Nicolai Sinai: Der Koran, Eine Einführung, Reclam Taschenbuch Nr. 20481, Reclam-Verlag, Stuttgart 2017, ISBN: 978-3-15-020481-8, Preis: 8,95 Euro
Der Koran ist in der Tat schwer zu lesen, da er weder eine Erzählung enthüllt noch inhaltlich einer systematischen Linie folgt. Trotzdem zeigt der Islam-Experte und Professor in Oxford Nicolai Sinai Möglichkeiten auf, nach welchen formalen und inhaltlichen Kriterien eine Lektüre des Korans möglich ist. Er folgt dabei der Koranexegese von Angelika Neuwirth (Berlin), mit der er bereits in Berlin zusammengearbeitet hat. „Lektüre des Korans lernen, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen
Zu: Aiman Mazyek: Was machen Muslime an Weihnachten? Islamischer Glaube und Alltag in Deutschland, C. Bertelsmann, München 2016, ISBN 978-3-570-10280-0, Preis: 16,99 Euro
Was machen Muslime an Weihnachten von Aiman Mazyek
Aiman Mazyek ist 1969 in Aachen geboren und hat Philosophie, Politikwissenschaft und Volkswirtschaft studiert. Er hat sich intensiv mit dem Islam befasst und war einige Zeit Delegierter der Internationalen Islamkonferenz in Kairo. Seit 2010 ist er Vorsitzender des Zentralrats der Muslime. Laut Wikipedia (vom 02.10.2016) ist er für Toleranz innerhalb des Islams und lehnt einen Kopftuchzwang mit Hinweis auf den Koran ab, der sagt, es gäbe „keinen Zwang in der Religion“ (Sure 2,256). Aiman Mazyek bleibt die Antwort auf die im Titel gestellt Frage schuldig, besser gesagt feiern Muslime Weihnachten nicht, aber es heißt: „Weihnachten, Chanukka, Ramadan – das heißt vor allem Begegnung, etwas, das uns heute fehlt.“ (S. 11). Das wird später in der Beschreibung des Vollzugs islamischer Religion untermauert. Stichworte wir „Entschleunigung“, „Solidarität“ und „Verzicht“ zeigen die gesellschaftliche Bedeutung der Religion auf. In dieser Hinsicht ist das Buch ein Beispiel, wie die Exklusivität einer Religion durch die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz aufgehoben werden kann. „Islam in Deutschland zu Hause, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2016“ weiterlesen
Dazu gibt es eine Aktion Blogger verschenken Lesefreude. Ich verschenke ein Buch, und zwar: Mohammed, Das unbekannte Leben des Propheten, Gabriel bei Thienemann-Esslinger, Stuttgart 2015. Das Buch hat innen einen Stempel: unverkäufliches Leseexemplar.
Wer zuerst anfragt, bekommt es. Kurze Fragen: In welchem Jahr wurde Mohammed geboren? In welchem Jahr wurde Lorenz Just geboren? Hinweise auf der Homepage des Verlages.
Zu: Lorenz Just: Mohammed – Das unbekannte Leben des Propheten, Gabriel in der Thienemann – Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart 2015, gebunden, 238 Seiten, ISBN: 978-3-522-30421-4, Preis: 16,99 Euro
Wenn ein Taxifahrer in Kairo im Stau steht und es schier nicht weiterzugehen scheint, liest er am Heck der Karosserie vor sich einen Schriftzug in Arabisch: Mohammed. Der Name des Propheten der Muslime erinnert an den Koran und an Gebetszeiten und schafft so wohl Gelassenheit. So findet der Autor dieses Jugendfachbuchs über Mohammed einen Sitz im Leben der islamischen Religion in der Gegenwart. Dies ist eine Anmerkung aus dem Nachwort.
Lorenz Just kennt die Koranexegese, die schon allein durch Andeutungen sowie verschiedener Orts- und Personennamen auf eine Vorstellung vom Leben des Propheten der Muslime angewiesen ist. Lorenz Just, Islamwissenschaftler aus Leipzig, legt die bekannten Vorstellungen vom Leben Mohammeds hinein in eine meist realistisch klingende Erzählung, die sich an den klassischen Vorlagen orientiert. Ganz im Sinn der religiösen Erzählung löst er nicht alles in pure Rationalität auf, sondern lässt den Erzengel Gabriel gelegentlich persönlich erscheinen und erwähnt auch das eine oder andere Wunder. Die biographischen Fakten der Herkunft Mohammeds und seines Lebenslaufs klingen plausibel. In seiner ersten Lebensphase ist Mohammed ein Karawanenhändler, verheiratet mit der Witwe Chadidscha, mit der er mindestens vier Kinder hatte. Seine prophetischen Ambitionen stecken noch in den Kinderschuhen und sind durch Unterstützung seiner Ehefrau und einigen Verwandten abgesichert. Die zunehmenden Feindseligkeiten in Mekka zwingen ihn zur Auswanderung nach dem Tod seiner ersten Frau. Nach seiner Ankunft in der Oase Medina, mehr eine Region als eine Stadt, wird er zum Politiker. Er sichert den Frieden Medinas durch die gemeinsame Verständigung auf den Islam. Der Autor lässt durchblicken, dass die Zustimmung zu einer Religion auch lebenspraktische und weniger persönlich-religiöse Gründe haben kann. „Mohammed – der Prophet der Muslime, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2016“ weiterlesen
Die Hinfahrt über die Sauerlandlinie war unproblematisch. Markus und ich waren im Gespräch vertieft, kein Regen, kein Schnee, kein Stau. So konnten wir in Frankfurt die Zeit von 11 bis 16 Uhr ausnutzen, die wir uns gesetzt hatten.
Auf der Buchmesse von Besucherrückgang keine Spur. Viele Schulklassen waren da, auch viele Nationalitäten vertreten, das ist mir aufgefallen. (Dass die Herbstferien in Hessen erst an diesem Freitag beginnen, haben wir erst im Stau auf der Rückfahrt verstanden.)
Drängeln und Schubsen, ja das gab schon mal ein paar kleine Verletzungen. Gut, dass Markus immer ein Pflaster dabei hat. Auch die Promis wie Thomas Gottschalk müssen durch das Gewühl hindurch.
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