Schüsse im Gefängnishof, tödlicher Widerstand und ein „Bunkerknacker“ – Menschen und Schicksale hinter unscheinbaren Gedenktafeln (Einblicke in die Gedenklandschaft Münsters)

Münster. Sie prägen das Stadtbild. Täglich sehen und übersehen wir sie – Denkmäler und Ehrenmale. Über 100 Objekte erinnern an Straßen, Gebäuden, in Parks und auf Friedhöfen an Opfer von Krieg und Gewalt. Ausgewählte Beispiele für die reiche Gedenklandschaft Münsters stellen wir in einer Serie vor. Heute: Menschen und Schicksale hinter unscheinbaren Gedenktafeln. Die kleine Bronzetafel auf einer zugemauerten Türöffnung des Gefängnisses an der Gartenstraße legt seit 1986 Zeugnis ab von einer Gräueltat, die nur sechs Wochen vor der Kapitulation der deutschen Nationalsozialisten 17 russischen Zwangsarbeitern das Leben kostete. 16 Männer und eine Frau wurden am 29. März 1945 im Hof des Zuchthauses von der Gestapo kaltblütig erschossen. „Schüsse im Gefängnishof, tödlicher Widerstand und ein „Bunkerknacker“ – Menschen und Schicksale hinter unscheinbaren Gedenktafeln (Einblicke in die Gedenklandschaft Münsters)“ weiterlesen

Die Bibel ohne Scheuklappen lesen. Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Othmar Keel: Jerusalem und der eine Gott, Vandenhoeck und Ruprecht Göttingen 2011, ISBN Print: 9783525540107, ISBN E-Book: 9783647540108, Preis: 19,99 Euro, Bezugsquelle: http://www.v-r.de/de/title-1-1/jerusalem_und_der_eine_gott-1007707/

Othmar Keel, geboren 1937, schweizerischer katholischer Theologe, widmet seine 978-3-525-54010-7wissenschaftliche Arbeit der gründlichen religionsgeschichtlichen Untersuchung der Bibel. Besonders eindrücklich sind die Zeichnungen archäologischer Zeugnisse wie Amulette, Münzen, Inschriften u. ä ., die vor allem in den letzten Jahrzehnten in Jerusalem gefunden wurden. Das hier zu rezensierende Buch fasst die Ergebnisse des weit umfangreicheren Bandes „Jerusalem und die Entstehung des Monotheismus“ (ds., Göttingen 2007) zusammen. Besonders vor dem Hintergrund der von Jan Assmann* u. a. vertretenen These zur Geschichte des Monotheismus als Instrument von Gewalt nach Innen und Außen ist der Band von Othmar Keel bemerkenswert. Kurz gesagt: Die historische Einordnung der archäologischen Zeugnisse, die in Jerusalem gefunden wurden und das Geschichtsbild, das sich aus dem vordergründig verstandenen Bibeltext ergibt, sind nicht miteinander in Deckung zu bringen. „Die Bibel ohne Scheuklappen lesen. Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013“ weiterlesen

Umweltamt informiert: Ozonwerte steigen -nur in Bielefeld?

Die hohen Temperaturen mit viel Sonne und schwachem Wind sorgen auch in Bielefeld für hohe Ozonkonzentrationen in der Luft. Darüber informiert das Umweltamt vorsorglich. Aktuell wird zwar der Zielwert für den Gesundheitsschutz von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) Luft als Acht-Stunden-Mittelwert noch nicht überschritten, nach den Prognosen ist dies jedoch in den nächsten Tagen wahrscheinlich. Ob auch der Schwellenwert von 180 µg/m³ Luft als Ein-Stunden-Mittelwert überschritten wird, der zu einer Information der Bevölkerung verpflichtet, hängt wohl von den Niederschlägen der nächsten Tage ab. „Umweltamt informiert: Ozonwerte steigen -nur in Bielefeld?“ weiterlesen

Führung durch “Luftschutzstollen Altstadt” in Iserlohn, Anmeldung erforderlich!

Zu einer öffentlichen Führung durch den “Luftschutzstollen Altstadt” lädt das Stadtmuseum Iserlohn alle Interessierten am kommenden Freitag, 26. Juli, um 15 Uhr herzlich ein.
Dass die Iserlohner Eisen- und Messingindustrie durch ihre Rüstungsproduktion ein mögliches Angriffsziel der Alliierten darstellte, ließ die Angst der Iserlohner Bevölkerung wachsen, denn die Luftangriffe auf die Städte des Ruhrgebietes nahmen von 1942 an immer mehr zu.

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Widerstand gegen Nationalsozialisten in Münster

Clemens August Graf von Galen: Vor 80 Jahren zum Bischof gewählt
(„Löwe von Münster“)

Vor 80 Jahren – am 18. Juli 1933 – wurde Clemens August Graf von Galen zum Bischof von Münster gewählt. Schon wenige Monate nach seiner Amtseinführung geriet er wegen der Auflösung des katholischen Vereinswesens mit dem nationalsozialistischen Regime aneinander.
Seine öffentliche Kritik an der Ermordung von körperlich und geistig behinderten Menschen und der Verfolgung der christlichen Kirche brachten ihm nach dem Zweiten Weltkrieg den Beinamen „Der Löwe von Münster“ ein. Die 1941 gehaltenen Predigten gegen die Euthanasie machten ihn weit über die Grenzen Deutschlands hinaus als Regimegegner bekannt.

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