Das Denkmal wackelt nicht, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2014

Zu: Sebastian Moll: Albert Schweitzer, Meister der Selbstinszenierung, Berlin University Press 2014, ISBN 9783862800728, Preis 29,90 Euro

Cover_Moll_Albert Schweitzer

Manchmal legt der Autor Sebastian Moll den Finger in eine Wunde, die nicht blutet. Mit Albert Schweitzer hat er sich eine lange in Vergessenheit geratene Ikone der Öko- und Friedensbewegung ausgesucht. Das Buch ist in weiten Teilen aber so gründlich recherchiert, dass man es auch als Einstieg in die Beschäftigung mit Albert Schweitzer empfehlen kann. Die Beschäftigung mit einem kritischen Geist, wie es Schweitzer war, setzt offenbar einen ebenso kritischen Geist voraus. Man spürt förmlich, wie sich der Autor diesem „Meister der Selbstinszenierung“ im Laufe der hier präsentierten Recherche näher gekommen ist. „Das Denkmal wackelt nicht, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2014“ weiterlesen

Welche Ethik folgt aus der Existenzphilosophie? Rezension von Christoph Fleischer, Welver und Markus Chmielorz, Dortmund 2014

Zu: Hans Feger, Manuela Hackel (Hrsg.): Existenzphilosophie und Ethik, Verlag de Gruyter Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-033102-8, Preis: 89,95 Euro
Link zur Homepage: http://www.degruyter.com/view/product/210534
978-3-11-033102-8Zuvor: Die in diesem Band veröffentlichten Aufsätze dokumentieren ein dreitägiges Symposion, das im Jahr 2011 an der Freien Universität Berlin internationale Expertinnen und Experten zur Existenzphilosophie zusammengeführt hat. Die Rezension basiert auf einer subjektiven Auswahl der Rezensenten. „Welche Ethik folgt aus der Existenzphilosophie? Rezension von Christoph Fleischer, Welver und Markus Chmielorz, Dortmund 2014“ weiterlesen

Körper-Atem-Weg zur inneren Kraft, Rezension von Johannes Rüther, Dortmund 2014

Zu: Frieder Anders: Wie ich lernte, den Drachen zu reiten, Ein Leben für Taiji und Gesang: Erster Europäischer Taiji Meister im Yang-Stil fiert 70. Geburtstag. Theseus-Verlag Bielefeld 2014, Preis 19,95 Euro

http://shop.weltinnenraum.de/Autor/AndersFrieder/Wie-ich-lernte-den-Drachen-zu-reiten.html

Der 70ste Geburtstag des Autors legt eine Rückschau als Selbstreflexion des Lebensweges nahe.

9783899018752 Leonardo da Vincis Aussagen als einleitende Gedanken öffnen einen Spannungs-Raum zwischen dem Wunsch der Rückkehr in einen natürlichen Zustand und den Überformungen des Menschen als „Abbild der Welt“. In diesem Spannungsraum vollzieht sich die Lebensreise Frieder Anders als „Heldenkampf“ – er folgt darin tiefenpsychologischen Überlegungen von Erich Neumann (einem Mitarbeiters von C. G. Jung). Neumanns Begriff „Uroboros“, die Schlange, die sich in den Schwanz beißt, als Kreis-Symbol des „Ur-Chaos“ wird zum wiederkehrenden Bezugspunkt im Individuationsprozess der Lebens-Reise Frieder Anders. „Körper-Atem-Weg zur inneren Kraft, Rezension von Johannes Rüther, Dortmund 2014“ weiterlesen

Von religiöser Gewalt zu einem neuen Gottesbild, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2014

Zu: Die Gewalt des einen Gottes, Die Monotheismus-Debatte zwischen Jan Assmann, Micha Brumlik, Peter Sloterdijk und anderen. Herausgegeben von Rolf Schieder, Berlin University Press 2014, ISBN 978-3-86280-067-4, Preis: 29,90 Euro

131128_01_Die Gewalt des einen Gottes_mk

War der biblische Gottesglaube eine späte Kopie des ägyptischen Monotheismus unter Echnaton? Jan Assmann berichtete in mehreren Büchern und Aufsätzen von dem aufklärerischen Impuls dieser Fragestellung, die bis hin zu Sigmund Freud wirkte und nicht zuletzt zur modernen Altertumswissenschaft angeregt hatte. In diesem Zusammenhang tauchte die These von der „Gewalt des einen Gottes“ auf, da in der Exodustradition Aussagen von der Eifersucht des biblischen Gottes und dazu gehörige Gewalterzählungen vorkommen. Dem Theologen Rolf Schieder und anderen war als Reaktion darauf hingegen aufgefallen, dass diese Schlüsse auf eine inhärente Gewalt des Monotheismus und die dazu nötige „mosaische Unterscheidung“ (Jan Assmann) zwischen wahr und falsch nach neueren exegetischen Erkenntnissen völlig unabhängig von Einflüssen des antiken Ägyptens standen, sondern literarische Konstruktionen des 4./5. Jahrhunderts vor Christus sind, der Zeit der Rückkehr der Israeliten aus dem Exil, als die Judäer für die Tempelreligion in Jerusalem eine Wiederherstellung der israelitischen Religion auf der Grundlage der Exodustradition um Mose einführten. „Von religiöser Gewalt zu einem neuen Gottesbild, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2014“ weiterlesen

Existenz in der Zeit, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2014

Zu: Emmanuel Lévinas: Gott, der Tod und die Zeit. Vorwort von Astrid Nettling, Übersetzt von Astrid Nettling und Ulrike Wasel, Herausgegeben von Peter Engelmann, 2. Überarbeitete Auflage, Passagen Verlag Wien 2013, ISBN 978-3-7092-0084-1, Preis: 29,00 Euro
9783709200841Emmanuel Lévinas (1905 – 1995) stammte aus einer litauischen Familie, geboren 1905 in Kaunas (damals Kovno, Russland). Die Familie lebte zwischenzeitlich in der Ukraine, kehrte aber nach Litauen zurück. 1924 begann Lévinas sein Studium in Frankreich (Straßburg), studierte aber auch zwei Semester in Freiburg bei Edmund Husserl und Martin Heidegger, Denkern, denen er zeitlebens verbunden blieb. Er wurde 1931 Franzose, kämpfte für die französische Armee und verbrachte die restliche Zeit des zweiten Weltkriegs in deutscher Kriegsgefangenschaft. Seine Eltern fielen der Ausrottung durch die Deutschen zum Opfer. Lévinas, seit 1931 französischer Staatsbürger, lehrte Philosophie als Professor von 1967 an, seit 1973 an der Pariser Sorbonne, wo er 1976 emeritiert wurde. (Informationen aus Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Emmanuel_Levinas (31.08.2014)) „Existenz in der Zeit, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2014“ weiterlesen