Kein Haschisch, aber Cannabis, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2015

Zu: Dr. Franjo Grotenhermen, Markus Berger, Kathrin Gebhardt: Cannabidiol, CBD, Ein cannabishaltiges Compendium, Verlegt durch Nachtschatten Verlag AG, Solothurn, CH 2015, ISBN 978-3-03788-369-3, Preis: 24,80 Euro

cover_big_1501Bei der Diskussion um die Legalisierung für medizinische Zwecke kommt eine Information zu kurz, die lautet: Es gibt schon jetzt ein legales Cannabispräparat, das Cannabidiol heißt, kurz CBD. Das Autorenteam legt Wert darauf, sich ausschließlich auf die Anwendung, Herstellung und Zubereitung von CBD zu konzentrieren. Es ist Hanf als Medizin, hergestellt nicht aus illegalen Pflanzen, sondern aus landwirtschaftlich erzeugtem Industriehanf.

Dr. Franjo Grotenhermen, der als privat praktizierender Arzt in Rüthen, Kreis Soest, arbeitet, hat den ersten Teil des Buches geschrieben, der sich medizinisch mit CBD befasst. Markus Berger ist Ethnopharmakologe und erklärt die Möglichkeiten von CBD mit normalen Haushaltsmitteln. Kathrin Gebhardt befasst sich im dritten Teil als Konditorin mit der Erstellung von Cannabisprodukten auf Haushaltsbasis, Öle, Dipp, Gebäck, usw. bis hin zu Hautpflege und Kosmetik. „Kein Haschisch, aber Cannabis, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2015“ weiterlesen

Alzheimer frühzeitig verhindern. Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Dr. Gary Small/ Gigi Vorgan: Alzheimer ist kein Schicksal, Rechtzeitig gezielt vorbeugen, Aus dem Amerikanischen von Stefanie Hutter, Deutsche Erstausgabe Wilhelm Goldmann Verlag, München 2013, ISBN 978-3-442-17390-7, Preis: 9,99 Euro

20131109-185958.jpgDieses Buch über Alzheimer stellt die Krankheit nicht von ihren Symptomen her dar, sondern von der Vorgeschichte. Alzheimer als neurologische Demenzerkrankung am Ende des Lebens ist auch eine Erscheinung der Lebensweise in der westlichen Kultur. In Untersuchungen, die in diesem lesenswerten Buch dargestellt werden, wird gezeigt, dass das für die Alzheimersche Erkrankung verursachende Entzündungsniveau nicht so sehr durch Medikamente gesenkt werden kann, sondern durch körperliche Bewegung, gesunde Ernährung und geistige Aktivität. Selbst, wenn der Entschluss der Änderung des Lebenswandels noch nach dem sechzigsten Lebensjahr erfolgt, kann das Risiko der Entstehung der Alzheimerschen Erkrankung noch um über 40% gesenkt werden. „Alzheimer frühzeitig verhindern. Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013“ weiterlesen

Wo ist Zuhause? Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Hanna Kappus: Das Leben ist ein großes, Alzheimer – ein langer Abschied, Gütersloher Verlagshaus Gütersloher, ISBN 978-3-579-06673-8, Preis: 14,99 Euro

Das Leben ist ein grosses von Hanna Kappus“Sein Leben hat keine Struktur und gibt ihm keine Orientierung mehr. Er selbst ist nicht mehr fähig, seine Umwelt zu gestalten. In seiner kleinen Welt braucht er die ständige Rückversicherung, dass alles gut ist, dass er geborgen ist und geliebt wird.” (Seite 149). Von diesem Zitat her betrachtet wird im Buch von Hanna Kappus einfühlsam geschrieben, wie es bei ihrem Mann, Arzt, 53 Jahre, zur Diagnose Alzheimer kommt. Der erste Teil widmet sich dem Umgang mit der Diagnose, den ersten Anzeichen der Krankheit und den daraus folgenden Lebensentscheidungen. Der zweite Teil schildert die Aufnahme in die eigenständig gegründete Wohngemeinschaft. „Wo ist Zuhause? Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013“ weiterlesen

Demenz und Validation, Stichworte aus einem Vortrag von Bärbel Schenkluhn, Oberhausen.

Bärbel Schenkluhn ist Trainerin für integrative Validation nach Nicole Richard® und arbeitet im sozialen Dienst eines Seniorenzentrums in Essen-Kettwig. Der Vortrag wurde gehalten im Rahmen einer Demenzwoche des evangelischen Kirchenkreises Soest am 20.3.2013 im Mehrgenerationenhaus, Bad Sassendorf . (Mitschrift: Christoph Fleischer, Werl 2013)

 

Es geht darum, die Frage zu beantworten, wie man einen entsprechenden Rahmen schafft, um den Kontakt bzw. den Umgang mit Menschen mit Demenz wertschätzend und respektvoll zu gestalten. Die Begegnung ist bestimmt durch unterschiedliche Realitätsebenen, einerseits hier und jetzt (der orientierte Mensch) und andererseits in der Vergangenheit (innere Erlebniswelt des Menschen mit Demenz). Diese Diskrepanz löst Verwirrung aus, man kann sagen: Die Welt ist „ver-rückt“ für den Moment der Begegnung. Dies erklärt sich aus dem Krankheitsbild und der Symptomatik der Demenz.

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