Reformation aus weiblicher Perspektive, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2015

Zu: Ursula Koch: Verspottet, geachtet, geliebt –die Frauen der Reformatoren, Geschichten von Mut, Anfechtung und Beharrlichkeit, Neukirchener Verlagsgesellschaft, Neukirchen-Vluyn 2015, 199 Seiten, ISBN 978-3-7615-6214-7 (print), Preis: 14,99 Euro

978-3-7615-6214-7Die Autorin Ursula Koch ist pensionierte Gymnasiallehrerin in Berlin. Sie hat bereits eine Biografie über Katharina von Bora veröffentlicht („Rosen im Schnee, Katharina Luther, geborene von Bora“) und andere Bücher über Frauen in der Reformation- und Kirchengeschichte. Hier in diesem zu besprechenden Buch gelingt ihr eine interessante, narrative Form der verflochtenen Biographien einiger Frauen der Reformationszeit; nicht alle sind Frauen von Reformatoren, wie es der Titel ausdrückt.

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Predigt über Lukas 17, 11 – 19 mit einem Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff, Christoph Fleischer, Welver 2015

 

Die zehn Aussätzigen (Luther)

11 Und es begab sich, als er nach Jerusalem wanderte, dass er durch Samarien und Galiläa hin zog. 12 Und als er in ein Dorf kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer; die standen von ferne 13 und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, lieber Meister, erbarme dich unser! 14 Und als er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern! Und es geschah, als sie hingingen, da wurden sie rein.
15 Einer aber unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme 16 und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm. Und das war ein Samariter. 17 Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind aber die neun? 18 Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremde? 19 Und er sprach zu ihm: Steh auf, geh hin; dein Glaube hat dir geholfen.

Liebe Gemeinde,

Die Wundergeschichten des Neuen Testaments sind immer wieder eine Herausforderung. Geht man rational an die Sache heran und versucht sich das „Wunder“ zu erklären, dann redet man faktisch auch den religiösen Inhalt der Geschichte klein. Geht man aber von der Schilderung des Heilungswunders aus, und nimmt das dann in die eigene Gegenwart, dann betont man den Abstand zwischen Jesus und uns.

Mir ist in der Vorbereitung aufgefallen, dass die Geschichte selbst mehr an der Deutung interessiert ist, als an der Heilung. Die Heilungen Jesu geschehen einfach. Niemand erfährt, was eigentlich passiert. Selbst die Diagnose bleibt meistens im Dunkeln. Doch ohne genaue Informationen über die Krankheiten sind diese Heilungen kaum nachvollziehbar. So lese ich in einer Erklärung dieser Geschichte nur schlicht: Es gab keine Lepra in Palästina zu dieser Zeit. Andererseits heißt es, die Heilungen von Aussätzigen stehen im Rang kurz hinter den Totenauferstehungen.

Diese Erzählung spielt in der Welt der antiken Magie, die Aussage der Geschichte liegt in ihrer Deutung. Das heißt: niemand will uns Jesus als Zauberer verkaufen. Jesus ist und bleibt der Sohn Gottes, der Beauftragte Gottes. Im Philipperbrief heißt es, Jesus habe vor seiner irdischen Existenz schon bei Gott selbst gelebt und sei schon von Anfang an bei Gott gewesen, worin genau, weiß man nicht. Er habe aber dann auf sein göttliches Wesen verzichtet und habe menschliche Gestalt angenommen, ja er sei sogar als Sklave erschienen. Dieser Weg führte ihn an das Kreuz. Das habe er bewusst hingenommen, um dadurch nach seinem Tod Gottes Nähe vermitteln zu können. „Predigt über Lukas 17, 11 – 19 mit einem Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff, Christoph Fleischer, Welver 2015“ weiterlesen

HIMMELSSTIEGE: Wie man (vielleicht) in den Himmel kommt, Ankündigung des IFZ Salzburg

Offener Himmel: Himmelsstiege

Im Rahmen der Projektwoche „Offener Himmel“, vom 2. bis zum 11. Oktober 2015, organisiert das ifz. internationales forschungszentrum für soziale und ethische fragen die Veranstaltung „Himmelsstiege: Wie man (vielleicht) in den Himmel kommt“. Dabei geht es um das Nachsinnen über die Frage nach einem gelungenen christlichen Leben im 21. Jahrhundert. Auf dem Weg vom Toscaninihof „nach oben“ erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Inspirationen von Prof. Clemens Sedmak.

IFZ_Aussen_42_-190x235Der „Offene Himmel“ steht dieses Jahr unter dem Motto „spirits for the new world“. In der ersten Oktoberwoche finden dazu im Großraum Salzburg zahlreiche Veranstaltungen statt. Der Startschuss fällt am Freitag, den 2. Oktober um 17.00 Uhr auf den Brücken Salzburgs, mit dem anschließenden „Opera Concert for Peace“ im Salzburger Dom um 20.30 Uhr.

