Das Leben Gottes und das Leben der Menschen, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2016

Zu: Jürgen Moltmann: Ethik der Hoffnung, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2010, ISBN: 978-3-579-01929-1, Preis: 22,95 Euro

Ethik der Hoffnung von Juergen Moltmann
Ethik der Hoffnung von Juergen Moltmann

Jürgen Moltmann wird am 8. April 2016 90 Jahre alt. Dazu ist im Gütersloher Verlagshaus eine zehnbändige Ausgabe seiner wichtigsten Schriften erschienen (siehe Hinweis unten). Diese Ausgabe enthält unter anderem: „Theologie der Hoffnung“, „Der gekreuzigte Gott“, „Kirche in der Kraft des Geistes“, „Der Weg Jesu Christi“ und „Gott in der Schöpfung“. Jürgen Moltmann hat in seiner aktiven Zeit als Theologieprofessor in Tübingen in diesen Büchern die theologischen Themen der systematischen Theologie bearbeitet und hat dieser Theologie seinen eigenen Stempel aufgedrückt. Prägend ist für ihn eine gegenwartsbezogene Theologie, die immer in Verantwortung vor der biblischen Tradition begründet wird, aber nie ohne Bezug auf Aktualität ausgearbeitet wird, wobei der situationsethische Ansatz mitgedacht ist. Der Verlag musste für die Studienausgabe eine Auswahl treffen. Es ist jedoch schade, dass die späten Bücher Jürgen Moltmanns hier nicht exemplarisch aufgenommen worden sind, wie zum Beispiel das im Jahre 2010 erschienene Buch „Ethik der Hoffnung“, das hier vorgestellt wird.

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Trauer, illustrierte Gedichtauswahl für Bestattungsfeiern, herausgegeben von Christoph Fleischer, Welver 2016

 

Angeregt durch einige Erfahrungen und Möglichkeiten der alternativen Bestattungsformen im Friedwald, die einfach z. T. durch die örtlichen Gegebenheiten angeregt sind, möchte ich eine Textsammlung für Trauer und Bestattung vorliegen. Die Texte verstehe ich als Meditationen, die vorranging im Eingangsteil der Trauerfeier Verwendung finden, um die Befindlichkeiten der Trauernden aufzunehmen. In dieser Situation ist m. E. in der heutigen Form von Bestattungen eine größere Differenzierung notwendig, als ich es bislang gesehen und praktiziert habe. Diese Texte sind urheberrechtlich gesichert. Zur publizistischen Weiterverwendung bitte die Rechteinhaberinnen kontaktieren. Die einmalige Verwendung in einer Trauerfeier ist gewünscht und möglich, wenn die jeweilige Autorin bzw. der Autor mitgenannt werden. Wenn einige Texte keine Überschrift haben, dann ist das auch im Original so. Die Texte von Rainer Maria Rilke und Dietrich Bonhoeffer sind gemeinfrei.

Bild: Marlies Blauth
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Predigt über Römer 12, 1-8, 1. Sonntag nach Epiphanias, Christoph Fleischer, Welver 2016

Römer 12, 1 – 8 (Gute Nachricht Bibel, Die Predigt wird in Günne und Miningsen gehalten.)

 

1Brüder und Schwestern, weil Gott so viel Erbarmen mit euch gehabt hat, bitte und ermahne ich euch:

Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung!

Bringt euch Gott als lebendiges Opfer dar, ein Opfer völliger Hingabe, an dem er Freude hat. Das ist für euch der »vernunftgemäße« Gottesdienst.

2Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an.

Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird.

Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden, welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht, und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und gottgefällig und vollkommen ist.

3In der Vollmacht, die Gott mir als Apostel gegeben hat, wende ich mich an jeden Einzelnen von euch.

Niemand soll sich über andere erheben und höher von sich denken, als es angemessen ist. Bleibt bescheiden und sucht das rechte Maß!

Durch den Glauben hat jeder von euch seinen besonderen Anteil an den Gnadengaben bekommen.

Daran hat jeder den Maßstab, nach dem er sich einschätzen soll.

4Denkt an den menschlichen Leib:

Er bildet ein lebendiges Ganzes und hat doch viele Teile, und jeder Teil hat seine besondere Funktion.

5So ist es auch mit uns:

Als Menschen, die zu Christus gehören, bilden wir alle ein unteilbares Ganzes; aber als Einzelne stehen wir zueinander wie Teile mit ihrer besonderen Funktion.

