übersetzungsarbeit des Verlages ist eine herausragende Leistung für den innereuropäischen Dialog. Hierzu lohnt sich sicher mal: Peter Engelmann, Das Passagen Projekt, Mit Büchern philosophieren. 2022.
Am Verlag von Matthes und Seitz, Berlin bin ich nicht besonders fündig geworden. Im Moment scheint Magie, Schamanismus und Naturliebe im Vordergrund zu stehen.
Es bleibt bunt. Vor einem Stand beginne ich ein Gespräch über den „Begriff des Denkens“. Stefan Engel erklärte mir den Begriff der „Denkweise“. Da er jedoch immer das Wort „Sozialismus“ für die Zeit der DDR verwendete, konnte ich mit ihm nicht übereinstimmen. Die hier vorgestellte Art des Kommunismus kommt mir etwas verstaubt vor. Scheint der MLPD nahe zu stehen.
Am Stand von UTB sehe ich Das Neue Nietzsche Handbuch von Christian NIemeyer, das ich demnächst rezensieren werde. Im Verlagsprospekt UTB sind Theologie und Philosophie nebeneinander. Dazu auch das Querschnittsthema Kommunikation und Rhetorik.
Bei Duncker+Humblot, Berlin fällt mir ein Buch auf über 1933: Lothar Machtan: Die Januarverbrecher, Wie Hitler 1933 an die Macht kam, erschienen 2026. Aus der Ankündigung: „Ein Lehrstück, das zeigt, was passieren kann, wenn einer demokratisch verfassten Herrschaftsform die Kontrolle der Macht entgleitet.“
Der Verlag von Katapult war recht groß geworden. Die Bücher und Zeitschriften werden gut angenommen.
Am Stand von J. B. Metzler finde ich das Buch „Nietzsches Zarathustra“. Ich fotografiere es und nehme mir vor, es nach der Buchmesse sofort zu bestellen. Und es ist inzwischen auch schon hier, nicht als Rezensionsexemplar, dann kann ich mir damit etwas Zeit lassen.
Drei Zufallsfunde am Schluss.
Auf der Agora, dem zentralen Marktplatz befinden sich bei der Buchmesse Verpflegungsstände. Dort hatte jemand Kataloge des Jugendbuchverlages Moonwalker Verlag verteilt, Kinderbücher mit pädagogischem Anspruch. Ich bestelle mir „Lennis Leuchten, Thema Mobbing, Selbstwert.
Im Bereich der Englischsprachigen Verlage finde ich an einem Stand, der sonst mehr über PC und Internet arbeitet, ein Buch mit Lego Modellen: Building Lego Worlds, 130+ Models, Jeff Friesen.
Passend dazu begegnet mir ganz gegen Ende unseres Rundgangs der „Held der Steine“ aus Frankfurt, dessen Videos auf Youtube ich eine Zeit sehr gern angeschaut habe. Der Stand war gut bevölkert, so dass wir schnell weitergingen.
Noch eine Ergänzung: Von einem englischsprachigen Jugendverlag habe ich interessehalber ein Buch über Kylian Mbappe bestellt aus der Reihe Football Rising Stars von Harry Meredith. Das Buch wird mit einem Hörbuch versehen, das über einen QRCode aufgerufen wird. Zum Text gehört ein Abschnitt mit Glossary (Meaning of the Words).
Zum Schluss. Mit Massen kann ich umgehen, suche dann aber möglichst den ruhigen Weg. Die Ordnung der Verlage hat mich hingegen irritiert. Politik und Literatur habe ich gefunden, Religion und gesellschaftliche Institutionen eher nicht. Die Information zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels kam ich eher über die Medien mit. Trotzdem, die Buchmesse lohnt sich. Vielleicht sollte man aber mal nach Leipzig fahren. Das ist bestimmt weniger überlaufen.











