Die Seelen der Wiedertäufer in Münster – Käfige am Lambertiturm

20130814-141656.jpgDie eisernen Körbe am Kirchturm von St. Lamberti sind ein Wahrzeichen der Stadt, das nicht nur Touristen einen Schauer über den Rücken laufen lässt. Die Käfige führen Jahrhunderte später noch den öffentlichen Tod der Anführer der Täuferbewegung Jan van Leiden, Bernhard Knipperdolling und Bernd Krechting vor Augen. Die Täufer wurden am 22. Januar 1536 auf Geheiß des Bischofs auf dem Prinzipalmarkt erbarmungslos mehrere Stunden lang gefoltert, hingerichtet und ihre Leichen in den drei Käfigen am Kirchturm zur Schau gestellt.

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Ausgelieferte, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Bruno Preisendörfer: Die Schutzbefohlenen, Psychosozial-Verlag Gießen 2013, ISBN 978-3-8379-2251-6, Preis: 19,90 €

20130813-150807.jpgWenn es doch auch wenig hilfreich ist, die Pointe einer Erzählung oder eines Romans in einer Rezension vorwegzunehmen so ist es umso einfacher und wichtiger, seine inhaltliche Linie auf einen Punkt zu bringen. Die Frage, die Bruno Preisendörfer mit seinem Titel stellt und in Form einer Erzählung erzählerisch beantwortet, lautet: „Wer sind die Schutzbefohlenen? Wofür und wovor werden sie geschützt?“

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Streuobstwiesen schützen – Kreis Unna.

Streuobstwiesen sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil einer Landschaft. Sie schützen auch gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Damit diese wichtigen Flächen in Unna und Umgebung nicht betreten und Bäume auf den Streuobstwiesen nicht abgeerntet werden, stellt der Kreis jetzt Schilder auf. „Streuobstwiesen schützen – Kreis Unna.“ weiterlesen

Mit Weihrauch einfach Räuchern, Christoph Fleischer, Werl 2013

Gedanken zu Räucherkegeln des Sortiments www.heiliger-duft.de.

IMG_0052Weihrauch ist in der christlichen Tradition zu Hause und wird in der Bibel mehrfach erwähnt. Besondere Räuchertechniken kennt man aus der katholischen Tradition, wo zur Heiligen Messe die Messdiener ein Räucherfass schwingen. Die Kohle wird schon zu Beginn des Gottesdienstes angezündet und muss durch ständigen Schwenken der Räucherfässer angefacht werden. Es ist die Frage, ob es auch in der eigenen Frömmigkeit oder Spiritualität üblich ist, zu räuchern. Räuchermischungen begegnen nicht nur in Klosterläden, sondern auch in christlichen Buchgeschäften. Vielleicht haben sich auch schon evangelischen Christinnen und Christen dazu animieren lassen, besonders, wenn sie durch die Medien darauf hingewiesen werden, dass Weihrauch möchte nur spirituell funktioniert, sondern auch gesundheitlich sehr vorteilhaft sein soll (Anmerkung: Einige Informationen enthält das Buch „Gesund und fit durch Weihrauch“ von Alexandra Strasser, Moewig Verlag Rastatt 1999). Aber der Umgang mit Holzkohle ist sicher nicht jedermanns Sache, so ist es vielleicht gar nicht schlecht, dass inzwischen z. B. beim Onlineversand www.heiliger-duft.de Räucherkegel zu bekommen sind, die einfach auf einer feuerfesten Unterlage stehen, z. b. auf einem Teller. Da sie nicht industriell gefertigt sind, steht das Abbrennen eines Räucherkegels für eine Räucherung. Der Rauch ist dabei genauso intensiv wie bei der Verwendung einer Holzkohle, die dann, wenn sie glüht, gut drei bis vier mal mit Räuchergut gefüllt werden kann. Die spirituellen Räucherrituale sind nichts anderes als ein Hilfsmittel zu Meditation und Gebet, wobei man schon aus praktischen Gründen bei der Benutzung von Holzkohle nicht gleichzeitig räuchern und meditieren kann, sondern erst räuchert und danach in dem so spirituell angereichert Raum meditiert. Räucherkegel dagegen sind sozusagen Instant, so wie indische Räucherstäbchen. Ich beschreibe im Folgenden einige Räucherkegel, die an verschiedene Weihrauchsorten und -Mischungen orientieren. „Mit Weihrauch einfach Räuchern, Christoph Fleischer, Werl 2013“ weiterlesen

Der Geist ist weiblich, Rezension von Marlies Blauth, Meerbusch, 2013

Christa Mulack: Der veruntreute Jesus. Die Botschaft Jesu vom „Reich der Königin“, Pomaska-Brand Verlag,/Edition fabrica libri, Schalksmühle 2009, ISBN 978-3-935937-62-7, 19,80 €

Mulack, Jesus_CoverJa, man muss sie erst runterschlucken, die gemischten Gefühle: Warum sollten Frauen die besseren Menschen, Matriarchate die menschlichere Gesellschaftsform sein? Andererseits  stimmt es doch: Eigenschaften wie Fürsorglichkeit, Hilfsbereitschaft, Anteilnehmen sind nach wie vor weiblich besetzt, und wehe, ein Mann hat zuviel davon – die verletzenden Begriffe für ihn kennen wir. Und das Matriarchat hat in unserem Umkreis nie eine Chance bekommen, während üblicherweise in den patriarchalen Systemen Ehrgeiz und Machtlust ständig zu irgendwelchen Kriegshandlungen führten und führen.

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