Dieser Text ist in der neuen Perikopenordnung für den vorletzten Sonntag des Kirchenjahres in der 6. Reihe vorgesehen. Ich greife diesen Textvorschlag auf. Auf Predigthilfen kann ich dabei nicht zurückgreifen, da der Text bislang nicht zu den Predigttexten gehörte.
P. Antonio Sagardoy: Teresa von Ávila, Trotzdem liebe ich die Kirche, Styria Verlag Wien, Graz Klagenfurt; ISBN 978-3-222-13464-7, gebundene Ausgabe € 14,99
Am 28.03.2015 jährt sich zum 500. Mal der Geburtstag von Teresa von Ávila. Sie war eine in weiten Teilen kaum bekannte und doch in vielfacher Hinsicht sehr bemerkenswerte Ordensfrau, die in eine dunkle Zeit der Umbrüche, Irrungen, Neuanfänge, in eine Zeit vielfacher Schwierigkeiten und Ablehnungen hineingeboren wird, und die es doch immer wieder schafft, sich auf sehr bemerkenswerte Weise den Herausforderungen des Lebens und des Glaubens zu stellen. Bereits 40 Jahre nach ihrem Tod wird sie Heilig gesprochen und 1970 schließlich von Papst Paul VI. zur Kirchenlehrerin erhoben. Aus Anlass des besondere Jubiläums ihres Geburtstages veröffentlicht P. Antonio Sagardoy (OCD) sein neuestes Buch, in dem er sich – wieder einmal – mit dem Leben der Teresa von Ávila beschäftigt. Dabei geht es ihm, eigenen Angaben zufolge, vor allem darum, „die Liebe zur Kirche bei Teresa von Ávila herauszustellen und zu unterstreichen.“ Dazu führt er aus: „Die Aktualität des Themas ist nicht zu leugnen: In den letzten Jahren sind wir mit problematischen Seiten des kirchlichen Lebens konfrontiert, die Gestalt von Papst Franziskus lässt aber auch in vielen Menschen neues Vertrauen zur Kirche entstehen.
Diese Predigt hielt ich am heutigen Sonntag, den 2.11.2014 in der Kirche Maria zur Höhe in Soest. Sie ist meiner Mutter gewidmet, die heute vor fünf Jahren gestorben ist.
Korinther 3,(1-2)3-6(7-9)
1 Fange ich schon wieder an, mich selbst anzupreisen? Oder brauche ich vielleicht Empfehlungsschreiben an euch oder von euch, wie gewisse Leute sie nötig haben? 2 Ihr selbst seid mein Empfehlungsbrief! Er ist in mein Herz geschrieben und alle können ihn sehen und lesen.
3 Für alle ist sichtbar:
Ihr seid ein Brief von Christus, ausgefertigt und überbracht durch meinen Dienst als Apostel. Dieser Brief ist nicht mit Tinte geschrieben, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes.
Er steht nicht auf Steintafeln, sondern in den Herzen von Menschen.
4 So viel Selbstvertrauen habe ich vor Gott, weil Christus mich in seinen Dienst gestellt hat.
5 Ich meine nicht, dass ich einem solchen Auftrag aus eigener Kraft gewachsen bin und mir irgendetwas selbst zuschreiben kann.
Gott ist es, der mir die Fähigkeit dazu geschenkt hat.
6 Er hat mich fähig gemacht, ihm zu dienen durch die Bekanntmachung seines neuen Bundes. Dieser Bund unterscheidet sich dadurch von dem früheren Bund, dass Gott jetzt nicht ein geschriebenes Gesetz gibt, sondern seinen Geist.
Der Buchstabe des Gesetzes führt zum Tod; der Geist aber führt zum Leben.
Liebe Gemeinde!
(Ich zeige ein Schild und lasse dazu Assoziationen laut werden mit den Worten:)
Ihr seid ein Brief von Christus,
nicht mit Tinte geschrieben,
sondern mit dem Geist
des lebendigen Gottes.
Das ist Vers 3 in Kurzform. Bei der Vorbereitung habe ich eine Beobachtung gemacht: Wenn ich diesen Spruch auf ein gelbes Schild schreibe, wie hier, dann stellt sich die Assoziation ein: Ortsschild. Wir sind ein Ort, an dem dies gilt: Brief Christi zu sein. Geschrieben mit dem Geist des lebendigen Gottes. Dieser Satz stellt die Kirche in all seinen Teilen dar, in allen Personen. Der Geist des lebendigen Gottes macht aus gewöhnlichen Menschen Botschafter Jesu Christi. Zu dem Inhalt gleich noch mehr. „Predigt über 2. Korinther 3, 1-6, Christoph Fleischer, Welver 2014“ weiterlesen
Zu: Jonas Jonasson: Die Analphabetin, die rechnen konnte, carl´s books München 2013, ISBN 9783570585122, Preis: 19,99 Euro (gebunden, 445 Seiten)
Der Autor ist inzwischen kein unbekannter, seit er mit seinem Erstling die Bestsellerlisten angeführt hat (Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand). Trotzdem wehren sich Geschwister zu Recht, wenn sie ständig miteinander verglichen werden. Ich lese das Buch, ohne den vorangegangenen Bestseller zu kennen. Und ich frage auch vielleicht nicht so sehr nach literaturwissenschaftlichen Kriterien, sondern nach der Botschaft. Der Schluss des Buches, der schon bald vorauszusehen ist, macht das vielleicht auch ein wenig einfach. Niemand fragt ernstlich danach, ob die Atombombe, die hier um den halben Globus wandert, zuletzt explodiert oder nicht.
Hätten Sie gedacht, dass mehr Deutsche das Vaterunser auswendig können, als den Text der Nationalhymne? Jeder Zweite hierzulande kennt dieses zentrale Gebet. Damit zählt es für viele Menschen zu ihrem „protestantischen Handgepäck“ – zu den zentralen Texten, die ihnen bezüglich ihres Glaubens etwas bedeuten, mit denen sie eine Erinnerung, eine Geschichte, ein Gefühl oder ein Gedanke verbindet. Die sie überallhin und durch alle Zeiten begleiten. Und die ihnen wichtig sind.
Welcher Text ist das bei Ihnen?
Schreiben Sie uns, welche Glaubensworte, Liedzeilen, Gebets- oder Psalmverse, Bibelstellen oder Bekenntnistexte für Sie eine Rolle spielen – und warum.
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