Bereiten die deutschen Bischöfe der katholischen Friedensbewegung den „Garaus“? Peter Bürger in Telepolis 2017

Ein Wirtschaftsberatungsunternehmen hat dem Verband der Diözesen empfohlen, alle Gelder für die Bundesebene der internationalen pax christi-Bewegung zu streichen

In diesen Tagen verzweifeln hierzulande die Mitglieder der Internationalen katholischen Friedensbewegung pax christi, darunter der Verfasser, an den deutschen Bischöfen. Seit Jahren schweigen sich die vom Staat besoldeten Oberhirten mehrheitlich aus über die rasant ablaufende Remilitarisierung der deutschen Politik.

Diese bischöfliche Mehrheit agiert dafür nun auf einem anderen Schauplatz. Sie scheint gewillt zu sein, der katholischen Friedensbewegung auf Bundesebene vollständig den Geldhahn zuzudrehen. Die Entscheidung der 27 Diözesanbischöfe darüber wird voraussichtlich zwischen dem 22. und 24. Januar in Würzburg fallen.

Kritik findet man auch in der Bistumspresse. Es handelt sich um jährlich 60.000 Euro, mit denen bislang über den Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) die pax-christi-Arbeit auf Bundesebene gefördert wird. Das ist ein Fünftel des ansonsten aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden bestrittenen Budgets.

Der Kahlschlag würde nach Angaben der Vorsitzenden Wiltrud Rösch-Metzler die überregionale Arbeitsfähigkeit der deutschen Sektion infrage stellen. Der hauptamtliche Anteil ist ohnehin schon so gering, dass er wohl von keinem anderen kirchlichen Verband unterboten wird. Was sich milliardenschwere Bistümer davon versprechen, jährlich 2.000 oder 3.000 Euro pax-christi-Bundeszuschuss einzusparen, ist bislang nicht bekannt.

Bei der Vorbereitung der Entscheidung wurden nicht etwa Bibel oder Papst konsultiert, sondern eine in Fragen der neoliberalen Mammon-Verwaltung kompetente Unternehmensberatung. Das ist schon sehr pikant.

Der anvisierte Kürzungsbetrag von 60.000 Euro entspricht etwa dem, was einem einzelnen Erzbischof mit obligat hohem Beamtenstatus in fünf Monaten vom Staat – nicht vom Kirchensteuerzahler – als Gehalt gewährt wird.

Das bundesweite VDD-Zuschussvolumen beträgt über 125 Millionen Euro, sodass die bisherige Unterstützung von pax christi weniger als 0,05 Prozent ausmacht! Angesichts dieser Relationen drängt sich nicht nur mir der Verdacht auf, dass eine Mehrheit der staatlich besoldeten Bischöfe – im Falle der Zustimmung – eine politische Entscheidung trifft und die unbequemen Pazifisten in der Kirche lahmlegen will.

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Ein Link zu Peter Bürger: Katholische Friedensbewegung im Sauerland, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2016

Stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende trifft Papst Franziskus und predigt in evangelischer Kirche – Pressemeldung Ev. Kirche von Westfalen

Präses Kurschus eröffnet Etappe des Stationenweges in Rom

Pressemeldungen vom 17. und 18.01.2017

Präses Annette Kurschus reiste als stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vom 17. bis 19. Januar nach Rom, um eine Etappe des Europäischen Stationenweges zum Reformationsjubiläum in einem feierlichen Gottesdienst eröffnen.

Vatican 18 January 2017: Pope Francis meets bishop Annette Kurschus, (Foto: Siciliani/Osservatore Romano)

Seit November 2016 erinnert der Europäische Stationenweg an Orte der Reformation. Dazu zählt auch Rom, wo Martin Luther 1510/1511 gewesen ist. In Rom gibt es heute auch eine aktive zweisprachige evangelisch-lutherische Gemeinde. In deren Kirche, der Christuskirche, predigte Annette Kurschus am Mitwoch (18.1.) gemeinsam mit Kardinal Kurt Koch, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen.
Eine Audienz bei Papst Franzsikus und ein Besuch bei der deutschen katholischen Gemeinde standen am Mittwoch ebenfalls auf dem Programm.

