Ein Leben voller Glück und Wunder, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2019

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Jando: Im Himmel gibt es einen Bahnhof, Illustrationen von Antje Arning (Antjeca), Verlag KoRos Nord GmbH, Bad Zwischenahn 2019, gebunden, 79 Seiten (ohne Werbung), ISBN: 978-3945908150, Preis: 11,98 Euro, Link: https://jandoautor.com

Geschichten in Küstennähe mit leichter Meeresbrise schreibt Jando aus Bad Zwischenahn mit Wunder andeutenden Titeln wie „Sternenreiter“ und „Traumflieger“. Die Bücher zeigen Jando als brillanten Erzähler, der es versteht, einen roten Faden einer auch für Kinder einleuchtenden Geschichte mit Tiefgang und Lebensweisheit zu verknüpfen. „Ein Leben voller Glück und Wunder, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2019“ weiterlesen

Sakralisierte Politik, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2019

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Sarah Thieme: Nationalsozialistischer Märtyrerkult, Sakralisierte Politik und Christentum im westfälischen Ruhrgebiet (1929 – 1939), Campus Verlag Frankfurt/ New York 2017, broschiert, 546 Seiten, ISBN: 978-3-593-50808-5, Preis: 39,95 Euro

Link: https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/geschichte/nationalsozialistischer_maertyrerkult-14290.html

Das Buch von Sarah Thieme wird sicherlich zuerst den Heimatforschern begegnen, wenn sie im Internet nach Spuren des Nationalsozialismus suchen. So interessierte mich selbst die Verflechtung der evangelischen Kirchengemeinde Iserlohn mit der Bewegung der Deutschen Christen. Über die Internetsuche bei Google-Books wird das Buch über Ereignisse im westfälischen Ruhrgebiet und angrenzender Kommunen angezeigt. „Sakralisierte Politik, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2019“ weiterlesen

Franz Kafkas Beziehung zu Israel, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2019

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Benjamin Balint: Kafkas letzter Prozess, aus dem Englischen von Anne Emmert, Berenberg Verlag, Berlin 2019, gebunden, 336 Seiten, ISBN: 978-3-946334-48-4, Preis: 25,00 Euro

Der im Titel angesprochene Prozess ist keine Neuauflage eines der Bücher Kafkas, sondern ein Prozess um sein Erbe im Land Israel. Das Buch von Benjamin Balint über Franz Kafka ist kunstvoll komponiert, indem es zwischen der Darstellung des Prozesses vor dem Obersten Gerichtshof Israels im Jahr 2016 und seiner Vorgeschichte mit den biografischen Skizzen zu Franz Kafka und seinem Freund Max Brod wechselt.

Max Brod lebte, genau wie Kafka, ebenfalls in Prag und war Schriftsteller und späterer Herausgeber der Werke Kafkas. Da er auch die unveröffentlichten Skizzen Kafkas z. B. des Romans „Der Prozess“ für Weltliteratur hielt, nahm er sie an sich und veröffentlichte sie auch gegen den ausdrücklichen Willen von Franz Kafka posthum, der 1924 in Prag im Alter von nur 41 Jahren an Tuberkulose verstarb.

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Franz Rosenzweig, aktueller denn je, Rezension, Christoph Fleischer, Welver 2019

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Rosenzweig Jahrbuch/ Rosenzweig Yearbook 11, Das „Und“ im Werk Franz Rosenzweigs, Konflikte und Begegnungen zwischen Glaubensrichtungen, Kulturen, Klassen und Nationen / The „And“ in Franz Rosenzweig´s Work, Clashes and Encounters between Faiths, Cultures, Classes and Nations, Herausgegeben unter Mitarbeit eines Redaktionsbeirats/ Editorial Boards von Matthew Handelman (USA), Ephraim Meir (Israel) und Christian Wiese (Deutschland), Verlag Karl Alber, Freiburg/ München 2018, Softcover, 302 Seiten, ISBN 978-3-495-46411-3, Preis: 49,00 Euro (gebundene Ausgabe)

Dem Werk Franz Rosenzweigs (1886 – 1929) ist zur Zeit eine furiose Aufmerksamkeit gegeben, von der die internationale Arbeit der Franz-Rosenzweig-Gesellschaft zeugt, die seit 22 Jahren alle zwei Jahre eine Tagung in einer europäischen Universitätsstadt veranstaltet. Der Aufsatzband dokumentiert 14 von über 90 Vorträgen (sechs auf Deutsch, acht auf Englisch) der viertägigen Tagung in Rom im Februar 2017.

Neben den Vorträgen enthält das Jahrbuch einen Tagungsbericht, Rezensionen und Ankündigungen von Neuerscheinungen.

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Vor Gericht – besser nicht, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2019

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Manuela Reibold-Rolinger; Kein Grund zur Klage! Wie Sie ohne Richter zu Ihrem Recht kommen, Gütersloher Verlagshaus in der Verlagsgruppe Random House, Gütersloh 2019, Softcover, 234 Seiten, ISBN: 978-3-579-01462-3, Preis: 18,00 Euro

Die Autorin Manuela Reibold-Rolinger ist Rechtsanwältin im Bereich Baurecht, zugleich aber auch Schlichterin und Opferanwältin.

Um mit der Kritik zu beginnen: Das Buch behandelt keinesfalls nur die im Titel angedeuteten Themen wie Mediation, Schlichtung und außergerichtliche Beweisverfahren.

Doch andererseits ist das Buch lesenswert und unterhaltsam. Die vielen praktischen Beispiele zeigen Rechtssituationen, die gewiss niemals genauso passiert sind. Hier werden Gerichtsverfahren allgemein als riskant beschrieben. (Nur vor Gericht ist man genauso in Gottes Hand, wie auf dem offenen Meer. Der Rezensent).

Auch soll das Gerichtsleben mit der Wahrheit nicht viel zu tun haben, so dass man an den Spruch denen muss: Es kommt nicht darauf an, recht zu haben, sondern Recht zu bekommen. Die genannten Beispiele sind anschaulich und konkret. Einmal schildert Manuela Reibold-Rolinger eine Rechtssituation aus ihrem Privatleben.

Wer ein Buch sucht, in der das Rechtswesen aus der Sicht der eigenen Erfahrung geschildert wird, ohne dabei mit dem erhobenen Zeigefinger zu belehren, ist mit dem Buch gut dran.

Für Menschen, die ein Rechtsverfahren überlegen oder eines angefangen haben, ist das Buch auf jeden Fall ein guter Ratgeber.