Adventskalender, Pressemeldung Landeskirche, Bielefeld

Wieder da: Der WhatsApp-Adventskalender der Evangelischen Kirche von Westfalen

Mit »Macht hoch die Tür« durch den Advent

Auch in diesem Jahr gibt es ihn wieder – den Adventskalender der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Und zwar – wie schon im vergangenen Jahr – per WhatsApp. Vom 1. Advent bis 24. Dezember verschickt die westfälische Landeskirche per WhatsApp täglich eine Nachricht mit einem adventlichen Gruß.

Das Thema im ausgehenden Reformationsjubiläumsjahr heißt »Macht hoch die Tür«. Drei Wochen lang laden kurze Texte und Bilder dazu ein, sich zu öffnen für die beste Botschaft der Welt. Jede Woche nimmt dabei einen besonderen Aspekt in den Blick: In der ersten Woche heißt es »Öffne deinen Geist«, in der zweiten »Öffne deine Tür« und schließlich »Öffne dein Herz«.

Das virtuelle »Türchen« können WhatsApp-Nutzerinnen und -Nutzer einfach da öffnen, wo sie gerade sind. Die Nachrichten werden täglich im Laufe des Vormittags versandt. Wer kein WhatsApp benutzt, kann die Einträge auch online ansehen. (Pressemitteilung 95/2017)

 

Anleitung hier: http://www.evangelisch-in-westfalen.de/adventskalender-2017/?L=0

 

 

Was ist Leben? Lars Jaeger, Zürich 2017

„Origin“ – Dan Browns neuester Thriller und die Grenzen des Naturalismus

Von Lars Jaeger

Anmerkung: Lars Jaeger bezieht sich auf folgendes Buch: Dan Brown, Origin, Thriller, Aus dem Amerikanischen von Axel Merz, Bastei Lübbe, Köln 2017, 28 Euro.

Dan Browns neuestes Buch Origin bewegt wieder einmal die Gemüter. Auch diesmal wagt sich der gefeierte amerikanische Thriller-Autor weit hinaus auf die Äste populärwissenschaftlicher Spekulation. Dieses Mal geht um die Entstehung des Lebens auf der Erde. Darunter macht es Brown nicht mehr. In einem wie üblich etwas weit hergeholten Plot jagt der Protagonist Robert Langdon hinter dem profunden Geheimnis seines ermordeten Freundes, eines Computer-Genies, her, das dieser sensationellerweise aufgedeckt haben soll: Eine unumstössliche Erklärung, wie das Leben auf unserem Planeten entstanden ist. Aber Brown beschäftigt sich mit mehr als nur einem existentiellen Rätsel: Auch wie sich das irdische Leben in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird, will der ermordete Protagonist Edmond Kirsch herausgefunden haben. Dazu lässt Brown seinen Protagonisten Kirsch ein Super-Genie sein, der es vor allen anderen – also auch vor Google, Microsoft und IBM – geschafft hat, einen Quantencomputer zu bauen und eine eigenständige künstliche Intelligenz zu erschaffen. „Was ist Leben? Lars Jaeger, Zürich 2017“ weiterlesen

Dietrich Bonhoeffer: Das Gebetbuch der Bibel, Bad Salzuflen 1940

Eine Einführung in die Psalmen, zuerst erschienen im MBK-Verlag Bad Salzuflen 1940, spätere Ausgaben im Hänssler-Verlag und in den Dietrich Bonhoeffer Werken, Band 5, inzwischen gemeinfrei.

In aktuelle Rechtschreibung gesetzt von Christoph Fleischer, Welver 2017

„Herr, lehre uns beten!“

So sprachen die Jünger zu Jesus. Sie bekannten damit, dass sie von sich aus nicht zu beten vermochten. Sie müssen es lernen. Beten-lernen, das klingt uns widerspruchsvoll.  Entweder ist das Herz so übervoll, dass es von selbst zu beten anfängt, sagen wir, oder es wird nie beten lernen. Das ist aber ein gefährlicher Irrtum, der heute freilich weit in der Christenheit verbreitet ist, als könne das Herz von Natur aus beten.  Wir verwechseln dann Wünschen, Hoffen, Seufzen, Klagen, Jubeln – das alles kann das Herz ja von sich aus – mit Beten. Damit aber verwechseln wir Erde und Himmel, Mensch und Gott. Beten heißt ja nicht einfach das Herz ausschütten, sondern es heißt, mit seinem erfüllten oder auch leeren Herzen den Weg zu Gott finden und mit ihm reden. Das kann kein Mensch von sich aus, dazu braucht er Jesus Christus.