Am Dienstag (17.1.) besuchte Präses Kurschus die deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan. Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), trifft sich außerdem mit Vertretern der Waldenserkirche, einer kleinen, sehr aktiven evangelischen Minderheit, die mit Westfalen partnerschaftlich verbunden ist.

Der Europäische Stationenweg führte im November durch Minden und kommt im Mai 2017 in Mitteldeutschland an. Städte in den Niederlanden und in Ungarn, in Slowenien und Irland werden ebenso angefahren wie Rom, Augsburg, Worms und die Wartburg. In Wittenberg mündet der Weg in die Weltausstellung Reformation.

Fotot: EKvW

Papst Franziskus hat am 18.01. Präses Annette Kurschus zur römischen Etappe des Europäischen Stationenweges zum 500-jährigen Reformationsjubiläum begrüßt. »Eure Station in Rom ist ein bedeutsames ökumenisches Zeichen, das die Gemeinschaft unter uns, die durch den Dialogprozess in den vergangenen Jahrzehnten erreicht worden ist, zum Ausdruck bringt«, sagte der Papst.

»Im Geist des gemeinsamen Reformationsgedächtnisses schauen wir mehr auf das, was uns verbindet, als auf das, was uns trennt. So lasst uns unseren Weg gemeinsam fortsetzen, um unsere Gemeinschaft zu vertiefen und ihr eine immer sichtbarere Form zu geben.«

Alternativen zur objektiven Weltbetrachtung, Interview mit Gerhard Höberth, Christoph Fleischer, Welver 2017

Zu: Gerhard Höberth: Die Welt von innen, Genesis-1/ eine neu Interpretation, Reihe: Erkenntnisse aus dem Evolutionären Idealismus, cre-Astro Verlag, Wasserburg am Inn, 2016, Softcover, ISBN: 978-3-939078-07-3, Preis: 24,90 Euro

Gerhard Höberth schreibt in seinem Buch: „Ich glaube daran, dass in jeder Religion ein Kern steckt, der die Grundstruktur des Kosmos berührt. Ich glaube, dass man auf Wahrheiten stoßen kann, wenn man in religiösen Überlieferungen gräbt. Ich bin auf der Suche nach dem ‚geistigen Troja‘, der Essens in den spirituellen Systemen.“ (S. 34) Er verlässt m. E. an keiner Stelle den philosophischen Diskurs, womit die religiöse Wahrheitsfrage offen bleiben muss. Gott sieht er als spirituelle Kraft. Das Göttliche und das Weltliche dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Die Ebene des Rationalismus ist genauso wenig zu isolieren wie die religiöse Weltdeutung, die mythisch genannt wird.
Diese philosophischen Grundaussagen werden in diesem Buch an einem praktischen Bereich durchgespielt, der Schöpfungsgeschichte der Genesis in der Bibel. Bevor jedoch die hebräischen Buchstaben mithilfe der kabbalistischen Grundbedeutungen kombinierend erklärt werden, wird ein System des griechischen Philosophen und Mathematikers Pythagoras vorgestellt, mit dessen Grundstruktur die Aussagen der Genesis ontologisch gedeutet werden.

