Handwerk, Technik, Industrie – Pressemeldung zum Tag des offenen Denkmals in Münster

Tag des offenen Denkmals: Münster setzt Bundesmotto ideenreich um

Münster. (SMS) Präzise Zeigermechanik in der Domuhr von 1542, fein gekerbte Totentänzer im Liudgerhaus aus dem 19. Jahrhundert, ungewöhnliche Verglasungen aus den 1960-Jahren auf Haus Heidhorn – am Sonntag, 13. September, lenken die Aktiven aus Münsters Denkmalszene den Blick ihrer Gäste auf handwerkliche Finessen und technische Details. Der Tag des offenen Denkmals lockt mit Angeboten quer über die Stadt verteilt.

153384VBei verschiedenen Führungen lassen sich beispielsweise ganz unterschiedliche Baustile entdecken: vom Expressionismus über Jugendstil und Neorenaissance bis zur Architektursprache der Nachkriegszeit. Nicht nur der Rundgang auf den Spuren des Architekten Alfred Hensen verspricht selbst Münster-Fans ganz neue Entdeckungen im vertrauten Straßenbild.

„Auch wenn mancher es eher nicht vermutet, Münster hat diverse technische Denkmäler zu bieten“, freut sich Mechthild Mennebröcker, städtische Denkmalpflegerin, über die Vielfalt der Veranstaltungen. So zeigt die Albachtener Mühle Mühlentechnik aus über 300 Jahren. Im Pumpwerk in der Hohen Ward wird erläutert, welche Rolle es noch heute für Münsters Trinkwasserversorgung spielt. Die Speicher aus Beton am Hafen und in Coerde zeugen vom versierten Umgang mit großen Mengen. Lorenbahn und Laufkatze im Kreuzviertel erinnern an eine Motorenfabrik.

Daneben gibt es verwunschene, vergessene und unbekannte Winkel zu entdecken, zum Beispiel bei zwei Kötterhäusern in Mecklenbeck und den Schwestern der Dames du Sacre-Coeur. Doch auch Münsters Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun ist zu seinem 320. Geburtstag vertreten, ob Lotharinger Kloster, Haus Rüschhaus oder der Aegidiikirche.

Das Programm gibt es u. a. in der Münster-Information im Stadthaus 1 sowie im Internet (www.muenster.de/stadt/denkmal). Wer darin das Rathaus vermisst, muss sich eine Woche gedulden: Am 20. September informieren Vorträge und Führungen über die vielen Facetten des frisch gebackenen Trägers des Europäischen Kulturerbe-Siegels. Auch diese Veranstaltungen finden sich im Programm.

Foto: Im Raster gestellte Betonstützen gliedern die großen Kornkammern, ob im Flechtheimspeicher oder den Speichergebäuden in Coerde. Davon kann man sich am Tag des offenen Denkmals überzeugen. Foto: Stadt Münster.

 

 

Gesund und angemessen ernähren, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2015

Zu: Ulrike Bron und Gunnar Brand: Genuss trotz Verzicht, Lecker essen bei Lebensmittelunverträglichkeiten, AURUM im J.Kamphausen Verlag, Bielefeld 2015, gedruckt auf 100% Receycling-Papier, ISBN 978-3-89901-969-8, Preis: 19,95 Euro

9783899019698Dieses Buch beginnt damit, daran zu erinnern, dass sich die Autoren Ulrike Bron und Gunnar Band als Therapeutin und als Ratsuchender begegnet sind. Dabei kam die Idee auf, einige Rezepte auszuprobieren und daraus ein Buch zu machen.

Die Therapeutin Ulrike Bron aus München ist seit Jahren auf das Thema Lebensmittelunverträglichkeiten spezialisiert und beruft sich dabei auf die Ärztin Dr. Sigrid Flade (lt. Homepage: Darmsanierung, Nahrungsmittelaustestung usw.).

Der Autor Gunnar Brand (MOEBEL COMPAGNIE, München) war bereit, seine ganze Leidenschaft fürs Kochen in die gemeinsame Arbeit einzubringen. Mit im Boot ist noch die Fotografin Lina Loos, die es verstand, die Mahlzeiten anschaulich in Szene zu setzen. „Gesund und angemessen ernähren, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2015“ weiterlesen

Predigt mit Zitaten von Dorothee Sölle über die Gesellschaft der Räuber und Passanten – Christoph Fleischer

Lukas 10,25-37
25 Da trat ein Gesetzeslehrer auf, um ihn zu versuchen, und fragte: »Meister, was muß ich tun, um ewiges Leben zu ererben?« 26 Jesus erwiderte ihm: »Was steht im Gesetz geschrieben? Wie lauten da die Worte?« 27 Er gab zur Antwort: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit aller deiner Kraft und mit deinem ganzen Denken« (5.Mose 6,5) und »deinen Nächsten wie dich selbst« (3.Mose 19,18). 28 Jesus sagte zu ihm: »Du hast richtig geantwortet; tu das, so wirst du leben!« 29 Jener wollte sich aber rechtfertigen und sagte zu Jesus: »Ja, wer ist denn mein Nächster?« 30 Da erwiderte Jesus: »Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel Räubern in die Hände; die plünderten ihn aus, schlugen ihn blutig, ließen ihn halbtot liegen und gingen davon. 31 Zufällig kam ein Priester jene Straße hinabgezogen und sah ihn liegen, ging aber vorüber. 32 Ebenso kam auch ein Levit an die Stelle und sah ihn, ging aber vorüber. 33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam in seine Nähe, und als er ihn sah, fühlte er Mitleid mit ihm; 34 er trat an ihn heran und verband ihm die Wunden, wobei er Öl und Wein darauf goß; dann setzte er ihn auf sein Maultier, brachte ihn in eine Herberge und verpflegte ihn. 35 Am folgenden Morgen holte er zwei Denare (= Silberstücke) heraus (aus seinem Beutel), gab sie dem Wirt und sagte: ›Verpflege ihn, und was es dich etwa mehr kostet, will ich dir bei meiner Rückkehr ersetzen.‹ 36 Wer von diesen dreien hat sich nun nach deiner Ansicht dem unter die Räuber Gefallenen als Nächster erwiesen?« 37 Jener antwortete: »Der, welcher die Barmherzigkeit an ihm geübt hat.« Da sagte Jesus zu ihm: »So gehe hin und handle du ebenso!«

