Vom erstaunlichen Widerspruch unserer Zeit, dass immer mehr Menschen ein Leben in höchstem Komfort führen, in nahezu totaler Sicherheit und mit einem beispiellosen Mass an Gesundheit bis ins hohe Alter leben und gleichzeitig denken, der Zustand der Welt sei schlecht und würde immer schlechter, ist oft die Rede.
Für beide Szenarien ist derselbe Auslöser verantwortlich – der wissenschaftliche und technologische Fortschritt. Diesem Gegensatz ist jedoch noch eine weitere Paradoxie aufgesetzt: Die Wissenschaft gilt heute vielen in Bezug auf Fragen die Natur betreffend (und immer mehr auch die zum Menschen) als höchste Instanz der Wahrheit. Zugleich tut sie sich mit diesem besonderen Begriff, der seinen Ursprung in der Philosophie hat, selbst sehr schwer. Denn die Wissenschaften lehren uns die Dynamik eines ständigen Befragens des Status quo unserer eigenen intellektuellen Solidität und die nicht endende kritische Reflexion unseres gegenwärtigen Denkens, Wissens und Meinens. Für feste und auf ewig unverrückbare Wahrheiten ist da wenig Platz.
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Diese scheinbare Widersprüchlichkeit des wissenschaftlichen Geistes ist für Nicht-Wissenschaftler nicht immer leicht zu verstehen. Was in der Wissenschaft Normalität ist, nämlich, dass jede wissenschaftliche Erkenntnis innerhalb der wissenschaftlichen Community immer auch angezweifelt und kontrovers diskutiert wird, sorgt bei Laien für Verunsicherung – und erlaubt es leider auch Politikern, die Hände in den Schoss zu legen, wenn es um wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse wie beispielweise den Klimawandel geht, ganz frei nach dem Motto: „Schaut, die Wissenschaftler sind sich ja selbst nicht einig! Woher sollen wir dann wissen, was zu tun ist?“ „Intellektuelle Redlichkeit – Von der Bedeutung der gesellschaftlichen Akzeptanz der wissenschaftlichen Methode, Von Lars Jaeger“ weiterlesen
Diese Pressemeldung möchte ich kurz einleiten: Ich bin selbst am Dienstag kurz auf dem Weihnachtsmarkt gewesen, und zwar nur auf dem oberen Teil vor und hinter dem Rathaus. Durch die Anschläge besonders den auf dem Berliner Weihnachtsmarkt ist es wahrscheinlich dazu gekommen, dass der Aufbau und die Zusammenstellung der Stände bewusster gestaltet worden ist. Als ich auf dem Markt war, war es vergleichsweise leer. Aber wie wird es gehen, wenn es rappelvoll ist? Da kommt man je weder nach vorn noch zurück. Mit Kinderwagen und Rollstühlen schon gar nicht.
Der Soester Weihnachtsmarkt, der ja auf drei Plätze verteilt ist, ist in einem Rundgang angelegt. Der auch beschildert ist. Ich denke, man sollte dann auch diese Richtung verfolgen. Das ist recht praktisch.
Doch der Weg muss auch begehbar sein: Der Platz an der Petrikirche ist traditionell recht eng. Das geht wohl auch kaum anders. Gut aber, dass das gestreute Rindenmulch nur noch an den Ständen ist und nicht mehr auf dem ganzen Platz. Da käme man mit dem Rollstuhl wenigstens durch.
Und nun die Pressemeldung vom 29.11.2019:
Nachrichten vom Soester Weihnachtsmarkt Soest.
Kinder telefonieren mit dem Weihnachtsmann
Kommenden Sonntag sowie an den folgenden Adventssonntagen können Kinder wieder in der Zeit von 15 bis 17 Uhr auf dem Domplatz mit dem Weihnachtsmann telefonieren.
Der Nikolaus besucht den Soester Weihnachtsmarkt
Der Nikolaus besucht am 6. Dezember (Freitag) zusammen mit Knecht Ruprecht und dem Weihnachtsengel den Soester Weihnachtsmarkt. Zwischen 16.00 und 17.00 Uhr haben die Kinder die Möglichkeit, ihm unter dem großen Weihnachtsbaum auf dem Vreithof auf der Ecke zum Domplatz ihre Wunschzettel zu übergeben und ihm ganz persönlich ihre Wünsche anzuvertrauen. Und natürlich bringt der Nikolaus für liebe Kinder auch Stutenkerle mit.
Shoppen unterm „Sternenhimmel“ am 2. Advent
Am Sonntag, dem 8. Dezember gibt es noch mehr Zeit zum Shoppen und Stöbern. Dann nämlich öffnen die Soester Einzelhandelsgeschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr ihre Pforten. Bei einem Ausflug mit der ganzen Familie gibt es für Eltern hier zum Beispiel Gelegenheit in aller Ruhe nach Weihnachtsgeschenken Ausschau zu halten, während die Kleinen in der Kinder-Adventsbäckerei auf dem Weihnachtsmarkt unter Aufsicht Plätzchen backen oder mit dem Weihnachtsmann telefonieren. Und im Anschluss kann man den Tag dann beim gemeinsamen Weihnachtsmarkt-Bummel unter dem stimmungsvoll mit Herrnhuther-Sternen beleuchteten Himmel auf dem Markt mit heißem Kakao und Quarkbällchen oder einer herzhaften Spezialität gemütlich ausklingen lassen – oder auf einem anderen der festlich geschmückten Plätze.
