Nach mehrjähriger Pause hatte ich in diesem Jahr wieder Gelegenheit, an der Frankfurter Buchmesse teilzunehmen. Da mein letzter Besuch im Jahr 2022 lag – in der Zwischenzeit hatte die gesperrte Rahmedetalbrücke meinen Enthusiasmus etwas gebremst – war ich kurz vor der Anreise tatsächlich etwas aufgeregt. Was würde sich in der Zwischenzeit verändert haben?
Bereits im Vorfeld hatte ich erfahren, dass ein Fokuswechsel auf der Buchmesse erfolgt war: Der Buchverkauf ist seit einigen Jahren an allen Messetagen erlaubt. Für mich kamen in diesem Jahr auch größere Warteschlangen im Innenhof hinzu, aber vielleicht hatte ich 2022 auch nicht so genau drauf geachtet.
Im Rückblick war die Anreise an einem Samstag – einem der Hauptbesuchertage – damit vielleicht ein Fehler.
Die Frankfurter Buchmesse verteilt sich auf mehrere Hallen und belegt dort jeweils mehrere Stockwerke (im Schnitt immer 3-4 Gebäude mit jeweils 1-3 Stockwerken). Die großen Verlage für Belletristik befanden sich meistens in den Erdgeschossen, die in Folge überfüllt wirkten. Dass die primär für Fachbesucher interessanten Bereiche am Samstag schon nicht mehr gut besucht waren, war auch schon in der Vergangenheit so. Neu war aber, dass diese Bereiche am Samstag teilweise schon völlig entvölkert wirkten. Eigentlich schade, da eine bessere Besucherverteilung der Messe insgesamt gutgetan hätte.
Vom Messepartner Tschechien habe ich in diesem Jahr leider nicht viel mitbekommen, dabei fallen eigentlich sinnvolle Themen wie Franz Kafka ein. Möglicherweise gab es hier aber auch noch mehr Angebote in Forum oder Festhalle.
Die Gründe für den Fokuswechsel sind mehr oder weniger offensichtlich:
Messen haben ihre Rolle als Ort von Produktankündigungen weitestgehend an Social Media verloren. Weitere Messefunktionen wie Geschäftsanbahnungen, Socializing oder bei Verbrauchermessen schlichtweg auch Konsum, müssen damit zwangsläufig in den Fokus rücken, um die teuren Messeauftritte der Verlage zu rechtfertigen.
Mein Fazit zur diesjährigen FBM ist somit leider etwas durchmischt. Den Besucherfokus kann ich zwar rein sachlich nachvollziehen, ich bin mir jedoch nicht sicher, ob die FBM schon am Ziel ihrer Transformation angekommen ist. Die Fachbesucherbereiche haben mich am Samstag jedenfalls eher etwas nachdenklich gemacht (vgl. Liminal Spaces). Religion befand sich mit Halle 3.0 in einem der eher etwas überfüllten Bereiche, sodass ich zu diesem Thema auf der diesjährigen FBM leider kaum eine Aussage treffen kann.
Dennoch war die Frankfurter Buchmesse unterm Strich auch in diesem Jahr ein positives Erlebnis. Lässt man sich auf die bunten Konsumangebote ein, kann die FBM auch auf andere Art und Weise unterhalten. Ein klassischer Messebesuch wird durch das extrem langsame Bewegungstempo und Menschentrauben-Slalom aber etwas gebremst. Gerne wieder?
Die Fotos sind von mir, soweit ich sie nicht von Verllagsprospekten oder Büchern eingescannt habe.
Am Stand des Passagen-Verlags sprach ich mit einem Mitarbeiter über Jacques Derrida, von dem ich kürzlich das Buch Préjugés, „Vor dem Gesetz“ gelesen habe. Wien 2017, 5. Durchgesehene Auflage. Die Dekonstruktion des Kafkatextes „Vor dem Gesetz“ ist ein Paradebespiel für diese von Derrida eingeführte Methode. Sie klingt wie eine Verallgemeinerung, stellt aber auch den Situationsbezug eines literarischen Textes heraus. Die Übersetzungsarbeit des Verlages ist eine herausragende Leistung für den innereuropäischen Dialog. Hierzu lohnt sich sicher mal: Peter Engelmann, Das Passagen Projekt, Mit Büchern philosophieren. 2022.