„Dietrich Bonhoeffer: Das Gebetbuch der Bibel, Bad Salzuflen 1940“ weiterlesen

Gnade erfahren, Predigt, Joachim Wehrenbrecht, Herzogenrath 2017

Predigt am 5.Sonntag nach Trinitatis 2017 in der Markuskirche Herzogenrath

Hinweis: http://www.predigtpreis.maennerarbeit-ekd.de/#xl_xr_page_index 

„Durch die Gnade Gottes bin ich, was ich bin.“ (1.Kor15,10a; Basis Bibel)

Liebe Gemeinde,

Auf einer Fahrt von Maastricht nach Wetzlar bei Gießen fing meine  BMW C1, ein überdachter Motorroller, an zu stottern. Mir schwante nichts Gutes. Nach einem Überholvorgang auf der Autobahn – noch in den Niederlanden – setzte der Motor vom einen zum anderen Moment aus. Ich konnte nur noch auf der  Standspur ausrollen. Der Roller sprang nicht mehr an, er tat keinen Mucks mehr. Ich ahnte, dass es etwas mit dem Motoröl zu tun hatte, war mir aber nicht sicher. Zur nächsten Ausfahrt waren es 1500m, jedoch war keine Tankstelle oder Ähnliches in Sicht. Ich schob den Roller und merkte schnell, dass er zu schwer war, um ihn mehrere Kilometer zu schieben. Was sollte ich tun?

Wider besseres Wissen streckte ich meinen Daumen raus, um ein Auto anzuhalten – vielleicht könnte das Auto mich ja zur nächsten Tankstelle fahren, um Öl zu besorgen. Nach einer Viertelstunde blinkte ein LKW und hielt auf dem Standstreifen. Ich rannte dem aussteigenden Fahrer, der mir zurief: „Was ist los?“, entgegen und erzählte ihm die Lage. Wegen des Öls winkte er ab, bot mir aber an, den „Bock“ aufzuladen. Er müsste nach Siegen, bis dahin könnte ich mitkommen. Ich war perplex und gemeinsam hievten wir die 185 kg schwere Maschine über eine Bohle in den leeren LKW. „Gnade erfahren, Predigt, Joachim Wehrenbrecht, Herzogenrath 2017“ weiterlesen

Keine Studiengebühren für Ausländer aus Nicht-EU Ländern, Presseerklärung ESG

Die folgende Erklärung wurde auf der Versammlung in Wittenberg beschlossen und am 16.9.2017 veröffentlicht. Angesichts der aktuellen Entwicklung in NRW soll daran erinnert werden: Keine Studiengebühren für Ausländer aus Nicht-EU Ländern

Die Evangelischen Studierendengemeinden (ESG), die an fast jedem Hochschulstandort in Deutschland vertreten sind, haben allesamt eine lange Erfahrung in der Begleitung, Beratung und Unterstützung von Student*innen aus dem globalen Süden. Diese bereichern das Gemeindeleben und befördern den weltweiten Austausch unter den Studierenden.

Dass ausgerechnet Nicht-EU Ausländer*innen, von denen rund zwei Drittel aus Entwicklungsländern kommen, zur Finanzierung des Bildungssystems in einem der reichsten Industrieländer herangezogen werden sollen, ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. Wir fordern:

Bildung für alle – gebührenfrei
Richtungsweisend für die Bildungspolitik in den Bundesländern sollte der Grundsatz sein, der in den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen als SDG 4 „Chancengerechte und hochwertige Bildung“ formuliert wurde. Dort heißt es: „Die Investition in die Bildung und die Stärkung des Bildungssektors sind der Schlüssel zur Entwicklung eines Landes und seiner Menschen.“ Diese Bildung sollte gebührenfrei sein. Dass Deutschland keine Studiengebühren erhebt, sehen wir als eine wichtige soziale Errungenschaft an.

Internationalisierung der Hochschulen nicht schwächen

Das Gesetz zur Einführung von Studiengebühren konterkariert die Bemühungen der Hochschulen um eine Internationalisierung. Dadurch wird sich die Internationalisierung in Zukunft auf Bilaterale Austauschprogramme mit wenigen reichen Ländern beschränken.
Alle Student*innen profitieren von der Offenheit der Universitäten und dem gemeinsamen Lernen und Forschen an den Hochschulen. Durch die internationalen Kontakte zwischen den Studierenden weiten sich der Blick auf und das Verständnis für die gesellschaftsübergreifenden Zusammenhänge der ganzen Welt. Wir brauchen auch in Zukunft eine Politik für mehr Bildungschancen, für die Internationalisierung unseres Hochschulwesens und für Weltoffenheit.

Entwicklungspolitische Ziele der Bundesrepublik Deutschland nicht durch Studiengebühren konterkarieren Studierende aus dem globalen Süden stärken die Entwicklungszusammenarbeit. Studienabsolvent*innen aus Entwicklungs- und Schwellenländern sind unsere natürlichen Brückenbauer in der Entwicklungszusammenarbeit. Sie besetzen oft Schlüsselpositionen in der öffentlichen Verwaltung, in Universitäten oder auch im Privatsektor ihrer Heimatländer und können maßgeblich dazu beitragen, Entwicklungsprobleme zu lösen, Armut zu lindern und Fluchtursachen zu bekämpfen.

Link zur Erklärung: 17_09_15_ESG-VV_Statement gegen Studiengebühren