Vortrag zur Soester Fehde, Teil einer Pressemeldung

Den Beginn macht dabei am Montag, 27. Juli 2015, um 19:30 Uhr im Gemeindehaus St. Patrokli Prof. Dr. Werner Freitag, von der Universität Münster. In seinem Vortrag „Das lange Spätmittelalter – Die Soester Fehde als Beispiel für die Auseinandersetzungen vor und um die Reformation“ schildert er zunächst die Soester Fehde als Konflikt um die Autonomie der Stadt, um anschließend, im zweiten Schritt, die im „pactum ducale“ fest geltenden Rechte der Stadt und die wenigen Zugriffsmöglichkeiten des neuen Landesherrn, des Herzogs von Kleve, zu thematisieren. Schließlich geht es um die langfristigen Folgen der Soester Fehde und zwar für die Reformation im Sinne Luthers: die innerkirchlichen Reformen des Herzogs von Jülich-Kleve-Berg und die Reformationsereignisse in Soest 1532/1533. Der Vortrag wird sich dabei immer wieder mit der Frage beschäftigen, mit welchen Instrumenten der Landesherr versuchte, die Reformation in Soest aufzuhalten. Schließlich versuchte der Herzog auf diese Weise, Rechte zurückzugewinnen, die seine Vorgänger den Soestern nach der Fehde gewährt hatten. Veranstalter ist der Rat christlicher Gemeinden. In diesem Rahmen wird auch die Soester Fehde durch die Landrätin des Kreises Soest, Eva Irrgang, sowie den Soester Bürgermeister, Dr. Eckhard Ruthemeyer offiziell eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Predigt über Johannes 6, 1 – 15 mit Texten von Marlies Blauth, Jörg Zink und Beate Weingardt, Christoph Fleischer, Welver 2015

Johannes 6, 1 – 15 (Gute Nachricht Bibel)

Danach fuhr Jesus über den See von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt. Eine große Menge Menschen folgte ihm, weil sie seine Wunder an den Kranken gesehen. Jesus stieg auf einen Berg und setzte sich mit seinen Jüngern. Es war kurz vor dem jüdischen Passahfest. Jesus blickte auf und sah die Menschenmenge auf sich zukommen. Er wandte sich an Philippus: »Wo können wir Brot kaufen, damit alle diese Leute zu essen bekommen?« Das sagte er, um Philippus auf die Probe zu stellen; er selbst wusste schon, was er tun würde. Philippus antwortete: »Zweihundert Silberstücke wären nicht genug, um so viel zu kaufen, dass jeder auch nur einen Brocken abbekommt.« Andreas, ein anderer Jünger, der Bruder von Simon Petrus, sagte: »Hier ist ein Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische. Aber was ist das schon bei so einer Menschenmenge? « »Sorgt dafür, dass die Leute sich setzen«, sagte Jesus. Es gab viel Gras an dem Ort. Sie setzten sich; ungefähr fünftausend Männer waren da. Jesus nahm die Brote, sprach darüber das Dankgebet und verteilte sie an die Menge. Mit den Fischen tat er dasselbe, und alle hatten reichlich zu essen. Als sie satt waren, sagte er zu seinen Jüngern: »Sammelt die Brotreste auf, damit nichts verdirbt.« Sie taten es und füllten zwölf Körbe mit den Resten. So viel war von den fünf Gerstenbroten übrig geblieben. Als die Leute das Wunder sahen, das Jesus vollbracht hatte, sagten sie: »Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll!« Jesus merkte, dass sie drauf und dran waren, ihn mit Gewalt zu ihrem König zu machen. Deshalb zog er sich wieder auf den Berg zurück, ganz für sich allein.

Liebe Gemeinde,

bei einem Bibelgespräch in der REHA-Klinik Möhnesee sagte mir einmal jemand, ich möge den Bibeltext in die Gegenwart hinein sprechen lassen, nicht in die Vergangenheit. Natürlich tendiere ich immer zunächst ein wenig dazu, mir den Text selbst vorstellen zu wollen, wie er damals gemeint war. Aber das soll etwas für die heutige Zeit etwas bedeuten.

Mir begegnete in diesen Tagen ein Gedicht, von Marlies Blauth, einer Malerin und Autorin aus dem Rheinland. Erst im Nachhinein fiel mir auf, dass dieses Gedicht auch Gedanken zu Johannes 6 enthalten könnte:

„gottesdienst/ durch die hirnwindungen/ dieser stadt wandern/ zehntausend in ihre mitte – / erhoffen sich heilung/ von ihren wünschen./ ja, die mitgliedschaft kostet,/ „im namen gottes/ nimm drei davon“,/ dann kriegst du/ das ewige leben in bunt./ über glastreppen/ rollt die welle der gläubigen,/ vorbei an brunnen springen/ die kinder, entdecken/ begeistern im tiefen/ ihr neu gekleidetes spiegelbild -/ während die eltern sich/ von opferstock zu opferstock weiter -/ quälen, am schicksal der welt/ mittragen, tüten und taschen/ mit freundlichen predigten/ halten und tauschen:/ einer trage des anderen last./ jetzt singen kinderchöre davon,/ dass sie unlustig sind,/ aber trost kehrt ein mit/ dem heiligen abendmahl/ in der pappschale./ reibt er sich seine hände, der gott/ des verkaufsoffnen sonntags -“ (Marlies Blauth: zarte takte tröpfelt die zeit, Mit Nachworten von Jutta Höfel, NordPark Wuppertal 2015, S.50/51) „Predigt über Johannes 6, 1 – 15 mit Texten von Marlies Blauth, Jörg Zink und Beate Weingardt, Christoph Fleischer, Welver 2015“ weiterlesen

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