Am Verlag von Matthes und Seitz, Berlin bin ich nicht besonders fündig geworden. Im Moment scheint Magie, Schamanismus und Naturliebe im Vordergrund zu stehen.
Es bleibt bunt. Vor einem Stand beginne ich ein Gespräch über den „Begriff des Denkens“. Stefan Engel erklärte mir den Begriff der „Denkweise“. Da er jedoch immer das Wort „Sozialismus“ für die Zeit der DDR verwendete, konnte ich mit ihm nicht übereinstimmen. Die hier vorgestellte Art des Kommunismus kommt mir etwas verstaubt vor. Scheint der MLPD nahe zu stehen.
Am Stand von UTB sehe ich Das Neue Nietzsche Handbuch von Christian NIemeyer, das ich demnächst rezensieren werde. Im Verlagsprospekt UTB sind Theologie und Philosophie nebeneinander. Dazu auch das Querschnittsthema Kommunikation und Rhetorik.
Bei Duncker+Humblot, Berlin fällt mir ein Buch auf über 1933: Lothar Machtan: Die Januarverbrecher, Wie Hitler 1933 an die Macht kam, erschienen 2026. Aus der Ankündigung: „Ein Lehrstück, das zeigt, was passieren kann, wenn einer demokratisch verfassten Herrschaftsform die Kontrolle der Macht entgleitet.“
Der Verlag von Katapult war recht groß geworden. Die Bücher und Zeitschriften werden gut angenommen.
Am Stand von J. B. Metzler finde ich das Buch „Nietzsches Zarathustra“. Ich fotografiere es und nehme mir vor, es nach der Buchmesse sofort zu bestellen. Und es ist inzwischen auch schon hier, nicht als Rezensionsexemplar, dann kann ich mir damit etwas Zeit lassen.
Drei Zufallsfunde am Schluss.
Auf der Agora, dem zentralen Marktplatz befinden sich bei der Buchmesse Verpflegungsstände. Dort hatte jemand Kataloge des Jugendbuchverlages Moonwalker Verlag verteilt, Kinderbücher mit pädagogischem Anspruch. Ich bestelle mir „Lennis Leuchten, Thema Mobbing, Selbstwert.
Im Bereich der Englischsprachigen Verlage finde ich an einem Stand, der sonst mehr über PC und Internet arbeitet, ein Buch mit Lego Modellen: Building Lego Worlds, 130+ Models, Jeff Friesen.
Passend dazu begegnet mir ganz gegen Ende unseres Rundgangs der „Held der Steine“ aus Frankfurt, dessen Videos auf Youtube ich eine Zeit sehr gern angeschaut habe. Der Stand war gut bevölkert, so dass wir schnell weitergingen.
Noch eine Ergänzung: Von einem englischsprachigen Jugendverlag habe ich interessehalber ein Buch über Kylian Mbappe bestellt aus der Reihe Football Rising Stars von Harry Meredith. Das Buch wird mit einem Hörbuch versehen, das über einen QRCode aufgerufen wird. Zum Text gehört ein Abschnitt mit Glossary (Meaning of the Words).
Zum Schluss. Mit Massen kann ich umgehen, suche dann aber möglichst den ruhigen Weg. Die Ordnung der Verlage hat mich hingegen irritiert. Politik und Literatur habe ich gefunden, Religion und gesellschaftliche Institutionen eher nicht. Die Information zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels kam ich eher über die Medien mit. Trotzdem, die Buchmesse lohnt sich. Vielleicht sollte man aber mal nach Leipzig fahren. Das ist bestimmt weniger überlaufen.
Die Ausstellung teilt sich in zwei Projekte, einer Ausstellung von Kunst und Projektinstallationen in zwölf Kirchen des Ruhrgebiets die allesamt außer Dienst gestellt sind, aber noch als (Kirchen-)gebäude vorhanden. Hierzu ist ein Katalog erschienen, den ich hiermit vorstellen möchte:
Dieses Buch erscheint anlässlich der Manifesta 16 Ruhr, der Europäischen Nomadischen Biennale, 21.06. – 04.10.2026, Hrsg. Von Manifesta 16 Ruhr, Koordiniert von Christoph Jehlicka, Anna Thornton, u. a. Verlag Kettler, Bönen, 1. Auflage August 2026, www.verlag-kettler.de, Paperbeck, 384 Seiten, ISBN: 978-3-98741-251-6 (print)
Hier nicht besprochen: Begleitband zu Manifesta 16 Ruhr, Das ist keine Kirche. Urban Vision. Auch als Doppelband erhältlich.