6Wir haben ganz verschiedene Gaben, so wie Gott sie uns in seiner Gnade zugeteilt hat. Einige sind befähigt, Weisungen für die Gemeinde von Gott zu empfangen; was sie sagen, muss dem gemeinsamen Bekenntnis entsprechen.

7Andere sind befähigt, praktische Aufgaben in der Gemeinde zu übernehmen; sie sollen sich treu diesen Aufgaben widmen. Wer die Gabe hat, als Lehrer die Gemeinde zu unterweisen, gebrauche sie.

8Wer die Gabe hat, andere zu ermahnen und zu ermutigen, nutze sie.

Wer Bedürftige unterstützt, soll sich dabei nicht in Szene setzen.

Wer in der Gemeinde eine Verantwortung übernimmt, soll mit Hingabe bei der Sache sein. Wer sich um Notleidende kümmert, soll es nicht mit saurer Miene tun.

 

Liebe Gemeinde,

 

Den Predigttext aus dem Römerbrief habe ich bewusst in der Fassung der Guten Nachricht Bibel vorgelesen, damit wir beim Lesen und Hören nicht so viele Verständnisprobleme bekommen, wie das z. B. bei der Lutherbibel der Fall wäre.

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Das Bild vom Leib und seinen Teilen sollte einleuchten. Doch der Schwerpunkt liegt zunächst auf den ersten Versen, in denen vom Opfer die Rede ist.  Indem wir die Verse 1 – 8 im Ganzen gehört haben, wird das Bild vom Leib und seinen Gliedern angebunden an die Vorstellung, seinen Leib als Opfer hinzugeben. Die beiden Bilder erklären sich gegenseitig und können sich nicht ausschließen.

Dieser Anfang bereitet Probleme, obwohl man beim genauen Hinsehen eigentlich merken müsste, dass es eben nicht darum geht, also sich zu opfern und zugunsten der Gemeinde aufzugeben und auf alles zu verzichten. „Predigt über Römer 12, 1-8, 1. Sonntag nach Epiphanias, Christoph Fleischer, Welver 2016“ weiterlesen

Skepsis und Verantwortung, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2015

Zu: Scheidewege, Jahresschrift für skeptisches Denken, Herausgegeben von der Max Himmelheber-Stiftung, Jahrgang 43, 2013/2014, S. Hirzel-Verlag, Stuttgart 2013, 412 Seiten, ISBN 978-3-7776-2363-4, Preis: 36,90 Euro, im Abo 32,50 Euro zuzüglich je 3,90 Euro Versandkosten, Homepage mit der Übersicht über lieferbare Ausgaben und deren Inhalt: www.scheidewege.de

Scheidewege CoverDie Jahresschrift Scheidewege, die im Verlag S. Hirzel erscheint, ist ein Forum für zeitgenössische Philosophie, die sich in der Bearbeitung verschiedener gesellschaftlicher Fragen äußert.

„Scheidewege“ ist ein interessantes Projekt, dass der Vermittlung von Theorie und Praxis dienen kann und den Stand der aktuellen und zeitgenössischen Diskussion aufzeigt. Die fehlende thematische Vorgabe ist Vorteil und Nachteil zugleich, denn eine inhaltliche Strukturierung hätte gewiss redaktionelle Vorteile. Das Projekt „Scheidewege“ hingegen gibt sie bewusst nicht vor und bleibt damit dem skeptischen Ansatz verbunden. „Skeptisches Denken erbringt Einwände und Einsichten, die nicht immer Weg und Ziel, aber doch eine Richtung anzeigen.“ (Umschlag)

Die Skepsis, die im Bereich von Soziologie und Philosophie um sich greift, ist kein Grund zu Lethargie und Passivität, eher im Gegenteil. Nicht blinder Fortschrittsfanatismus, sondern Verantwortungsethik um der Zukunft willen ist angebracht.

„Das Gestern ist nicht zu wiederholen, aber das Morgen kann auch nicht einfach eine verbesserte Form des Heute sein. In die Tradition zu retirieren ist so aussichtslos wie die Hoffnung, daß dem Fortschritt, so wie er zur Zeit betrieben wird, ein zweckmäßiger Mechanismus der Selbstregulierung innewohne, der letztlich alles zum Guten wende.“ (Umschlag)

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Glaubensbekenntnisse Marlies Blauth, Heiko Kuschel, Wilhelm Willms, Dorothee Sölle, Jörg Zink und andere, Christoph Fleischer Werl 2010

Die folgende Sammlung moderner Glaubensbekenntnisse sollte noch erweitert werden.

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