Sakralisierte Politik, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2019

Zu:

Sarah Thieme: Nationalsozialistischer Märtyrerkult, Sakralisierte Politik und Christentum im westfälischen Ruhrgebiet (1929 – 1939), Campus Verlag Frankfurt/ New York 2017, broschiert, 546 Seiten, ISBN: 978-3-593-50808-5, Preis: 39,95 Euro

Link: https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/geschichte/nationalsozialistischer_maertyrerkult-14290.html

Das Buch von Sarah Thieme wird sicherlich zuerst den Heimatforschern begegnen, wenn sie im Internet nach Spuren des Nationalsozialismus suchen. So interessierte mich selbst die Verflechtung der evangelischen Kirchengemeinde Iserlohn mit der Bewegung der Deutschen Christen. Über die Internetsuche bei Google-Books wird das Buch über Ereignisse im westfälischen Ruhrgebiet und angrenzender Kommunen angezeigt. „Sakralisierte Politik, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2019“ weiterlesen

Die Sprache der Symbole, Christoph Quarch

Was der Brand von Notre Dame uns über unser Menschsein lehrt

Notre Dame ohne Baugerüst

Machen wir ein Gedankenexperiment: Man stelle sich vor, ein Forscherteam im Silikon-Valley hätte am Morgen des 15. April einem ihrer mit den besten Algorithmen der Künstlichen Intelligenz ausgestatteten Superrechner die Frage vorgelegt, wie hoch das zu erwartende Spendenaufkommen für den Wiederaufbau einer französischen Kathedrale nach einem Brand des Dachstuhls und dem partiellen Einbruch des Deckengewölbes ausfallen dürfte. Selbst wenn die Programmierer dezidiert von Notre Dame gesprochen hätten, dürfte die Super-KI wohl kaum darauf gekommen sein, dass für den Wiederaufbau dieser Kirche innerhalb von nur zwei Tagen weit mehr Spenden aufgebracht würden als für die fünf weltweit größten Projekte des Roten Kreuzes (Syrien, Südsudan, Irak, Nigeria, Jemen) zusammen in einem ganzen Jahr. „Die Sprache der Symbole, Christoph Quarch“ weiterlesen

Fastenmonat Ramadan beginnt, Pressemeldung aus dem Kreis Unna, 30.04.2019

Eine der Säulen des Islam

Kreis Unna. Der Fastenmonat Ramadan beginnt in diesem Jahr am 6. Mai und endet am 3. Juni. Darauf weist das Kommunale Integrationszentrum (KI) Kreis Unna hin. Der Zeitpunkt des Ramadan wird nach dem Mondverlauf bestimmt und verschiebt sich jährlich um rund 10 Tage.

Felsendom

Das Fasten ist neben dem Beten, dem Pilgern nach Mekka, der Almosengabe und dem Glaubensbekenntnis eine der fünf Säulen des Islam.

Im Fastenmonat wird neben dem Verzicht auf Essen, Trinken und Rauchen am Tage auch sexuelle Enthaltsamkeit verlangt. Von den Vorschriften ausgenommen sind Kranke, alte Menschen, Kinder, Reisende und Schwangere. Der Ramadan – als Zeit der Besinnung – soll den Glauben und die Selbstdisziplin der Gläubigen stärken.

Treffen zum Fastenbrechen
Traditionell werden in der Fastenzeit Verwandte, Freunde und Bedürftige zum „Iftar“ (Fastenbrechen) eingeladen. Innerhalb von 24 Stunden wird nur zweimal gegessen: Die erste Mahlzeit in der Nacht vor dem Morgengrauen und die zweite Mahlzeit abends nach Sonnenuntergang.

Fastenmonat endet mit dreitägigem Fest
Das Ende des Fastenmonats wird mit dem am 4. Juni beginnenden Ramadanfest gefeiert. Das dreitägige Fest des Fastenbrechens steht ganz im Zeichen der Familie. In diesen Tagen gibt es Besuche in der Verwandtschaft. Viele Kinder freuen sich besonders auf das Fest, denn genau wie zu Weihnachten gibt es Geschenke und Süßigkeiten.

Weitere Informationen zu muslimischen Festen gibt es bei dem KI Kreis Unna, Gökhan Kabaca, Tel. 0 23 07 / 92 48 8- 77. PK | PKU

Franz Kafkas Beziehung zu Israel, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2019

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Benjamin Balint: Kafkas letzter Prozess, aus dem Englischen von Anne Emmert, Berenberg Verlag, Berlin 2019, gebunden, 336 Seiten, ISBN: 978-3-946334-48-4, Preis: 25,00 Euro

Der im Titel angesprochene Prozess ist keine Neuauflage eines der Bücher Kafkas, sondern ein Prozess um sein Erbe im Land Israel. Das Buch von Benjamin Balint über Franz Kafka ist kunstvoll komponiert, indem es zwischen der Darstellung des Prozesses vor dem Obersten Gerichtshof Israels im Jahr 2016 und seiner Vorgeschichte mit den biografischen Skizzen zu Franz Kafka und seinem Freund Max Brod wechselt.

Max Brod lebte, genau wie Kafka, ebenfalls in Prag und war Schriftsteller und späterer Herausgeber der Werke Kafkas. Da er auch die unveröffentlichten Skizzen Kafkas z. B. des Romans „Der Prozess“ für Weltliteratur hielt, nahm er sie an sich und veröffentlichte sie auch gegen den ausdrücklichen Willen von Franz Kafka posthum, der 1924 in Prag im Alter von nur 41 Jahren an Tuberkulose verstarb.

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Franz Rosenzweig, aktueller denn je, Rezension, Christoph Fleischer, Welver 2019

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Rosenzweig Jahrbuch/ Rosenzweig Yearbook 11, Das „Und“ im Werk Franz Rosenzweigs, Konflikte und Begegnungen zwischen Glaubensrichtungen, Kulturen, Klassen und Nationen / The „And“ in Franz Rosenzweig´s Work, Clashes and Encounters between Faiths, Cultures, Classes and Nations, Herausgegeben unter Mitarbeit eines Redaktionsbeirats/ Editorial Boards von Matthew Handelman (USA), Ephraim Meir (Israel) und Christian Wiese (Deutschland), Verlag Karl Alber, Freiburg/ München 2018, Softcover, 302 Seiten, ISBN 978-3-495-46411-3, Preis: 49,00 Euro (gebundene Ausgabe)

Dem Werk Franz Rosenzweigs (1886 – 1929) ist zur Zeit eine furiose Aufmerksamkeit gegeben, von der die internationale Arbeit der Franz-Rosenzweig-Gesellschaft zeugt, die seit 22 Jahren alle zwei Jahre eine Tagung in einer europäischen Universitätsstadt veranstaltet. Der Aufsatzband dokumentiert 14 von über 90 Vorträgen (sechs auf Deutsch, acht auf Englisch) der viertägigen Tagung in Rom im Februar 2017.

Neben den Vorträgen enthält das Jahrbuch einen Tagungsbericht, Rezensionen und Ankündigungen von Neuerscheinungen.

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