Welt-Wirtschaft neu denken, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Ross Jackson: Occupy World Street, Roadmap für den radikalen Wandel, Hirzel-Verlag Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7776-2342-9, Preis 19,80 Euro

Dieses Buch von Ross Jackson verbindet Sachkunde von Ökologie und Ökonomie auf vielleicht bisher so nicht erkannte Art und Weise. Vielleicht könnte es noch mehr Leserinnen und Leser erreichen, wenn Jackson mit der eigentlichen Hauptthese begonnen hätte, anstelle die inzwischen doch recht bekannten Zukunftsszenarien des Peak Oil darzustellen. Der Begriff „Gaia-Weltordnung“ mutet auch ein wenig mythisch an, zumal man weiß, dass Gaia der Name für die Göttin Erde ist.

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Eigene Kraftquellen herausfinden. Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Clemens Sedmak: Innerlichkeit und Kraft, Studie über epistemische Resilienz, Herder Verlag Freiburg 2013, Forschungen zur europäischen Geistesgeschichte, Band 14, ISBN 978-3-451-34146-5, Preis: 49,00 Euro

20131213-202449.jpg Clemens Sedmak, Professor für Philosophie und Leiter des Instituts IFZ in Salzburg (Internationales Forschungszentrum für soziale und ethische Fragen) betreute bereits die interdisziplinäre Arbeit zu „Patristik und Resilienz“ (Akademie Verlag Berlin 2012). Jetzt legt er die Resultate seiner persönlichen Arbeit zum Thema „Resilienz“ vor, die sich besonders darin ausdrückt, dass er den Begriff „epistemische Resilienz“ einführt, der hier auch schon im Untertitel zu lesen ist. „Epistemische Resilienz ist Widerstandskraft, die aus inneren Quellen (im Gegensatz zu äußeren Quellen wie persönlichen Beziehungen, sozialen Kontakten, politischen und rechtlichen Strukturen, institutionellen Rahmenbedingungen, physischen Tangibilitäten oder kulturellen Sichtbarkeiten) gespeist wird.“ (S. 36).
Resilienz selbst ist im Bild gesprochen die Kraft, die ein lebendiger Baum aufweist, um nach einer Windböe, in der er sich neigt, in die Ausgangslage zurückzukehren (kein Zitat).

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Verlust der kirchlichen Bindung in Deutschland, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Thomas Großbölting: Der verlorene Himmel, Glaube in Deutschland nach 1945, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 2013, ISBN 9783647300405, Preis 29,99 Euro, Link zum Buch mit Infos: http://www.v-r.de/de/title-1-1/der_verlorene_himmel-1008292/

20131206-133716.jpgWer aktiv Gottesdienste gestaltet, Menschen bei und vor Amtshandlungen oder bei volkskirchlich geprägten Gottesdiensten wie Einschulung, Konfirmation und Heiligabend persönlich begegnet, dem muss eine eigenartige Form der unbeteiligten Beteiligung auffallen. Es sieht fast so aus, als würde man mehrheitlich an kirchlichen Anlässen unter Protest teilnehmen. Entsprechend ist die Reaktion der Kleriker, die diese Klientel mehrheitlich als „Distanzierte“ abwerten. Dabei tragen diese Menschen durch ihre Kirchensteuer nicht unbeträchtlich zur Fortführung der kirchlichen Arbeit bei. Sicherlich ist die Zahl der Austritte bemerkenswert, aber gemessen an solch zur Schau gestellter Uninteressiertheit eigentlich fast zu niedrig.

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Vernünftig von Gott reden, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

20131124-071214.jpgZu: Hubertus Halbfas: Der Herr ist nicht im Himmel, Sprachstörungen in der Rede von Gott, Sprachstörungen in der Rede von Gott, Schriften zur Glaubensreform/Band 2, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2013, mit Audio-CD: Vortrag von Hubertus Halbfas, gehalten am 6. März 2013 in Göttingen, ISBN 978-3-579-08162-5, Preis: 9,99 Euro

Dieser kleine Band mit einem Umfang von 48 Seiten enthält die schriftliche Fassung eines Vortrags, mit beigefügter Audio-CD, den der Autor vor Religionspädagogen in Göttingen gehalten hat. Die Thematik wurde für ihn angeregt durch von Roger Lenaers wie „In Gott leben ohne Gott“ (2011) und „Gläubiger Abschied von der Religion“ (2012).
Die Sache, um die es Hubertus Halbfas geht, ist am deutlichsten im Vorwort ausgesprochen: „Mit dem Übergang vom vormodernen zu einem modernen Gottesbild verbindet sich der Abschied von einem Glaubensmodell, das der Welt eine himmlische Parallelwelt verordnet. Solange dieser Dualismus besteht, verfehlt das kirchliche und theologische Reden das Weltbild des heutigen Menschen.“ (S. 6)

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Das erste Jesusbild der Evangelien, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Gerd Lüdemann: Der echte Jesus, Seine historischen Taten und Worte, Ein Lesebuch, zu Klampen Verlag, Springe 2013, ISBN 978-3-86674-186-7, Preis: 9,80 Euro

Dass Gerd Lüdemann, inzwischen emeritierter Theologieprofessor ohne kirchlichen Segen, weiterhin fleißig gearbeitet und publiziert hat, zeigt schon der ausführliche Literaturkatalog des Verlages zu Klampen zu seinen Publikationen im Anhang dieses Buches.

Auch das Literaturverzeichnis führt die Personen auf, die im Gebiet der Erforschung des Neuen Testaments Rang und Namen haben, von Martin Dibelius über Rudolf Bultmann bis Gerd Theißen. Ein Name jedoch fehlt in dieser Auflistung, der von Albert Schweitzer. Albert Schweitzer prägte die Bibelexegese, weil er nachwies, dass die Beschäftigung mit dem historischen Jesus jeweils zum Vorverständnis der Ausleger und Exegeten führt. Kann Gerd Lüdemann der Kritik Albert Schweitzers entgehen, wenn er meint, echte Jesus-Taten und -Worte nachweisen zu können?

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