Zu: Katajun Amirpur, Thorsten Knauth, Carola Roloff, Wolfram Weiße (Hrsg.): Perspektiven dialogischer Theologie, Offenheit in den Religionen und eine Hermeneutik des interreligiösen Dialogs, Waxmann Verlag, Münster 2016, in: Religionen im Dialog, Band 10, Eine Schriftenreihe der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg, ISBN 978-3-8309-3494-3 (print), Seiten 363, Paperback, Preis: 37,90 Euro
Die Akademie der Weltreligionen an der Universität Hamburg hat ein Projekt ins Leben gerufen, das der Entwicklung und Bearbeitung einer dialogischen Theologie gewidmet ist. Mitarbeit und Begleitung liegt in den Händen der Professorinnen und Professoren der Universität Hamburg, weiteren Mitarbeitern sowie solchen, die im Rahmen einer Gastprofessur am Projekt beteiligt sind. Diese Lehr- und Forschungstätigkeit wird durch Stiftungen mitfinanziert, der „Udo-Keller-Stiftung, Forum Humanum“ aber auch die „Veronika-und-Volker-Putz-Stiftung“. Kennzeichen und Merkmale einer „Dialogischen Theologie“ werden in der Form einer Thesenreihe dargestellt, womit zugleich die inhaltlichen Kriterien für die Autorinnen und Autoren vorgegeben sind.
Zu: Michael Tomasello: Eine Naturgeschichte der menschlichen Moral, aus dem Amerikanischen von Jürgen Schröder, Suhrkamp Verlag, Berlin 2016, gebunden, 283 Seiten, ISBN 978-3-518-58695-2, Preis: 32,00 Euro
Michael Tomasello (geb. 1950) ist Direktor des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Zuletzt erschien von ihm das Buch: „Eine Naturgeschichte des menschlichen Denkens“ (2014). Die Abfolge dieser beiden Aspekte, vom Denken zur Moral, zeigt für Michael Tomasello auch die Abfolge in der menschlichen Entwicklung. „Von Natur aus gut, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2017“ weiterlesen
Zu: Hans-Joachim Höhn: Gewinnwarnung, Religion – nach ihrer Wiederkehr, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2015, broschiert, 216 Seiten, ISBN: 978-3-506- 78280-9, Preis: 24,90 Euro
Der Titel wirkt eindeutig, denn mit „Gewinnwarnung“ ist an der Börse gemeint, dass ein börsennotiertes Unternehmen vor einem Gewinneinbruch steht. Für Kirche heißt das: Die Säkularisierung hat nicht zum Ende der Religion geführt. Doch damit ist dem säkularen Denken noch nicht der notwendige Impuls genommen. Die Rede im Buch von Hans-Joachim Höhn, Theologieprofessor aus Köln ist von Transformation, zeigt, dass sich kirchliche Handlungen und Botschaften im Grunde im säkularen Kontext befinden und insofern transformiert haben. Säkularität und Religion sind somit keine Gegensätze.
In diesem Zusammenhang ist auch vom Islam die Rede. Es geht nicht nur um die Lockerung des Kopftuchverbots, sondern auch um die Absicherung des islamischen Religionsunterrichts durch Lehre, Forschung und Ausbildung Hochschulen nach den auch sonst gewohnten Standards.
Religiöse Vielfalt und Transparenz geschehen vor dem Hintergrund der meist säkularen Grundstimmung, die inzwischen unabhängig davon ist, aus welchem religiösen Hintergrund jemand stammt.
Sehr interessant ist der mittlere Teil des Buches, der sich unterschiedlichen Konfliktfeldern von Säkularität und Religionsausübung widmet. Die Extreme liegen zwischen religiösem Fundamentalismus und laizistisch geprägten Wünschen nach Religionsfreiheit. Anders gesagt: Kirche und Religionsgemeinschaften haben ihren Platz in der Gesellschaft, was aber für ein religiöses Verhalten nicht in jeder Hinsicht gilt. Höhn plädiert dafür, die freie Religionsausübung zu ermöglichen, aber auch zu respektieren, dass der Staat „Bestand und Erhalt“ der Religionen nicht garantieren kann. Die „Perspektive der Religionsprognostik“ zeigt damit diverse Linien der gesellschaftlichen Resonanz von Religion und ihre säkularen Ambivalenzen.
Der Schlussabschnitt enthält ein Votum für die Zusammenarbeit von Soziologie und Theologie. Dazu zitiere ich nun den Ausblick: „Die Debatte um die ‚Wiederkehr‘ der Religion und deren Ambivalenz bietet sich dafür in besonderer Weise an. Mit der Soziologie verfügt sie über einen großen gemeinsamen Objektbereich, wenn es um die Phänomene reflexiver Säkularisierung geht. Hier können sozialwissenschaftliche Rekonstruktion und theologische Evaluation von religiösen Transformationsprozessen produktiv aufeinander bezogen werden.“ Dazu passend liest sich das Literaturverzeichnis wie ein Who is Who der aktuellen evangelischen und katholischen Religionssoziologie.
Zu: Sarah Tavernier und Alexandre Verhille: Der illustrierte Atlas der Architektur (voller merkwürdiger Bauwerke), Übersetzt aus dem Französischen von Claudia Sandberg, Kleine Gestalten, Berlin 2016, ISNB: 978-3-89955-774-9, 45 Seiten im Bilderbuchformat, Preis: 22,90 Euro
Das besondere Format dieses Buches fiel schon bei der Lieferung auf. Da das Buch ca. 28 cm breit und 38 cm hoch ist, wurde es in einem Paket ausgeliefert. Als es angekündigt wurde, bewegte mich die Frage, ob es nicht gerade die Bauwerke der Religionen sind, die in Vergangenheit und Gegenwart die Stellung der Religion in der Gesellschaft prägen und die andererseits auch zeigen, dass Religion ein Teil dieser Welt ist. „Der illustrierte Altas der Architektur“ bietet ein ideales Format für einen visuellen Überblick, der jeweils auf die Regionen der Erde bezogen ist. Die Doppelseiten sind jeweils eine Einheit. Dadurch kommen auch besonders hohe Gebäude zur Geltung. Tatsächlich geht es hierbei auch um die Superlativen der Architektur. Das höchste Gebäude der Welt ist Burj Khalifa in Dubai (S. 19). Eine interessante Zusatzinformation ist, dass es im Film „Mission impossible – Phantom Protokoll“ zu sehen ist. Auf der gleichen Seite ist auch eine Superlative in religiöser Hinsicht: Die „Moschee Al-Haram in Mekka ist die „Größte Moschee der Welt“ mit Platz für 900000 Personen. Auch für die Religion selbst gibt es einen Superlativ: Sie ist die „Heiligste Stätte für die Muslime“ (S. 19). Immerhin sind auf der gleichen Seite „Naher Osten“ die bedeutenden religiösen Stätten in Jerusalem abgebildet und erklärt, die Grabeskirche, die Klagemauer und der Felsendom. So viele religiöse Bauwerke im Verhältnis gibt es auf keiner anderen Seite. „Wichtige Bauwerke auf einen Blick, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2016“ weiterlesen
Zu: Von Martin Luthers Wittenberger Thesen, Von Meike Roth-Beck, vorgelesen von Peter Kaempfe, 1 CD, Laufzeit 50 Minuten, Mit Originaltexten und Liedern von Martin Luther, Texte im Beiheft, Verlag Hörcompany, Hamburg 2016, ISBN: 978-3-945709-38-2, Preis: 12,95 Euro
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