Die Ausstellung Manifesta (Biennale) ist zunächst unauffällig. Sie nutzt kein vorhandenes Ausstellungsgebäude, sondern zieht sozusagen in eine Region ein. Diese Ausstellungsräume sind in diesem Fall leer gefallene Kirchen oder von Schließung bedrohte. Damit ist zugleich ein Thema vorgegeben: Welche Räume könnten der Quartiersentwicklung dienen, ohne dass sie von vornherein bestimmte Bevölkerungsgruppen ausschließen. Doch die Frage sei erlaubt, ob dies auf ein Kirchengebäude zutrifft. Zu einem einladendem und geöffneten Gebäude muss ein religiös geprägtes Gebäude erst noch werden: „Es besteht die Chance die vielfältigen Moleküle der künstlerischen Impulse aufzugreifen und zu Neuem zu verbinden, und so Kirchen in Räume zu verwandeln, durch die Nachbarschaften wieder zu Orten der sozialen Kohäsion werden – und die mit den Menschen vor Ort geplant und gelebt werden.“ (Prof. Dr. Reneé Tribble, TU Dortmund, S. 33)
Einige Kirchen der Ausstellung Manifesta 16 Ruhr sind noch sehr geprägt von der religiösen Nutzung, sind vielleicht noch gar nicht entwidmet, andere sind aufgegeben und stehen schon länger leer, sollen womöglich abgerissen werden, während wiederum andere vielleicht schon als soziale oder kulturelle Treffpunkte dienen. Für alle trifft zu, was Peter Köddermann schreibt: „… Kirchen besitzen etwas Numinoses. Gemeint ist damit: Sie strahlen etwas Geheimnisvolles aus, auch wenn sie nicht mehr zur Glaubensausübung genutzt werden … Sicher ist, die Gebäude (…) in der Hoffnung durch künstlerische Intervention in Szene gesetzt, erlebbar und wertvoller zu werden.“ (S. 35) Die Reflektion darüber zeigt auch Projekte für die Umnutzung der Kirchen, die nicht mehr als religiöses Gebäude funktionieren, aber ein Umfeld bieten, in dem kommunikative oder kulturelle Angebote denkbar sind oder gebraucht werden. Das Projekt Manifesta 16 Ruhr lädt die Kunst dazu ein, Impulse für solche Prozesse zu geben. Im Folgenden soll ein persönlicher Rundgang durch die Ausstellung dokumentiert werden. Videoprojekte die nur vor Ort erlebbar sind, müssen dabei außen vor bleiben. Ich möchte noch ergänzen, dass meine Darstellung vom Konzept der Dekonstruktion geprägt sein wird. Ich nehme Impulse auf, setze aber auch kritische Beobachtungen dagegen. Manchmal müssen Dissonanzen ausgehalten werden. Kunst muss heute nicht mehr harmonisch oder schön sein.
Kulturkirche Liebfrauen Duisburg, ab S. 40.
Diese ehemalige katholische Zentralkirche in Duisburg ist seit 2011 Kunstzentrum. Etwas erstaunlich ist, dass im Untergeschoss ein schlichter Gottesdienstraum in Funktion ist. Dann ist es schon etwas makaber, wenn im Treppenhaus das Schild hängt: „Das ist keine Kirche“. Foto: Christoph Fleischer, 2026
Der Zentralraum im Obergeschoss bietet die Installation von Abbas Zahedi, London, geb. 1984, Orgelpfeifen mit Belüftungssystem „Ouranophobia 47051, 2026“. Diese Installation ist unüberhörbar. Dazu erklärt der Katalog: „Pfeifen der Orgel der St.-Nikolaus-Kirche in Kiew – 2021 durch Brand zerstört- bilden die Grundlage für Zahedis Konstruktion.“ (S. 44), Foto s.o.