Liebe Gemeinde,

zunächst möchte ich das Gleichnis noch ein wenig nacherzählen…

Skizzieren möchte ich den Inhalt des Gleichnisses, indem ich nach möglichen Überschriften frage:

  • riskante Geschäftsreise,
  • unterlassene Hilfeleistung
  • Erste Hilfe
  • vom fremden Nächsten
  • was kostet die Pflege?

In einem Aufsatz über diesen Bibeltext hat die Theologien Dorothee Sölle Gedanken dieses Textes in die heutige Zeit übertragen. Sie erzählt Beispiele von Begegnungen und Erfahrungen, die ich kurz skizzieren möchte.

(Einige Zitate aus dem Aufsatz: Dorothee Sölle; Die Gesellschaft der Räuber und Passanten, in: Vom Nächsten, Walter Jens (Hrsg.), DtV Verlag München 1984, zuerst Stuttgart 1973, danach auch erschienen im Buch von Dorothee Sölle, Sympathie, Stuttgart 1978).

Dorothee Sölle beginnt mit der Beschreibung eines Arbeiters in einer französischen Metallfabrik. Aufgrund eines Arbeitsunfalls sind ihm verboten, schwere Lasten zu tragen. Die Kollegen glauben ihm erst, wenn er sein T-Shirt hochzieht und ihnen die Narben an seinem Rücken zeigt. Er kann nicht gekündigt werden, aber wird von einer Abteilung in eine andere versetzt. Und immer wieder das gleiche Spießrutenlaufen. Eine politische Meinung konnte er sich schon gar nicht leisten, so schreibt Dorothee Sölle: „Er war den Umständen völlig ausgeliefert. Er war das Opfer, ausgezogen, bedroht und gejagt. Auch das ist eine Geschichte von einem, der den Räubern in die Hände fiel. Jesu Erzählung spricht über das Verhalten von vier verschiedenen Gruppen von Menschen. Da gibt es Räuber und Opfer, da gibt es Vorübergehende und Helfer.“

Dorothee Sölle vergleicht die Geschichte des Arbeiters  Viktor, die dieser auf einer Tagung erzählte mit den Worten Jesu und fragte sich, ob das Ziel wohl das gleiche ist: Jesus will herausfinden, auf welche Seite wir gehören. „Predigt mit Zitaten von Dorothee Sölle über die Gesellschaft der Räuber und Passanten – Christoph Fleischer“ weiterlesen

Glaubensbekenntnisse Marlies Blauth, Heiko Kuschel, Wilhelm Willms, Dorothee Sölle, Jörg Zink und andere, Christoph Fleischer Werl 2010

Die folgende Sammlung moderner Glaubensbekenntnisse sollte noch erweitert werden.

„Glaubensbekenntnisse Marlies Blauth, Heiko Kuschel, Wilhelm Willms, Dorothee Sölle, Jörg Zink und andere, Christoph Fleischer Werl 2010“ weiterlesen

Sei dein eigener Coach! Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2015

Zu: Yvette Pichlkostner: Hilf dir selbst, Eine tiefenanalytische Reise ins Land der eigenen Seele und eine praktische Anleitung zum Selbstcoaching-Tool „Hilf dir selbst“, Verlag Kamphausen Bielefeld 2014, ISBN 978-3-95883-002-8, 160 Karten mit einer Anleitung, Preis 39,90 Euro

9783958830028Zusätzlich zur Anleitung sollte man zunächst das Interview-Video auf Youtube (Suchwort: Pichlkostner) ansehen. Die fragende Journalistin konfrontiert die Autorin Yvette Pichlkostner-Nowak mit der konkreten Frage: „Wie werde ich mehr Erfolg haben?“ Dazu kann die Autorin und erfahrene Heilpraktikerin (Psychotherapie) sowohl ihren eigenen Ansatz der Kinesiologie erläutern als auch die Funktionsweise der Arbeit mit dem Kartenset erklären und darstellen. Die Begriffskarten, die etwas länger sind als die Bildkarten, werden jeweils zuerst gezogen und dann nacheinander mit einer Bildkarte kombiniert. Erst nach einem kurzen Gespräch, in dem sich die Interviewerin mit der Bild-Begriffskombination auseinandersetzt, wird die nächste Kartenkombination gezogen. Obwohl die Auswahl der Karten auf dem Zufallsprinzip beruht und hier keine intuitive Auswahl möglich ist, findet sie recht schnell eine persönliche Erklärung zu den gewählten Kartenkombinationen. „Sei dein eigener Coach! Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2015“ weiterlesen