Tipp: An den Veranstaltungswochenenden wird wieder ein Bus-Shuttle von den Veranstaltungsparkplätzen zum Weihnachtsmarktgelände angeboten. Angefahren werden samstags und sonntags in der Zeit von 10 bis 21 Uhr halbstündlich folgende Haltestellen: Bahnhof Nord (Werkstraße), Schwarzer Weg, Thomätor (Georg-Plange-Platz), Stadthalle und Hansaplatz. Der Shuttle-Service ist kostenlos.
Kinderbetreuung in eigenem Spielhaus
Damit Eltern in Ruhe Weihnachtsbesorgungen machen können, wird auf dem Soester Weihnachtsmarkt wieder eine kostenlose Kinderbetreuung angeboten. Der Service ist für Kinder im Alter zwischen 4 und 10 Jahren gedacht, die donnerstags, freitags, samstags und sonntags jeweils im Zeitraum von 13 bis 18 Uhr in einem eigens hierfür angefertigten Holzhaus auf dem Domplatz unter sachkundiger Aufsicht nach Herzenslust basteln und spielen können.
Weihnachtliche Altstadtführungen
Wer kurz vor Heiligabend noch einmal in sachkundiger Begleitung eines Gästeführers durch das weihnachtliche Soest auf Entdeckungstour gehen möchte, hat am Samstag, 21.12., und am Sonntag, 22.12., letztmalig noch die Möglichkeit. Alle anderen Führungsangebote sind bereits ausgebucht.
Aktuell im Aktionshaus auf dem Weihnachtsmarkt
Wechselnde Angebote und immer nur für kurze Zeit
Am 2. und 3. Dezember bietet Beatrix Barnhausen diverse Handarbeiten an, Selbstgestricktes und Genähtes. Im Anschluss, vom 4. und 5. Dezember präsentiert Elisabeth Cordes ihre selbstgemachten Holzdekorationen. Handgemachte Karten von „Kartenkunst am Möhnesee“ sowie verschiedene Deko-Artikel kann man am 6. und 7. Dezember im Aktionshaus erwerben. Und das Tierheim Soest macht am 8. und 9. Dezember für seine Arbeit Werbung, nebst Selbstgemachtem zum Verschenken oder Selbstverwöhnen.
Nietzsches Nachlass, Schätze aus dem Goethe- und Schiller-Archiv, Band 2, Bearbeitet von Martina Fischer, Thomas Föhl und Bernhard Fischer, Weimarer Verlagsgesellschaft im Verlagshaus Römerweg, Wiesbaden 2014 (Neuauflage 2020 in Vorbereitung), Französische Broschur, farbig illustriert, 88 Seiten, ISBN: 978-3-7374-0215-6, Preis: 14,90 Euro (ab Februar 2020)
Das Buch begleitet(e) eine Kabinettausstellung der im Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar verwahrten Teile des Friedrich-Nietzsche-Archivs. Das Archiv wurde noch zu Lebzeiten Friedrich Nietzsches in der Phase seiner schweren Gehirnerkrankung aufgebaut und nach einem Anfang im Haus der Mutter in Naumburg nach Weimar gebracht. Es blieb bis 1945 im dafür erworbenen „Haus Silberblick“ in dem seine Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche, inzwischen verwitwet aus Paraguay zurückgekehrt, nicht nur den kranken Philosophen pflegte, sondern auch mit einigen Mitarbeitern die Schriften herausgab und den Nachlass erforschte. „Nietzsches Archiv, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2019“ weiterlesen
Rosa Schmidt: Mein Mann, der Rentner, auf Tour statt Kur, Das geheime Reisetagebuch einer Ehefrau, Penguin Verlag, München 2019, Taschenbuch, Originalausgabe, 367 Seiten, ISBN: 978-3-328-10240-3, 10,00 Euro
Auf der Suche nach unterhaltsamer Lektüre über ein Kreuzfahrtschiff bin ich auf dieses Buch gestoßen, hier verknüpft mit einer Reise mit dem Wohnmobil, die mir als ehemalig altem Camper auch zusagte. Obwohl ich das Buch als Gute-Nacht-Lektüre auf dem Nachttisch liegen hatte und jeweils nur ein paar Seiten gelesen habe, war der rote Faden immer wieder klar erkennbar.
Das Format der sogenannten „Rentner“ – Bücher von „Rosa Schmidt“ (Autorin Anne Hansen) ist jeweils das Tagebuch eines ganzen Jahres. Dass dabei der Einstieg mit der alljährlichen Silvestersauferei immer ähnlich zu sein scheint, zeigt die Leseprobe aus dem Band „Mein Mann, der Rentner, und dieses Internet“, die am Ende angefügt ist. Also Vorsicht: Legt bitte das Buch nicht deshalb aus der Hand, nach dem Motto: Schon wieder ein Tagebuch.
Dass die Autorin in Wahrheit noch nicht im Rentneralter ist, meine ich an einigen Stellen schon durchscheinen zu sehen. Sie glaubt zum Beispiel, die Hauptbeschäftigung reisender Rentner scheinen Diaabende zu sein, was von der Gattung her klar in die siebziger und frühen achtziger Jahre gehört. Solche diaschauenden Rentner dürften heute so um 90 sein.
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