Himmelfahrtspredigt über Apostelgeschichte 1, 3-11

Diese Predigt ist aus dem Jahr 2004 und ich halte sie in diesem Jahr  in Neuengeseke. Es gibt für mich absolut keine Veranlassung, an diesem Text etwas zu ändern.

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Foto: Niklas Fleischer (c), Friedensplatz Dortmund

Verlesung des Textes (Gute Nachricht Bibel)

Nach seinem Leiden und Sterben hatte er sich ihnen wiederholt gezeigt und ihnen die Gewissheit gegeben, dass er lebte. Während vierzig Tagen kam er damals zu ihnen und sprach mit ihnen darüber, wie Gott seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden werde.
Als Jesus wieder einmal bei ihnen war und mit ihnen aß, schärfte er ihnen ein: »Bleibt in Jerusalem und wartet auf den Geist, den mein Vater versprochen hat. Ich habe euch sein Kommen angekündigt, als ich euch sagte:
‘Johannes hat mit Wasser getauft, aber ihr werdet schon bald mit dem Geist Gottes getauft werden.’«
Die Versammelten fragten Jesus: »Herr, wirst du dann die Herrschaft Gottes in Israel wieder aufrichten?«
Jesus antwortete: »Mein Vater hat festgelegt, welche Zeiten bis dahin noch verstreichen müssen und wann es so weit ist. Ihr braucht das nicht zu wissen. Aber ihr werdet mit dem Heiligen Geist erfüllt werden, und dieser Geist wird euch die Kraft geben, überall als meine Zeugen aufzutreten: in Jerusalem, in ganz Judäa  und Samarien und bis ans äußerste Ende der Erde.« Während er das sagte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben. Eine Wolke nahm ihn auf, sodass sie ihn nicht mehr sehen konnten.
10 Als sie noch wie gebannt nach oben starrten und hinter ihm hersahen, standen plötzlich zwei weiß gekleidete Männer neben ihnen.  11 »Ihr Galiläer«, sagten sie, »warum steht ihr hier und schaut nach oben? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen wurde, wird auf dieselbe Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt weggehen sehen!«

Liebe Gemeinde!

Zwei Erinnerungen sind mir zu dieser Geschichte eingefallen:

– Die erste Episode erinnert an die Geschichte der Raumfahrt. Als Juri Gagarin, der russische Kosmonaut, der als erster von einem bemannten Raumflug zurückgekehrt war, sich einem Interview stellte, sagte er bekanntlich, dass er Gott im Himmel über der Erde nicht gesehen hätte. Sicherlich wäre das auch eine nicht ganz richtige Gottesvorstellung, die Gott als sichtbares Etwas im Weltall vermutet hätte. Doch was diese Anekdote über Gott etwas verdeckt ist, dass er auch als erster vom Blick aus dem Weltall berichtete. Er hat die Erde gesehen und gesagt, dass man von dort oben die Grenzlinien zwischen den Staaten nicht erkennen könne. Die Erde sei ein blauer Planet, der von dort oben dem Betrachter als ein Ganzes erschiene. Vom Himmel aus erscheint die Erde als ein unteilbares Ganzes. Dies scheint diesem Himmelfahrtsbericht der Apostelgeschichte ja ebenfalls sehr wichtig zu sein.

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Das Trauma wird weitergereicht, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2016

Zu: Matthias Lohre: Das Erbe der Kriegsenkel, Was das Schweigen der Eltern mit uns macht, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2016, 256 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-579-08636-1, Preis: 19,99 Euro

Das Erbe der Kriegsenkel von Matthias Lohre
Das Erbe der Kriegsenkel von Matthias Lohre

Der Journalist Matthias Lohre, dessen Foto auf dem hinteren Buchumschlag abgebildet ist, ist ein bekanntes Gesicht aus dem Fernsehen, wie ich meine. Er hat aus unterschiedlichen Ländern und Perspektiven berichtet. Sein Schwerpunkt ist politischer Journalismus, früher bei der taz und jetzt bei der ZEIT. Das Buch hingegen greift ein eher psychologisch-persönliches Thema auf, die Weitergabe von Erlebnissen und deren seelische Auswirkungen in die nächsten Generationen. Bei kaum einem Thema wird deutlicher, wie sich politische Ereignisse und Verhältnisse mit persönlichen verbinden wie bei einem Krieg und seinen traumatisierenden Erfahrungen. „Das Trauma wird weitergereicht, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2016“ weiterlesen