Christoph Fleischer: Du hast mit „Die Welt von Innen“ ein philosophische Buch vorgelegt, das du mit einer eigenwilligen Interpretation des ersten Kapitels der Bibel „Genesis 1“ verbindest.
Wirklich aus einem Guss scheint mir nur der zweite Teil des Buches zu sein, der mit den Vorstellungen von Pythagoras beginnt, denn du kommst bei der Interpretation der Bibel auf die Sätze des Pythagoras und andere Sätze der antiken griechischen Philosophie zurück. „Alternativen zur objektiven Weltbetrachtung, Interview mit Gerhard Höberth, Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen

„Wie im Himmel“ – Pressemitteilung aus Lippstadt

 Erfolgreicher Film als Schauspiel mit Musik
Ein gefeierter Dirigent übernimmt die Leitung eines Kirchenchores

„Wie im Himmel“ ist ein schwedisch-dänisches Musikfilm-Drama und war 2005 für den Oscar nominiert. Jetzt ist das Werk als Schauspiel mit Musik von Kay Pollak in einer Inszenierung des Altonaer Theaters Hamburg am 5. Februar 2017 auf der Bühne des Stadttheaters Lippstadt zu sehen – und auch zu hören, denn wenn es um einen Chor geht, wird natürlich auch gesungen.

Und es gibt Lieder, die fesseln einen von der ersten Sekunde an und lassen einen einfach nicht mehr los. Genauso ein Lied ist „Gabriellas Song aus dem Film, der auch bei dieser Inszenierung nicht fehlen wird.

Von seiner Karriere ausgelaugt, zieht sich der gefeierte Dirigent Daniel Daréus nach einem Zusammenbruch in die Abgeschiedenheit seines kleinen Heimatdorfes zurück. Die Dorfbewohner lassen ihn die Einsamkeit nicht lange genießen: Zunächst widerstrebend, dann mit zunehmendem Eifer übernimmt er die Leitung des Kirchenchores. Während die Chormitglieder vom neuen Schwung des prominenten Musikers begeistert sind, schlägt Daniel im Dorf auch scharfe Skepsis entgegen. Nicht nur seine unkonventionellen Methoden erregen Misstrauen, auch der Enthusiasmus und das neu erwachte Selbstbewusstsein seiner Sänger passen nicht jedem.

Hauptdarsteller Georg Münzel hat sich sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur einen Namen gemacht. An zahlreichen deutschen Schauspielhäusern hat er seine Visitenkarte hinterlassen und 2003 den Großen Hersfeld-Preis gewonnen. Im Frühjahr 2014 gewann Münzel mit dem von ihm geschriebenen Stück „Hiroshimaplatz“ den Publikumspreis bei den 3. Autorentagen „Stück auf!“ am Schauspiel Essen.

Inszenierung: Altonaer Theater, Hamburg

Termin: Sonntag, 5. Februar 2017, 15 Uhr

Dauer: ca. 2 Stunden 40 Minuten inkl. Pause

Ort: Stadttheater Lippstadt

Preise: € 20,- / 18,- / 16,- / ermäßigt: € 10,- / 9,- / 8,-

Veranstalter: KWL Kultur und Werbung Lippstadt GmbH

Kartenverkauf: Kulturinformation Lippstadt im Rathaus, Lange Str. 14, 59555 Lippstadt, Tel. (0 29 41) 5 85 11, post@kulturinfo-lippstadt.de, Mo – Fr 10 – 18 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr

 

„Kunst im öffentlichen Raum“ in Hamm: ein Verzeichnis – Pressemitteilung

Mehr als 350 Skulpturen, Reliefs, Brunnen und Denkmäler prägen gegenwärtig das Bild der Stadt Hamm. Die unter den Sammelbegriff „Kunst im öffentlichen Raum“ fallenden Kunstwerke hat das städtische Kulturbüro erstmalig in einem jetzt erschienenen Verzeichnis zusammengetragen, das unter hamm.de/kultur als PDF-Datei zum Download zur Verfügung steht. 

 

Cover der PDF Datei: Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Hamm

Danach finden sich Kunstwerke in allen sieben Hammer Stadtbezirken: vornehmlich auf Plätzen, in Grünanlagen, auf Friedhöfen, außen an Gebäuden und in deren Innenhöfen, aber auch auf dem Straßenpflaster und als von weitem zu sehende Landmarke. „„Kunst im öffentlichen Raum“ in Hamm: ein Verzeichnis – Pressemitteilung“ weiterlesen