Kerim Pamuk: Der Islam, das Islam, was Islam? Ein Lexikon für Durchblicker, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2017, Softcover, 237 Seiten, ISBN: 978-3-579-08675-0, Preis: 17,99 Euro
Jürgen Straub: Religiöser Glaube und säkulare Lebensformen im Dialog, Personale Identität und Kontingenz in pluralistischen Gesellschaften, Ernst-E.-Boesch-Preis für Kulturpsychologie 2015, Herausgegeben von der Gesellschaft für Kulturpsychologie, Mit einem Statut zum Ernst-E.-Boesch-Preis vom Vorstand der Gesellschaft für Kulturpsychologie und einer Laudatio von Jens Brockmeier, Psychosozial-Verlag, Gießen 2016, kartoniert, 226 Seiten, ISBN: 978-3-8379-2612-5Preis: 24,90 Euro
So interessant und aufregend der Titel des Buches ist, so schwierig und uneinheitlich sind die Untertitel. So steht am Anfang der Lektüre eine Recherche, die in meinem Fall durchaus fehlerhaft sein kann, da ich mich in diesem Metier als Laie empfinde. Der hier als Autor genannte Jürgen Straub ist erster Preisträger des Ernst-E.-Boesch-Preises. Ernst-E.-Boesch, nach dem dieser Preis benannt ist, starb im Jahr 2014 und hinterließ der Gesellschaft für Kulturpsychologie eine Stiftung, nämlich die des nach ihm benannten Preises. Ernst E. Boesch war am Fachbereich Psychologie der Ruhruniversität Bochum tätig und hat dort die besondere Disziplin der Kulturpsychologie begründet. Diese sozialpsychologische Ausrichtung steht immer etwas in Konkurrenz zu der sonst eher individualpsychologischen Ausrichtung des Faches Psychologie. „Kulturpsychologie, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen
Unruh, Patrick: Register zur Martin Heidegger Gesamtausgabe, Frankfurt am Main 2017, ISBN 978-3-465-04314-0., 618 S.
Obwohl die seit 1975 in vier Abteilungen und bisher 102 Bänden mit mehr als 30.000 Seiten erscheinende Martin Heidegger-Gesamtausgabe noch nicht abgeschlossen ist, liegt mit dieser Neuerscheinung ein stattliches Werk vor. Mit Ausnahme des Doppelbandes 80 sind darin die ersten 97 Bände berücksichtigt. „Registerband zur Heidegger Gesamtausgabe, Rezension von Konrad Schrieder, Hamm 2017“ weiterlesen
Jürgen Moltmann: Hoffen und Denken, Beiträge zur Zukunft der Theologie, Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2016, gebunden, 295 Seiten, ISBN 978-3-7887-3009-3, Preis: 24,99 Euro
Das Vorwort macht deutlich, dass sich Jürgen Moltmann (geb. 1926) dieses Buch zum 90. Geburtstag geschenkt hat, doch darüber verliert er kaum ein Wort. Im Grunde zeigt er einfach auf, warum er neben den aktuellen Beiträgen noch zwei bislang unveröffentlichte Texte aus seinem Archiv (1959/ohne Jahresangabe) hinzugefügt hat. Die meisten Texte sind aus Vorträgen hervorgegangen. Der Nachweis der Erstveröffentlichungen und Vortragsorte am Ende des Buches zeigen die universelle und ökumenische Weite seines Werkes noch im hohen Alter: Sheffield (1981), Utrecht (2008), Prag (2008), Peking (2010), Rio de Janeiro (2011), London (2011), Seoul (2014), Oxford (2014), Princeton (2015). Die übrigen Texte wurden in Deutschland vorgetragen und/oder in einer theologischen Zeitschrift veröffentlicht.
Andreas Urs Sommer: Nietzsche und die Folgen, J.B.Metzler Verlag, 208 Seiten, ISBN 978-3-476-02654-5, Preis: 16,95 Euro
Andreas Urs Sommer ist seit 2016 Professor für Philosophie in Freiburg, und war vorher in Zürich tätig. Von 2008 bis 2014 war er wissenschaftlicher Kommentator der Werke Nietzsches. Er hat neben drei großen Kommentaren einige Bücher zu philosophischen Themen herausgegeben, wie „Werte“ (2016), „Seelenruhe“ (2009), „Zweifel“ (2005) und „Die Lust, selber zu denken“ (2002).
Ein Wort, das man über das Werk Nietzsches stellen kann, ist „Hinterfragen“. Es ist eine Wortschöpfung Friedrich Nietzsches selbst, erschienen im Buch „Morgenröthe“: „Hinterfragen. – Bei allem, was ein Mensch sichtbar werden lässt, kann man fragen: was soll es verbergen? …“ (S.69) Das hier vorgelegte Buch über Nietzsche legt vom Titel her den Schwerpunkt auf die Folgen, also auf Nietzsches Wirkungsgeschichte im 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Dass es in den Beschreibungen zwischen des Begriffen „Ernst“ und „Heiterkeit“ variiert, geht schon aus den Kapitelüberschriften hervor. Ein Widerspruch, der dabei auffällt, ist, dass die Vereinheitlichung der diversen Gedanken und schriftlichen Anstöße Nietzsches z. B. 1933 durch Bäumler zur Würdigung Nietzsches als „Denker“ führte. Doch dass, wie auch schon bei Karl Marx, Sören Kierkegaard, Ludwig Feuerbach und andere, seine Haupttätigkeit schriftstellerisch war (d. Rez.), passt nicht so recht zu solcher Bündelung der Themen Nietzsches, die letztlich sogar einer Fälschung auf den Leim geht, dem aus dem Nachlass von Nietzsches Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche epilierten Werk „Der Wille zur Macht“. An einer Stelle greift Andreas Urs Sommer diese schillernde Beurteilung auf, indem er den Fernsehmoderator und Journalist Harald Schmidt als „Großen Philosophen“ bezeichnet. Die Auswirkung Nietzsches auf Kunst und Literatur steht jedenfalls hier nicht umsonst vor der Philosophie. „Nietzsches boshafte Heiterkeit, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen
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