Grundlagen des Antisemitismus, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2018

Zu:

Binjamin Segel: Die Protokolle der Weisen von Zion kritisch beleuchtet, Eine Erledigung, Herausgegeben von Franziska Krah, ça ira Verlag, Freiburg/Wien 2017, Softcover, 517 Seiten, ISBN: 978-3-86259-123-7, Preis: 29,00 Euro, Leseproben unter ca-ira.net

Diese Neuauflage der kritischen Lektüre der „Protokolle der Weisen von Zion“ kommt sicherlich zu rechten Zeit, zumal die kritischen Betrachtungen der „Schwarzen Hefte“ von Martin Heidegger gelegentlich auf die „Protokolle“ zu sprachen kamen. Interessanterweise geht die Herausgeberin Franziska Krah darauf gar nicht ein, obwohl der Verlag sich, wie der „Heidegger-Lehrstuhl“, ebenfalls in Freiburg befindet. Ausgehend von meiner Beschäftigung mit Martin Heidegger stellt sich mir die Frage: Ist es wirklich „nur“ der Antisemitismus oder steckt noch ein anderes Thema dahinter, wenn bis in einen Kreis von Philosophen und Intellektuellen hinein ein solches Machwerk Eindruck gemacht und Spuren hinterlassen hat. Mit dem „nur“ möchte ich nicht vom Antisemitismus ablenken, sondern ihn gerade als die Katastrophe begreifen, die sich im Nationalsozialismus manifestiert hat und die zur Shoah geführt hat. „Grundlagen des Antisemitismus, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2018“ weiterlesen

Macbeth – keine Willensfreiheit, oder doch? Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2016

Zu: Macbeth nach William Shakespeare, Illustrationen: Anna Severynovska, Textbearbeitung: Barbara Kindermann, Reihe: Weltliteratur für Kinder, Kindermann Verlag, Berlin 2016, www.kindermannverlag.de, ISBN: 978-3-934029-68-2, Preis: 15,50 Euro, erscheint am 1.2.2016

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Macbeth ist ein Verwandter des schottischen Königs und wird nach einer Intrige zum Thronfolger, wenn dessen Söhne nicht zum Zuge kommen sollten. Er ermordet den König und lässt den Verdacht auf die Söhne fallen, so dass diese fliehen, um sich danach selbst zu krönen. Er hält sich selbst mehr schlecht als recht an der Macht, bis er vom englischen Heer besiegt wird, das den ältesten Sohn des alten Königs unterstützte, der nach England geflohen war. Nach dem Tod von Macbeth auf dem Schlachtfeld wird der rechtmäßige König eingesetzt. Diese Machtintrige wird von der Erscheinung der drei Hexen prophezeit und insofern gesteuert, als dass die Lady Macbeth und er selbst diese Prophezeiung als eine Handlungsanweisung deuten. Die Lady heckte auch den Mordplan aus. Zum Schluss zeigt sich, dass Macbeth die Weissagungen der Hexen zum Teil missverstanden und im Sinn seiner eigenen Machtgier ausgelegt hat, wodurch er auch letztlich den Entscheidungskampf verliert. „Macbeth – keine Willensfreiheit, oder doch? Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2016“ weiterlesen