Gott, der, die, das Ewige. Rezension von Marlies Blauth, Meerbusch 2013

Ina Praetorius: Ich glaube an Gott und so weiter… Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2013. ISBN 978-3-579-08169-4, 16,99 €

Ich glaube an Gott und so weiter von Ina PraetoriusSoso, eine Auslegung des Glaubensbekenntnisses, ein Zerlegen, ein Verhackstücken Zeile für Zeile. Will ich das Buch überhaupt lesen? Denn ich erinnere mich, unangenehm, ans Auswendiglernen: „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. – Was ist das? (und so weiter)“. Luthers Erklärungen waren für uns KonfirmandInnen manchmal kryptischer als der Textabschnitt, den sie erläutern sollten. „Gott, der, die, das Ewige. Rezension von Marlies Blauth, Meerbusch 2013“ weiterlesen

Ausgelieferte, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Bruno Preisendörfer: Die Schutzbefohlenen, Psychosozial-Verlag Gießen 2013, ISBN 978-3-8379-2251-6, Preis: 19,90 €

20130813-150807.jpgWenn es doch auch wenig hilfreich ist, die Pointe einer Erzählung oder eines Romans in einer Rezension vorwegzunehmen so ist es umso einfacher und wichtiger, seine inhaltliche Linie auf einen Punkt zu bringen. Die Frage, die Bruno Preisendörfer mit seinem Titel stellt und in Form einer Erzählung erzählerisch beantwortet, lautet: „Wer sind die Schutzbefohlenen? Wofür und wovor werden sie geschützt?“

„Ausgelieferte, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013“ weiterlesen

Der Geist ist weiblich, Rezension von Marlies Blauth, Meerbusch, 2013

Christa Mulack: Der veruntreute Jesus. Die Botschaft Jesu vom „Reich der Königin“, Pomaska-Brand Verlag,/Edition fabrica libri, Schalksmühle 2009, ISBN 978-3-935937-62-7, 19,80 €

Mulack, Jesus_CoverJa, man muss sie erst runterschlucken, die gemischten Gefühle: Warum sollten Frauen die besseren Menschen, Matriarchate die menschlichere Gesellschaftsform sein? Andererseits  stimmt es doch: Eigenschaften wie Fürsorglichkeit, Hilfsbereitschaft, Anteilnehmen sind nach wie vor weiblich besetzt, und wehe, ein Mann hat zuviel davon – die verletzenden Begriffe für ihn kennen wir. Und das Matriarchat hat in unserem Umkreis nie eine Chance bekommen, während üblicherweise in den patriarchalen Systemen Ehrgeiz und Machtlust ständig zu irgendwelchen Kriegshandlungen führten und führen.

„Der Geist ist weiblich, Rezension von Marlies Blauth, Meerbusch, 2013“ weiterlesen

Konfessionsverbindender Gesang, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Deutscher Kirchengesang in der Neuzeit, Eine Gesangsbuchanthologie, Hrsg. von Gustav Adolf Krieg, Verlag der Weltreligionen im Insel Verlag Berlin 2013, ISBN 978-3-458-70040-1, Preis: 54,00 Euro

70040Dem vielleicht zunächst abschreckenden Preis von 54 Euro stehen 984 eng auf dünnem und solidem Gesangbuchpapier gedruckte Seiten gegenüber, so dass hier ein kompaktes Handbuch entstanden ist. Mehr als die Hälfte dieses Buches geht auf das Konto einer Liedsammlung mit und ohne Noten. Die Herkunftszeit der Lieder reicht von der Entstehung des deutschen Kirchenlieds in der Reformationszeit bis hin zum 19. Jahrhundert (Neuzeit). Die Zeit von etwa 1900 bis heute ist also ausgespart und könnte das Material für einen zweiten Band liefern. „Konfessionsverbindender Gesang, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013“ weiterlesen

Vergangenheit als Aufgabe, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Ann Brashares: So nah und doch so fern, Roman, Aus dem Amerikanischen von Sylvia Spatz, carl´s books München 2013, ISBN 978-3-570-58517-7, Preis: 14,99 Euro

Brashares_So nah und doch so fernAnn Brashares ist amerikanische Autorin (www.annbrashares.com) und stellt mit diesem Roman die Frage, was „Erinnerung“ für unser Leben bedeutet („My Name is Memory“, 2010). Bekannt geworden ist sie durch einige Jugendbücher, in denen es jeweils um Schwestern-Beziehungen geht („Sisterhood“) und durch den Roman „Unser letzter Sommer („The Last Summer“). Doch die Geschichte von „So nah und doch so fern“ ist mehr als ein Jugendbuch, auch wenn es ebenfalls hineingestellt ist in die Suche nach Zukunft, Identität und Orientierung. „Vergangenheit als Aufgabe, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013“ weiterlesen