 

Offener Himmel:

HIMMELSSTIEGE: Wie man (vielleicht) in den Himmel kommt

Termin: Samstag, 3. Oktober 2015, 14.00 bis ca. 15.30 Uhr
Ort: Treffpunkt Toscaninihof/Clemens Holzmeisterstiege mit kleinem Aufstieg zum ifz im Edith Stein Haus am Mönchsberg (Fahrt mit Lift möglich)

Um Anmeldung wird gebeten unter:
Email: office@ifz-salzburg.at
oder
Tel: 0662 842521161

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Offener Himmel

Handwerk, Technik, Industrie – Pressemeldung zum Tag des offenen Denkmals in Münster

Tag des offenen Denkmals: Münster setzt Bundesmotto ideenreich um

Münster. (SMS) Präzise Zeigermechanik in der Domuhr von 1542, fein gekerbte Totentänzer im Liudgerhaus aus dem 19. Jahrhundert, ungewöhnliche Verglasungen aus den 1960-Jahren auf Haus Heidhorn – am Sonntag, 13. September, lenken die Aktiven aus Münsters Denkmalszene den Blick ihrer Gäste auf handwerkliche Finessen und technische Details. Der Tag des offenen Denkmals lockt mit Angeboten quer über die Stadt verteilt.

153384VBei verschiedenen Führungen lassen sich beispielsweise ganz unterschiedliche Baustile entdecken: vom Expressionismus über Jugendstil und Neorenaissance bis zur Architektursprache der Nachkriegszeit. Nicht nur der Rundgang auf den Spuren des Architekten Alfred Hensen verspricht selbst Münster-Fans ganz neue Entdeckungen im vertrauten Straßenbild.

„Auch wenn mancher es eher nicht vermutet, Münster hat diverse technische Denkmäler zu bieten“, freut sich Mechthild Mennebröcker, städtische Denkmalpflegerin, über die Vielfalt der Veranstaltungen. So zeigt die Albachtener Mühle Mühlentechnik aus über 300 Jahren. Im Pumpwerk in der Hohen Ward wird erläutert, welche Rolle es noch heute für Münsters Trinkwasserversorgung spielt. Die Speicher aus Beton am Hafen und in Coerde zeugen vom versierten Umgang mit großen Mengen. Lorenbahn und Laufkatze im Kreuzviertel erinnern an eine Motorenfabrik.

Daneben gibt es verwunschene, vergessene und unbekannte Winkel zu entdecken, zum Beispiel bei zwei Kötterhäusern in Mecklenbeck und den Schwestern der Dames du Sacre-Coeur. Doch auch Münsters Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun ist zu seinem 320. Geburtstag vertreten, ob Lotharinger Kloster, Haus Rüschhaus oder der Aegidiikirche.

Das Programm gibt es u. a. in der Münster-Information im Stadthaus 1 sowie im Internet (www.muenster.de/stadt/denkmal). Wer darin das Rathaus vermisst, muss sich eine Woche gedulden: Am 20. September informieren Vorträge und Führungen über die vielen Facetten des frisch gebackenen Trägers des Europäischen Kulturerbe-Siegels. Auch diese Veranstaltungen finden sich im Programm.

Foto: Im Raster gestellte Betonstützen gliedern die großen Kornkammern, ob im Flechtheimspeicher oder den Speichergebäuden in Coerde. Davon kann man sich am Tag des offenen Denkmals überzeugen. Foto: Stadt Münster.

 

 

Gesund und angemessen ernähren, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2015

Zu: Ulrike Bron und Gunnar Brand: Genuss trotz Verzicht, Lecker essen bei Lebensmittelunverträglichkeiten, AURUM im J.Kamphausen Verlag, Bielefeld 2015, gedruckt auf 100% Receycling-Papier, ISBN 978-3-89901-969-8, Preis: 19,95 Euro

9783899019698Dieses Buch beginnt damit, daran zu erinnern, dass sich die Autoren Ulrike Bron und Gunnar Band als Therapeutin und als Ratsuchender begegnet sind. Dabei kam die Idee auf, einige Rezepte auszuprobieren und daraus ein Buch zu machen.

Die Therapeutin Ulrike Bron aus München ist seit Jahren auf das Thema Lebensmittelunverträglichkeiten spezialisiert und beruft sich dabei auf die Ärztin Dr. Sigrid Flade (lt. Homepage: Darmsanierung, Nahrungsmittelaustestung usw.).

Der Autor Gunnar Brand (MOEBEL COMPAGNIE, München) war bereit, seine ganze Leidenschaft fürs Kochen in die gemeinsame Arbeit einzubringen. Mit im Boot ist noch die Fotografin Lina Loos, die es verstand, die Mahlzeiten anschaulich in Szene zu setzen. „Gesund und angemessen ernähren, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2015“ weiterlesen