Pussy Riot provozierte Staat und Kirche in Russland, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Joachim Willems: Pussy Riots Punk-Gebet, Religion, Recht und Politik in Russland, Berlin University Press 2013, ISBN 978-3-86280-060-5, Preis: 19,90 Euro

Im Februar 2012 ging die Nachricht um die Welt: Eine Punk-Gruppe feministischer Frauen provozierte in einer orthodoxen Kirche Moskaus und wurde daraufhin verhaftet. Kürzlich trat eine von ihnen in der Lagerhaft, zu der sie inzwischen verurteilt wurde, wegen unerträglicher Haftbedingungen in einen Hungerstreik, der aber nach etwa einer Woche auf der Krankenstation beendet wurde. Ein Brief der Erkrankten wurde in diesem Zusammenhang an die Öffentlichkeit gegeben und in einigen Zeitungen veröffentlicht.
Joachim Willems, habilitierter Religionspädagoge und Kenner des russischen Systems, hat Anfang 2013 in einem als „Religionspolitisches Atelier“ bezeichneten Vortrag an der Humboldt-Universität in Berlin einen Vortrag über die Punk-Gruppe Pussy Riot gehalten.
Den Vortrag erweiterte er zu diesem Buch, das auf 123 Seiten 360 Fußnoten hat, die das Gesagte gründlich belegen, dazu 16 Seiten Literaturverzeichnis und zwei Seiten eines Verzeichnisses von Internet-Links.

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Wie können wir glauben? Notiz von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zur Ankündigung von:
Nikolaus Schneider, Martin Urban: Was kann man heute noch glauben? Ein Disput, mit Cartoons von Oswald Huber, Gütersloher Verlagshaus 2013, ISBN 978-3-579-08501, Preis 12,99 Euro, erschienen am 23.09.2013, Interview zur Ankündigung:
http://www.randomhouse.de/Interview_mit_Nikolaus_Schneider_und_Martin_Urban_zu_Ihrem_Buch_Was_kann_man_heute_noch_glauben/aid48602.rhd?aid=48602

Zuvor: Martin Urban, geboren 1936, war bis 2002 Leiter der Wissenschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung. Im Jahr 2009 veröffentlichte er das Buch „Die Bibel, eine Biografie“. Darin zeigt er die Gedanken eines kritisch-reflektierenden Zeitgenossen zu den Konsequenzen der historisch-kritischen Erforschung der Bibel ohne Rücksicht auf mögliche kirchlich-theologischen Vorgaben. Zum Schluss heißt es darin: „Man muss sehen, dass das Alte Testament sowie auf andere Weise das Neue Testament Deutungsprozesse zeigen – und nicht die geschichtliche Wahrheit.“ (Urban, s. u., S. 353)

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Christliche Meditation, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Andreas Ebert und Peter Musto: Praxis des Herzensgebets, Einen alten Meditationsweg neu entdecken, Claudius Verlag München 2013, Medienpaket Buch und CD mitgeführten Meditationen, ISBN 978-3-532-62444-9, Preis: 16,90 Euro

Die Praxis des Herzensgebets, ursprünglich aus der Tradition des Dominikaner-Ordens, verbindet sich heute mit Elementen, die aus der Meditation des Buddhismus ebenfalls bekannt sind. Es geht um eine ganz andere Art des Gebets, als sie sonst im Christentum geläufig ist. Eine Voraussetzung dafür ist das Denken der Mystik, dass uns Gott in allem begegnet. So überrascht es nicht, dass auf ein Zitat des Angelus Silesius aus dem Cherubinischen Wandersmann verwiesen wird: „Die Ros´ ist ohne Warum, sie blühet, weil sie blühet.“ (S. 14) Das Herzensgebet ist im Zusammenhang der Erfahrung einer schweren und leidvollen Haftzeit zweier Jesuitenpater in Argentinien wieder entdeckt worden, die ursprünglich aus Ungarn stammten und nach ihrer Freilassung wieder dorthin zurückgekehrt sind. Einer von beiden ist Franz Jalics, auf dessen Arbeit zu Meditation und Kontemplation in der Einleitung hingewiesen wird.
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Kirche in der Gesellschaft, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Jörg Alt (Hg.): Entweltlichung oder Einmischung – wie viel Kirche braucht die Gesellschaft? Jahrbuch der Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus cph, Echter Verlag Würzburg 2013, ISBN 978-3-429-03579-2, Preis: 16,80 Euro (Info: www.cph-nuernberg.de)

20130923-120351.jpgAm 25.11.2011 regte der damalige Papst Benedikt XVI. eine kirchlich-katholische Diskussion über „Entweltlichung“ an. Diese Diskussion wurde auf einem Forum des Katholikentages 2012 in Mannheim weitergeführt und anschließend in dieser, um einige Beiträge erweiterten Dokumentation herausgegeben. Dabei fällt sowohl die kirchliche, als auch die politische Seite auf. Nicht nur katholische Vertreter, sondern auch der Evangelische Landesbischof Bayerns Prof. Heinrich Bedford-Strohm erläutern ihre Positionen. Politikerinnen und Politiker aller Parteien einschließlich der Linken und der Piraten (zumeist in kirchlichen Gremien engagiert) zeigen die verschiedenen Standpunkte zum Verhältnis von Staat und Kirche auf. Ein weiteres Kapitel gilt Christinnen und Christen, die sich gesellschaftlich engagieren. Zuletzt kommen Menschen zu Wort, die aus Sicht der weltweiten Kirche oder aus anderen Gründen einen „Blick von außen“ auf die Rolle der Kirchen in Deutschland werfen können. Sie erinnern z. B. an den Anspruch von Verantwortung und Vorbild.

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Religiöse Vielfalt sogar in Bayern, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013

Zu: Matthias Morgenroth (Hg.): Was glaubt Bayern? Weltanschauungen von_A bis Z, Echter Verlag Würzburg 2013, ISBN 978-3-429-03630-0, Preis 14,95 Euro

img047Auf dem Umschlag dies Buches findet sich das Logo von BR Bayern 2. Da die Texte dieses Bandes als Hörfunkbeiträge gesendet wurden, ist es eine Lizenzausgabe der „BR Media Service GmbH“, was wohl bedeutet, dass die Sendereihe sich aus den Kriterien für die Hörfunkarbeit ableitet. Der Autor und Journalist Matthias Morgenroth („Jörg Zink, Eine Biografie“) beschreibt dieses Vorgehen in der Einleitung: „Dabei wollten wir vor allem eines: sachlich darstellen, berichten, ins Gespräch kommen, einordnen. Eines aber wollten wir nicht: werten.“ (S. 9). Voraussetzung dafür ist die Vielfalt einer religiösen Landschaft, wie sie sich aktuell nicht nur in Bayern findet. Doch für Bayern ist es eben erstaunlich. Es Sie hat sich von Tiefschwarz in Farbenfroh gewandelt. „Religiöse Vielfalt sogar in Bayern, Rezension von Christoph Fleischer, Werl 2013“ weiterlesen