„Genuss, Empfindung, Aufbegehren“ – zur Expressionismus-Ausstellung in Hamm, Christoph Fleischer, Werl 2012

 

Das im Jahr 1992 erweiterte Gustav Lübke Museum in Hamm hat den Mut, einen großen Teil seines Expressionismus Bestands in einer thematischen Ordnung  zu zeigen, um wenige Leihgaben ergänzt, eine Ausstellung, die durch ihre Ruhe und Unaufgeregtheit besticht. In einer Zeit, in der Expressionismus derart in Mode ist, dass man schon fast um den Erfolg dieser Schau fürchten muss. Barlach in Münster, der expressionistische Farbenrausch in Essen und die Rekonstruktion der Sonderbundausstellung 1912 in Köln. Dort befinden sich überall wichtige Werke des Expressionismus. Doch diese Ausstellung zeigt eine thematische Auswahl von Werken um und für das Bild des Menschen und offenbart damit das Grundthema des Expressionismus. Wilhelm Morgner (1891-1917) mit seiner farbmächtigen und großformatigen Malweise wird zum Star. Die Impulse van Goghs vermag keiner so einfühlsam aufzunehmen und weiterzuentwickeln wie er, mit Tempera auf Pappe! „„Genuss, Empfindung, Aufbegehren“ – zur Expressionismus-Ausstellung in Hamm, Christoph Fleischer, Werl 2012“ weiterlesen

Predigt über 1. Korinther 7, 29-31, Christoph Fleischer, Werl 2012

Gehalten wird die Predigt am Männersonntag 2012, den 21.10.2012 in Bad Sassendorf-Neuengeseke und Möhnesee-Körbecke

Liebe Gemeinde,

Bevor ich den Predigttext vorlese, möchte ich diesem Textabschnitt und der Predigt darüber eine Überschrift geben:
„Der Veränderungsprozess. Oder das Leben als Mann.“ „Predigt über 1. Korinther 7, 29-31, Christoph Fleischer, Werl 2012“ weiterlesen

Austausch über Rechtfertigung mit Gerd Kracht, Christoph Fleischer, Werl 2012

Anlass:

Eine Rundmail, die ich täglich abonniere ist ein Zitat von Neal Donald Walsch aus seinen Büchern „Gespräche mit Gott“ (Quelle: www.gespraechemitgott.org).
Am 1.10.2012 bekam ich den folgenden Spruch zugeschickt, der mich zu einer Nachfrage animierte:

Ihr definiert euch selbst über das, was ihr das Böse nennt, und über das, was ihr als das Gute bezeichnet. Von daher wäre es der größte Frevel, wenn ihr überhaupt nichts als böse bezeichnen würdet. GmG 1, Seite 206

Dieser Satz besagt doch ganz einfach, dass derjenige, der sich über den Unterschied von gut und böse definiert, wie das mit der christlichen Religion allgemein der Fall ist, dann einen Frevel, also etwas Böses begehen würde, wenn er nichts als böse bezeichnen würde. Es ist mir eigentlich egal, wie tief die Worte von Walsch philosophisch reflektiert sind, denn sie enthalten oft solche Wahrheit, die an die Sprüche eines Angelus Silesius erinnern. „Austausch über Rechtfertigung mit Gerd Kracht, Christoph Fleischer, Werl 2012“ weiterlesen

Kein Einfluss der Marienverehrung auf den Hexenwahn, Christoph Fleischer, Werl 2012

Eine Antwort auf Rudolf Fidlers Aufsatz: Rosenkranzaltar und Scheiterhaufen, in: Urs Beat Frei und Fredy Bühler, der Rosenkranz. Andacht-Geschichte-Kunst, Bern 2003, Seite 249-267, im Internet ohne Anmerkungen verfügbar. (Siehe: Quellen)

Der Autor Rudolf Fidler liegt in diesem Aufsatz das Ergebnis seiner Dissertation vor.

Es ist richtig, dass um das Jahr 1630 herum in Werl 70 Menschen der Hexenverfolgung zum Opfer gefallen sind, wie es Rudolf Fidler gleich in der Einleitung schreibt. Doch worin besteht der „unmittelbare Zusammenhang“ zu dem 1631 errichteten Rosenkranzalter, wie er es andeutet?

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Einspruch gegen den Weihnachtsfanatismus, Christoph Fleischer, Werl 2012

Einspruch gegen den Weihnachtsfanatismus, Christoph Fleischer, Werl 2012

Weihnachtsfanatiker nenne ich all die, die im August keine Dominosteine, im September keinen Christstollen, auch nicht als Konfekt mit  Bratapfelgeschmack, im Oktober keinen Lebkuchen und im November keine Schoko – oder Marzipan Christbaumkugeln mögen. Sie meinen: „Advent ist im Dezember“.

Doch wahrscheinlich gehen sie im Advent auch nicht auf dem Weihnachtsmarkt, da hat es für sie ja schließlich eine Fastenzeit ist. Selbstverständlich habe ich nichts dagegen, wenn der Weihnachtsmarkt im Dezember ist und auch nicht das ganze Jahr über ein rieselnder Tannenbaum im Wohnzimmer steht. Auch die Krippe baue ich nach Heilige Drei Könige wieder ab, wenn man sie auch als „Weihnachtsberg“ um andere Ereignisse der Geschichte Jesu erweitern könnte, wie auf dem beigefügten Bild aus Schneeberg.

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