Zu: Scheidewege, Jahresschrift für skeptisches Denken, Herausgegeben von der Max-Himmelheber-Stiftung, Jahrgang 46, 2016/2017, Redaktion: Michael Hauskeller, Stephan Prehn, Walter Sauer, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2016, ISBN: 978-3-7776-2630-7: Paperback, 403 Seiten, Preis: Einzelheft 37,90 Euro, im Abo 33,50 Euro, erscheint einmal jährlich im September. Ein Verzeichnis sämtlicher Beiträge und Autoren mit Link zu einer Leseprobe findet sich im Internet (www.scheidewege.de).
Schon die Übersicht über die Beiträge der Jahresschrift auf dem Cover zeigt die Zielrichtung der Ausgabe an. Skepsis, so der kurze Text auf der Rückseite, ist eine geistige Situation, in der Tradition genauso wenig von einer Evidenz lebt wie der Fortschrittsglaube. In die Mitte des Denkens rückt die Gegenwart, die sich vom Überkommenen löst, ohne eine wunderbare Zukunft zu phantasieren. „Zeitkritischer Seismograph, Rezension, Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen
Die Predigt wird am Sonntag Reminiszere in der Kirche in Meiningsen und der Auferstehungskapelle Günne gehalten
Matthäus 12, 38 – 42 (Lutherbibel 2017)
38 Da antworteten ihm einige von den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprachen: Meister, wir wollen ein Zeichen von dir sehen.
39 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht fordert ein Zeichen, und es wird ihm kein Zeichen gegeben werden außer dem Zeichen des Propheten Jona.
40 Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein. 41 Die Leute von Ninive werden auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr als Jona.
42 Die Königin vom Süden wird auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomos Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo.
Liebe Gemeinde,
Jesus kommt in diesem Text gar nicht sympathisch rüber. Er bezeichnet seine Gegner als ein „böses und ehebrecherisches Geschlecht“. Er spricht sogar vom „Verdammen“. Jesus fühle sich offenbar in die Ecke gedrängt. Er solle den Teufel mit Beelzebub austreiben. So hieß es. Das durfte er so nicht stehenlassen.
Die Gegner sagen zu ihm: „Meister, wir wollen ein Zeichen von dir sehen!“ Worum geht es? Es geht um Jesu Vollmacht. Um das Wirken Gottes in seiner Predigt und in seinem Handeln. Es ist ja normal, dass der Messias Israels ein ganz gewöhnlicher Mensch ist. Aber sein Wirken muss als das Besondere eines Gesalbten erkannt werden. Woran wird also von anderen erkannt, dass er der Sohn Gottes und der Gesandte Gottes ist? Und nach Jesus Tod und Auferstehung muss es heißen: Woran zeigt sich auch heute noch die Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft der Kirche? „Predigt über Matthäus 12, Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen
Die Predigt halte ich am 3. Sonntag nach Epiphanias in Bad Sassendorf-Neuengeseke und Möhnesee-Völlinghausen und am 4. Sonntag nach Trinitatis in der reformierten Gemeinde, Soest
Johannes 4, 46-54 (Lutherbibel 2017)
46 Und Jesus kam abermals nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war ein Mann im Dienst des Königs; dessen Sohn lag krank in Kapernaum. 47 Dieser hörte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen war, und ging hin zu ihm und bat ihn, herabzukommen und seinen Sohn zu heilen; denn der war todkrank. 48 Da sprach Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht.
49 Der königliche Beamte sprach zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt!
50 Jesus spricht zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin.
51 Und während er noch hinabging, begegneten ihm seine Knechte und sagten: Dein Kind lebt. 52 Da fragte er sie nach der Stunde, in der es besser mit ihm geworden war. Und sie antworteten ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber. 53 Da merkte der Vater, dass es zu der Stunde war, in der Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte mit seinem ganzen Hause.
54 Das ist nun das zweite Zeichen, das Jesus tat, als er aus Judäa nach Galiläa kam.
Liebe Gemeinde,
Heute möchte ich einmal den Weg skizzieren, der sich zwischen der christlichen Botschaft und dem Bibeltext abspielt, ein Weg, den wir beim Hören und Mitdenken genauso vollziehen, wie bei Schreiben einer Predigt und beim Reden. In einem werden wir uns schon einmal einig sein, dass es um den christlichen Glauben im Allgemeinen geht und nicht nur nicht nur um die Nacherzählung einer biblischen Geschichte. Eine Sache ist mir in diesem Jahr in der Weihnachtsbotschaft wichtig gewesen, die ich auch jetzt noch einmal aufgreifen möchte, die in einem Satz von Angelus Silesius, einem schlesischen Mystiker (Johannes Scheffler, Breslau, 1624 – 1677), in Form eines kurzen Gedichtverses ausgedrückt wird.:
Da bekanntermaßen kurz vor Weihnachten recht viele Bücher gekauft werden, möchte ich doch noch einige Bücher empfehlen, die ich gesichtet habe.
Renatus Ziegler: Freiheit und Schicksal, Eine Philosophie der Wiederverkörperung, Edition Hardenberg, Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 2015, 487 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-7725-2498-1, Preis: 22,00 Euro
Zunächst interessiert mich die Begrifflichkeit „Wiederverkörperung“. So etwas ist ja möglicherweise etwas anderes, als die vielerorts angesprochene Wiedergeburt. Es gibt Bibelstellen, in denen sich der Begriff Auferstehung auch als Wiederverkörperung deuten ließe, z. B. wenn man meinte, Jesus wäre der auferstandene Prophet Elia oder Elisa. Dann gibt es von Jesus auch die Vorstellung, er sei präexistent gewesen, bevor er auf der Erde gelebt habe und danach sei er dahin zurückgekehrt, von wo er eines Tages erneut kommen wird. „Sieben Kurzbesprechungen kurz vor Weihnachten, Christoph Fleischer, Welver 2015“ weiterlesen
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