Italien für Anfänger und Fortgeschrittene, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2012

zu: Patric Marino: Nonno spricht, Lokwort Verlag Bern 2012, 87 Seiten, ISBN 978-3-906786-42-1, Preis: 15,90 Euro

Nonno spricht (Coverseite)Nonno ist der Großvater von Patric, der als Sohn eines italienischen Einwanderers in der Schweiz lebt. Calabrien, wo Nonno mit Nonna, der Großmutter, verheiratet ist und bald goldene Hochzeit feiern wird, zieht wie ein Magnet all diejenigen an, die von dort kommen oder ihre Wurzeln haben. Das Buch von Patric Marino erkundet diesen Magnetismus, die Anziehungskraft Calabriens.

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Zeugnisse islamischer Tradition, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2012

Zu: Der Ḥadith, Urkunde der islamischen Tradition. Ausgewählt und übersetzt von Adel Theodor Khoury, Band V: Aus der schiitischen Überlieferung, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2011, ISBN 978-3-579-08070-3, Preis: 49,95 Euro.

 

Aus der schiitischen Ueberlieferung vonDer Ḥadith liegt nun in der fünfbändigen deutschsprachigen Ausgabe in der Übersetzung und Edition von Adel Theodor Khoury im Gütersloher Verlagshaus vor. Was diese fünfbändige Ausgabe vermutlich besonders auszeichnet gegenüber allen Ausgaben der arabischen Welt ist, dass hier die schiitischen Texte in einer Ausgabe mit den sunnitischen veröffentlicht werden. Die Texte des 5. Bandes gehören nicht zur Sunnah, der rechtsgültigen islamischen Tradition im sunnitischen Islam. „Zeugnisse islamischer Tradition, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2012“ weiterlesen

Die innere Stimme wiederfinden. Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2012

Zu: Jando: Sternenreiter, Kleine Sterne leuchten ewig, KoRos Nord Bad Zwischenahn 2012, CD 123 Minuten, Musik von Isgaard und Carmen Dethof, ISBN 978-3-9814863-4-6, Preis: 14,95 Euro und

Jando: Sternenreiter, Kleine Sterne leuchten ewig, Koros Nord, Bad Zwischenahn 2012, ISBN 978-3981486315, Preis 13,95 Euro

 

Cover SternenreiterZunächst das Hörbuch zu hören und dann das gedruckte Buch zu lesen, war eine interessante Erfahrung. Bei beiden ist der Text eingebettet in eine ästhetische Gestaltung. Das Hörbuch wartet auf mit Musik der Sängerin Isgaard, Echopreisträgerin, während das Buch stimmungsvolle Bilder von Antjeca enthält. Die Botschaft des Buches ist klar zu umschreiben: Wenn dich dein Beruf auffrisst, und du sowohl den Kontakt zu deiner Familie als auch zu deiner inneren Stimme verlierst, dann solltest du dein Leben ändern, bevor du durch einen Unfall oder eine Krankheit dazu gezwungen wirst. „Die innere Stimme wiederfinden. Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2012“ weiterlesen

Auserkoren. Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2012

Zu: Klaas Huizing: Mein Süßkind, Ein Jesus-Roman, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2012, ISBN 978-3-579-06579-3, Preis: 19,99 Euro

Mein Suesskind von Klaas HuizingEin Jesus-Roman, wie es im Untertitel heißt, muss sich zum einen an der Vorlage messen lassen, der Bibel, und zum anderen an den bislang schon geschriebenen Jesus-Büchern der Literatur und Religion. Kein einfaches Unterfangen, was jedoch der geübte Romanautor und  Journalist (Chefredakteur Kulturmagazin OPUS) recht gut meistert. Angeregt durch die späteren Kindheitsevangelien, von deren Inhalt auch der Koran weiß, verlegt er Worte und Taten Jesu, Gesten und Wunder schlicht in seine Kindheit. „Auserkoren. Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2012“ weiterlesen

Sekten mit Humor statt mit Hass beschreiben, Rezension von Gerhard Kracht, Recklinghausen 2012

Zu: Gerald Willms, „Die wunderbare Welt der Sekten. von Paulus bis Scientology.“ Vandenhoeck &Ruprecht, Göttingen 2012

Gehören für den Gerald Willms die „Sekten“ zur wunderbaren Welt dazu? Der Autor lässt daran kaum Zweifel. Die Vorzeichen vor dem, – wie dann auch immer gedeuteten Begriff: „Sekten“, – waren im gewohnten Denken mit einer Minusklammer versehen. Gerald Willms bleibt in Beschreibung und Beurteilung unterschiedlicher religiöser Phänomene, geschmeidig und leichtfüßig. Dabei liefert er einer Fülle von wissenschaftlichen Fakten, die seine Sichtweise bestätigen. Unspektakulär klärt der Autor in einer Sprache auf, die in den Überschriften, einer Panik -erzeugenden Horror-Geschichte entbehrt.

Willms eigene Zugangsweise unterscheidet sich von den bekannten kirchlichen Kompendien. Die großkirchlich eingeleitete Frage: “Ist eine bestimmte Gruppe mit den Richtlinien der Großkirche in Übereinstimmung zu bringen, oder eben nicht?“,  entfällt bei Willms. Die Frage: „Darf man,- oder darf man nicht?“, wurde bis dato kirchlich erörtert. Willms hingegen sortiert nicht „gut und böse“ aus. Er lässt das Spektrum religiöser Erscheinungen einfach nebeneinander existieren. Für Willms trifft die gängige Anti- Sekten-Polemik  nicht zu. Das gewohnte „schwarz –weiß- Denken“, fordert deshalb bei der Lektüre der wunderbaren Welt einige Konzentrationsübungen.

Das Buch ist im eigentlichen Sinne die endgültige Aufgabe der ehemaligen alleingültigen kirchlichen Hoheitsrechte: Was als „richtig“ oder „falsch“ einzuschätzen ist, definierte im christlichen Abendland die Religion in Gestalt der Großkirchen. Was religiös „richtig oder falsch“ war, wurde von Gewalt und Inquisition durchgesetzt, und mit dem Aufkommen der Sektenbeauftragten Anfang der siebziger Jahre weitergesponnen. „Sekten mit Humor statt mit Hass beschreiben, Rezension von Gerhard Kracht, Recklinghausen 2012“ weiterlesen