Zusätzlich sei noch eine Installation herausgegriffen, die einen Bezug zum Ort herstellt: Emil Walde, Düsseldorf, geb. 1991, hat alte Scheiben aus dem Umbau des Duisburger Bahnhofs abgezweigt, die entsorgt werden sollten. Im ehemaligen Kirchraum werden diese Scheiben den ursprünglichen Beichtstühlen zugeordnet, wodurch „intime Ecken der Ruhe und Besinnung“ entstehen. (S. 56), Foto: Christoph Fleischer, 2026
Markuskirche, Essen-Frohnhausen, ab S. 64
Die Markuskirche in Essen-Frohnhausen soll bald entweiht werden. Bis auf den Einbau der Ausstellung wirkt sie jedoch auffällig intakt. Architektonisch soll der Kirchsaal an ein Schiff erinnern. (vgl. Katalog, S. 67)
Augustas Serapinas, Vilnius, LT, geb. 1990, Pew Tower, 2026. Aus umgebauten vor Ort vorhandenen Kirchenbänken hat Augustas Serapinas einen begehbaren Turm gebaut. Vielleicht wäre dieser Turm auch als Kanzel geeignet, wodurch auch eine Rückkehr zur kirchlichen Nutzung denkbar wäre. In der Ausstellung dient dieser Holz-Turm dazu, den Raum anders wahrzunehmen. (eigene Deutung, Katalog, S. 76f) Fotos: Christoph Fleischer, 2026
St. Getrud, Essen-City, ab S. 78
Diese Präsentation ist die erste (Kirche) der Manifesta, die ich besucht habe und die mich neugierig gemacht hat auf das gesamte Projekt.
Wer den ehemaligen Kirchsaal betritt, ist verblüfft über die Einbauten aus weißem Ständerwerk; dort befinden sich Nischen, die offensichtlich als Atelier Verwendung finden (sollen). Darauf, dass hier ein offensichtlich grundlegendes Beispiel der räumlichen Umnutzung zu sehen ist, geht der Katalog nur ganz kurz ein. (Foto: Christoph Fleischer, 2026)
Zwei räumliche Installation greife ich exemplarisch heraus:
Donja Nasseri, Düsseldorf, geb. 1990, Mad Dogs, 2026. Mad Dogs ist eine skulpturale Installation an drei großen Halbkugeln…“, die im Inneren Lautsprecher enthalten. Im eigentlichen Foyer des oberen Bereichs dekorieren sie die bunten Glasfenster. (vgl. S.99), Foto: Christoph Fleischer, 2026
Nasan Tur, Berlin, geb. 1974, Elevation, 2026. Ehemalige Kirchenbänke werden vertikal im Raum aufgestellt. Diese Bänke sellen einen Raum dar, der „nicht von einer zentralen Instanz, sondern von vielen Menschen gemeinsam gestaltet wird.“ (vgl. S.105), Foto: Christoph Fleischer, 2026
St. Marien, Essen-Karnap, ab S. 106.
Diese mächtige moderne in Ziegelbauweise errichtete Kirche steht offensichtlich schon länger leer, da bereits Fenster durch Steinwürfe zerstört worden sind. Von außen erinnert die Kirche an einen Festungsbau, steht aber recht versteckt in einem Wohngebiet in Essen-Carnap.
William Engelen, Berlin, geb. 1964 mit Dagmara Genda: Unter der Orgelempore sind 148 Metallrohre aufgehängt, die abwechselnd angeschlagen werden können und damit einen Klangteppich verbreiten. Der leere Kirchenbau, einem sehr hohen Saal, kann als Klangraum erfahren werden. (vgl. S.110), Foto: Christoph Fleischer, 2026
Katharina Fritsch, Düsseldorf, geb. 1956, Birkenkreuz, 2026. Das weiße Holzkreuz kann in Beziehung zu den Buntglasfenstern gesehen werden. Das Kreuz Gedächtnis zurück. (vgl. S. 113-115). Foto: Christoph Fleischer, 2026
St. Josef, Gelsenkirchen-Ückendorf (ab S. 130)
Diese riesige neugotische Hallen-Kirche ist etwa 150 Jahre alt. Sie steht erstaunlicherweise in westlicher Richtung, nicht in Richtung Sonnenaufgang wie seit der Romanik üblich.
Curro Claret Marti, Barcelona, geb. 1968, This Is Not a Church Pew, 2026. Das Team hat mit einem Team Kirchenbänke auseinandergenommen und in neuen Konstellationen zusammengeschraubt.
Das Duo Barber Palacios, Valencia, geb. 1968, präsentiert einen ständigen Glockenklang in der gesamten Kirche.
Penique Productions, Möglich Unvorhersehbar, 2026. Sergi Arbusa, geb. 1987. Die Kirche St. Josef ist ausgeräumt und im Innenraum vollständig mit Plastikfolie ausgefüllt, die ständig mit Luft aufgefüllt wird. (Fotos: Christoph Fleischer, 2026)
Ergänzen möchte ich hier ein Projekt, dessen Ergebnisse in der Kirche St. Josef ausgestellt sind, im Katalog aber unter dem Kapitel „Communities und Bildung“ aufgeführt sind: Havin Al-Sindy, Kuli (Locust) 2026 (vgl. S.358ff). Gezeigt wird eine ca.2m große Heuschrecke, die an Stangen getragen werden kann. Schüler*innen der Gesamtschule Gelsenkirchen haben darüber hinaus tausende einzelne Heuschrecken aus Papier gefaltet, die an Fäden aufgehängt, einen Schwarm bilden. (Siehe Fotos von Christoph Fleischer, 2026)
Die folgenden Ausstellungsorte in Kurzfassung:
St. Anna – Hatay Engin Musikhalle, Gelsenkirchen-Schalke.
Schwerpunkt ist hier die Musik der Gastarbeiter*innen. Emre Abut hat eine Musikinstallation aufgebaut, die einen authentischen Höreindruck vermittelt.
Foto: Christoph Fleischer, 2026)
St. Bonifatius – Ferdane Satir Teegarten, Gelsenkirchen-Buer-Erle.
Neben der in Holzkästen angebauten Tee-Pflanzen sind hier die zahlreichen Gemälde auffällig, die im ehemaligen Kirchraum als Ausstellung gezeigt werden. Thema ist die Spannung zwischen der neuen und alten Heimat.
Beispiel: Merve Kaplan, geb. 1997: Yoldas, 2025. „Durch ihre räumliche Gestaltung schafft die Installation eine Übergangswelt…“ (vgl. S.192ff). Foto: Christoph Fleischer, 2026
Foto: Christoph Fleischer, zeigt: Manifesta 16 Ruhr, Das ist keine Kirche, hier: Gelsenkirchen, St. Bonifatius, Ferdane Sativ Teegrten, Motiv: Merve Kaplan, geb. 1997, Yoldas, 2025
Thomaskirche – Hava Gülec Wohnzimmer, Gelsenkirchen-Buer.
Textile Arbeiten stehen hier im Mittelpunkt, die im Gedenken an „Gastarbeiter*innen“ hergestellt wurden. Auch hier werden Kirchenbänke in Ausstellungsständer umfunktioniert.
Christ-König, Bochum.
Die erst 1932 errichtete Kirche wurde kriegsbedingt 1944 zerstört und dann bis 1957 wiedererrichtet. Möglicherweise war hier eine franziskanische Gemeinschaft, die Nähe zu Menschen der arbeitenden Bevölkerung gesucht hat.
Auffällig ist die Installation von Eva Kolatkova, Prag, geb. 1982 „When Animal Fall from the Sky. 2026. Der Boden ist dekoriert mit vom Himmel gefallenen Vögeln, meist schwarzen Krähen. Foto: Christoph Fleischer, 2026
St. Anna, Bochum.
Die Kirche steht in der Nähe des ehemaligen Stahlstandorts Stahlhausen.
Gethsemane-Kirche, Bochum.
Auffallend im Nachkriegsstil errichtete leer gefallene Ev. Kirche.
St. Ludgerus, Bochum-Langendreer.
Die Turnhalle erinnernde Installation eingerichtet. Vielleicht könnte es daran erinnern, dass Kirchengebäude nach ihrer kirchlichen Nutzung auch dem Breitensport zur Verfügung stehen könnten oder als Kletterhalle funktionieren könnten. Foto: Christoph Fleischer, 2026
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